Einzelbild herunterladen
 

c) Abkömmlingen der zu a und b bezeichneten Kinder, d) Ehegatten,

Abg. v. Chlapowski( Bole) wendet sich gegen die Versetzung von polnischen Bostbeamten aus politischen Gründen. Angeblich erfolgt die Versegung im Interesse des Dienstes, in Wirklichkeit aber im Juteresse der preußischen Ostmarkenpolitik, weil diese Beamten für den Polen gestimmt haben. Ein Bole, der so gestimmt hatte, wurde als Schwein" beschimpft.( Hört! hört! bei den Polen .) Die ver­fegten Polen werden wie Strafversetzte behandelt. Allen Schikanen, die in bezug auf die Germanisierung polnischer Ortsnamen aus­geübt werden, wird dadurch die Krone aufgefeßt, daß eine Depesche einerseits unter dem deutschen Ortsnamen nicht aufgenommen werden konnte, weil an der Aufgabe­station der Beamte den neuen deutschen Namen noch nicht kannte, daß sie dann aber unter dem polnischen Ortsnamen nicht an ihre Emgfängerin, nämlich die Frau eines Freundes von mir, befördert wurde, weil die Empfangsstation den alten polnischen Namen nicht mehr kennen wollte.( hört! hört! bei den Polen .) In dem Telephon verzeichnis für Bosen sind eine Unmenge polnischer Namen absichtlich falsch gedruckt, fast alle Akzente fehlen. Bei Adressen aus allen fremden Sprachen entwickeln die Postbeamten Bu§ 14, der Ausnahmebestimmungen für Kirchen, gebeten, davon Notiz zu nehmen, daß der Genosse Abg. Grünberg eine geradzu erstaunliche Sprachkenntnis, fie brauchen ab- Religionsgemeinschaften, Stiftungen usw. für erkrankt ist. Den vielfachen Aufforderungen, Referate zu über­folut feine Uebersetzungsstelle; nur bei polnischen Adressen mildtätige und gemeinnügige 3wede enthält, lag ein nehmen, kann er deshalb nicht entsprechen und wolle man daher wird die Uebersetzungsstelle stets in Anspruch genommen, und große Antrag der Freisinnigen vor, inländische Kirchen und Religionsgemein- von diesbezüglichen Einladungen absehen. Verzögerungen in der Bestellung der Sendungen sind die Folge.schaften zu streichen. Der Antrag wurde abgelehnt.

es steht deshalb nach Inkrafttreten des neuen Statuts die Gründung einer ganzen Anzahl Ortsvereine zu erwarten. Die Verbreitung der e) den in§ 12 I. 1, 5, 6 aufgeführten Personen, sofern Presse hat Fortschritte gemacht, in letzter Zeit wächst auch der der Wert des Ertverbes den Betrag von 10 000 m. nicht Mitgliederstand und damit die Einnahme, die im letzten Jahre übersteigt; gegenüber den vorjährigen zurückgegangen war. Auf Antrag des f) den im§ 12 I. 1, 2, 3, 4 aufgeführten Personen, so- Bertreters der Berliner Agitationstommission, Genossen Gehrmann, fern er in Kleidungsstücken, Betten, Wäsche, Haus- und wurde noch eine scharfe Protestresolution gegen die Schwänzerei der Küchengerät besteht und diese Gegenstände nicht zum Gewerbes sozialdemokratischen Reichstagsfraktion bei Besprechung der Borussia"> betriebe oder zum Verkaufe bestimmt waren, jedoch nur so Interpellation einstimmig angenommen. weit als der Wert den Betrag von 10 000 Mark nicht übersteigt; Bochum frene dich! Trotz des Elberfelder Urteils in Sachen der

-

g) leiblichen Eltern, Großeltern und entfernteren Vor- Flugblattverbreitung für den roten Sonntag hat die Bochumer eltern, soweit der Erwerb in Gegenständen besteht, die Staatsanwaltschaft gegen den Gen. Runge doch noch ein Strafver­sie ihren Abkömmlingen durch Schenkung zugewandt hatten; darf sich also auf den Ruhm freuen, daß in seinen Mauern die fahren wegen Aufreizung zu Gewalttätigkeiten eingeleitet. Bochum h) Personen, die dem Hausstande des Erblassers angehört Staatsanwaltschaft heimisch ist, die das Elberfelder Gericht wegen oder in einem Dienst- und Arbeitsverhältnisse zum Erblasser des freisprechenden Urteils gründlich in die Pfanne hauen wird. gestanden haben, sofern der Wert des Erwerbes den Betrag bon 3000 Mark nicht übersteigt." Um Wandel zu schaffen, werden die Genossen und Gewerkschaftler

Aus Industrie und Dandel.

