Aber sagen Sie, Herr Kunze, sollte der ersehnte Oberbürger
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Gerichts- Beifung.
Herr Kunze erläßt in der Kreuz- Zeitung " eine Erklärung, Sch. schien sich inzwischen beruhigt zu haben, er sprach mit dem in seiner Wohnung, in der Stegligerstraße, mittelft Revolvers die in unserem heutigen Leitartikel bereits sachlich gewürdigt ist. Kollegen von der Zukunft und benahm sich so vernünftig, daß sich zwei Schüsse in den Kopf und in die Brust bei. Er wurde noch Wir möchten aus derselben nur noch das großfpurige Pathos der Kamerad um 4 Uhr Nachmittags von dem Kranten ver- lebend nach der Charitee gebracht. In der Fruchtstraße, nahe hervorheben, mit dem sich Herr Kunze in die Brust wirft und abschiedete. Kaum hatte jedoch der Schuhmann die Straße er der Spree , wurde Nachmittags ein Arbeiter mit einer schweren ausruft: reicht, als dicht vor ihm ein schwerer menschlicher Körper auf Verlegung am Hinterkopfe bewußtlos aufgefunden und nach AnWas die gegen mich seit längerer Zeit ausgestreuten das Trottoir niederfiel und der Erschrockene bemerkte sofort, daß legung eines Verbandes nach dem Krankenhause am Friedrichs= Verleumdungen betrifft, so bestreite ich, daß ich nach der Blutende, der vor ihm lag, Schulz sei, der sich aus hain gebracht. der vor ihm lag, Schulz sei, der sich aus hain gebracht. Im Laufe des Tages fanden drei Brände statt. meiner Vergangenheit und Stellung genöthigt bin, mich dem Fenster des in der zweiten Etage belegenen Zimmers überhaupt zu rechtfertigen. Aber da ich weiß, wie die herabgestürzt habe. Der Lebensmüde hat seinen Zweck, sich zu öffentliche Meinung gemacht wird, so gebe ich födten, nicht erreicht, er erlitt zwar mehrfache Arm- und BeinIhnen die feierliche, ehrenwörtliche Erklärung brüche, doch wurde in dem Krankenhause Bethanien, wohin er ab, daß weder ich noch meine Familie, weder direkt noch geschafft wurde, von den Aerzten mitgetheilt, daß Sch. sich außer indirekt irgend einen materiellen Vortheil aus der Lotterie jeder Lebensgefahr befinde. gezogen haben oder haben ziehen wollen. Ich habe die Kosten für das Unternehmen in den Jahren 1888 und 1889 Der Räuberhauptmann Athanas und der Ueberfall Kindesmord. In dem Hause Gartenstraße 153 fand von Tscherkeßfoi bildeten fürzlich wiederum den Gegenstand aus meiner Tasche bezahlt und die Wieder Donnerstag Nachmittag ein Lumpenſammler beim Durchsuchen längerer Berhandlungen, die vor der ersten Zivikkammer des erstattung der mehrere hundert Mark betragenden des Müllfastens die Leiche eines neugeborenen Kindes männlichen Landgerichts I geführt wurden. Trotz dieser schaurig- romantischen Kosten aus dem Fonds des Komitees abgelehnt und Geschlechts, welches anscheinend bei der Geburt noch gelebt hat, Rückerinnerung griff am Richtertische eine recht heitere Stimmung trage auch heute noch alle persönlichen Kosten( Drosch- und deutet eine an dem Kopfe vorgefundene Verlegung darauf play, da es sich nicht um den gefürchteten Brigantenchef, sondern fen, Eisenbahn u. s. w.) selbst, der Komiteefonds liefert hin, daß das Kind einen gewaltsamen Tod gefunden hat. Die nur um die Pantomime Athanas u. Co. handelte, welche im verf. polizeilichen Recherchen nach der Mutter sind bereits eingeleitet. floffenen Sommer im Berliner Hippodrom aufgeführt wurde. meister- Posten von Berlin oder ähnliche ambirte Stellungen nicht