Nr. 180. 22. Jahrgang.
2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt.
Parteigenossen und Genoffinnen!
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Wir erwarten nun, daß diese Versammlungen sich zu einem wuchtigen Protest gegen die künstliche Verteuerung der notwendigsten Lebensmittel gestalten und ersuchen deshalb alle Genossen, und Genossinnen, an diesem Tage von allen anderen Veranstaltungen Abstand zu nehmen, die Versammlungen zu besuchen und vorher recht rege für den Besuch der felben zu agitieren.
Die Vertrauensleute Berlins und der Vororte.
Die Vertrauenspersonen der Frauen
rechnet werden muß, daß noch eine längere Zeit dieser geradezu gemeingefährliche Zaun den betreffenden Weg zieren" wird, so ver anlaffen hoffentlich diese Zeilen den Magistrat, für Abhülfe zu forgen.
Freitag, 4. Auguft 1905.
Die Eifersucht. Nach einer stattgehabten Eifersuchtsszene hat in der vergangenen Nacht der 34jährige Händler Heinrich Bordes, Parochialstraße 27, Hand an sich gelegt. Während eines Wortwechsels mit seiner Ghefrau zog B. plöblich eine Flasche Lysol aus der Tasche heraus und trant das Gift vor den Augen seiner entsetzten Frau aus. Bewußtlos brach der Selbstmordkandidat zusammen. Er wurde nach der nahe belegenen Unfallstation und von dort nach der Charité gebracht, wo an seinem Aufkommen gezweifelt wird.
Koch durch das Schreien seines 12 Jahre alten Töchterchens aus dem Schlafe geweckt und sah nun, daß seine Frau nicht mehr im Bette lag. Starke Blutspuren von der Stube nach der Küche zu deuteten darauf hin, daß sie etwas Schreckliches begonnen hatte. Er Dienstag, den 8. August, abends 8 Uhr, finden in Berlin and den Vororten Volksversammlungen statt, um gegen die tönigliche Klinik in der Ziegelstraße vor. Ein Hof zwischen dem Küche auf dem Flur liegen. Sie hatte sich mit einem Küchenmesser, Einen großen Umbau in ihren Wirtschaftsräumen nimmt die sprang auf und fand die Unglückliche in ihrem Blute dicht vor der Fleischnot und die Fleischverteuerung Protest zu erheben. Viktoriapavillon und dem Kesselhause wird ausgeschachtet und in das neben ihr lag, die Bulsadern an beiden Händen aufgeschnitten Parteigenossen und Genossinnen! Bei den jetzigen einen Kohlenraum umgewandelt. Dieser muß gegen das Eindringen mehr. Die Frau starb nach wenigen Minuten unter den Wirkungen und außerdem Lysol genommen. Aerztliche Hülfe hatte keinen Erfolg Fleischpreisen ist ein großer Teil der arbeitenden Bevölkerung des Grundwassers gebichtet werden und erhält an der Spree des Blutverlustes und des Giftes. Eine Flasche mit einem Rest des zwei Eingänge, so daß die Kohlen, deren die Klinik ungefähr gezwungen, sich fast gänzlich des Fleischgenusses zu enthalten, 25 000 Zentner das Jahr verfeuert, unmittelbar vom Kahne nach Lysols wurde auf dem Küchentisch gefunden. oder muß sich-zur Schande unserer Nation mit dem dem Lager ausgeladen werden können. Das Kesselhaus er- Auf der Straße vergiftet hat sich gestern nachmittag der Bank minderwertigen Fleisch der Freibank und dergleichen behelfen. hält statt der beiden alten Steffel, die seit 1879 liegen, einen beamte Hans Reichert, welcher bis vor kurzem Medizin studiert Als unsere Vertreter im Reichstage auf die Folgen des Lebens. einzigen von 141 und dazu an der Spreefeite noch einen hatte, jedoch wegen Vermögensverfalls das Studium aufgeben mußte. mittelwuchers hinwiesen, da predigten sie tauben Ohren. das Kesselhaus, das die ganze Klinik heizt und den Amputationssaal, verlobt. Gestern holte der Bankbeamte seine Braut ab und begab neuen von 128 Geviertmetern Heizfläche. Nach dem Umbau kann R., der in der Stargarderstraße wohnte, war mit einem Fräulein M. Heute schon zeigt sich, daß ein großer Teil des Volkes nicht die Küche, die Badestuben und die Wäscherei mit warmem Wasser ver- sich mit derselben nach Reinickendorf , woselbst er das Mädchen