Dividendentafel:

"

1904 1905

Ein Beamter, der eine Postkarte mit einem polnisch- nationalen Bilde Der§ 15 sieht die Erbschaftssteuerfreiheit des abgesandt hatte, wurde entlassen, trotzdem er lange etatsmäßig an- Landesfürsten und der Landesfürstin, sowie der gestellt war, nachdem die Karte von dem Empfangspostamt an seine Mitglieder des landesfürstlichen Hauses in An­borgesezte Behörde übersandt worden war.( Hört! hört!) Die fehung des Erwerbes aus dem Vermögen anderer Mitglieder dieses Schimpfen nutt nichts! Die Arbeitgeber- Zeitung" tobt, weil polnische Bevölkerung ist über ein derartiges Vorgehen der Post Hauses vor. wir der Ansicht Ausdruck gegeben haben, die Unternehmer könnten verwaltung aufs tiefste empört. Sie hat den Eindruck gewonnen, Die Sozialdemokraten beantragen, diefe Aus angesichts der gestiegenen und hohen Dividenden die Klagen der daß die Reichspostverwaltung sich zur Generalagentur des Ostmarken- nahmebestimmung zu streichen. Genosse Bernstein Arbeiter über unzulängliche Löhne nicht abweisen. Das Scharf­vereins degradiert.( Bravo ! bei den Polen .) begründete ihn damit, daß diese Vergünstigung bei den macherblatt sieht Dividenden von 10 und 11 Prozent als bescheiden Abg. Kern( t.) verteidigt die Dstmarkenzulage und begründet ohnehin so vielen den Fürsten eingeräumten Brivilegien hier an, aber jede Lohnforderung bewertet es als unverschämt. Ihr eine Resolution, in welcher der Reichskanzler ersucht wird, dafür im Erbschaftssteuergesetz nicht die geringste Berechtigung habe. Diese Toben nutzt aber nichts, wir werden unsere Leser von dem Segen Sorge zu tragen, im nächstjährigen Etat die Härten, die durch die Ausnahmestellung widerspreche nicht nur der ganzen modernen Ent- der Couponabschneiderei fortlaufend unterrichten. Für heute diese Dienstaltersstufenvorlage für höhere und mittlere Beamten entstanden wickelung, sondern es entstehe dadurch auch ein Ausfall an der Ein­find, zu beseitigen. Redner stellt fest, daß in seiner gedruckt ein- nahme, der nicht unerheblich sei. Nachdem auch Dr. Wiemer dafür gereichten Resolution hinter dem Worte ersuchen" aus Verjehen das eingetreten, erklären der Reichsschazsekretär und der preußische Stomma fortgeblieben ist, und will den meisten Wünschen der Reso- Finanzminister v. Rheinbaben, daß einem derartigen Beschlusse lution Bazig seine Zustimmung nicht versagen.( Lebhafter Beifall staatsrechtliche Bedenken gegenüberstehen. Die Steuerfreiheit der bei den Konservativen.) Landesfürsten basiere auf politischem Rechte und deren Souveränitäts­rechte müßten erhalten bleiben, daran dürfe nicht gerüttelt werden. Auf Antrag von v. Dergen wird getrennt abgestimmt. Die Befreiung von der Erbschaftssteuer soweit sie den Landesfürsten und die Landesfürstin an betrifft, wird mit 13 gegen 12 Stimmen, und die bezüglich der Mitglieder des fürstlichen Hauses mit allen gegen die Stimmen der Kon­fervativen gestrichen. Für die Streichung in ersteren Falle hatten außer den Sozialdemokraten und Freisinnigen fünf Mitglieder des Zentrums gestimmt.

Hierauf vertagt sich das Haus. Nächste Sigung Mittwoch 1 Uhr: Erste Beratung des Antrags Bassermann( nati.) auf Aenderung der auf die Stellung der Handelsgehülfen und technischen Angestellten bezüglichen Bestimmungen im Handelsgesetzbuch und in der

Gewerbeordnung.

Schluß 6 Uhr.

Parlamentarisches.

Die Erbschaftssteuervorlage wird ausgehöhlt, jedoch das fürstliche Steuerfreiheitsprivileg beseitigt.