dem jüdischen und katholischen Friedhofe hat sich Donnerstag maligen Inhaber des Hippodrom, Krohn u. Co., eine Zivilflage Selbstmord eines Bankiers. Auf freiem Felde hinter Der Verfasser dieses Bugstückes, Herr Anger, hatte gegen die da Würste nach mageren Spectretch sein? Man hat schon fettere Nachmittag ein feingekleideter Herr erſchoffen. Aus Papieren, angeftrengt, weil die Beklagten fich weigerten, dem Bantomimene Speckseiten geworfen. welche bei dem Selbstmörder gefunden wurden, ging hervor, daß dichter für seine ausgetragene Genossenschaft die übliche Tantième Profeffor Dr. Auguft Wilhelm v. Hofmann, der be- der Erschoffene ein gewisser Hammerstein, welcher in Berlin ein 3 zahlen. Die Beklagten machten geltend, daß der Kläger eine Tanrühmte Chemiter, ist in der Nacht zu Freitag im Alter von Bankgeschäft betrieben, war. Bei dem Todten wurden ca. 20 m. tième nur zu beanspruchen habe, wenn mit der Entgleisung 74 Jahren gestorben. Von hoher Bedeutung war er für die Geld und eine goldene Uhr vorgefunden; die Leiche wurde nach eines wirklichen Eisenbahnzuges ein außer chemische Industrie insbesondere für die Farbentechnik. Seine der Leichenhalle des jüdischen Friedhofes gebracht. Zu dieser ordentlicher Erfolg erzielt worden wäre, und keine dieser wissenschaftliche Bedeutung ist von der Welt anerkannt und un- amtlichen Notiz gehen uns noch folgende Mittheilungen über H. beiden Voraussetzungen sei eingetroffen. In der vorigen Sitzung bestritten. Den unmittelbarsten Nugen freilich schuf er den Groß zu: Der Verstorbene war Mitinhaber des Bank- und begnügte sich der Gerichtshof damit, durch Zeugenvernehmung In der gestrigen industriellen, die sein Berdienst und ihren Verdienst auch durch Wechselgeschäftes Hammerstein und Friedländer, Linkstraße den bloßen Erfolg konstatiren zu lassen. Stiftung der Büfte Hofmann's in der Nationalgallerie anerkann- Nr. 3 hierselbst, das im Jahre 1889 mit einigen Geld- Sigung gaben die Beklagten auch zu, daß mit dem Erscheinen ten. Das Kapital ehrt nur das Verdienst, welches ihm Reich- mitteln Don den beiden Sozien H. und F. begründet des Athanas" im Hippodrom zwar weit mehr Schaulustige als thümer schafft; hoffen und streben wir nach einer Gesellschafts- worden war. Das Geschäft scheint aber, trotzdem Hammerstein früher erschienen feien, dies habe aber seinen Grund darin, daß form, in der die Errungenschaften der Wissenschaft das Erbe der reich geheirathet hatte, nicht sonderlich prosperirt zu haben, denn erstens dem Athanas der Himmel freundlicher gelächelt habe, Gesammtheit und nicht blos ein neues Ausbeutungsobjekt werden. vor einem halben Jahre etwa schied Herr Friedländer aus der als den equilibristischen Vorführungen früherer Tage und daß in Dann wird auch jeden verdienten Mann der Wissenschaft das Firma aus, die nunmehr von H. allein geleitet wurde. der Pantomime selbst das zugkräftigste Moment der Eisenbahnzug erhebende Gefühl in die Gruft begleiten, daß seine Arbeit der Lettere große Engagements an der Börse eingegangen, darüber gewesen sei, den man zufällig auf Lager gehabt habe. Wenn ganzen Menschheit ein Segen geworden. war vor der Hand nichts Näheres zu ermitteln. Gestern Morgen legteres nicht der Fall gewesen, hätte eine Entgleisung überhaupt jedoch gingen feitens des Geschäftsführers der Firma verschiedenen nicht stattfinden können. Von nicht minder großartiger Wirkung