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Nr. 283.

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Berliner Volksblaff.

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Telegramm Adresse: ..Sozialdemokrat Berlin ".

Zentralorgan der fozialdemokratifchen Partei Deutschlands .

Redaktion: S. 68, Lindenstrasse 69. Fernsprecher: Amt IV. Rr. 1982.

Zentrum und Tabaksteuer.

Sonntag, den 3. Dezember 1905.

Expedition: S. 68, Lindenstrasse 69.

Fernfvrecher: Amt IV. Nr. 1984.

Verband chriftlicher Tabat- und Bigarrenarbeiter Deutschlands . faum anders als in der Affoziation eine Nettung findet... Aber Goch , den 13. November 1905. die Monopolisierung in den Händen weniger ist weiter gebiehen, als An den Vorstand des deutschen Tabatarbeiterverbandes man vielleicht glaubt, und wenn die Regierung sich nach ihren Vers Zahlstelle Goch. bündeten umschaut in Beziehung auf die Einführung des Monopols, Der Wuchertarif wirft bereits seinen Schatten voraus. Teilen Euch hierdurch mit, daß wir vom Zentralvorfizenden so sind die Großkapitalisten, welche die Tabalfabrikation in ihren Schon sind die Fleischpreise um durchschnittlich 20 bis 30 Bf. amann strenge Anweisung erhalten haben, einseitig vorzugehen. Händen monopolisieren, die kräftigsten Bundesgenossen der Regierung. das Pfund gestiegen. Nimmt man von den 60 Millionen Ein- Grund: Weil die Generalfommission in Berlin uns nicht anerkannt Denn darüber wird am Ende niemals gweifel sein können: soll es wohnern in Deutschland nur 30 Millionen als Fleischver- bat. 2ir wären gern gemeinsam vorgegangen, aber wir müssen uns in den Händen weniger Großkapitalisten zu einer Monopolisierung braucher an, teilt man sie in 5 töpfige Familien und zählt auf an das Statut und den Zentralvorstand halten. Also sehen die des Tabaks kommen, dann lieber in den Händen des Staats." Von Verständnis für die soziale Lage der Tabatarbeiter­die einzelne Familie ein Pfund Fleisch täglich, so ergibt sich Kollegen des freien Verbandes, daß es nicht der Ortsvorstand ist, bei einem Mehr von 20 Pf. pro Pfund eine Höherbelastung der einem Zusammengehen beider Organisationen entgegen ist. fchaft und ihrer Verschlechterung durch die monopolisierende von über 430 Millionen im Jahr. Durch das Inkrafttreten was die Ausführungen unseres Kollegen Vogt in unserer letzten Steuerschraube ist bei dem fleritalen Wortführer herzlich wenig der neuen Handelsverträge am 1. März nächsten Jahres Versammlung vom 12. d. Mts. betrifft, so können wir uns in ver- zu merten. Seine ganze Deduktion beruht auf mittelalter­wird diese Mehrbelastung des werftätigen Volfes noch schiedenen Punkten nicht damit einverstanden erklären. Wir Vorstands- lichen Ideen. Daher die Erhöhung der indirekten Steuern um ein Vielfaches steigen. Eine wesentliche Einschränkung mitglieder hoffen, daß wir uns in Lohnfragen und Agitation doch zum Zweck, die direkten zu vermindern, daher die Sehnsucht des Konsums in den breiten Schichten wird die Folge sein, nicht gegenseitig die Arbeit versalzen wollen. In diesem Sinne nach Verminderung der Kommunalschulden, die hohe Kommu­vor allem soweit sogenannte Lurusartikel", als Bier und wünschen wir beiden