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Sympathisch führte aus: Die Hauptbegünstiger der Cholera seien ungesunde, nicht genießen, wie das so oft geschehe. Als Speisen empfiehlt der Behandlung des Körpers illusorisch machten. nicht richtig funktionirende Organe( Magen- und Darmkanäle). Redner: Morgens Mehlsuppe, Milch; Mittags Gemüse in jeder standen der Naturheilmethode fast alle Redner gegenüber, wandten Genoffe Im Magensaft, der unter normalen Umständen fortwährend in Form, wenn durchaus gewünscht, auch etwas Fleisch; Nachmittags nach ihren Erklärungen diefelbe zum Theil auch an. genügender Menge und Güte neu entsteht, habe der Mensch den Brot und gut gereinigtes Obst und Abends Brot und etwas Gent meinte, wenn die Cholera auch viel Unglück verursachte, größten Feind des Kommabazillus, des Choleraverursachers. dazu, vielleicht weißen Käse. Auch das Wassertrinken sei gut. so habe sie doch wenigstens die ständig herrschenden gräßlichen Letterer werde durch jenen zerstört. Sei aber der Magen nicht Obgleich das Zeitungswasser ziemlich gut sei, fönne man es ja fozialen Mißstände dem ganzen Volfe zum Bewußtsein gebracht. gesund, und das wäre er bei den meisten Menschen infolge abkochen und dann abkühlen. Wenn man die nöthige Vorsicht So in Hamburg . Derartigen Mißständen, die den Seuchen tönne nur der Sozialismus der verkehrten Lebensweise, so erfolge diese Tödtung nicht, und obwalten lasse, könne Obst, Wasser, Gemüse 2c. ruhig genossen am fördererlichsten wären, der Bazillus tomme in den Darmkanal. Um hier zu gedeihen werden. Das auf medizinischen Rath zurückzuführende Verbot ein Ende bereiten.( Großer Beifall.) Genosse Schweißer und sein menschenmörderisches Wirken ausführen zu können, müsse folcher Genüsse bei einer Cholera- Epidemie gehe seiner, Meinung erklärte die Naturheilmethode für gut, äußerte sich sonst aber im er einen guten Boden finden. Dieser Nährboden bestehe aber in nach zu weit. Neben der Magen- und Darmpflege fomme es gleichen Sinne wie Gent . Er wies auf die traurigen Wohnungs nichts anderem, als einem mangelhaft seine Funktionen aus- bei Vorbeugungsmaßregeln gegen Cholera vornehmlich auch auf die verhältnisse der Proletarier hin. 12 Jahre lang werden Woh­übenden und kranken Darm. Daß so viele Cholera- Erkrankungen Hautpflege an. Hierzu gehörten tägliche Waschungen resp. Abreibungen nungen nicht tapezirt, noch gestrichene Wände und die Decken vorfämen, fei nur ein Beweis dafür, daß viele Menschen einen des Körpers. Zum Schluß seines mit großem Beifall aufgenommenen gereinigt. Hier gedeihe jede Art von frankheiterregenden Bilzen. fchlechten Magen und Darm besitzen. Die Entleerung des Vortrages empfahl Herr Kanitz für den Fall einer Cholera- Er müsse den berufsmäßigen Vertretern der Naturheilkunde den Darms müßte täglich erfolgen, sonst häuse sich eine Menge Epidemie die Anwendung der Naturheilmethode. Der franke Vorwurf machen, daß sie sich um die sozialen Mißstände mit Schmuß an, was sich bemerkbar mache durch eine gewisse Körper müsse durch die verschiedensten Mittel, Backungen, Dampfängstlicher Scheu herumdrückten. Frau Reißner führte Unbequemlichkeit, durch Druck auf Magen, Darm und frufen zc. in Schweiß gebracht werden, er müsse gutes Wasser die Verdauungsstörungen bei Frauen und Mädchen auf das bei den Frauen auf gewisse Unterleibsorgane. Hauptsächlich in genügender Menge zugeführt bekommen, damit die mit dem viele Sigen zurück. Sie selbst habe 14 Jahre lang eine an die Leyteren müsse er, Redner, sich wenden. Sie vernach- Auswurf fortgehenden verdünnten Blutttheilchen wieder ersetzt sigende Beschäftigung gehabt und bei ihr habe darum alles Ab­Sie fei auch Anhängerin der Natur­Lässigten sich in dieser Beziehung am meisten, oft vergingen werden, und außerdem sei es nothwendig, vermittelst des Klystier- rei ben nichts genugt. mehrere und öfters gar acht Tage, che sie eine Entleerung vor- Apparats einen Fortgang aller schädlichen Substanzen aus dem heilmethode, müsse aber doch sagen, daß, bevor nicht unsere nehmen. Dies diene zur Förderung aller möglichen Krankheiten. Darm zu verursachen. An einigen Zahlen aus dem Jahren 1855 fozialen Uebelstände ausgerottet sein werden, auch in gesund­Nun rathe er nicht, sogenannte Abführmittel zu nehmen, wenn suchte der Nedner darzulegen, daß bei Anwendung der Natur- beitlicher Beziehung keine durchgreifende Abhilfe möglich iſt. der Darm nicht gutwillig thue, was ihm zukommt. Es sei nur beilmethode weniger Cholerakrante gestorben sind als bei medizinischer Genosse Schweiher theilte am Schluß der Versammlung mit, 3. die Anwendung von Klystierapparaten zu empfehlen. Außer der Behandlung. Die Diskussion wurde eine recht lebhafte. Mit daß der Wahlverein für den 8. Kreis in diesem Monat feine Fürsorge für den Darm müße solche auch für den Magen ob- Ausnahme eines Redners, der nur für die Naturheilmethode Versammlung abbalten werde. Die bekannte Petition der Natur­walten. Vor allem müßte gut gekaut und es dürfe nicht zu heiß Propaganda machte, gingen alle andern Theilnehmer in der heilvereine an den Magistrat, betreffend eine ev. Epidemie, wurde gegeffen und getrunken werden; außerdem sei starkes Würzen der Debatte auf die sozialen Verhältnisse ein, welche ihrer zahlreich unterzeichnet. Speifen zu vermeiden. Verdorbene Speisen dürfe man auch Meinung nach die meisten der gehörten Vorschläge für die