Die Rechtsgiltigkeit der Theaterzensur in Preußen auf hiesigen Bankhäusern, mit denen Hammerstein gearbeitet, schriftliche sei außerdem der phantastische Triumphzug des Athanas" geGrund der Polizeiverordnung vom 10. Juli 1851 hätte neuerdings Mittheilungen zu des Inhalts, daß infolge plöblichen Ablebens wesen, welchen die Beklagten auf eigene Rechnung hätten an vom Ober- Verwaltungsgericht geprüft und danach bejaht oder des Chefs die Engagements als annullirt zu betrachten seien, da fertigen lassen und der als achtes Bild" einen würdigen Schlußverneint werden können, wenn das Ober- Verwaltungsgericht eine die Firma aufgelöst werde. Der Grund des Selbstmordes scheint effett des Ganzen erzielt habe. Wie machte sich das Bild eigent folche prinzipielle Entscheidung aus Anlaß des jüngsten Ent- demnach auf verfehlte Spekulationen an der Börse zurückzuführen lich fragte beiläufig der Vorsitzende. Und darauf gab der scheidungsfalles nicht für überflüssig gehalten hätte. Im Herbst sein; Hammerstein wa 33 Jahr alt. Nach der neuesten Mit- Mandatar des Beklagten unter den Heiterkeitsausbrüchen sämmt 1891 hatte der Schriftsteller Hans von Januszkiewicz dem Bertheilung hat der Selbstmord an der Börse allgemeine Aufregung licher Anwesenden eine lebendige Schilderung des bunten Liner Ostend- Theater ein" Die Sitte" betiteltes Schauspiel in hervorgerufen, denn der Verstorbene genoß in Börsenkreisen ein vor- Buges, in welchem man 5 Aften zur Aufführung übergeben. Das Berliner Polizei- zügliches Renommee und war sehr beliebt. Als Kleiner" Bankier flohenen, wieder ergriffenen bie Aufführung. Herr von Januszkiewicz strengte, als die Behörde H. tam seinen Verpflichtungen stets pünktlich nach, bis er im zielte das auf erfolgte Remonstration bei ihrem Standpunkt verharrte, Klage Beitraum des letzten Vierteljahres sein ganzes nicht unbeträcht- Grfolg. Seitens des Klägers wurde dagegen behauptet, daß dieser an. Der Bezirksausschuß wies lettere ab und diese Entscheidung liches Vermögen durch verfehlte Spekulationen verlor. Die Busaß für eine Verballhornifirung der Pantomime anzusehen sei. wurde in der Berufungsinstanz von dem dritten Senat des hiesige Börse selbst dürfte nur ganz geringe Verluste erleiden, da während die Beklagten sich auf 87 verregnete Tage stüßten, Ober- Berwaltungsgerichts bestätigt. Der Streit der Parteien 5. noch am legten Ultimo regulirte. Das Motiv des Selbst machte der Kläger geltend, daß die Pantomime doch nicht so bewegte sich nun eben in erster Linie um die erwähnte Frage, mordes dürfte wohl darin zu suchen sein, daß H. außer dem ohne" gewesen sein könne, denn sonst hätten die Beklagten die ob die Polizeiverordnung vom 10. Juli 1851, soweit fie verlangt, Verlust seines Vermögens in den legten Jahren die trostlose selbe doch nicht an anderen 50 schönen Tagen aufführen lassen. daß dem Polizeipräsidium ein in einem öffentlichen Theater zur Entdeckung machte, daß sein einziges Kind von einem unheilbaren Die ihm hierfür von den Beklagten angebotene Entschädigungs Aufführung in Aussicht genommenes Stück zur Prüfung vor- törperlichen Gebrechen befallen worden ist. In einem Anfall von fumme von 300 M. wies der Kläger ab. gelegt wird, rech tsgiltig ist. Der Senat nahm jedoch zu dieser Schwermuth hat sich S., ohne für seine junge Frau auch nur schloß, durch Zeugen und Sachverstandige feststellen zu lassen, ob von