Organisationen volles Blühen und Gedeihen. nalzuschläge im Gefolge haben. Dabei begriff man im Zen­Tabat, in Betracht kommen. Die Einschränkung wird umso Der Vorstand des christlichen Verbandes der Ortsgruppe Goch. trum sehr wohl, daß die indirekte Besteuerung im Grunde nur bedeutender sein, als der durchschnittliche Wochenlohn im Charakteristisch an diesen Vorgängen ist vor allem das dem Großkapital zu gute kommt, und soweit es sich Lande der vollen Stompottschüsseln 18 Mart beträgt. Zu dieser Verhalten des christlichen Zentralvorstandes, das offenbar von damals um den Tabak handelte, sprach es der Mann der Verminderung des Stonfums tritt beim Tabak eine exorbitante der Vorsicht diftiert ward, mit der Stellungnahme Manchesterschule, Windthorst, sogar offen aus. Aber was Verteuerung des Rohprodukts, da bei einer Gesamterzeugung des Zentrums nicht in Widerspruch zu ge- Windthorst hier von der indirekten Besteuerung des Tabaks im Fabrikatwert von rund 500 Millionen die fiskalischen Er- raten. Man rechnet also im christlichen Verbande mit der sagt, das gilt von der indirekten Besteuerung überhaupt. Diese träge von 70 auf 110 Millionen hinaufgeschraubt werden Bewilligung der erhöhten Ta batsteuer durch ist die spezifisch kapitalistische Form, die öffentlichen Lasten sollen. die Zentrumsfrattion. Maßgebend für die letztere bom wuchernden Kapital auf die arbeitenden Massen zu Wie das bei unseren Lohnverhältnissen nicht anders sein werden in erster Linie die Interessen der Tabakbauern sein. wälzen. Dazu find indirekte Steuern und Schutzzoll heute fann, ist der Tabakkonsum in Deutschland nicht übermäßig Wie das bei unseren Lohnverhältnissen nicht anders sein wiederholt ist mit Rücksicht auf deren Agitation im Reichstag mächtige Hebel der Stapitalfonzentration; sie verstärken das hoch. Von 1,3 Kilogramm pro Kopf der Bevölkerung im An- ein Vorstoß auf Erhöhung des Importzolles erfolgt. So natürliche Uebergewicht des Großbetriebes über den Klein­nahm 1891 bereits der Reichstag einen Antrag an, die betrieb und paralysieren die Erfolge des gewerkschaft­fang der siebziger Jahre ist er gegenwärtig auf 1,7 bis 1,8 landssteuer von 45 M. auf 24 M. herabzusetzen, um lichen Kampfes. Trotz dieser Erkenntnis hat das Zentrum Stilogramm gestiegen, wobei berücksichtigt werden muß, daß den inländischen Tabakbau der ausländischen Konkurrenz die Stirn, von Mittelstandsretterei zu fabulieren. bei knurrendem Magen eine Pfeife Tabak ein beliebtes gegenüber zu begünftigen. Bei der Reichsfinanzreform 1894/95 ständlerische Argumentationen werden neben der sattsam be­Nahrungsmittelsurrogat ist. Dagegen vermehrten sich die Erträge aus Steuer und Boll pro Stopf von 25 Pf. in 1870, beantragten die Nationalliberalen eine Steigerung des tannten Betonung der Arbeiterfreundlichkeit auch der neuesten Erträge aus Steuer und Zoll pro Kopf von 25 Pf. in 1870, Bollschutes von 85 auf 100 Mart, während die Anträge Steuer- und Finanzrettung des Zentrums das Gepräge geben. auf 48 f. in 1880, 1,10 in 1890 und 1,17 in 1899. Gerade in der Tabakindustrie spielen die Klein- und Mittelbetriebe Clemm- Schädler eine Erhöhung auf 125 Mark bezweckten, wie Wie stets wird das