Nr. 91. 22. Jahrgang.
5. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt.
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Sonntag, 16. April 1905.
tashob Verfammlungen.
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Stonnten die Arbeiter in den 11 Jahren keine Seide spinnen. die Streikenden zusammenstehen, borbereitet, wenn's sein muß, auf Berliner Wohnungsjammer. Ein Blick auf ihre& ohnverhältnife teh tirbeiter hat sich aller- Dazu kommen 87 Hülfsträfte, ſo daß dort 215 Personen streifen. lehrt es. Das Durchschnitts- einen langen Kampf. In Bernau feiern von 143 Webstühlen 128. Seit der Zeit, da die Berliner Arbeiter- Sanitätskommission dings nicht unerheblich vergrößert. Aber die Arbeiter Die noch übrigen 15 Webstühle können wenig leisten, fie werden den Schleier von dem grausigen Wohnungsjammer des Prole- haben davon doch nichts gehabt! Das zeigt sich, wenn was von zwei Rednern in der Versammlung ausgeführt wurde, teils von Invaliden bedient. Die Polizei bemüht sich, nach dem tariats unserer„ Weltstadt" wegzog, haben wir Jahr für Jahr man ihr Einkommen dem Aufwande für Miete gegenüber- teilweise mit augenscheinlich unnötig großem Eifer um den Schußz beachtenswertes Material zur Kenntnis der Zustände erhalten. stellt. Jugendliche und weibliche Arbeiter, die sich mit der von Arbeitswilligen. Ein Leutnant soll befohlen haben, daß die Man kann sich heute nicht mehr damit ausreden, daß man primitivsten Hausung, nämlich der Schlafstelle, begnügten, Streitposten mindestens 100 Meter von der Fabrit fernbleiben follen. nicht wisse, was borgeht. Die großartige Häuser- und Wohnungs- mußten dafür im Durchschnitt 13,57% ihres Einkommens auf Ein anderer Streifposten, der in echt sächsischer Gemütlichkeit aufnahme des städtischen statistischen Amtes im Anschluß an wenden, also fast den siebenten Teil; eine Arbeiterin, die sich und Höflichkeit einige Mädchen über die Bedeutung des Streits aufdie Volkszählung von 1900 gibt uns ein sehr genaues Bild den„ Lurus" eines Zimmers leistete, mußte nicht weniger flären wollte, wurde, wie er mitteilte, über vier Stunden auf der von der Morphologie des Berliner Wohnwesens. Kleinere als 20,45% thres Einkommens dafür aufwenden! Aber noch ache festgehalten und in Gegenwart des Fabrikanten Benjamin, beschreibende Arbeiten, wie die Berichte der Ortskrankenkasse viel schlimmer sind die Familien daran: bei nur einem unterworfen, bei dem der Lieutenant die Art, wie er die ebenfalls bei nur einem der ihn furz vorher Lümmel" tituliert hatte, einem Kreuzverhör des Kaufmannsgewerbes, führen uns in die abscheulichen Raume zahlten sie 16,18-18,22%, bei zweiräumigen( der anwesenden Mädchen ansah, für„ Bedrohung" erklärt haben soll. Einzelheiten des Mietselends ein; nur die bergleichende„ Normalwohnung") 20,60-27,74%; was darüber hinaus Es wurde schließlich noch aufgefordert, den Zuzug von Mietsstatistik hatte bisher wenig Arbeiten aufzuweisen, Diesen für größere Wohnungen aufgewendet wurde, betrug nach Abzug Schlossern, Tischlern und Hausdienern von den Umstand machten sich die Hausagrarier zu Nutze, indem fie der Einnahmen aus Abvermietungen noch durchschnittlich 17% vom Streit betroffenen Fabriten fernzuhalten. behaupteten, die Klagen über andauernde Mietssteigerungen des Einkommens. Diese Zahlen bestätigen wieder das fofeien entweder an sich unberechtigt, oder diese notwendigen" genannte Schwabsche Gesez, wonach man um so mehr Steigerungen würden durch Lohnerhöhungen weit übertroffen, hältnismäßig für die Wohnung ausgeben muß, je geringer so daß sich die Gesamtlage der Arbeiter entschieden