Achtung!

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Gr. Kommunalwähler- Bersammlung

am Dienstag, den 20. September, Abends& Uhr, im Lokal Naunynstrasse 27( Renz' Salon).

Tages Ordnung:

430/12

1. Vortrag über die bevorstehenden Erfahwahlen im 15. Romniunal­Wahlbezirk. Referent: Genosse Vogtherr.

2. Diskussion.

3. Aufstellung des Kandidaten.

4. Wahl des Bezirks- Komitees.

Es. ist Pflicht eines jeden auf dem Erfurter Programm stehenden Genossen, in dieser Versammlung zu erscheinen.

Jur Deckung der Unkosten Tellersammlung.

Der Einberufer.

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Große öffentliche Versammlung

am Sonntag, den 18. September cr., Vormittags 10 Uhr, in Scheffer's Lokal, Infelstraße 10.

Tages Ordnung:

1. Vortrag über: Gewerbegerichte". Referent: Herr Wiedemann.

" 1

2. Aufstellung zweier Kandidaten zum Gewerbegericht. 3. Verschiedenes. Arbeiter und Arbeiterinnen obiger Branchen, erscheint voll­zählig und pünktlich zu dieser Versammlung!

Der bereits in ber Sanssouci Versammlung aufgestellte Kandidat Luenspapier- Arbeiter Wittig wird hiermit ersucht, ebenfalls zu erscheinen. Der Einberufer: H. Pickert, Papierarbeiter.

441/4

Verein der Maschinisten und Heizer Berlins . Derlammlung

am Sonntag, den 18. September 1892, Nachmittags 5 Uhr, im Schultheiss' Brauerei - Ausschank, Neue Jakobstraße 24/25.

4

Tages Ordnung:

1. Vortrag des Ingenieurs Herrn Klose über:" Regenerativ- Halbgas­feuerungen." 2. Verschiedenes.- Gäste willkommen.

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