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Für die Assistenzärzte an den Frrenanstalten ist eine Stalo von 1500-2700 M.( Vorlage 1500-2400 m.) vom Ausschusse vorgeschlagen. Weitere Erhöhungen über die Vorlage hinc us sollen die Gehaltsstalen für die Schoßschließer bei der Wasserwerken, für die Maschinenführer bei den Kanalisationswerken und für die MarktStadtv. Dr. Preuß( soz.- fortschr.) betont, daß die Petition der Kanzleigehülfen durch die Aufbesserungsvorschläge der Magi stratsvorlage und durch die Ausschußverhandlungen erledigt sei. Stadtv. Perls( N. L.) wünscht eine höhere Aufbesserung der Steuererheber als vorgesehen( 100 M. Zulage).
es wurde bemerkt, daß, wenn es sich bewahrheite, daß der Bürger- der Ständigen Bureaugehülfen" schlägt der Ausschuß, meister in Lüben in öffentlicher Versammlung für Kern agitiert habe, statt der Skala von 1200-2800. eine solche von 1400-3000 nicht der Wahlaft in Lüben, sonden nur die Stimmen für Mark vor. Kern kassiert werden müßten. Das ergäbe sicher die Ungültigkeitserklärung der Wahl. Die Kommission beschloß darauf, die Wahl zu beanstanden und Erhebungen über die von der Kommission erheblich befundenen Brotestpunkte zu veranlassen. Darauf ging die Kommission über zur Prüfung der Wahl des Abg. v. Derzen im Wahlkreise Jüterbog- 2udenwalde 3auch Belzig, wo bei der Hauptwahl der Abg. v. Derben, hallenpförtner erfahren. ( fonj.) 11 320, Ewald, Sozialdemokrat 11 070, der Freisinnige 3803 Stimmen erhielt, bei der Stichwahl v. Derken 14 727, Ewald 13 048. Gegen die Wahl liegt ein Protest von sozialdemokratischer Seite vor, der mehr als 100 Verstöße rügt. Jn Beeliz ist es verhindert worden, daß Wahlberechtigte Einsicht in die Wahllisten für andere Wähler nehmen konnten, man hielt denen, die Einsicht nehmen wollten, die Liste vor, zeigte ihnen, daß ihr Name in der Liste verzeichnet war, verdeckte aber mit der Hand die Namen anderer Wähler, damit sie der Einsichtnehmende nicht sehen follte. In dieser Liste waren die in der Heilstätte zu Beelik sich befindlichen Patienten nicht eingetragen und auf eine, an den Landrat gerichtete Beschwerde darüber, wurden sie mit einem abschlägigen schriftlichen Bescheid bedacht. Es liegen der Kommission 89 derartige Bescheide vor. Es entspann sich eine sehr lebhafte Debatte über diese Verstöße, in der von konservativer Seite zunächst diese Verstöße für unerheblich bezeichnet wurden, als aber an der Hand des Gesetzes (§ 8) und im Hinweis auf die Beschlüsse des Reichstags diese Verstöße als gesezwidrige festgestellt wurden, kam die Kommission zu dem Beschluß, Erhebungen darüber anstellen zu lassen. Noch lebhafter gestaltete sich die Debatto über die Ausweisung von Sozialdemokraten aus vielen Wahllokalen auf Grund einer vom Landrat ausgegebenen Verfügung an die Wahlborstände. Die Debatte mußte abgebrochen werden, da der konservative Rorreferent Referent ist der Abg. Fischer- Berlin- in das preußische Abgeordnetenhaus abgerufen
wurde.
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Ueber die neue Kategorie der Ständigen Bureaugehülfen" äußert sich
Zum Etat der„ Heilstätten für Genesende" liegt folgender Antrag der sozialdemokratischen Mitglieder vor:
Die vom Magistrat geforderte Erhöhung der Verpflegungsgelder von 2 M. für den Tag auf 2,20 M. abzulehnen und dem entsprechend die 188 950 Verpflegungstage mit 377 900 M. in den Etat einzustellen.
