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Nr. 23.
Sonntag, den 28. Januar 1906.
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Partei- Angelegenheiten.
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Der Vorstand.
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und
Jnferate Sechsgeipaltene Kolonelzelle 20 Pfg. Bei größeren Aufträgen entsprechenden Rabatt. einem angeblichen Protest" Sand in die Augen zu streuen. Gerade- machte, ist der Schöneberger Polizei nun endlich gelungen. Die Ein zu belustigend war es daher auch zu hören, wie sich der diesen brecher hatten es bei ihren Raubzügen hauptsächlich auf solche Antrag begründende" Stadtverordnete Abraham abmühte, mög- Schaufästen abgesehen, welche wertvolle Kleidungsstücke enthielten. 3nr Lokalliste! Der den Berliner Parteigenossen, speziell den lichst viel Wasser in den Protestwein zu schütten und dem Auftrage So wurden denn im Besitz der Verhafteten noch eine ganze Reihe des 6. Kreises bekannte frühere Inhaber des Restaurants Jäger feiner diversen Auftraggeber gerecht zu werden. Aber einem guten von gestohlenen Gegenständen vorgefunden. Vermutlich ist von der haus, Schönhauser Allee 103, befigt jetzt in Franz. Buchholz. National, liberalen" fällt das nicht schwer und so brachte er es Bande auch der dreiste Einbruch in der Privat- Mädchenschule in der Berliner Chauffee 14, ein Restaurant mit Saal. Troß auch fertig, um die Hauptschädlichkeiten des volksaufklärungsfeind- Stubenrauchstr. 12 a verübt worden. Hierauf deutet der Umstand, wiederholter Vorstellungen war Herr Schmidt nicht zu bewegen, lichen und muderischen Schulgeseßentwurfs im Kreise herumzu- daß zahlreiche Belzstolas, die aus dem erwähnten Diebstahl heruns sein jeziges Lokal zur Verfügung zu stellen. Wir machen daher reden und sich auf einige Jeremiaden über verhältnismäßig neben- rühren dürften, bei der Bande entdeckt wurden. Außerdem fand die die Parteigenossen darauf aufmerksam, daß das genannte Lokal bei sächliche Dinge zu beschränken. Dem Stadtverordneten Dr. Polizei in dem Diebeslager seidene Blusen, seidene Kopftücher, PelzAusflügen usw. unter allen Umständen zu meiden ist. Silberstein( Soz.) war es vorbehalten, dem Protest die rechte folliers, Taschentücher, Kragenschoner, Herrenkleidungsstücke usw. vor. Die Juhaber solcher Geschäfte, die durch die Diebesbande geschädigt Am 10. Februar cr. veranstaltet der Lotterieverein Glückauf" Schärfe zu geben. Zwar stimme auch er und seine Freunde in den Oranienburger Festsälen, Chausseestr. 9, einen Maskenball; so erklärte Redner fast allen Ausführungen des Referenten bei. worden sind, können sich zur Rekognoszierung der gestohlenen Sachen da das betreffende Lokal der Arbeiterschaft nicht zur Verfügung steht, Er vermisse aber jede prinzipielle Stellungnahme. Das sei aber auf der Polizeidirektion in Schöneberg melden. sind etwa angebotene Billetts zu obigem Vergnügen entschieden zurück- kein Wunder bei der aller Grundsäße baren Haltung der heutigen Großes Auffehen hat gestern in der Hauptstraße in Schöneberg zuweisen. Die Lokalkommission. Liberalen", die den unerhörten Zustand ermöglicht habe, daß seit der Selbstmord des 39 jährigen Kellners Bernhard Geficki, der bei 1848 bis heute in Preußen feine gesetzliche Regelung der Schul- feinen betagten Eltern in der Hauptstr. 