dem Vorderrichter und unter dem 31. Januar 1884 auch von einige Beilen zurückzulaffen, nach Weißensee begeben, um dort die Pantomime oder das schöne Wetter das Publikum nach dem dem Kammergericht bejahten Frage teine Stellung, weil die Um- durch Erschießen zu enden. Hippodrom gelockt, bezw. welchen Einfluß auf den gesteigerten stände des vorliegenden Falles dazu nicht nöthigten! Im Besuch der vorräthige Eisenbahnzug und das achte Bild aus Uebrigen sprach der Senat aus, daß zu den allgemeinen Befug geübt haben. Daran soll sich dann die Schäßung der Summe niffen der Polizeibehörde gehöre, Schädigungen der öffentlichen schließen, die dem Kläger zu gewähren ist. Sittlichkeit vorzubeugen". Solche würden aber bei Aufführung des fraglichen Stückes eintreten. Hiernach bleibt es also be züglich der Theaterzenfur beim Alten. In einem Polizeistaat ist es nicht anders zu erwarten, als daß auch die Polizei die Leiterin der geistigen Bewegung der Nation ist.
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den„ bildlich" besiegten, ent und erschossenen Athanas der Arena herumführte. 50 er
präsidium untersagte jedoch aus fittenpolizetlichen Erwägungen wurde ihm ein verhältnißmäßig großer Kredit" eingeräumt und im Triumph in achte Bild" wenigstens vor Gericht einen
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Der Gerichtshof be
Zu dem Morde in der Gartenstraße. In der Nacht zum Freitag find auf dem Gartenplatz zwei junge Männer festgenommen worden, auf welche die im Hause Gartenstr. 58 ge Mainz , 4. Mai. Die heutige Schöffen- Gerichtsverhandlung machte Beschreibung der muthmaßlichen Mörder ungefähr paßte. Die Verhafteten wurden am Morgen um 1/410 Uhr mittelst in der bekannten Säbel- Affäre Leydhed er bot mancherlei Droschte nach dem Thatorte gebracht und dort den in Frage interessante Momente. Angeklagt waren die Redakteure dreier hiesigen tommenden Beugen vorgestellt; sie mußten u. 2. auch diejenigen Blätter, und zwar die Herren Winkler( Mainzer Anzeiger"), Stellungen einnehmen, in welchen die am Dienstag Beobachteten Hirsch(„ Mainzer Nachrichten") und Sprenger( Mainzer BoltsHere Eugen Nichter schreibt, trotz der berben Abfertigung. gesehen worden sind, doch erklärten sämmtliche Beugen mit voller Beitung"). Der der Beleidigungsklage zu Grunde liegende Sach die wir ihm erst gestern zu Theil werden ließen, heute wieder: Bestimmtheit, daß die Borgeführten nicht mit Jenen identisch verhalt ist bekannt. Die Frankfurter Zeitung " meint: Wohl Die Renegaten aus der Redaktion der Bolts- Beitung", welche wären. Am Donnerstag Abend um 1,11 Uhr wurden in dem seit Jahrzehnten sind im Justizpalaste" nicht solche scharfe, den jekt im Vorwärts" thätig sind, verrathen fich neuerlich durch Hause Hörproben" durch die Kriminalpolizei angestellt; Militarismus und feine Auswüche geißelnde Worte vernommen eine besondere Fluth von Schimpfwörtern gegenüber Herrn Eugen es begaben fich mehrere Beamte in die Manzel'sche worden. Auch an interessanten Zwischenfällen fehlte es heute Richter. Dieselben suchen zugleich sich mit Wortklauberei dahinter Wohnung, während Andere der darunter belegenen nicht. Zunächst wurde durch die Aussage des Obersten zu verstecken, daß sie nicht im Vorwärts" das Wort führen" Wohnung des Maurerpoliers Wendt weilten. Das Ergeb. Klingsohr fonstatirt, daß Leydhecker in feinem außerdiensts und daß der Vorwärts" ihnen