Der Referent erwähnt, daß die in vorstehendem Antrag ers wähnte Erhöhung vom Magistrat furzer Hand beantragt und statt jeder Begründung nur mit dem Hinweis motiviert worden sei, daß das Pflegegeld in den Krankenhäusern eine Grhöhung von 2 M. auf 2,50 M. erfahren habe. Die Ausschußmehrheit sei aber über diese Bedenken hinweggegangen.
Stadtv. Dr. Weyl( soz.): Der Etat baut sich diesmal auf der Erhöhung dieses Verpflegungssages auf. Aus formellen und sachlichen Gründen beanstandeten meine Freunde diese Erhöhung im Oberbürgermeister Kirschner: Ich bin fest überzeugt, daß, wenn Ausschuß und verlangten wenigstens eine besondere Vorlage oder bei den Steuererhebern über die vom Magistrat vorgeschlagene Er- doch eine Uebermittelung des Magistratsbeschlusses zur Kenntnishöhung von 100 M. hinausgegangen wird, diese weitere Erhöhung nahme. Nichts davon ist geschehen. und im Ausschuß wurde vom bei der gleichgestellten Kategorie der Arbeitshausaufseher, Magi- Magistratsvertreter zugegeben, daß hier ein Versehen vorliege. Der stratsdiener usw., die allergrößte Unzufriedenheit erregen muß. Der Magistrat teilt nicht mit, wie hoch die Verpflegungskosten und die Dienst der Steuererheber verlangt zwar zu Zeiten eine erhöhte Ar- Selbstkosten der Stadt sind. Schon voriges Jahr lehnte das Kurabeitstätigkeit, aber darauf folgt auch eine Zeit größerer Ruhe. Sie torium eine gleiche Anregung des Magistrats ab, diesmal sind 2,20 erhalten eine Funktionszulage von 300 M., die nicht ganz durch statt 2 M. eingestellt. Sachlich kann der Magistrat uns die BerechDienstausgaben erschöpft werden. tigung dieses Verlangens absolut nicht beweisen. So, gut die Pfleg= linge in diesen Heimstätten aufgehoben sind, so wenig fann man von modernen Einrichtungen im Sinne unserer Krankenhäuser bei diesen, auf den Schlössern der Gutsverwaltungen untergebrachten sprechen. Der Selbstkostenpreis der Krankenhäuser pro Kopf und Tag ist im Durchschnitt der letzten drei Jahre 2,75 M., der Satz in den Heimstätten nur 1,40 M. Da ist doch selbst die Erhöhung auf 2,20 m. durchaus unberechtigt. Während Graf Posadowsky die Kommunen durch Rundschreiben auffordert, den Lungenkranken den Besuch der Anstalten möglichst zu erleichtern, macht es unser Magistrat den Kranken außerordentlich schwer. Jetzt sind 70 Broz. Kassenfranke. Wird der Verpflegungssatz erhöht, so werden sich die Kassen und das Ende vom Liede wäre eine Erhöhung des Armenetats, woin höherem Grade weigern, ihre Kranken dorthin zu überweisen, von die Stadt doch wieder keinen Vorteil haben würde. Also ist diese Maßregel zweckwidrig und verfehlt und vom sozialpolitischen Standpunkt unverständlich.( Beifall bei den Sozialdemokraten.) Stadtv. Haberland( A. L.) bemängelt die primitiven Bes leuchtungsverhältnisse der Heimstätte Malchow , dort seien noch übelriechende Petroleumlampen in Funktion.
Stadtv. Dr. Preuß abfällig. In der städtischen Verwaltung sollte es nur festangestellte Beamte und solche geben, die nach eine gewissen Dienstzeit in etatsmäßige Stellen aufrücken. Redner stellt einen bezüglichen Antrag.