129 gewohnt, hervorgerufen. Friedrichsfelde . Die Mitgliederversammlung des sozialdemo- verhältnisse möglich gewesen sei. Schon einmal hat ja die Re- Nachmittags begab sich G. in ein Restaurant in der Hauptstraße fratischen Wahlvereins findet am Dienstag, den 30. Januar, abends gierung versucht, ein Schulgesetz zu schaffen; man habe ihr aber mit und bat dort um einen guten Kognat, ein Glas Bier und einen 8% Uhr, im Lokal von Bausdorf, Berlinerstr. 18, statt. Tages- Recht damals das Monstrum vor die Füße geworfen. Wenn sie Korkenzieher ; den letzteren wollte er angeblich zum Deffnen einer ordnung: 1. Bericht über die Gemeindevertretung. Referent: Ge- es dennoch jeht wagen könne, einen neuen, noch viel bösartigeren Flasche Parfüm benutzen. G. ließ sich nun mit den anwesenden noffe Pinseler. 2. Wahl eines Wahlkomitees. Im Interesse der Versuch zu machen, so nur deshalb, weil sie ihre Leute kenne. Gästen in eine erregte Diskussion ein. Mit dem Ausruf, er wisse Sache muß jedes Mitglied erscheinen. Neue Mitglieder werden könne es doch nur als schmählicher Verrat bezeichnet werden, wenn besser als alle anderen, was noch einmal kommen werde, zog der aufgenommen. trant die Nationalliberalen, die Parteifreunde des Herrn Abraham im eine Flasche hervor, fie bis zum Kellner plöglich aus, schleuderte fie in letzten Tropfen das Gastzimmer Nummelsburg. Am Dienstag, den 30. Januar, abends 8% Uhr, Abgeordnetenhause, im Kompromiß mit der schwärzesten Reaktion eilte dann tobend auf Vor hinaus. die Straße findet bei Weigel, Türrschmidtstraße 45, die Generalversammlung an dem geplanten Attentat gegen die Volksschule mitgearbeitet brach er bewußtlos zusammen. des Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Die Steuerpolitik der haben. Schuld an den unwürdigen Zuständen in Preuzen sei dem Hause Hauptstr. 129 Reichsregierung. Referent: Genosse Ebert. 2. Diskussion. ferner und in erster Linie das Dreiklassenparlament, dessen zu- Das verdächtige Fläschschen hatte nicht Parfüm, sondern Lysol ent3. Vorstandsbericht. 4. Vereinsangelegenheiten. Die neuen Mit fammenjehung jeden Fortschritt hindere, in dem die übergroße halten. Der Zebensmüde wurde sofort nach der Unfallstation in der glieder sind ganz besonders zu dieser Versammlung eingeladen. Mehrheit des Volles nicht vertreten sei; haben doch die Sozial- Herbertstraße gebracht, doch mußten alle fofort angewandten Gegen demokraten mit 18,75 Proz. aller Urwählerstimmen nicht ein ein mittel nichts mehr. Die Leiche des Selbstmörders ist polizeilich bes ziges Mandat erobern können, während die Junkerclique mit bis zum 30. d. Mts. ausliegende Wählerliste nachzusehen. Die unser Bürgertum unter Schändung des Wortes„ liberal" es über gebracht werden. Jedenfalls aus Furcht hiervor hat sich der UnglüdTempelhof. Die Parteigenossen werden ersucht, die nur noch 19 Proz. der Stimmen 143 Abgeordnete hat. Und weshalb? Weil ichlagnahmt worden. G., der hin und wieder von Geistesgestörtheit heimgesucht wurde, sollte demnächst in einer Frrenanstalt unters Einsicht tann ausnahmsweise heute, Sonntag, von 11 bis 12 Uhr sich gebracht hat, den Brotwucherern und Kulturfeinden Wahlhülfe liche das Leben genommen. und an den Werktagen von morgens 8 bis abends 6 Uhr erfolgen. zu leisten. Also wozu die klagelieder, von denen doch selbst der Auch in Charlottenburg hat das Modegift wieder eine Wer verhindert ist, die Prüfung selbst vorzunehmen, wende sich an Stadtverordnete Abraham nicht annehmen wird, daß sie auf das Rolle gespielt. Der in der Berlinerstraße 58 wohnende vierzigden Genossen Martin Müller, Berlinerstr. 