gebessert das Gesamteinkommen ist. Der Berband der an Holzbearbeitungsmaschinen beschäftigten habe. Was es damit auf sich hat, wollen wir an der Hand Segt bleibt noch zu prüfen, wie sich das Verhältnis der Arbeiter Berlins und Umgegend hielt am 10. April im Gewerkschaftseiner Arbeit nachprüfen, die der bekannte Bodenreformer Mietsaufwendungen zum Gesamteinkommen seit 1893 bis haus eine Generalversammlung ab. Der vom Kaffterer 8imper Freese im ersten Hefte des( im Verlage von Fischer in heute geändert hat. Nach Freeses Berechnungen beansprucht erstattete Kassenbericht für das verflossene Quartal umfaßt einJena erscheinenden) Jahrbuchs der Bodenreform veröffentlicht. die Miete vom Einkommen, wenn das gesamte Einkommen schließlich eines alten Bestandes von 25 279,45 M. eine Einnahme Im Jahre 1898 publizierte Freese in Conrads Jahr für die Jahre 1893 und 1903 dem Aufwande an Wohnungsübersteht. Bon dieser Ausgabe entfallen etwas über 30 000 m. auf bon 49 392,75 M., der eine Gesamtausgabe von 38 071,72 m. gegen büchern" eine Abhandlung, in der er versuchte, eine Uebersicht miete gegenübergestellt wird, mehr: bei den jugendlichen und den allgemeinen Streit.( Insgesamt kostete dieser Streit dem Ver über die Wohnungsverhältnisse der Angestellten seiner Jalousie weiblichen Arbeitern in Schlafstelle 25,18 Proz., bei den er- band 87814,50 M.) G8 verblieb am 1. April ein Bestand von 11 821,03 m. und Holzpflasterfabrik zu geben. Aus der Höhe der Gesamt- wachsenen männlichen Arbeitern in Schlafstelle 9,82 Proz.; halten Die Mitgliederzahl stieg im letzten Vierteljahre von 1454 auf 1602. belastung aller an dem Unternehmen beteiligten Personen sich unverheiratete Arbeiter ein eigenes Bimmer, so steigt ihr Dem Raffierer wurde Decharge erteilt. Man verhandelte dann auch des Unternehmers- durch Miete und Grundrente hatte Mehraufwand auf 20,44 Proz. Noch schlimmer sieht es, wie schon über die Anstellung eines zweiten Beamten, der zugleich als Stellener dann Schlußfolgerungen über die konsumhindernde Wirkung aus den oben gegebenen absoluten Zahlen zu ersehen ist, mit vermittler beim paritätischen Arbeitsnachweis fungieren soll. Nach der großstädtischen Wohnungsverhältnisse und über die Ur den verheirateten Arbeitern aus, die sich mit einem Raume lebhafter Debatte wurde beschlossen, den zweiten Beamten mit einem Urden Gehalt von 1800 W. anzustellen. Gewählt wurde Gober. Es sachen der Absaynot der Industrie gezogen. Nachdem jezt begnügen müssen: Sie zahlen nicht weniger als 78,14 Proz. folgten Ergänzungswahlen zur Kontrollkommission und zum Institut länger als ein Jahrzehnt seit der Publikation jener Arbeit mehr Anteil ihres Einkommens für ihre sogenannte Wohnung der Beitragssaminler. Die Entschädigung der Verbandsfunktionäre verflossen ist, wiederholte Freese seine Umfrage. 1893 hatte er 51 als im Jahre 1893! Am geringsten ist die Steigerung bei bei Sigungen wurde dahin geregelt, daß pro Sigung 50 Pf. und Fragebogen zurückerhalten; diesmal von den Angehörigen seines den normalen" zweiräumigen Wohnungen, nämlich 1,1 Proz.; das Fahrgeld zu zahlen ist. Die Mitglieder der SchlichtungsBerliner Betriebes 96.