Der Oberbürgermeister: Von einer Gehaltserhöhung der Bureauhülfsarbeiter, die ja zum größten Teile Bureau- Assistenten geworden sind und im übrigen auf dem Aussterbeetat stehen, haben wir absehen zu können geglaubt. Mit den neuen Ständigen Hülfsarbeitern" wollen wir
eine neue Beamtenkategorie
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Die Wahlprüfungskommission des Abgeordnetenhauses hat die einführen; sie sollen mit der Anstellung Beamte werden. Damit drei Mandate für Halle- Herford- Bielefeld zu beanstanden fallen alle die Schwierigkeiten fort, welche der Verwaltung daraus beschlossen. Infolge Stimmenthaltung von 131 ſozialdemokratischen erwuchsen, daß die Bureauhülfsarbeiter gegen unseren Willen Wahlmännern siegten dort in der Stichwahl die fonservativen StanWahlmännern siegten dort in der Stichwahl die konservativen Kan- Beamte wurden. Es hat sich die Notwendigkeit herausgestellt, diese didaten, darunter der Pastor v. Bodelschwingh , über zwei Nationalliberale und einen Kandidaten der Freisinnigen Volkspartei . Die neue Kategorie zu schaffen, die durchaus den gesetzlichen Be= stimmungen entsprechend gestaltet ist. Schuld an diesem Wahlergebnis hatte der Liberalismus, der der Sozialdemokratie, obschon sie mit stattlicher Zahl von Wahlmännern ausschlaggebend war, jedes Mandat verweigerte.
Partei- Nachrichten.
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Der Beschluß der Dortmunder Preßkommission, der sich mit der Haltung der Arbeiter- Zeitung " zum Bergarbeiterstreit einver= standen erklärte, wurde, wie die Arbeiter- Zeitung " mitteilt, in einer Konferenz der Vertrauensleute des Wahlkreises Dortmunds Hörde gebilligt.
Major von Sydow vor dem Ober
friegsgericht.
Braunschweig , 16. März 1905. Am zweiten Verhandlungstage unternahm der Gerichtshof zunächst eine Besichtigung der Wohnung des Majors von Sydow. Die Zeugin Dienstmädchen Nöching mußte an Ort und Stelle den Vorgang der Prügelszenen erklären und veranschaulichen. Kurz vor 10 Uhr begannen dann wieder die Verhandlungen. Vor Eintritt in die weitere Beweisaufnahme verkündet der Verhandlungsleiter Oberkriegsgerichtsrat Daffner, daß das Kriegsgericht der 20. Division, durch welches der Angeklagte in erster Instanz verurteilt worden ist, für den Major ein Gnadengesuch eingereicht habe. Die weitere Zeugenvernehmung förderte nichts wesentlich Neues zutage. Mittags wurde die Beweisaufnahme geschlossen.
Das Urteil.
Nach 1stündiger Beratung des Gerichtshofes verkündet der Verhandlungsleiter das Urteil. Es lautet: 1. Auf die Berufung des Angeklagten wird das kriegsgerichtliche Urteil vom 1. Oftober 1904 aufgehoben.
2. Der Angeklagte wird wegen Körperverlegung in einem Falle zu 300 M. Geldstrafe eventuell zu 30 Tagen Gefängnis verurteilt. 3. Der Angeklagte wird der Körperlegung in drei Fällen frei
gesprochen.
Soziales.
Feuerwehrübung am Sonntag.
Stadtv. Dr. Preuß: Dann verstehe ich noch weniger, warum man zwei Beamtenkategorien nebeneinander einstellt. Wan wil die alten 200-300 Mann durchaus verschwinden lassen, weil sie eben jenes Odium noch immer mit sich schleppen.
Stadtv. Caffel( A. 2.) schließt sich im wesentlichen den DarTegungen des Oberbürgermeisters an. Auch den bisherigen Bureauhülfsarbeitern solle man aber im Bedarfsfall auch Besoldungserhöhungen zuwenden.