nur zur Verfügung stände, wenn niß dieser Hörprobe war ein ganz überraschendes; man vernahm lichen Leben zu wünschen übrig gelaffen habe. Sodann trat fie denselben zur Abwehr gebrauchten. Dabei wird die falsche nicht nur jeden einzelnen Tritt, der in der M.'schen Wohnung Lieutenant Hüffer als Beuge auf, der vom Kriegsgericht von der Darstellung wiederholt, als ob dieselben bei der Bolts- Beitung" gemacht wurde, sondern jedes etwas stärkere Geräusch, auch das Betheiligung an der Affäre freigesprochen worden ist, da er, wegen ihrer Gesinnungstüchtigkeit gemaßregelt seien. Sprechen, war in der Wendt'schen Wohnung vernehmbar, und unterstüßt durch die Aussage von Leydhecker, erklärte, nicht mit Aber was erfolgte heute? Wahrlich der gemeinste Strauchritter ist noch ein ehrlicher laut geführte Gespräche waren sogar wörtlich verständlich auf Heyl eingeschlagen zu haben. Mann gegenüber Herrn Eugen Richter . Wo sind die Renegaten", Frau W. bestätigte auch, daß sie Alles vernähme, was in Der Zeuge, der von der Vertheidigung in ein eingehendes genommen wurde, sagte aus eigenem Antriebe die im Vorwärts" das Wort führen"? Wir treiben feine der Manzel'schen Wohnung vorgehe; am Dienstag, dem Tage, Berhör Wortlauberei. Namen nennen, Herr Richter! Davor als der Mord geschehen, war sie nicht zu Hause; sie sei am nunmehr aus, daß ihn die Beitungsartikel stußig gemacht hütet sich der Feigling hinter dem Busch. Vormittag nach Prenzlau gefahren, um von dort ihre Mutter hätten. Er habe nachgedacht und müsse nun sagen, er wiffe abzuholen, und Abends um 3/47 Uhr erst wäre sie wieder zu nicht, ob er nicht auch in der damaligen Aufregung den Säbel Eine Straßenfzene von kultureller Bedeutung schildert Hause angelangt. Wäre der Mord also nach dieser Zeit ge- gebraucht; er vermöge weder ein Ja, noch ein Nein zu sprechen. Die nun folgenden Aussagen von Zivilisten bestätigten durchaus, uns einer unserer Lejer in folgendem Schreiben: schehen, so hätten die Frauen unbedingt etwas hören müssen. Als am Sonnabend Mittag um 1/22 Uhr die von zahl Bei der gemachten Beschreibung der von Frau Wendt ge- daß zwei Offiziere geschlagen; ein Beuge behauptete sogar auf reichen Baffanten frequentirte Kochstraße pafsirte, bemerkte ich sehenen Persönlichkeit ist ein Irrthum unterlaufen, wie uns seinen Gid hin, daß er drei Lieutenants mit gezogenem Säbel plöglich, daß hinter mir die Baffanten in Aufregung geriethen. Diese Beugin mittheilt; ber Mörder ist ungefähr nur 1,57 Meter gesehen habe. Festgestellt wurde, daß auf Heyl noch eingeschlagen Ich vernahm verschiedene Halt- Halt- Rufe und fah beim Umfehen groß, hat schmales Gesicht, jedoch fein fpiges Kinn, ist von wurde, nachdem er längst am Boden gelegen, ferner, daß Lendhecker zu meinem Erstaunen eine wüst durcheinanderlaufende Menschen- unterſeyter, nicht schmächtiger Figur und trägt einen hell- auch von hinten, also in den Rücken auf ihn eingeftochen. Weiter, menge, welche fich aus Vertretern aller Gesellschaftsschichten, grauen Jadetanzug. Er hat fleine schmale Füße und glatte daß auch dem Publikum mit Niederstechen gedroht wurde, wenn Schuljugend mit eingerechnet, zusammensetzte. Auch die heilige Stiejel. Seitens der Polizei wird eine bestimmte Spur verfolgt es etwa wagen sollte, für Hey! Partei zu nehmen. Nach ge Hermandad einen Blantbehelmten" vertreten, und nach einem Dienstfnecht geforscht, der seit