( Die Angaben aus den Betrieben in bei den folgenden Wohnungstypen ergeben sich 17,69 bezw. fommission sollen für die Sigung 75 Pf., aber kein Fahrgeld erHamburg, Leipzig und Breslau wollen wir hier unberück- 19,86 Proz. Nimmt man den Durchschnitt von allen, so halten. Beschlossen wurde, daß vom Holzarbeiterverband übersichtigt laſſen.) erforderte die Miete im Jahre 1892 14,44 Proz., dagegen tretenden Kollegen die Hälfte der dort geleisteten Beitragswochen, Von den ledigen Arbeitern und Arbeiterinnen wohnten im Jahre 1903 16,53 Pro3. vom Einkommen. Die Versammlung billigte, daß die am 1. April in Kraft getretene aber nur bis zur Höhe von 50 Wochen angerechnet werden sollen. bei der diesmaligen Aufnahme 9 in einer Schlafstelle und Das Verhältnis zwischen Einkommen und Wohnungsmiete hat Arbeitslosenunterstützung den Mitgliedern, die an diesem Tage länger zwar mit 1 bis 2 Personen zusammen. Die monatliche Miete fich danach im Durchschnitt für alle zum Nachteile der als brei Tage arbeitslos waren, schon vom 1. April ab gezahlt wurde, schwankte für Näherinnen und jugendliche Arbeiter zwischen Arbeiter um 14,47 Pro3. berschoben!" das heißt, daß der Vorstand bei ihnen die dreitägige Karenzzeit 7 bis 10 m., für erwachsene männliche Arbeiter zwischen Man kann diese Verschlechterung plastischer hervortreten nicht erst vom 1. April ab laufen ließ. Die Maifeier soll nach 8 bis 12 M., betrug also durchschnittlich 7,75 bezw. 9,60 W. Lassen, wenn man sie auf Arbeitstage bezieht. Im Jahre 1892 einem einhellig gefaßten Beschluß wieder durch völlige Arbeitsruhe Ein eigenes Zimmer hatten 5 ledige Arbeiter und Arbeite- mußte demnach die Arbeiterschaft bei einer regelmäßigen Be- begangen werden. Vormittags ist Versammlung in den Festsälen in rinnen für 8 bis 12, durchschnittlich für 10,70 M. schäftigung von 300 Tagen die Einnahmen von 43,3 Tagen der Andreasstr. 21.( Wiederholt, weil nur in einem Teil der Auflage.) Diese eigenen Zimmer waren aber ausnahmslos weit von für die Wohnungsmiete aufwenden; im Jahre 1903 find ba- Berband der Tapezierer. Die Filiale Berlin hielt am Donners der Fabrik abgelegen. gegen 49,6 Tage dafür nötig gewesen. Das ist eine tag bei Wendt in der Beuthstraße ihre Generalversammlung ab. Unter den Familienwohnungen befanden sich 3, Steigerung um genau einen Wochenverdienst!! Zum Bericht des Vorstandes bemerkte der Vorsitzende Otto die nur aus einem Raum bestanden. Besetzt waren sie, die 15-16, durchschnittlich 15,33 M. fosteten, durchweg von tinder- leinen Teil des Berliner Proletariats; aber man darf getrost ber Mitglieder vollzogen habe und deshalb ein ins einzelne gehender Die Freesesche Erhebung erstreckt sich nur auf einen ganz es, daß die Tätigkeit des Vorstandes sich im letzten Vierteljahr wegen der Lohnbewegungen unter beständiger Mitwirkung losen Eheleuten. Die meisten Arbeiter hauften in Wohnungen, behaupten, daß die Verhältnisse für die übergroße Mehr- Bericht überflüssig sei. Der Rebner machte sodann einige Mitdie aus Stube und Küche bestanden. Davon waren aber nur zahl nicht besser, sondern entschieden noch schlechter teilungen aus der Achtzehnerkommiffion und bemerkte unter 12 Vorderwohnungen, während 23 sich in Hinterhäusern be- liegen. Der furchtbare Wohnungsjammer der Arbeiter anderem, daß die Vertreter der Arbeitgeber wie Arbeitnehmer überfanden. Selbst für eine Stellerwohnung im Vorderhause muß schreit geradezu zum Himmel! Und dabei die mit Sicherheit eingekommen sind, den Vorsitzenden des Kuratoriums des paritätischen ihr Inhaber nicht weniger als 200 M. zahlen. Der höchste zu erwartenden neuen Steigerungen der Lebensmittelpreise Arbeitsnachweises Dr. Meher zu ersuchen, das Amt des unparteiischen Mietspreis im ersten Stod beträgt 325 M., die Preise der infolge der verderblichen agrarischen 8ollpolitik, die den Vorsitzenden der Achtzehnerkommission zu übernehmen. Diese KomHinterwohnungen bewegen sich zwischen 144 und 300 M. Für Arbeiter doppelt und dreifach belasten werden, weil auch der mission, die die Aufgabe hat, alle Differenzen zwischen