41/42. mit dem elendeſten aller Wahlgeseze zustande gekommene" Parla- jährige Hausverwalter Leber hat sich mit Lysol das Leben gezumal wie überall Bankow. Mittwoch, den 31. Januar, abends 8%, Uhr, Ber- ment" irgend welchen Eindruck machen werden ſammlung des Wahlvereins im Lokal des Herrn Roczidi, Kreuz- so auch hier bei uns in Nirdorf gerade die Antragsteller die von nommen, Leber war schwer ohrenleidend und glaubte nicht wieder ftraße 3-4: Vortrag des Genoffen Baege- Friedrichshagen über ihnen jetzt bekämpften Schulzustände bereits freiwillig eingeführt gefund zu werden. Bibel und Babel". Dieser Vortrag dürfte so recht in die heutige haben. Sie selbst haben durch die Zusammensetzung der Schul- Charlottenburg. Zeit, in der man versucht, die Volksschulen noch mehr als bisher deputation, durch die Fernhaltung der Vertreter der Arbeiter, wesentMesserstecher. In einem Lokale der Augsburgerstraße waren int dem Pfaffentum zu unterwerfen, hineinpassen. Pflicht der Partei- lich zur Verpfaffung der Schule genossen ist es deswegen zu erscheinen und Bekannte als Gäste mit- Realtion gebe es nur ein Mittel: Fort mit dem Dreiflaffen- Wahl- der Nacht zum Sonnabend mehrere Gäste in Meinungsverschieden zubringen. Der Vorstand. gefet! Nachdem noch ein Magistratsvertreter ebenfalls der An- beiten geraten. Der 42jährige Bohner Hugo Günther aus der ficht Ausdruck gegeben, daß man das Herrenhaus ausschalten könne, Schaperstraße 32 in Wilmersdorf , der sich sehr lebhaft an der Dis fussion beteiligt hatte, sah sehr bald ein, daß die harmlose Schöneberg . Dienstag abend findet im Obst schen Saale, änderten die Antragsteller den Wortlaut dahin ab; der Antrag Plauderei in einen ernstlichen Streit ausarten würde. Er zog Meiningerstr. 8, die Generalversammlung des Wahlvereins wurde dann einstimmig angenommen. Eine kleine Kontroverse es daher bor, das Lokal zu verlassen und den Heims statt. Auf der Tagesordnung steht ein Vortrag des Reichstags- entspann sich noch zwischen unseren Genossen und dem Stadtver= anzutreten. An der der Ecke der Nürnbergerstraße abgeordneten Moltenbuhr:„ Die neuen Steuervorlagen". ordneten Abraham darüber, durch wen die Petition ausgearbeitet weg bon seinen Gegnern Außerdem Bericht und Neuwahl des Vorstandes und der Funktionäre. werden foll. Stadtverordneter Wutzky( Soz.) verlangte hierzu Augsburgerstraße fah er fich plötzlich Sie schlugen auf ihn ein und stachen mit ihren Messern Zu der am Dienstag stattfindenden Stadtverordneten einen Ausschuß von sechs Mitgliedern, während Stadtverordneter ringt. nach ihm. Dann zogen sie es vor, im Dunkeln zu verschwinden. Stichwahl werden die Parteigenoffen ersucht, sich in den Nach Abraham die Sozialdemokraten durchaus hiervon ausschließen mittags- und Abendstunden zur Verfügung zu stellen. Treffpunkt wollte. Der Ausschuß wurde jedoch gewählt, dem auch Stadtver- Herr Günther mußte die Unfallstation Zoologischer Garten aufbei Schilling, Kyffhäuserstr. 