Alle übrigen Paragraphen bis 49 gingen dann glatt durch, ab­gesehen von einigen unwesentlichen, meist nur redaktionellen Aenderungen.

In der Finanzreformkommission ergab die gleich nach Eröffnung der gestrigen Sigung vorgenommene Abstimmung über den Antrag Bei§ 50 mußte die Debatte abgebrochen werden. Der Vor­der Mogelkommission zu§ 17 der Erbschaftssteuervorlage dessen An- fizende erklärte, daß er und der Referent am Mittwochvormittag an nahme. Die Annahme erfolgte mit allen gegen sechs Stimmen. einer Sigung teilzunehmen hätten und schlug vor, an Stelle der Vor­Dadurch sind die ohnehin schon durch die Vorlage dem land- mittags- eine Abendsigung abzuhalten. Genosse Singer wirtschaftlichen Grundbesig eingeräumten Ver- widersprach diesem Vorschlage mit dem Hinweis darauf, daß er und günstigungen wesentlich erweitert worden. Während nämlich seine Freunde alsdann durch die ordentliche Fraktionssigung an der Teilnahme verhindert seien. Trotzdem setzte der Vorsitzende( den nach der Vorlage nur von den nächsten Anverwandten des Erblassers die Streichung der fürstlichen Steuerfreiheit arg verschnupft zu haben den leiblichen Eltern, voll und halbbürtigen Geschwistern und deren Abkömmlingen usw. ein Viertel des berechneten Steuerertrages chien) die Abendsizung durch. Voraussichtlich wird heute a bend nicht erhoben werden sollte, ist diese Vergünstigung nunmehr auf der Rest der Erbschaftssteuervorlage in erster Lesung in der Kom­alle erbberechtigten Verwandten ausgedehnt und weitere Ermäßi- mission erledigt. gungen, ja bei gewissen Verhältnissen gänzliche Befreiung von der Steuer beschlossen worden. Der§ 17 lautet nunmehr:

"

Soweit Grundstücke, die land oder forstwirt schaftlichen Zweden zu dienen bestimmt sind, den Gegenstand eines Erwerbes bilden, wird ein Viertel des auf diesen Teil des Erwerbes entfallenden, nach den Vorschriften dieses Gesetzes berechneten Steuerbetrages nicht erhoben."

Aus der Partei.

Situng des internationalen sozialistischen Bureaus. Brüssel, 5. März.

Heute wurde die Beratung des Vorschlags fortgesetzt, den das Sekretariat auf der Grundlage des Antrages Van Kol zur Repräsentation und Abstimmung auf den internationalen Kongreffen vorgelegt hat.

Breslauer Aft.- Ges. Linke Wasserwerk für das nördl. westf. Kohlenrevier 10 Bofener Straßenbahn

Verein Chemischer Fabriken, Mannheim . Maschinenban- Anstalt in Gassen i... Osnabrücker Bank Effener Kreditanstalt

Vereinigte Elbschiffahrts- Gesellsch. Dresden Rh. Möbelstoffweberei A.-G. Barmen Elektrotechnische Fabrik Rheydt Wittener Glashütten A.-G.

Dividende in Prozenten 1212

16

10

812

81

19

19

7

8

71

71/2

8

81/2

0

9

11

11

7

8

7

10

30

33

9

9

6

712

7

11

80

71/2

8

32

Frankfurter Transport- Glasversicherung Frankfurter Hypothekenbank

Barmer Bankverein

Oberschl. Eisenbahnbedarfs- Att.- Ges. Borzellanfabrik Schönwald

Obericht. A.-G. für Fabritation von Lignoſe Blechwalzwerk Schütz- Knaudt, Essen Solinger Bank

Hallesche Maschinenfabrik.

4678

18

Preiserhöhungen im Ledergewerbe. Allenthalben machen sich in der Lederindustrie Bestrebungen bemerkbar, Preiserhöhungen für Fertigfabrikate durchzuführen. Teilweise werden diese Verteuerungen mit dem Hinweis auf die Handelsverträge und die hohen Rohstoffpreise begründet. Rohe Häute und Felle kosteten in Bremen während des Januar pro Doppelzentner in Mark:

Dchsh. beste, trodene, Buenos Aires . Buenos Air. Saladero

Kipse, Durbungah usw.