Arbeitern Vorder- und Hinterwohnungen zusammen ergab sich eine Durch- Teil, der die Hausbesitzer treffen würde, auf sie abgewälzt und Arbeitgebern zu untersuchen, hat dieser Tage bereits einmal schnittsmiete bon 258,20 m. jährlich. Die Besetzung dieser werden wird! Solche Zustände machen die Großstädte zu beigelegt. zur Zufriedenheit der Beteiligten Differenzen in einer Werkstätte Der Kassenbericht über das 1. Quartal 1905 Tag fleinen Wohnungen schwankte zwischen 2 und 8 Stöpfen. Massengräbern unserer Volkskraft. Geniale Staatsmänner von den Mitgliedern gebrudt vor. Die Abrechnung mit der Hauptkasse Das einzig relativ erfreuliche Moment, auf das man bei der der Bedeutung eines Bülow rührt das freilich nicht. Sie schließt mit der Bilanzfumme von 12 717,30. Die Filialfaffe Betrachtung dieser kleinen Wohnungen stößt, ist der Umstand, haben ja nicht nur zu essen, sondern auch Wohnungen, die hatte, einschließlich des alten Bestandes von 7771,63 20., 10 738,71 daß darin wenigstens nicht auch noch Aftermieter und Schlaf- weit abliegen von dem dumpfen Elendsgeruch proletarischer Mart Einnahmen, denen 5170,74 M. Ausgaben gegenüberstanden; burschen gehalten wurden. Massenquartiere. Und das ist ihnen wohl die Hauptsache! 5562,97 m. waren der Kassenbestand am Quartalsschluß. Die Abrechnung vom Streit schließt mit der Ausgabensumme von 12 515,15 Mart, wovon 9434,35 M. von der Hauptkasse getragen wurden und der Rest von der Filialtasse. Die Mitgliederzahl der Filiale ist im berflossenen Quartal von 1139 auf zirka 1600 angewachsen. Dem Kassierer Bobi erteilte die Generalversammlung einstimmig Decharge. Ein Antrag des Vorstandes, das Gehalt des Kassierers unt 200 M. zu erhöhen, wurde nach längerer Debatte in der Form angenommen, daß die Erhöhung vom 1. April ab gelten soll.
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Das ändert sich aber sofort, wenn wir zu den etwas größeren Wohnungen kommen; diese sind für den Arbeiter in der Regel überhaupt nur erschwinglich, wenn er familienfremde Elemente mit darin aufnimmt. Von 22 Wohnungen mit zwei Stuben und Küche wurden nur elf von den Familien Der Streit der Teppichweber und Weberinnen, der sich bekannt allein bewohnt. Neun davon waren Vorder-, dreizehn Hinter- lich auf die drei großen Fabriken von Baader, Benjamin und haus- Wohnungen. Im Vorderhause kostete die Wohnung& eibisch erstreckt sowie auf die für diese Firmen in Bernau 288-396, im Hinterhause 144-440 M. Belegt waren sie im tätigen Heimarbeiter, dauert unverändert fort. Gestern vormittag Durchschnitt mit 4,54 Stöpfen. Freese sieht durch seine Um- hielten bie Streitenden im großen Saale des Gewerkschaftshauses eine zahlreich besuchte Versammlung ab. Nach allem, was der Ver frage die auch schon von anderen aufgestellte Behauptung bandsvorsitzende übsch sowie die Vertreter des Streiffomitees von neuem bestätigt, daß der Berliner Arbeiter nur die Miete und die übrigen Redner ausführten, können die Streifenden Amerikanische Turnvereine. Zum bevorstehenden Bundes- Turnfür die Zweiräumewohnung aufbringen kann, die weder dem hoffnungsvoll in die Zukunft bliden. Die Streitenden halten ein- fefte des nordamerikanischen Turnerbundes in Indianapolis sendet hygienischen, noch den sittlichen Mindestanforderungen genügen mütig zusammen. Was die Situation befonders günstig gestaltet, ist der Deutschland acht Bertreter unter Leitung von Professor Keßler in fann. Geht ein Proletarier gar noch über den Typ der Umstand, daß die Heimarbeiter von Bernau sich den Streifenden Stuttgart . Berlin ist durch den Turner Gutsch vertreten und Dreiräumewohnung