16. ordneter Hesse und Stadtverordneter Silberstein( Soz.) angehören. fuchen, wo ihm eine zwei Zentimeter lange Lappenivunde unter dem Zehlendorf . Arbeiter, Parteigenossen! Seht die Wählerliste Der vorgelegten Gebühren- Ordnung für die Benutzung der rechten Auge und eine Stichwunde in der rechten Ohrmuschel weben nach. Dieselbe liegt heute Sonntag von 9-10 Uhr vormittags Schwemmtanalisation wird debattelos zugestimmt. Erhoben werden mehreren kleinen Wunden verbunden werden mußten. sowie am Montag und Dienstag von 8 Uhr vormittags bis 3 Uhr danach wie bisher 2½ Proz. von dem für die Veranlagung der Wannsee . Gebäudesteuer maßgebenden Nutzungswert. nachmittags im Gemeindebureau, Hauptstraße, Zimmer 4 aus. Einen gewagten Sprung aus einem Personenzug der Berlin Die Grundsteuer- Ordnung für die Stadtgemeinde Rirdorf Nieder- Schönhausen. Eine Wahlvereinsversammlung findet am schlägt der Magistrat vor, dahin abzuändern, daß die den Bau- Weglarer Eisenbahn unternahm gestern kurz vor der Einfahrt Dienstag, den 30. Januar, abends 81%, Uhr, im Lokale von Stephan, genossenschaften durch den§ 3 zugesicherte Vergünstigung, grund in den Bahnhof Wannsee ein 20 jähriges Mädchen. Infolge vorLindenstr. 43, statt. Genosse A. Domnick wird einen Vortrag deren diesen nur/ des gemeinen Wertes für die Besteuerung zur herigen Ziehens der Notbremse war der Zug schon langsamer ge halten über das Thema: 1. Wie gewinnen wir unsere Frauen und Anrechnung gebracht werden, aufgehoben wird. Stadtverordneter fahren, so daß das Mädchen nur leicht auf die Schienen schlug und Kinder für den Sozialismus“. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegen- Wuzky( Soz.) wandte sich gegen diese Maßnahme. Wenn die Be- dort heftig gestikulierend liegen blieb. Es stellte sich heraus, daß heiten und Verschiedenes. In Anbetracht der wichtigen Tages- gründung des Magistrats sage, daß das Oberverwaltungsgericht man es mit einer anscheinend plöglich Geistesgestörten zu tun hatte. ordnung wird vollzähliges Erscheinen erwartet. Gäste, auch Frauen, eine ähnliche Bestimmung der Stadt Köln für ungesetzlich erklärt Sie wurde nach dem Wartefaal der Station Wannsee und von dort zu habe, so könne das Rigdorf noch nicht veranlassen, schleunigst eine dem Amitsvorsteher gebracht, wo sie über ihre Person angab, daß sie Frieda Abänderung vorzunehmen; denn die Ausführungsbestimmungen Dannenberg heiße und die Tochter eines Forstmeisters aus Biedenkopf bei zum Kommunalabgabengeset lassen ausdrücklich eine Begünstigung Warburg sei. Auf der Rückfahrt nach der Heimat begriffen, sei ihr der Baugenossenschaften zu. Der Magistrat lasse hier jedes soziale plötzlich der Gedanke gekommen, sich das Leben zu nehmen, denn in Verständnis vermiffen und besorge nur die Geschäfte der Haus Berlin jei infolge einer ärztlichen Konsultation, bei der ihr Körper agrarier. Das Ganze laufe auf eine Bedrückung der gemein- mit Röntgenstrahlen durchleuchtet wurde, ihr ganzes Nervensystem nüßigen Bauvereine hinaus.( Zwischenruf: Schadet ihnen gar erschüttert. Die weiteren wirren Reden des jungen Mädchens gaben nichts 1) Stadtrat Dr. Weinreich versuchte die erhobenen Ein- Veranlassung, dasselbe einem Krankenhause zuzuführen. Aus der bei der Kranken vorgefundenen Fahrkarte, die bis Marburg lautete, wände zu entkräften. Seine Ausführungen ließen aber doch ertennen, daß im Grunde dem Hausbesitzerium wieder eine Gefällig ergab sich, daß ihre Angaben richtig waren, so daß es gelang den feit mehr erwiesen werden soll. Die Vertreter des letteren führten Vater von dem Vorfall telegraphisch in Kenntnis zu setzen. denn auch mit ihrer Majorität die Annahme der Vorlage herbei. Weißensee.
willkommen.