Stadtrat Straßmann: Die Erhöhung des Verpflegungssakes rechtfertigt sich durch die Miteinrechnung der Baukosten. Danach stellen sich die Selbstfosten auf 3,34 M.( hört!), wogegen die Grhöhung um 20 Pf. ganz minimal erscheint.
Stadtv. Dr. Langerhans protestiert abermals gegen die übertriebene Wertschäzung, die Dr. Weyl den Heilstätten als dem einzigen Mittel gegen die Tuberkulose zolle. Er( Redner) habe sehr viel Lungenkranke geheilt, ehe man an Heilstätten dachte. Auch der Aufenthalt im Süden sei als absolutes Heilmittel nicht anzuerkennen. Freie Luft sei die Hauptsache, aber die Einrichtung solcher Stätten sei eigentlich eine Verschwendung.
Der Oberbürgermeister: Der Magistrat wird einer solchen Erhöhung nicht abgeneigt sein, wenn er von ihrer Notwendigkeit überzeugt ist. Stadtv. Singer( soz.): In der Begründung der Vorlage wird mehrfach eine Gehaltserhöhung damit motiviert, daß 1200 M. als Stadtv. Weyl: Der Vorsteher hat ja in dieser Beziehung nie Anfangsgehalt in Berlin für einen Beamten nicht ausreichen. Da aus seinem Herzen eine Mördergrube gemacht; auch bei der Bemit steht doch die eben gehörte Erklärung des Oberbürgermeisters ratung über den Bau einer Liegehalle war er der einzige, der in Widerspruch. Der Magistrat würde sich eine ganze Menge Un- widersprach. Ich vertrete meine entgegengesetzte Anschauung nicht annehmlichkeiten ersparen, wenn er etwas munificenter mit der Be- als Eingänger, sondern sie gilt gegenwärtig in den Streisen unserer hülfsarbeiter kann ich auch die Empfindung nicht los werden, daß Stadt die soeben erbaute neue Lungenheilanstalt in Buch schleunigst messung des Anfangsgehaltes verführe. Bezüglich der Bureau- maßgebenden Aerzte als autoritativ. Sonst müßte ja auch die die völlige Uebergehung dieser Kategorie bei der Aufbesserung aus wieder abreißen. Die Freiluftkur in den Heilstätten ist das Erdem alten Streit sich erklärt. Das höchste Gehalt dieser Beamten wird erst in viel längerer Zeit verdient als von anderen Beamten. sprießlichſte, was wir kennen. Kommt der Kranke nicht zur vollen fie erzeptionell unliebenswürdig behandelt Genesung, so liegt das hauptsächlich an sozialen Verhältnissen. Ihre Meinung, daß sie erzeptionell unliebenswürdig behandelt Unter Ablehnung des sozialdemokratischen Antrages werden die werden, erscheint danach gerechtfertigt. Der Magistral sollte sich überlegen, ob nicht eine kleine Zulage zu bewilligen wäre und uns genannten Etats unverändert nach den Ausschußanträgen festReferent für die Spezialetats Part- und Gartenber. demnächst eine entsprechende Vorlage machen. Wir wissen doch alle, daß in unseren Bureaus eine Menge Arbeiten zu erledigen sind, die über den Begriff einer gelegentlichen Hülfe hinausgehen. Dasaltung, Straßen- und Brüdenbau, Polizei. war ja der Grund für die Reichsgerichtsentscheidung. fosten, Feuerlöschwesen ist Stadtv. Nelke( A. 2.). Nach Erledigung dieser Etats wird gegen 9 Uhr die Situng wegen Eintritts der Beschlußunfähigkeit abgebrochen.