zu mehr imstande ist, die Mittel für eine richtige Ernährung auf- forgt, mit zehn statt mit fünf Atmosphären arbeiten. Die Zuführung veranlassen suchte, gemeinsam mit ihm Selbstmord zu berüben. In zubringen, so daß Mann, Frau und Kinder langsam degene- des Dampfes besorgen zwei Weitpumpen. Das aus dem Dampfe der Nähe der Veltenerstraße zog Reichert eine mit Sublimat gefüllte rieren müssen. wiedergewonnene Wasser hat noch eine Wärme von 85 Grad Celsius. Flasche aus der Tasche, trant einen Teil des Giftes und drückte soDer Stall mit den Versuchstieren für die chirurgische Klinik wird dann die Flasche der M. in die Hand mit der Aufforderung, den aus dem Keller nach dem Dache verlegt. Der ganze Umbau fostet Rest des Inhalts zu leeren. Sie folgte jedoch dieser Aufforderung gegen 40 000 m. nicht, sondern rief um Hülfe und veranlaßte nach Hinzukommen von Die Klagen über die Fahrkarten- Automaten auf unseren Bahn- Passanten die Ueberführung des Lebensmüden nach dem Lazarushöfen wollen noch immer nicht verstummen. Es ist in der Tat höchst Krankenhause. Obwohl schon vorher durch einen in Reinickendorf wohnenden Arzt dem N. der Magen ausgepumpt worden war, ist unangenehm, wenn man eilig eine Stadtbahn- oder Bahnsteigtarte Wohnenden Arzt dem St. der Magen ausgepumpt worden war, ist Verkäufer steht, der trotz allen Klopfens und Rüttelns weder die gebraucht, auch den nötigen Nickel geopfert hat, nun vor dem stummen teine Hoffnung auf Erhaltung seines Lebens vorhanden. wünschte Karte herausgibt noch das Geld zurückerstattet. Solche streitenden Automaten follen jetzt von den Vorstehern der Fahrkarten Ausgabestellen häufiger durch Einwerfen des Fahrpreises fontrolliert werden. Das erforderliche Geld haben sie den von der Gesellschaft für automatischen Verkauf zu hinterlegenden Beträgen zu entnehmen und die gelösten Karten am Schalter weiter zu verkaufen, um jenen Betrag wieder ergänzen zu tönnen. Stünftig sollen auch folche Automaten, die zwar nicht völlig versagen, aber doch unregelmäßig und fchwerfällig arbeiten, außer Betrieb gesezt werden. 40 Jahre alte Werkmeister Julius Schielein aus Offenbach . Er Einen Selbstmordverfuch im Polizeigefängnis machte gestern der Endlich soll, um das Publikum vor Weitläufigkeiten möglichst zu bewahren, auch das Aufsichtspersonal über das Verfahren bei erhängte sich, wurde aber noch rechtzeitig abgeschnitten und als Störungen im Betriebe der Karten- Automaten genau unterrichtet Polizeigefangener in ein Krankenhaus gebracht, nachdem er lange Das Pferdefleisch, über das wir fürzlich berichteten, Zeit in Krämpfen gelegen hatte. daß es in diesen Tagen des Fleischmangels und der Fleischteuerung Eine interessante Entführungsgeschichte bringt die Kreuz- 3tg." Im Wasser verwest ist die Leiche eines Mannes, die gestern am sich einer rasch zunehmenden Beliebtheit" erfreue, beginnt nun eben- Gin auf Rennplägen viel verkehrender Galizier namens S., der schon Südufer in der Nähe der Plößenseer Brücke aus dem Spandauer billigeren Ersatz für teueres Rindfleisch, Schweinefleisch usiv., ist gewiesen worden ist, hielt sich in letzter Zeit hier heimlich auf. Auf wird nur noch schwer möglich sein. Der Ertrunkene ist wahrscheinlich feit Monaten im Steigen, und das Angebot schlachtreifer Pferde hat den Rennplägen lernte er auch einen vor zwei Monaten verstorbenen Arbeiter und etwa 40 Jahre alt gewesen. Er ist unterſetzt, hat hiermit nicht Schritt halten können. Folglich müssen die Preise wohlhabenden Bäckermeister fennen und erweckte bei dessen zweiter blondes Haar und Schnurrbart und war noch mit einer schwarzen auch für Pferde und Pferdefleisch in die Höhe geschraubt werden; schönen Tochter Käthe so viel Gefallen, daß das betörte Mädchen mit Chebiothose, einem blauweiß gestreiften Hemde und Schnürstiefeln so will es das Gesetz kapitalistischer Wirtschaftsweise. Die Agenten