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Vorort- Nachrichten.
Parteigenossen! Die Wählerlisten zu den im März stattandenden Gemeindewahlen liegen nur noch bis Dienstag, den 30. Januar aus. Ueberzeuge sich jeder, ob er in der Liste eingetragen ist. Wer dies nicht selbst kann, beauftrage damit einen am Orte bekannten Parteigenossen. Bei der Wahl kann es oft auf eine Stimme ankommen!" Sorgen wir dafür, daß uns keine Stimme verloren geht!
Rixdorf.
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beigetragen. Gegen die
Dem Verein für Kinderpflegestätten„ Lenzheim" wird eine einmalige Beihülfe von 1000 M. bewilligt. Der Stadt werden dadurch künftig durch den genannten Verein in seinen Pflegeftätten Schreiberhau und Kolberger Deep insgesamt 50 Pflegestellen zur Verfügung gestellt.
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be
Aus der Gemeindevertretung. Der Schulhausneubau in der Wilhelmstraße hat die Gemeindevertretung schon wieder einmal beschäftigt. Während andere Gemeinden bemüht sind, öffentliche Gebäude möglichst dem Auge sichtbar hinzustellen, so verfolgt man in Nach längerer Debatte genehmigt die Versammlung, daß vom unserer Gemeinde eine andere Praris; wenigstens find die letzten 1. April 1906 ab, 1. für Gas ein Einheitspreis von 12% Pf. pro beiden neuerrichteten Schulhäuser sowie das Amtsgebäude vollständig Rubikmeter eingeführt wird; 2. den Abnehmern von Gas durch den Blicken des Publikums entzogen. Um den Schülern einen Eine ausgedehnte, teils recht lebhafte Situng hatten unsere Automaten für 10 Pf. 625 Liter( bisher 600 Liter) verabfolgt freundlicheren Ausblick zu gewähren, mußte über das Abpuzen eines Stadtväter am Tonnerstagabend. Zunächst wurde die Bureau- werden; 3. daß für die neuen Gasabnehmer der Einheitspreis so- Nachbargiebels beschlossen werden. Ebenso waren noch verschiedene Der bildung für das Jahr 1906 vorgenommen. Zum Stadtverordneten - fort zur Anwendung fommt. Der Fortführung des Rirdorfer andere Aenderungen und Verbesserungen notwendig. vorsteher wurde Stadtverordneter Sander per Afflamation ein- Schiffahrtskanals nach dem vorgelegten Projekte wird im Prinzip vorliegende Brennkalender für die öffentliche Straßenbeleuchtung wurde nicht genehmigt, da die Kommission Vorsorge treffen stimmig wiedergewählt. Die Wahl für den Stellvertreter desselben zugestimmt. daß des Nachts die Straßenbeleuchtung eine umfängfand auf Verlangen der sozialdemokratischen Fraktion per Stimm- Die weiteren Punkte der Tagesordnung waren für die ge- soll, Die im vergangenen Jahre schon zettel statt. Unsere Genossen beanspruchten auch diesmal wieder heime Sitzung bestimmt, die wiederholt heftige Tebatten geitigte. lichere iſt. allerdings mit dem gleichen negativen Erfolge wie in den Vor- Die von unseren Genossen versuchte Wiederherstellung der Ceffent- willigte Teuerungsentschädigung wurde jetzt allen Beamten unter jahren entsprechend ihrer Stärke einen Siz im Präsidium. In- lichkeit für die Verhandlung über die aus Anlaß der Silberhochzeit 2000 M. Gehalt im Betrage von 25 M. gewährt. Herr Catenhusen folge der berühmten Toleranz" und des ausgeprägten parlamenta- des deutschen Kaiserpaares geplante Stiftung blieb begreiflicher- bestritt wiederum, daß eine Teuerung im Lande herrscht. lleber rischen Anstandsgefühls der Mischmasch- Fraktion unterlag