Der Oberbürgermeister erklärt, sich von jedem Uebeltvollen gegen diese Beamtentategorie frei zu wissen, so sauer ihm auch einige das Leben gemacht hätten. Die neue Einrichtung solle ein besseres Hülfsarbeiter- Personal heranziehen helfen. Die vorhandenen Bureauhülfsarbeiter ständen alle in höheren Gehältern, für sie käme der Anfangssag von 1200 M. überhaupt nicht in Betracht. Durch die zusprechung der Beamtenqualifitation seien diese Herren überhaupt in eine ganz unverhältnismäßig günstige Stellung finanziell gekommen. Gegen die Erhöhung des Anfangsgehalts der neuen Sategorie auf 1400 M. habe der Magistrat voraussichtlich nichts ein
zuwenden.
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gestellt.
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scher Seite zum 15. März einberufen worden, um zu den Fordes Zwei öffentliche Maurerversammlungen waren von lokalist is rungen und dem Verhalten der Unternehmer dazu Stellung zu
nehmen.
Nach Ablehnung des Antrags Preuß nimmt die Versammlung hinsichtlich der Ständigen Bureaugehülfen" die Vorschläge des Aus- referierte Heinrich Me ke. Nach einem Rückblick auf die MaurerIn der gutbesuchten Versammlung in den Andreas- Festsälen schusses an. Gegen den Vorschlag des Ausschusses, für die 54 Markt bewegung der letzten 6 Jahre legte er seinen Standpunkt zur Ver= tragsfrage dar. hallenpförtner statt der vom Magistrat vorgeschlagenen hältnisse auf den Bauten geschaffen habe. Heute dagegen habe das Er gab zu, daß der erste Vertrag stabile Vers Die Polizeiverordnungen über die äußere Heilighaltung der Stala von 1500 bis 1700 M. nach 3 bezw. 6 Jahren ein Anfangs bestehende Vertragsverhältnis trübe Zustände gezeitigt. Die Sonntage, die an Sonn- und Feiertagen öffentlich bemerkbare Ar- gehalt von 1500 und ein Endgehalt von 1900 W., zu erreichen nach Leistungsklausel und die Bestimmung, daß jeder ohne Angabe von beiten verbieten, finden auf Feuerwehrübungen teine Anwendung. 2, 4, 6, 8 Jahren festzusetzen, spricht sich Stadtv. Sa ch 3( A. 2.) aus. Gründen plößlich entlassen werden könne, würden von den Polieren Go hat bas Rammergericht am 16. März entschieden und unter während Stadtv. Fasquel( N. 2.) den Ausschußvorschlag ver- aufs gröblichste ausgenutzt, und zwar diene die Bestimmung des Zurüdverweisung an die Vorinstanz die Freisprechung mehrerer teidigt, bekämpfen Stadtrat Alberti und der Oberbürger§6 des Vertrages dazu, jeden Stollegen loszuwerden, der auf die Mitglieber einer Bflichtfeuerwehr, welche bei der sonntäglichen meister denselben mit großer lebhaftigkeit wegen seiner un- Innehaltung der anderen Vertragsbestimmungen dringt. Dagegen Wehrübung fehlten, aufgehoben. Handlungen, die unter staatlicher erwünschten Rüdwirkung auf die Gehaltsverhältnisse anderer State- sei die Kollegenschaft durch den Vertrag gefesselt. Prinzipiell sei er Autorität vorgenommen würden, blieben von solchen Verordnungen gorien, z. B. der Markthallenauffeher. nicht gegen den Tarifvertrag, aber er müsse nicht einseitig sein und dürfe nicht den Arbeitern Fesselr anlegen. Redner empfahl dann der Versammlung die Annahme und Vertretung der vom Interessens verein der Maurer Berlins und Umgegend beschlossenen Forderungen der Verkürzung der Arbeitszeit auf 8% Stunden und der Erhöhung des Stundenlohnes um 5 Pf., d. H. auf mindestens 75 Pf. Die Unternehmervereinigung hat durch ein Schreiben vom 9. März ein Eingehen auf diese Forderungen mit der Begründung abgelehnt, daß sie bei den zu Ende gehenden Vertragsverhandlungen nur dann hätten berücksichtigt werden können, wenn sie im Herbst, spätestens im November der Achtzehnerkommission eingereicht worden wären. Der Zentralverband der Maurer hat sich gar nicht ge= äußert.
unberührt.