ihm am Montag flüchtete. Käthe traf sich mit H. nach dessen Nüd belleidet. In seinem rottarierten Taschentuch hatte er 75 Pf. Ats kaufen an Pferden auf, was sie irgend erwischen können, und die fehr aus Hoppegarten in einer Konditorei, Charlottenstraße, und Kennzeichen dient vielleicht eine Warze an der rechten Seite des Pferdebesitzer brauchen nur zu fordern, fie triegen's bezahlt. Die schrieb mehrere Briefe an ihre Verwandten, in welchen sie als Reise- Bauches; sie ist etwa so groß wie ein Markstück. Die Leiche wurde Preissteigerung, die vom Pferdemarkt ausgeht, setzt sich fort durch ziel Paris angab. Mit dem Nachtzug fuhr das Liebespaar jedoch nach Berlin in das Schauhaus gebracht. die Reihe der Zwischenglieder und endet im Portemonnaie des Kon- nach London , wo das dortige deutsche Konsulat auf Betreiben der Wegen Straßenraubes, der an die Ueberfälle im Tiergarten er sumenten. Den Leßten beißen die Hunde. hiesigen Angehörigen bereits von deren Ankunft verständigt innert, wurden zwei russische Juden namens Laiser Cohn und Adolf Auch Pferde, die sonst noch lange nicht als reif zum Schlachten worden ist; außerdem dürfte die Königliche Staatsanwaltschaft einen Heimann festgenommen. Während der eine vorgestern abend in der erschienen, weil sie sich noch nicht gänzlich taput gearbeitet hatten, Steckbrief hinter den Verführer erlassen. Wie verlautet, soll H. das Burgstraße einer jungen Dame einen Bettel reichte, damit sie ihn werden jetzt aufgekauft, um im Schlachthause ihren Lebenslauf zu Barvermögen seiner Braut in Höhe von 600 000 M. mit sich führen. lese, schlich sich der andere heran und entriß ihr die goldene Uhr. beschließen. Das ist für den Besitzer in solchen Beiten rentabler als der Brauch, sie sich zu Tode radern zu lassen. Die Tierschüzer Cohn versteckte diese in einem Schulgarten, wurde aber gleich ers werden schneller, als sie selber es dachten, das Pferd dahin gelangen griffen, Heimann wurde gestern ermittelt und festgenommen. fehen, daß es nicht mehr in den Sielen zu sterben braucht. Wenn Tumfe in einer Wirtschaft in der Passauerstraße in Streit. Jeder Um ein Glas Bier gerieten vorgestern die Arbeiter Hagelow und bie Bieh produzierenden Junker ihre Rinder, Schweine usw. teuerer berhandeln können, wird auch das Pferd auf seine alten Tage er wollte das Glas zuerst bestellt haben und verlangte es. Endlich neut zu einem Wertobjekt, an dem noch ein Stück Geld zu verdienen schlug Hagelow seinem Gegner das volle Glas so wuchtig über den ist. Uns schlechten Sterlen freilich fällt hierbei zu allererst wieder Stopf, daß er lebensgefährlich verlegt in ein Strantenhaus gebracht das ein, daß mit folcher Wandlung zwar ben ferben gebient ist, werden mußte. Hagelow wurde verhaftet. aber nicht den Menschen, wenigstens denen nicht, die bisher das Pferdefleisch als Nahrungsmittel schäßten. Am Ende hört da das ferbefleisch ganz auf, ein Fuiter für arme cute au ſein, und wird zum 2e derbissen, den nur noch der Reiche sich leisten
fann?
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werden.
Kräftig gelyncht wurde am Mittwoch ein Straßenräuber, welcher morgens gegen 8 Uhr an der Bischofstraße einer Dame ein aus Silbergliedern gefertigtes Handtäschchen und die an einer Kette am Gürtel befestigte Uhr entriß. Der dreiste Näuber flüchtete, wurde jedoch in der Neuen Friedrichstraße eingeholt und von zwei Soldaten festgehalten. Das Publikum war über den dreisten Raubanfall der artig erbittert, daß es dem Straßenräuber an Ort und Stelle eine empfindliche Leftion guteil werden ließ. Der Bursche wurde derartig mißhandelt, daß ihm das Blut aus Mund und Nase herausbrang, und nur durch das Dazwischentreten von Schußleuten konnte er vor schwereren Verlegungen geschützt werden. Die gestohlene Handtasche wurde bei dem Räuber noch vorgefunden, die Uhr will er angeblich fortgeworfen haben.