hinaus und mietet Wohnungen mit drei angeschlossen haben und daß sicherem Bernehmen nach auch die in fchickt außerdem noch auf eigene Roften den Oberturnwart Stoffag und vier Stuben und Küche, so übernimmt er damit bei der tätigen Seimarbeiter diesem guten Beispiele eigenen Wege gehen, getrennt von der deutschen Turnerschaft, ist in Nowawes und Klosterzinna für die drei Firmen nach Indianapolis . Während hier die Arbeiter Turnvereine ihre Unsicherheit des Abvermietens ein Risiko, das weit über seine folgen werben, falls die Fabrikanten nicht nachgeben. Früher dem Nordamerikanischen Turnerbunde ein rechter und ein linter wirtschaftlichen Kräfte hinausgeht. Die billigste Miete nämlich, herrschte bei diesen Hauswebern in den Vororten, sobald man sie Flügel vorhanden. Die sozialistische Linke ift in die Freese für solche Behaufungen festgestellt hat, beträgt 486, zu irgend welchem Widerstand gegen die Unternehmer anzuregen Minorität, aber fie agitiert träftig für die Verbreitung die teuerste aber 900 M. Die Einnahmen aus dem Weiter- suchte, die Meinung bie Berliner Kollegen verfolgten sozialistischer Jbeen unter den Turnern und macht auf den BundestagArbeit bermieten betrugen durchschnittlich 340,50 m. die Berlin nach ziehen, fagungen und Bezirkstagen stets viel von sich reden. Unser Genosse nährten dieses Mißtrauen die Fabrikanten zwischen Julius Vahlteich , ein altes Mitglied des Turnerbundes, zurzeit Von hervorragendem Interesse ist nun der Vergleich der und Mietsaufwendungen aus dem Jahre 1893 mit denen aus 1903. Heimarbeitern und Berliner Werkstattarbeitern in eigenem Intereffe in New York , ist in den Turnvereinen immer sehr tätig gewesen, beund drohten, fobald irgend welche Unzufriedenheit zutage trat, auf sonders während seines langjährigen Aufenthalts in Chilago. In Es ergibt sich daraus, daß die in Schlafstelle wohnenden ber einen Geite, alle Arbeit in Berlin machen zu lassen, auf der den amerikanischen Turnvereinen unterscheidet man die„ törperlichen" weiblichen und jugendlichen Arbeiter 29,17 Proz. mehr zu anderen, ihre Fabriken aufzugeben und alles nach den Vororten zu und die nur geistigen" Turner; die ersteren, also die Turner am bezahlen haben; erwachsene männliche Arbeiter zahlen für senden. Auch jetzt wieder versucht man dieses Mittel, und der Fabrikant Red und Barren, find gewöhnlich eine Minderheit im Verein. ihre Schlafstelle sogar 47,69 Proz. höhere Preise! Weiter Feibisch hat ein langes Schreiben in diesem Sinne an die Bernauer Da gebildet, Gesangseftionen zeigt sich, daß die einräumigen Wohnungen um nicht weniger Weber gefandt. Das Mißtrauen zwischen Berliner und Bernauer gerichtet und Schulen unterhalten für den deutschen Sprachals 53,34 Proz., die zweiräumigen( Stube und Küche) um Webern ist jedoch nun überwunden. Die Streifenden von Bernau unterricht; die Geselligkeit unter den Deutschen wird gepflegt. 8,84 Proz., die dreiräumigen um 17,17 Proz. und endlich die haben ihre eigenen Vertreter in der Berliner Streifleitung und es unter den vielen Turnvereinen in einer Stadt, wie zum Beispiel Wohnungen mit 3-4 Stuben und Stüche um 15,1 Proz. im ist ein feftes Uebereinkommen getroffen worden, wonach eine Chilago, bilden fich leicht Bereine mit vorwiegend reaktionärer Einigung mit den Fabrikanten nur gemeinsam mit den Streifenden und vorwiegend radifaler Tendenz, je nachdem das Deutschtum verPreise gestiegen find. Das erste Ergebnis der Untersuchung beiber Städte getroffen werden kann. Daß fich Herr Feibisch treten ist. Die Prinzipienerklärung des Turnerbundes flingt sehr für die hinter uns liegenden