Zentrum es auch diesmal dahin bringen, in der Tabakindustrie spielen die Klein- und Mittelbetriebe das die neue Vorlage beim Zigarrentabak vorsieht. Darüber daß die Arbeiterschaft die Zeche bezahlt. So will es das neu­noch eine größere Rolle, wenn auch hier der Großbetrieb tann aber auch beim Zentrum kein Zweifel bestehen: die modische Christentum, dessen ausgleichende" Gerechtigkeit be­technisch und wirtschaftlich die Ueberlegenheit befizt. Ein Vergleich der Resultate der Gewerbezählungen von 1882 und jetzigen Pläne bedeuten den Weg zum Monopol, die indirekte herrscht wird von dem Bedürfnis des Kapitals: Tue Geld in 1895 ergibt für die Klein, Mittel- und Großbetriebe ein Systematisch hat es die Regierung darauf angelegt, die Tabak­Wiederaufnahme der Bismarckschen Pläne vom Jahre 1882. meinen Beutel! Anwachsen um 26,9, 24,8 und 43,6 Proz.; die in diesen Betriebsformen beschäftigten Personen vermehrten industrie im Laufe der Jahre nicht zur Ruhe kommen zu diesen Betriebsformen beschäftigten Personen vermehrten lassen; noch im Jahre 1902 sagte der damalige Reichssch a z- fich um 21,8, 31,4 und 42,4 Proz. Die Ver­sekretär von Thielmann bei der Etatseinführung: teiterung des Rohmaterials trifft natürlich Infolge des Telegraphenstreiks sind aus Rußland fast gar will es die approbierte Mittelstandsretterei unserer Staats-" Wenn der wirtschaftliche Niedergang anhält und der Rückgang feine Nachrichten eingetroffen; die spärlichen, welche vorliegen, der Einnahmen sich weiter fortsetzt, so werden Sie nicht umhin kommen auf Umwegen, start verspätet. stüßen die kleinsten Betriebe am schwersten. Es gab in der Labatindustrie 1895 11 244 8wergbetriebe, in denen eine tönnen, neue Einnahmequellen zu bewilligen, nicht aber solche, wie den Börsenstempel, sondern Einnahmen, die wirklich zu Herr Witte ohne Maske. Berfon, 4579 Betriebe, in denen 2-5 Personen tätig waren, Buch schlagen, und da stehen an erster Stelle die Worte: Eine Abordnung der ausständigen Post- und Telegraphen­insgesamt 15 823 Unternehmer, die wiederum 13 161 Arbeiter Bier und Tabat." Treten die geplanten Steuern in Straft, beamten erſchien am 1. Dezember beim Grafen Witte, wurde beschäftigten. Dieses Heer von zirka 30 000 Mann dürfte so können sie das Uebergewicht der großen über die kleinen aber nicht vorgelassen. Bitte ließ fagen, daß ein Ausstand zuerst in Mitleidenschaft gezogen werden. Aber auch die und mittleren Betriebe nur stärken; sie werden dem der Post- und Telegraphenbeamten in feinem zivilifierten Lande ge­Mittel- und Großbetriebe werden Produktionseinschränkungen monopol die Bahn frei machen." Es erscheint nicht duldet werden würde, und empfahl der Abordnung, sich an ihre vornehmen müssen. Dabei ist von den Fabrikationszweigen, unangebracht, an die Stellung zu erinnern, die das Zentrum unmittelbaren Vorgefeßten" zu wenden. die mit der Tabakindustrie in Verbindung stehen und die un- 1882 einnahm. Damals ließ es durch den Mund Windhorsts ausgespielt. Angesichts der kräftigen revolutionären Aktion ist es Die liberale" Vermittlerrolle des Premiers ist also endgültig weigerlich schwer geschädigt werden, noch gar nicht die Rede. mit der Gemütlichkeit aus.