Genosse weise ohne Erfolg. Ist doch der Patriotismus unserer Kommunal- diesen Herrn hatten unsere Genossen in Erfahrung gebracht, daß er Ostermann aber dem Stadtverordneten Vögelke, der wiedergewählt philister ein gar zerbrechlich Ding, das vor einer kräftigen Stritif ein treuer Kunde eines hiesigen Roßschlächters ist, und machten ihm Der folgende Gegenstand der Tagesordnung war ein von zerstiebt wie Spreu vor dem Winde und daher besser im stillen darob Vorhaltungen. Er bestreitet diese Tatsache auch gar nicht, nur den Stadtverordneten Vögelte, Abraham und mehreren weiteren Stämmerlein gehütet wird. Daß die Magistratsvorlage angenommen soll es nicht wahrheitsgemäß sein, daß die in seinem GärtnereiMitgliedern der bürgerlichen Mehrheit eingereichter Antrag, ir wurde, bedarf wohl kaum der Erwähnung. Die sozialdemokratische betriebe Beschäftigten Pferdefleischkost erhielten. Die Abfuhr des welchem der Magistrat ersucht wird, in gemeinsamer Eingabe Fraftion stimmte selbstverständlich dagegen. Recht netten Auf- Straßentehrichts usw. soll eventuell in eigener Regie ausgeführt beider Körperschaften bei dem Abgeordnetenhause und dem Herren- schluß über die Sorte von Allgemein" interesse, das gewisse Stadt- werden, wenn es sich herausstellt, daß Vorteile für die Gemeinde Hause gegen die die städtische Schulverwaltung betreffenden Be- väter vertreten, gaben die Verhandlungen über die vorgeschlagenen entstehen; einstweilen wurde einer Ausschreibung in beschränkter stimmungen in dem Gefeßentwurf über die Unterhaltung der Grundstücsankäufe. Leider ist es ja durch die Verweisung dieser Konkurrenz zugestimmt. In der geheimen Sigung wurde öffentlichen Volksschulen vorstellig werden zu wollen." War schon Dinge in die geheime Sigung unmöglich, der Bürgerschaft auf der Antrag des Bureauvorstehers a. D. Häußer der mchtssagende, schwächliche Inhalt des ganzen Antrages ein zuzeigen, wie mancher ihrer Vertreter unter Hintanfeßung aller Teuerungszulage ohne Distuffion abgelehnt. charakteristisches Merkmal für den Mannesmut" unseres fommu- eigenen Interessen" obftruiert, wenn von einem anderen genalen Bürgertums, so erwiesen die Unterschriften zur Evidenz, daß fauft werden soll. Da ist dann die verhaßte Obstruktion das rechte es nicht darauf abgesehen war, der in Preußen regierenden Reaktion Mittel, das in solchem Fall natürlich der eble Zweck heiligt. auch nur das geringste Härchen zu frümmen. Krethi und Plethi " Liberale", Reformbereinler, Bürgervereinler und was sonst noch Schöneberg .
wurde.
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um
eine
Von den
bürgerlichen Herren wurde angeregt, beim Landrat zu beantragen, die Genehmigung zu erteilen, daß der Gemeindevorsteher den Titel „ Bürgermeister" führen kann. Der Wortführer erklärte, daß es ihn gar nicht darauf ankomme, die Person zu ehren, sondern es täme eine Ehrung der Gemeinde in Betracht. Durch Erheben von den
im hausagrarischen Partei- Herenfeffel brodelt hatte sich zu- Die Verhaftung einer Schaukastendiebesbaude, die sich schon Bläßen wurde dieser Antrag angenommen. Die Sozialdemokraten sammengefunden, um nun um denen, die nicht alle werden, mit längere Zeit im westlichen Stadtteil recht unangenehm bemerkbar'nahmen an der Abstimmung nicht teil mit der Begründung, daß ihnen
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