Müllabfuhr und Eigentumsrecht.
Stadtv. Hinge( soz.): Erst der Magistrat, nicht die Deputation, hat sich entschlossen, das jämmerliche Anfangsgehalt von 1300 auf 1500 m. zu erhöhen. Auf einen Antrag der Markthallen- DepuEine Polizeiverordnung, welche die Grundbesitzer verpflichtet, tation, auch das Höchstgehalt über 1700 M. hinaus zu erhöhen, würden Eine Polizeiverordnung, welche die Grundbesitzer verpflichtet, wir also lange warten können. Die Notwendigkeit dieser Erhöhung das Hausmüll in bestimmten Gefäßen zur regelmäßigen Abfuhr für unsere alten gedienten Beamten ist uns aber flar vor Augen gedurch ein kommunales Müllabfuhr- Institut bereit zu halten, ist führt worden. Beantragen Sie doch auch für die Aufseher eine entnach einem Urteil des Kammergerichts vom 16. März rechtsgültig. sprechende Erhöhung! Es wurde ausgeführt, daß durch diesen Eingriff in das Eigentums recht der Artikel 9 der Verfassung nicht verletzt werde. Hinter dem allgemeinen Wohl, dem die Verordnung in sanitärer Beziehung diene, müsse das Interesse des einzelnen zurücktreten. Aus ge= fundheitspolizeilichen Gründen dürfe die Polizei das an sich ja dem Hausbesitzer gehörende Müll beanspruchen.
Stadtv. Sachs: Das läßt sich nicht im Augenblicke machen. Im Wege der Resolution würden wir den Magistrat auffordern können, die Gehaltsverhältnisse beider Kategorien gemeinsam neu zu regeln. nahme. Mit großer Mehrheit gelangt der Ausschußvorschlag zur AnDie eingegangenen Petitionen werden für erledigt erklärt. Die Beratung der auf die Einkommensverhältnisse des Gemeindeschullehrpersonals bezüglichen Vorlagen wird mit Rücksicht auf die vorgerüdte Zeit( gegen 8 Uhr) auf die nächste Sigung verschoben. Darauf setzt die Versammlung die Etatsberatung
fort.
11. Sigung vom Donnersag, den 16. März, nachmittags 5 Uhr. Der Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sibung um Ueber die Spezialetats für das Armenwesen, die 26 Uhr. Hospitaler, Siechenanstalten, Waisenpflege und Es findet zunächst die Wahl von 5 Bürgerdeputierten für die Fürsorgeerziehung berichtet Stadtv. Giese. Deputation der städtischen Fach- und Fortbildungsschulen statt. Stadtv. Tolksdorf( soz.): Die Bewilligungen der einzelnen Gewählt werden: Schlossermeister Lenz, Birkenstraße 18, Armenkommissionen schwanken in der Höhe sehr erheblich. Eine NonIngenieur Leitholf, Großbeerenstraße 56 a, Kaufmann Mag trolle wird nur unvollkommen ausgeübt. Eine Familie, die den ErJordan, Markgrafenstraße 107, Fabrifbefizer Sandmanr. nährer verloren hatte und nun noch aus der Mutter und 8 Kindern, Alexandrinenstraße 105, Möbelfabrikant Kümmel, Borhagener- darunter 1 an Tuberkulose krank, bestand, hatte im ganzen 85 M. straße 9. monatlich an Pflegegeld und Einnahme der Frau aus Beitungtragen Sodann erfolgt die Wahl eines Bürgerdeputierten und Aufwartestelle; 22 M. gehen für Miete ab, bleiben 63 M. für bei der Deputation für das städtische Turn- und Badewesen. Nahrung und Kleidung., Welche Zustände! Hier fehlt es entGewählt wird Ingenieur Hausbrand, Wrangelstr. 64/66. schieden an der nötigen Aufmerksamkeit durch Armenkommission und Hierauf werden die Vorlagen betr. die in den Etat für 1905 Armenpfleger. Da muß Wandel geschafft werden. aufzunehmenden Gehaltsveränderungen und betr. die Stadtrat Münsterberg bemerkt, daß die bisherigen Erfahrungen Vermehrung der etatsmäßigen Stellen im Etats- mit der Teilnahme von Frauen an den Arbeiten der Armenjahre 1905 in der Spezialberatung erledigt. Referent des Aus- kommissionen höchst günstige gewesen sind; die bezüglichen Berichte schusses für diese Vorlagen ist Stadtv. Wallach. würden gedrudi werden und hoffentlich einen moralischen Zwang auf die Kommissionen üben, Frauen in noch höherem Maße zu den Arbeiten witheranzuziehen.