Berloren gegangen ist Sonnabend, den 29. Juli, im Eisenbahn zuge, welcher von Westend nach Grünau fährt, früh 27 Uhr eine Tasche, enthaltend 10 Marken a 50 Pf. und 18 Marten a 60 Pf. vom Deutschen Metallarbeiter- Verband. Der Finder derselben wird gebeten, dieselbe im Bureau des Deutschen Metallarbeiter- Verbandes Wird nicht schließlich auch noch die Freibank mit einer Preis- Ein kühner, aber ungeschickter Springer ist der in der Friedrich- oder bei Fr. Meißner, Gropiusstr. 5, Duerg. I, abzugeben. fteigerung fommen? Das Freibant- Fleisch ist begehrt, und vom straße 66 in Lichtenberg wohnende Arbeiter Paul Grünmeter, der Straßensperrungen. Die Kanonierstraße von der FranzöfifchenSchlachthof fann gerade jeßt nicht so viel wie sonst herangeschafft am Mittwochabend gegen 7 Uhr mit einem Straßenbahnzuge der werden. Die Leute schlagen sich fast darum und sind froh, wenn fie Linie 70 bom Spittelmarkt aus nach Hause fahren wollte.. be- bis zur Jägerstraße wird behufs Asphaltierung vom 3. d. M. ab überhaupt etwas bekommen. Wer weiß, ob wiederholte Preis- fand sich auf dem Decksiz des Anhängewagens und erblickte von dort bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Das Gleiche steigerungen nicht dazu führen würden, daß die minderwertige Ware, einen über den Spittelmarkt gehenden Freund, den er sprechen wollte. gilt für die Gleimstraße von der Rhinowerstraße bis zur westlichen die die Freibank feilhält, gar noch salonfähig wird! Denn alles, was Statt nun aber die Treppe des Wagens hinunterzugehen, zog es der Bordschwellenflucht der Straße 9, Abteilung XI, vom 3. d. M. ab teuerer wird, erscheint gleich auch als nobler" und gilt schließlich der Arbeiter vor, über das Geländer des Dedes hinweg nach dem Bürger- bis auf weiteres. Gesperrt find weiter: Die Burgstraße vom Mühlenbamm bis zur Königstraße vom 7. b. M. ab; die Kielerstraße von zahlungsfähigen Gesellschaft als begehrenswert. Feine" Leute essen steig hinunterzuspringen. Hierbei schlug G. mit dem rechten Arme Kirschen nicht im Juli, wo man fürs Pfund einen Groschen zahlt, in eine Fensterscheibe, welche zertrümmert wurde und deren Glas- Scharnhorststraße bis Spandauer Schiffahrts- Kanal vom 3. d. M. ab. sondern im Dezember oder Januar, wo das Stück eine halbe Mark splitter dem Springer in den Arm drangen. G., der auch eine Verfoftet," Feine" Leute würden vielleicht auch das Freibant- legung der Bulsader erlitten hatte, wurde nach der Unfallstation in Fleisch, wenn das Pfund einen Taler tostete, als ertrafeine der Brüderstraße und von dort nach dem Krankenhause am Urban Rarität betrachten, die nur von ihnen gegessen zu werden ver- überführt. bient.
Feuerbericht. In der letzten Nacht kam durch leberkochen von Fett in der Barutherstr. 15 Feuer aus, das Gardinen und Möbel erfaßte. Ferner hatte die Feuerwehr in der Liegnigerstr. 5, Lhchenerstraße und an der Ecke der Eylauer- und Dreibundstraße zu tun.