elf Jahre ist also eine allgemeine bei ber Suche nach Arbeitswilligen nicht der feinsten Mittel freiheitlich, noch von dem alten demokratischen Geiste erfüllt, aber Steigung der Mieten." bedient, zeigt auch der Umstand, daß er kürzlich nach Zinna die Reaktionäre sind doch in einer übergroßen Majorität vorhanden. Daß dieses Ergebnis nicht vorauszusehen gewesen wäre, be- telegraphierte, bei ihm sei der Streit beenbet, in feiner Manche heiße Debatte entspann sich 8. B. über die Gleichberechtigung haupten heute wohl nur noch die Hausagrarier und vielleicht abrit arbeiteten 400 Mann. Auch sonst machen die der Frauen auf den Tagfagungen. Geschlossen stimmten die noch Graf Bülow, der bekanntlich eine erhebliche Besserung Fabrikanten die größten Anstrengungen, Arbeitswillige heranzuziehen, Reaktionäre jede Resolution zugunsten der Gleichberechtigung nieber, in den Lebensverhältnissen der Arbeiter längst eigenhändig ent- und annoncieren in den verschiedensten auswärtigen Blättern; offenbar und fuchswild wurden sie, wenn das Wörtchen Sozialismus" fiel. deckt hat! Herr Freese ist sehr erfreut darüber, daß er bei ben in seinem gesorgt, daß die Weber allerorts von den Umständen unterrichtet Eingegangene Druckschriften. sind und sich nicht zu der Torheit verführen lassen. Bedauerlich ist Der Crimmitschauer Kampf um den Zehnstundentag. 101 Selten. Betriebe beschäftigten Arbeitern eine Abnahme der Neigung es, daß zwei Meister der hiesigen städtischen Webe gefunden hat, weiter zu vermieten. Diese Neigung" ist wohl ichule in ihrer Freizeit Streitarbeit in einer Fabrit ausgeführt Breis 50 f. Berlag Starl Hübsch, Berlin , Andreasstr. 61. Erster Bericht über das Arbeiterfekretariat Bremerhaven und Um stets in der Arbeiterschaft„ abnehmend" gewesen, leider liegt haben. Wie eine Unterredung mit dem Direktor der Webeschule ergab, gegend vom 1. Juli bis 31. Dezember 1904 und Jahresbericht über die hier aber der Stnüppel beim Hunde: die meisten Arbeiter ist es nicht mit feinem Wiffen und Billen geschehen. Das Tätigkeit des Gewerkschaftskartells daselbst. 42 Seiten. Selbstverlag des fönnen überhaupt taum anders vegetieren als mit dem Zu- Streiffomitee ist am Donnerstag bei den Fabrikanten vorstellig arbeiterfekretariats Bremerhaven , Am Hafen 49. A. Damaschke . Jahrbuch der Bodenreform, Band I, Seft. 80 GSeiten. schuß, den ihnen die Schlafburschen leisten. Nicht alle sind ja geworden, nicht etwa weil man glaubte, die Lage des Streits in der glücklichen Lage, sich einer verhältnismäßig hoch be- erfordere es, sondern lediglich, um sich pflichtgemäß nach den An- Preis jährlich 5 M. Einzelheft 2 M. Bierteljährlich erscheint ein Heft. zahlten Arbeit dauernd zu erfreuen, wie das wenigstens bei bie beiden Bertreter der Streifenden nicht empfangen, die anderen 9. Mai 1905. 68 Seiten. Breis 1 M. Berlag Handelsbruderet Bamberg. fichten der Herren zu erkundigen. Von einem Fabrikanten wurden Berlag Gustav Fischer, Jena . Carl Scholl. 8ur Jahrhundertfeier eines halb Bergessenen, am einem Teil der Freeseschen Arbeiter der Fall ist. erflärten, fie fönnten auf Grundlage der 15prozentigen Lohnerhöhung Karl Blutharsch. Die Ursache der Böllerkriege und die Grundlagen Aber auch bei einem so unzweifelhaft über den Durch nicht verhandeln. Vielleicht wären fie anderer Meinung geworden, für den Bölfertrieben. 182 Seiten, geb. 2,40 M., geb. 8,20 M. Berlagsschnitt hinansragenden Arbeitgeber, wie Herr Freese ist, wenn sie gewußt hätten, mit welcher Einigkeit und Entschlossenheit uchhandlung Streder u. Schröder, Stuttgart .
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