Ripfe, Hooghly usw. Kipfe, Datta, beste

1905

190,-

1906 207,-

130,-

136,-

275,-

250,-

232,-

240,- 230,- 220,-

An der Preiserhöhung für Fertigware hat die Schuhbranche den größten Anteil genommen. Noch vor einem Jahr hielt man die Durchführung einer allgemeinen Verteuerung des Schuhwerks für ausgeschlossen. Da die aus­ländische Konkurrenz, vor allem die amerikanische und österreichische, auf dem deutschen Schuhmarkt eine bedeutende Rolle spielt, so war ein Preisaufschlag mit Rücksicht darauf schwer durchzuführen. Be­merkenswert ist es, daß sich die deutsche Schuhindustrie trotz der neuen Handelsverträge lange nicht so start wie 1905 mit Nohmaterial So war z. B. die resp. Halbzeug vom Auslande her versehen hat. Einfuhr von Sohlleder niedriger als im Vorjahre. Dagegen wurde

Für Steuerpflichtige der Klasse I( leibliche Eltern, voll- und halb­bürtiger Geschwister und Abkömmlinge ersten Grades von Geschwistern) tritt Befreiung von der Steuer ein, soweit im Laufe der dem An­falle vorhergehenden drei Jahre die Grundstücke Gegenstand eines Zunächst ist nachzutragen, daß ein Zufaß angenommen wurde nach diesem Gesez steuerpflichtigen Erwerbes geworden sind. Ermäßigung der Steuer auf die Hälfte tritt ein, soweit der be- 3 dem gestern erledigten Punkt IIb, der die Nation definiert, zeichnete steuerpflichtige Erwerb um weitere fünf Jahre vorher statt- welche die Grundlage einer jeden internationalen Sektion zu bilden gehabt hat. Die Befreiung der Ermäßigung tritt nicht ein, wenn hat, und festsetzt, daß ausnahmsweise das Bureau auch innerhalb die Grundstücke innerhalb des bezeichneten Zeitraums gegen Entgelt eines Staates verschiedene Nationen anerkennen kann. Der Zusaß an Personen veräußert worden sind, welche nicht dem Veräußerer lautet:" Das Stimmenverhältnis auf dem Kongreß darf dadurch der Export start foreiert. gegenüber in einem die Befreiung von der Erbschaftssteuer begrün- nicht geändert werden." denden Verhältnis stehen." Das Bureau geht nun dazu über den Punkt IIc zu beraten, sozialistischen Zukunftsstaat handelt es sich, sondern um einen

Sodann wurde auf den§ 1 der Vorlage zurüdgegriffen und der schließlich folgende Gestalt erhält: fämtliche Paragraphen bis 12 ohne wesentliche Aenderungen an­

genommen.

Zu§ 13 der Vorlage, der die Fälle betrifft, in denen die Erben von der Steuer befreit bleiben sollen, lag außer dem Antrage der Mogelkommission, der diese Befreiung von der Steuer ausgedehnt wissen will auf Hausgeräte und sonstige Gegenstände, die den Erbberechtigten durch Schenkungen zugewandt werden usw., auch ein sozialdemokratischer Antrag vor, der auf Streichung des§ 13 Iautete.

" Jede nationale Sektion erhält eine Stimmenzahl, die von 2-20 variiert, nach einer Liste, die zuerst von dem 1906/7 fungierenden Bureau aufgestellt werden soll. Für jede Nation wird die ihr zukommende Stimmenzahl festgesetzt:

-

Ein Zukunftsstaat! Nur feine Aufregung, nicht um einen kapitalistischen . Gründer ist der amerikanische Stahltrust. Dieser hat am Lake Michigan , in Lake County, Indiana , unweit von South Chicago, einen Komplex von 236 800 Acer zum Preise von 1432 000 Dollar erworben, auf welchem mit einem Aufwande bon 25 000 000 Dollar Hochöfen, Walzwerke, Fabriken, sowie Verwaltungsgebäude, Arbeiter und Beamtenwohnungen, nebst den zu einer Fabrikstadt gehörigen Wohlfahrtseinrichtungen", wie b) Nach der Stärke der Gewerkschaften und sozialistischen Schulen, Krankenhäuser, Bibliotheken und sogar ein Opernhaus ", Genossenschaften. errichtet werden sollen. Zu Ehren des Präsidenten des Stahltrust soll die neue Fabrifstadt den Namen Corey" erhalten. Auf Kirchen und Gefängnisse will die Fabrikstadt anscheinend verzichten. Hoffentlich gelingt das. Oder soll etwa die ganze Stadt ein großes Buchthaus werden, mit dem Stahltrust als Zuchtmeister?

a) Nach der Zahl ihrer zahlenden Mitglieder.

c) Nach der Bedeutung der Nationalität.