Abgestürzter Artist. Während der Probe hat sich Mittwoch nachmittag im Walhalla- Theater ein schwerer Unglücksfall ereignet. Im Swinemünder Viertel ist die Unterführung der Gleimstraße Der 32jährige Artist Franz L., Rostockerstr. 27, der soeben bei der Das Apollo- Theater bietet für den Monat August nur ein teilunter der Nordbahn so weit fertiggestellt, daß der etwa 120 Meter Brobe in ziemlicher Höhe begriffen war, wollte dort die zu seinen weise erneuertes Programm, da der starke Beifall, den verschiedene lange Tunnel, der hier unter dem Bahnkörper entstanden ist, von artistischen Ausführungen nötigen Instrumente befestigen. Er stürzte fünstlerische Kräfte gefunden haben, die Direktion bestimmt hat, Fußgängern bereits benutzt wird. Wenn in dem Tunnel die Pflaste- dabei von der Leiter herab auf das Bühnenpodium. Bei dem deren Engagementskontrakt zu verlängern. Unter den neurung des Fahrdammes beendet sein wird, dann wird auch für den Sturze hatte der Artist so schwere Verlegungen am Unterförper gewonnenen Attraktionen" ragt vor allen die Tänzer- und Wagenverkehr endlich der Wall durchbrochen sein, den die Nordbahn davongetragen, daß die Ueberführung des Verunglückten nach dem Afrobaten- Truppe u goston hervor. Ihre Tanz- Exerzitien Hier bisher gebildet hat. Bis auf weiteres wird man dann vom Krankenhause am Urban notwendig wurde. werden mit größter Gewandtheit ausgeführt, und noch Bedeutenderes Swinemünder Viertel aus durch den Tunnel allerdings nur auf dem leistet sie auf dem Gebiet der Parterre- Akrobatik; besonders die Umwege über die nördliche oder füdliche Strecke der Schwedterstraße Die Fleddereien auf der Stadtbahn wollen trotz aller öffentlichen von den jüngeren Mitgliedern der Truppe ausgeführten Riesendurch die Kopenhagener- bezw. Eberswalderstraße nach der Schönhauser Warnungen und der angestrengtesten Tätigkeit der Kriminalpolizei faltomortales verdienen höchste Anerkennung. Eine andere hervor Allee fahren können. Auf der Oststrecke der Gleimstraße, zwischen immer noch nicht aufhören. Neuerdings hat wieder ein Kaufmann ragende Nummer des neuen Programms bildet das Auftreten Nordbahn und Schönhauser Allee , ist noch ein wichtiges Stüd in einem Abteil zweiter Klaffe einen empfindlichen Verlust erlitten. Der vier Schwestern Merkel, die sich„ Contorsionistinnen"- jedes Arbeit zu leisten, ehe sie benutzt werden kann. Diese Strecke hat, Er fuhr morgens zwischen 6 und 7 Uhr vom Zoologischen Garten Ding muß ja feinen Namen haben nennen. Sie führen sowohl. gleich den nord- und südwärts anschließenden Strecken der nach der Friedrichstraße , war übermüldet und schlief bald ein. Als er auf dem Fußboden als auf Stühlen und Piedestalen die schwierigsten Schwedterstraße, am Tunnelausgang um Stockwerkshöhe tiefer ge- erwachte, vermißte er außer seinem Portemonnaie mit einem be- gymnastischen Uebungen aus und beweisen durch die Biegsamkeit legt werden müssen. Auf dem fünftigen Fahrdamm der östlichen trächtlichen Inhalt auch zwei wertvolle Ringe. Er ist überzeugt, daß ihrer jugendlichen Körper, daß sie an Ridgratlosigkeit fogar noch die Gleimstraße, die nun eine beträchtliche Steigung erhalten muß, ihn die Fledderer betäubt haben, sonst hätten sie ihm die Ringe preußischen Minister der Bülowschen Schule übertreffen. Auch die wird jetzt noch der Pflug durch den Lehmboden gezogen, um die nicht von den Fingern ziehen können, ohne daß er erwachte. Der Athleten- Truppe 2a faille erweist sich als eine wertvolle Be Fortschaffung der abzutragenden Erbmassen zu erleichtern. Durch Berlust trifft den Bestohlenen um so empfindlicher, als die Ringe reicherung des Programms, und für den Humor forgen durch ihre die Unterführung der Gleimstraße unter die Nordbahn wird das alte Erbstücke sind. Sie haben außerdem aber auch einen erheblichen Vorträge Robert Steibel und Martin Kettner, deffen prächtige NachSwinemünder Viertel nach Osten hin geöffnet, wie es durch die Wert. ahmung Berliner Bühnengrößen immer wieder wahre Beifallslleberführung der Swinemünderstraße über die Stettiner Bahn und Im Straßenverkehr schwer verunglückt ist gestern der 56 Jahre stürme hervorruft. Mingbahn eine Pforte nach Norden hin bekommt. Durch beide Bau- alte Invalide Friedrich Wille. Beim Ueberschreiten des Fahrdammes werke, die fast zu gleicher Zeit fertig werden, wird dieser Stadtteil in der Schönhauser Allee überhörte der Invalide das Herannahen mit einem Schlage aus feiner bisherigen facgaffenähnlichen Ab- eines Geschäftsfuhrwerks und wurde von dem Pferde zu Boden gegeschlossenheit herausgehoben. rissen. Die Räder des Wagens gingen W. über den Unterkörper
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Vorort- Nachrichten.