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so

erklären:

Die Revolution in Rußland.

Mittel­

Das abgeschnittene Zarenreich. Kopenhagen, 2. Dezember .( W. T. B.) Wie das hiesige Telegraphenamt mitteilt, ist seit heute nachmittag 4 Uhr die telegraphische Verbindung mit Rußland jett vollständig unterbrochen.

Die Nachklänge der Sewastopoler Schlacht. Petersburg, 2. Dezember .( Meldung der Petersburger

Für die überaus fümmerlichen und menschenunwürdigen" Meine politischen Freunde find mit einer an Einmütigkeit Löhne in der Tabakindustrie muß die Steuer geradezu un- grenzenden Majorität mit mir der Ansicht, daß der Jdee, in Deuschland geheuerliche Folgen zeitigen, umso mehr als die Besteuerung das Tabakmonopol einzuführen. nicht zugestimmt werden könne. nach dem Gewicht in aller erster Linie die billigsten, von den Wir sind gegen das Monopol nicht etwa, weil wir die Zwecke nicht breiten Massen konsumierten Sorten trifft, die 4 und 5 Pf.- billigten, zu welchen das Geld, welches man aus dem Monopol Zigarren und die 1 Pf.- Zigaretten, rund 85 Proz. der Gesamt- erwartet, verwendet werden soll. Im Gegenteil, wir sind durch­produktion. Daß die Regierungsparteien die Steuererhöhung aus der Meinung, daß es im höchsten Grade wünschenswert ist, das beschließen werden, steht außer Frage. Sie find in unserer Maß der indiretten Steuern zu erhöhen, um auf diese Weise die Flottenrauschpolitit so tief engagiert, als daß es für sie ein direkten Steuern in einem richtigeren Verhältnis, als es zurzeit der Telegraphen- Agentur.) Ueber die Ereignisse in Sewastopol ist Zurüd gäbe. Zumal über die Haltung des Zentrums ist Fall ist, zu ermäßigen. Wir sind der Meinung, daß mit aller Macht ein Telegramm vom Generalleutnant Möller- Sakomelsky vom faum ein Zweifel möglich. Das Zentrum wird natürlich dahin gestrebt werden muß, die unteren Volfsklassen in bezug auf 1. Dezember eingegangen und lautet: Die militärische Meuterei Verbesserungen vornehmen und das alte Patent die direkten Steuern nach Möglichkeit zu entlasten.... Ebenso habe ist vorüber; die freuen Truppen hielten sich vorzüglich; es feiner fozialen Gerechtigkeit" hervorkramen; aber an dem ich die Meinung, daß es dringend notwendig ist, Bedacht zu nehmen wurden mehr als 2000 Mann der Aufständischen gefangen Effett der Regierungsvorlage dürfte das schwerlich etwas auf eine Entlastung der Kommune. Ich bin nicht imftande, die Belastung gesetzt. Die Haltung der Einwohner, insbe ändern. Ein charakteristischer Vorgang deutet nach dieser der Kommunen in allen deutschen Landen zu überschauen. Näher bekannt sondere der Juden und der Revolutionäre, ist Richtung. Anfang Ottober d. Js. fanden am Niederrhein ist sie mir aber in Preußen; und da ist die Belastung der Kommunen be unruhigend; sie berhöhnen und bedrohen zwischen Vertretern von Zahlstellen des freien und des christ in der Tat zu einer Höhe angeschwollen, daß sie für jedermann die die Offiziere. lichen Fabrifarbeiterverbandes Besprechungen statt zur An- ernstesten Bedenken herbeiführen muß.... bahnung einer gemeinsamen Protestbewegung gegen die in Wir sind gegen das Monopol aus wirtschaftlichen Gründen, zu­Aussicht stehende Erhöhung der Tabatsteuer. In wiederholten nächst... ich mache darauf aufmerksam, obwohl das nichts Neues Sigungen einigte man sich auf eine Richtschnur, die sich in ist, was ich sage, daß durch die Einführung des Tabakmonopols die Orfoy und Goch z. B. zu fonfreten Abmachungen verdichtete. große bedeutende Industrie, welche sich an die Fabritation und an Da griff der Zentralvorstand des christlichen Verbandes ein den Verkauf des Tabaks knüpft, mit allen Nebengewerben, die und untersagte jedes fernere Zusammengehen mit dem freien Ver- derselben dienen... daß diese Industrie mit allen ihren Damit aber wird bande; die christlichen Zahlstellen sollten weitere Weisungen ab- Nebenzweigen warten. Die Begründung, die der christliche Zentralvorstand ganze Reihe von jest gut gestellten Existenzen entweder zerstört oder für dieses sonderbare Vorgehen gab, ist echt zentrums- christlich. gefährdet... Ich muß bei dieser Gelegenheit darauf aufmerksam Der freie Verband, hieß es, habe an die Hirsch- Dunderschen machen, daß wir in der Tat durch die bereits be ein Flugblatt versandt und dabei die ,, Christlichen" übergangen, fchloffene und eingeführte Höhe der Besteuerung die Generalfommission müsse lernen, auch die Christlichen zu des Tabats einigermaßen auf eine Monopoli respektieren, in Emmerich habe man die chriftlichen Kollegen fierung der Tabatfabritation hingewirkt haben. von der geplanten Bewegung nichts wissen lassen und was freilich nicht in den Händen des Staates, wohl aber der Groß­der Mäßchen mehr sind. Ein Mitglied des christlichen Zentral- industrie, und wir werden bei ferneren Maßregeln in Beziehung auf borstandes Vogt heißt der Edle- fam eigens nach Goch, die Besteuerung des Tabats und sehr ernst zu fragen haben, ob wir um die chriftliche Zahlstelle eines Besseren zu belehren; anwesenden nicht die Kapitalwirtschaft auf diesem Gebiet zu sehr be­Mitgliedern des freien Verbandes verwies er das Lokal und drohte fördert haben, beziehungsweise zu sehr fördern würden, wenn mit der Denunziation bei der Staatsanwaltschaft. Ihm wir noch weiter gehen wollten. Es ist leider in dem System der Bentral- Sireitausschuß beschlossen habe, die Regierung dadurch widerfuhr denn auch nach Gebühr; die Mitglieder der christ der Entwickelung unserer wirtschaftlichen Verhältnisse nicht zu lichen Zahlstelle Goch haben ihren Sentralvorsitzenden energisch verkennen, daß allmählich nicht nur auf dem Gebiete des Tabats, abgeschüttelt, wie das folgende Schreiben an den freien Ver- fondern generell nur noch das Großkapital irgendwelche Bedeu­band beweist: tung sich verschaffen kann, und daß demgegenüber das Kleinkapital