dem Tage des schehener That hatten die Offiziere nichts weiter zu thun, als zu den Umstehenden, natürlich Zivilisten, zu sagen: Lassen Sie den welcher dienstlich" mittrabte. Jm ersten Augenblick Mordes verschwunden ist. glaubte ich natürlich die Ergreifung eines Dynamit Ein überraschendes Ergebniß hat die gerichtliche Deffnung Mann verbinden!" Wie großmüthig! Der Staatsanwalt war attentäters, die Verhaftung des Kassirers Jäger oder anderer der Leiche ergeben, die Freitag Morgen vorgenommen worden in seinen Ausführungen durchweg sachlich und ruhig; aber er als Grund annehmen zu müssen, aber ich war enttäuscht als ich ist. Gs hat sich herausgestellt, daß der Frau nicht nur der hielt daran fest, daß die Angeklagten sich nicht in den Grenzen von der kräftigen Fauft eines Pferdebahn- Schaffners gepackt, Schädel eingeschlagen worden war, sondern daß ihr auch tödt einer berechtigten Kritik bewegt hätten. Mainzer Anzeiger" und einen Mann erblickte, der mit allen jenen Notabilitäten feine liche Stiche in Leber, Lunge und Herz beigebracht worden sind. Mainzer Volts- Beitung" seien am schwersten belastet, er beanAehnlichkeit hatte, doch wer weiß?- Das Herz war vollkommen durchstochen. Mit der Klinge des trage gegen diese wie gegen die minder schuldigen„ Mainzer der Ver Meffers, dessen abgebrochene Spize auf dem Kleide der Frau Nachrichten" eine Geldstrafe. Hierauf erwiderte vorgefunden worden ist, haben diese Verletzungen wohl herbei- theidiger des angeklagten Redakteurs Winkler, Rechtsanwalt geführt werden fönnen. Dafür, daß an dieser Messerspitze feine Dr. Schmitt, mit scharfen Worten. Die Presse habe nur ihre Blutspuren gefunden worden sind, sucht man darin eine Er- Pflicht gethan. Es sei ein merkwürdiges Schauspiel, die sonst flärung, daß das Messer, als es aus dem Körper gezogen wurde, als Ankläger auftretende Staatsanwaltschaft diesmal in der Rolle durch eine außerordentliche starke Fettschicht gehen mußte, welche des Vertheidigers zu sehen; sie, die das Duell, den Waffendas am Messer haftende Blut in sich aufgenommen haben mag. Ob der Frau zuerst die Stiche beigebracht worden sind oder ob ihr zuerst der Schädel eingeschlagen worden ist, läßt sich nicht genau bestimmen, doch müssen die Schläge mit dem Feuereisen mit großer Körperfrajt geführt worden sein, denn das Blut aus den Kopfwunden der Frau ist bis an die Decke gespritzt. Dieser Umstand läßt es wahrscheinlich erscheinen, daß sie in stehender Stellung die Schläge auf den Kopf erhalten hat. Aus dem Leichenbefund wird übrigens darauf geschlossen, daß die That von zwei Personen verübt worden sei.
Indessen war auch der Schüßer der heiligen Ordnung herbeigeeilt, welcher noch von einem behäbigen schweißtriefenden Mann begleitet wurde, und nun löfte sich mein Irrthum, denn auf die von allen Seiten gestellte Frage: Was hat er denn gemacht?" erhielten dieselben von dem starten Herrn die in großer Aufregung hervorgestoßene Antwort:" Ja er muß mit zur Wache, er hat bei mir gebettelt." Maßloses Erstaunen malte sich auf allen Gesichtern bei dieser Antwort und die Menschen vertheilten sich topfschüttelnd thren Unath, bis auf ein paar Spießer, welche den Staat wieder gerettet fahen, in derben Worten Luft machend. Indessen zog der Arrestant von dem starken Herrn und dem Polisten fanft" begleitet, seinem Bestimmungsort zu. Ob er wohl auf der Wache den Hunger los werden konnte?