Die Magistratsvorschläge bezüglich der Magistratssetre iäre werden mit der Maßgabe genehmigt, daß es bei dem bis herigen Höchstgehalt verbleibt, nämlich 5300 M., welches der Magistrat auf 5100 M. herabzusehen vorgeschlagen hatte. Das Anfangsgehalt der Bureau Assistenten ist durch den Ausschuß von 2000 auf 2100 M. erhöht worden. Für die neue Kategorie
V
Die genannten Spezialetats werden darauf genehmigt. Ueber die Etats der Badeanstalten, der Desinfet tionsanstalt und der He im stätten für Genesende usw. berichtet Stadtv. Borgmann( 103)
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In der Diskussion sprachen verschiedene Redner im Sinne des Referenten, während Mulat für den Zentralverband und dessen Vorgehen eintrat. Gesch vom christlichen Verband wünscht, daß die Maurer aller Richtungen unter Vermeidung gegenseitiger Reibereien dem Unternehmertum gegenüber so einig sein möchten wie die Ruhrbergleute. Gegen zwei Stimmen nahm die Versammlung die Resolution an, in welcher sich der Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer von Berlin und Umgegend" am 5. März für die Erringung der 8½stündigen Arbeitszeit und eines Stundenlohnes von mindestens 75 Pf. ausgesprochen hat. die Forderungen soll zunächst kräftig agitiert werden.
Für
( Die Resolution hat der Vorwärts" bereits veröffentlicht.) Die Versammlung, welche in Fiebigs Saal ir der Ackerftraße tagte, war so start besucht, daß Saal und Galerie überfüllt waren. Der Referent Kater führte im Eingang seiner Rede ebenfalls aus, daß man mit den Verhältnissen in den beiden ersten Vertragsjahren zufrieden sein konnte. Als aber die Leistungsklausel im Vertrage aufgenommen wurde, weshalb die vom Redner vertretene Richtung damals den Vertrag ablehnte, hätten sich bald ganz unerträgliche Verhältnisse entwickelt. Von einer Gleichmäßigkeit der Löhne, die doch durch den Vertrag erreicht werden sollte, sei keine Rede mehr. Einzelne ganz besonders leistungsfähige Maurer erhalten höhere als die vertragsmäßigen Löhne, und die Leistungen der höher bezahlten werden der großen Masse, die nur den Vertragslohn erhält, als Maßstab vorgehalten. Hinsichtlich der hygienischen Forderungen werde der Vertrag von den Unternehmern fast gar nicht beachtet. Aus dem Umstande, daß die Unternehmer bis jetzt hinsichtlich des Lohnes den Vertrag gehalten haben, fönne man nicht schließen, daß sie ihn auch halten werden, wenn eine ungünstige Nonjunktur eintritt. Es sei vielmehr anzunehmen, daß der Vertrag in Beiten schlechten Geschäftsganges nicht mehr gehalten, oder doch