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wird. vernichtet

eine

Wien, 2. Dezember. Nach hier eingelangten Privatmeldungen aus Mostau sollen entgegen offiziöfen Berichten in Sewastopol die Kämpfe noch fortdauern. In Odessa herrscht große Banit, da Judenmezeleien befürchtet werden. Das dortige Sappeurregiment meutert. General Kaulbars hat den Beitungen in Moskau angedroht, daß, wenn sie weiter fortfahren, entſtellte Berichte" zu bringen, er die schärfsten Maßregeln gegen fie ergreifen würde. Der akademische Senat verständigte die Hauptmannschaft, daß, falls binnen 24 Stunden die Schließung der Universität nicht, aufgehoben würde, diefelbe gewaltsam geöffnet werden würde.

Die schwarzen Hunderte" an der Arbeit. Kiew, 2. Dezember. Hier sind neue Unruhen ausgebrochen. Der Mob in Bodol plünderte die Kaufläden, Militär mußte einschreiten. Der Pöbel droht, die Intelligenz und die Konsuln anzugreifen, weshalb der Gouverneur strenge Vorsichtsmaßregeln anzugreifen, weshalb der Gouverneur strenge Vorsichtsmaßregeln getroffen hat. Die Straßen sind von Militär besetzt. getroffen hat. Die Straßen sind von Militär besetzt.

Die Revolution und die Schulden des Zarismus. Der übrigens sehr unzuverlässige Daily Mail" meldet, daß lahm zu legen, daß er den Kredit des russischen Reiches unterbindet. Das Stomitee erklärt, daß alle im Auslande von der Regierung auf­genommenen Anleihen für nichtig erklärt werden würden, falls es gelinge, die gegenwärtige Regierung zu stürzen. Der Ausschuß be­