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gebrauch verurtheilen sollte, nehme Beides in Schutz. Man habe nicht übertrieben, wenn man den Ueberfall als mittelalterliches Faustrecht bezeichnet. Wie könne man die sogenannten Messerhelden verurtheilen, wenn man solche Vorgänge in Schuh nehme. Aber wenn auch das Offizierthum glaube, die erste Macht im Staate zu bilden, hier stehe man vor einem Zivilgerichte, das diefe Anmaßung zurückzuweisen wissen werde. Er bitte um Freis fprechung. Gleich trefflich waren die Reden der Rechtsanwälte Dr. Horch, der für Redakteur Hirsch eintrat, und Gause für Redakteur Sprenger. Das Offizierthum möge, so äußerte sich der letterwähnte Wertheidiger, feine Grundsäße und Ehrbegriffe auf sich beschränken, aber es verschone damit das Bürgerthum.- Das Urtheil wird am Sonnabend verkündet werden.
Selbstmordverfuche eines Schuhmannes. Der in dem 55. Polizeirevier in der Schmidstraße stationirte Schuhmann Schulz, 35 Jahre alt und in der Wrangelstr. 111 in Chambre Polizeibericht. Am 5. d. M. Vormittags wurde ein Postgarni wohnhaft, war seit einiger Zeit augenleidend und infolge schaffner in seiner Wohnung in der Borsigstraße erhängt vorDieses Uebels genöthigt, feinen Dienst mehr zu verrichten. Sch., gefunden. Auf der Wache des 6. Polizeireviers in der Artillerieein pflichteifriger Beamter, befürchtete nun, daß er seines Leidens straße erschoß sich ein wegen Bettelns zur Haft gebrachter Ein seit wegen pensionirt werden würde und daß er dann nicht Mittel obdachloser Bäcker mittelst eines kleinen Revolvers. genug haben werde, um leben zu können, umfomehr, als er sich längerer Zeit augenleidender Schuhmann versuchte Vormittags, zu verheirathen beabsichtigte. Gestern Vormittag schrieb Sch. einen fich in seiner Wohnung zu erhängen, wurde jedoch von seiner Brief und bat seine Wirthin, das Schreiben alsbald zur Post zu be Wirthin noch rechtzeitig aus seiner Lage befreit, verfiel indessen sorgen, was dieselbe auch that. Als die Frau eine halbe Stunde bald darauf in Tobsucht. Während die Vorbereitungen zu seiner darauf zu ihrem Miether zurückkehrte, fand sie denselben zu ihrem Ueberführung nach der Charitee getroffen wurden, sprang er größten Schrecken am Bettpfosten liegend, an einem Strick auf- plößlich aus dem Fenster zwei Stock hoch auf die Straße hinab getnüpft. G3 gelang ihr, den bereits Bewußtlosen ins Leben und brach hierbei beide Unterschenkel. Mittags wurde auf daß die Weber von Rigdorf und Brig in einen Streit getrieben zurück zu rufen und seitens des Reviervorstandes, dem der Vor- dem Hofe des Hauses Invalidenstr. 132 im Müllkasten die Leiche wurden. Seit Jahren versucht das Unternehmerthum dieser fall gemeldet, wurde fofort ein Kollege bes Gelbstmörders zu eines neugeborenen Kindes aufgefunden. Ein Kupferschmiede Branche, immerwährend an dem durch beiderseitiges Uebereins diesem gesandt, der bei demselben bis Nachmittags verblieb. Meister brachte sich aus Verza eiflung über ein unheilbares Leiden komeit angestellten Lokata i vom 6. Mai 1889 Abzüge zu
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