Bom Gesundbrunnen geht uns eine Buschrift zu, in der über hinweg. Der Verunglückte erlitt einen schweren Schenkelbruch und einen Mißstand in der Chriftianiastraße lebhaft selage geführt wird. wurde von der Unfallstation II nach dem Strankenhause am FriedrichsDie Verkehrsgefahr für Groß- Berlin. In der Christianiaftraße, zwischen der Stoloniestraße und der Bante, hain gebracht. Auf dem Lohmühlenplay wurde der obdachlose Die Große Berliner Straßenbahn erweist sich auch den Vororten befindet sich das große Gelände des Magistrats, das für Straßen. Gelegenheitsarbeiter Friedrich Dieße durch Ueberfahren lebenszivede erivorben worden ist. An dieser Stelle ist die Straße, die gefährlich verletzt. D. überschritt den Fahrdamm, geriet dabei an gegenüber als ein schlimmes Verkehrshemmnis. Die Bestrebungen östlicher und nördlicher Vororte, die Große Berliner Straßenbahnallerdings verbreitert werden soll, im Augenblick etwa vier Meter Das Gespann eines Mehlwagens herant, fürzte zu Boden und zwar gesellschaft zur Schaffung besserer Berkehrsverhältnisse zu veranlassen, breit. An der einen Seite wird dieselbe durch einen hohen Bretter. o unglücklich, daß das Vorderrad des schwerbeladenen Eastwagens zaun abgefchloffen, während an der anderen Seite ein etwa ein Meter über ben Oberförper hinwegging. D. erlitt mehrere Rippenbrüche find gescheitert. Die Herstellung einer direkten Verbindung von hoher sehr primitiver Lattenzaun steht, auf dem aber drei bis vier sowie andere schwere innere Verlegungen und wurde in äußerst Weißenfee mit dem Often bezw. Südosten und Norden bezw. Nordfacher Stacheldraht befestigt ist. Dieser Weg wird täglich von vielen bedenklichem Zustande nach dem städtischen Krankenhause gebracht. In dem betreffenden Schreiben heißt es, das Publikum habe eine often ist von der Straßenbahngesellschaft direkt abgelehnt worden. Hunderten von Fußgängern benutzt, jetzt auch von zahlreichen Last. Der Verunglückte dürfte wohl kaum dem Leben erhalten bleiben. entsprechende Umsteigegelegenheit" am Königs- und Prenzlauer wagen, die Erde zur Aufschüttung anfahren. Wieviel Sinder sich da Ein schreckliches Erwachen hatte gestern morgen der Schleifer Tore sowie am Alexanderplate. Eine Verlängerung der Linie 52 täglich an dem Stacheldraht beschädigen, ihre Kleider daran zerreißen, May Koch aus der Johannisstr. 3. Seine 36 Jahre alte Frau hatte von der Prenzlauerallee nach Weißensee soll erst durchgeführt werden, fann bloß der ermessen, der es täglich mit ansehen muß. Da bei der in der fünfjährigen Ghe von jeher ein aufgeregtes Wesen gezeigt. wenn zwischen dem Ringbahnhofe Prenzlauerallee und Weißensee Langsamteit, mit der die Fertigstellung der Christianiastraße be- Das verschlimmerte sich noch nach dem Todel des jüngsten Kindes, das die Bebauung weiter vorgeschritten ist. Auch die Vororte werden trieben wird, ist doch der Christianiaplay sum Standal des Ge- an Schwäche starb und vorgestern beerdigt wurde. Die Frau wurde nur durch den Bau eigener Bahnen sich der unerträglichen Verkehrsfundbrunnens immer noch als Kohlenplay vermietet damit ge- jezt ganz schwermütig. Gestern morgen zwischen 5 und 6 Uhr wurde mifere entziehen können. I
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