"

-

Genosse Singer führte zur Begründung an, daß es nur eine d) Nach der politischen Macht der sozialistischen Partei oder Konsequenz des zum§ 12 eingebrachten sozialdemokratischen Antrages Parteien." fei, auch die Kinder und Ehegatten mit zur Steuer heranzuziehen. Durch Dieser Passus wird angenommen mit dem Vorbehalt, daß er Ausschließung dieser werden 75 Proz. der Erbschaftsfälle von vornherein Die Kohlenindustrie in Pennsylvanien . Angesichts des drohenden ausgeschieden, und dadurch sowie infolge aller weiteren Ausnahmen, nur als in erster Lesung akzeptiert gelten und bei der nächsten wie sie durch die Mehrheit der Kommission noch beschlossen seien, Sitzung des Bureaus einer zweiten Lesung unterworfen werden foll. Bergarbeiterstreits im nordamerikanischen Kohlengebiete scheint es erhalte das ganze Erbschaftssteuergeset immer mehr Nur unter dieser Bedingung stimmten ihm Bebel, Rubanowitsch und angebracht, einige statistische Angaben über die dortige Kohlenindustrie den Charakter eines Ornaments, einer bloßen Ver- andere zu, die hervorhoben, daß die gegenwärtige Fassung große zu bringen. Die Verträge, welche zwischen den Grubenbefizern und zierung der Steuervorlagen. Steine der beschlossenen Ausnahmen schwierigkeiten biete, daß es aber nicht angehe, diesmal eine end- März ablaufen, erstrecken sich auf zirfa 150 000 Bergarbeiter. Das der Bergarbeiterorganisation abgeschlossen sind, und welche Ende habe eine innere Berechtigung, denn ein Erbanfall sei in allen Fällen gültige Faffung anzunehmen, wo die zwei Staaten nicht ausreichend pennsylvanische Kohlengebiet erstreckt sich auf eine Fläche von ein müheloser Erwerb. Deshalb würden er und seine Freunde gegen diese sowie alle weiteren Ausnahmebestimmungen stimmen, vertreten feien, auf deren Verhältnisse sie hauptsächlich zugeschnitten 15 500 Quadratmeilen, die in zwei große Regionen, die Anthracit und die Weichkohlenregion, zerfällt. Die erste ist die kleinere und Auf eine worden, Desterreich und Rußland. fich alles weitere für die zweite Lesung vorbehaltend. Punkt II 3 des Vorschlages des Bureaus, will dessen Zusammen- erstreckt sich über 500 Quadratmeilen. Das Jahresprodukt für Bemerkung Müllers Fulda, daß feiner Ueberzeugung nach die Einbeziehung der Kinder und Ehegatten nur eine Frage der Zeit fegung neu regeln in der Weise, daß jede Nation fürderhin das Recht das Jahr 1905 in der Anthracitregion erreichte die Höhe von sei, erwidert Genosse Bernstein , daß bei einer solchen An haben soll, so viele Delegierte ins Bureau zu entsenden, als ihr 61 Millionen Tonnen, während der Gewinn an Weichkohlen gerade 100 Mill. Tonnen betrug. Die ganze nordamerikanische Kohlen­schauung es unerklärlich erscheine, warum man diesen Schritt nicht Stimmen auf dem Kongreß zustehen. Dieser Antrag wird abgelehnt, produktion ist nicht viel über 100 Jahre alt; erst im Jahre 1770 gleich tun wolle, da es doch schwieriger und mißlicher sei, bestehende weil er das Bureau in einen Kongreß verwandeln würde, und ein- wurden die ersten Kohlenfelder entdeckt. Im Jahre 1792 wurde Gesetze nach einigen Jahren umzugestalten, als sie gleich der besten stimmig beschlossen, den bisherigen Zustand beizubehalten, der jeder die erste Bergbaugesellschaft gegründet, die noch heute mit Einsicht entsprechend au formen. Der Reichsschafe fretär Nation das Recht auf zwei Delegierte im Bureau gibt. einem Betriebskapital von 60 Millionen Mark besteht. In un­wünschte in bezug auf den Hausrat eine Wertgrenze gezogen zu Die nun folgenden Punkte 4 und 5 machen keine Schwierig geheuerer Weise ist die Produktivität der Arbeit gestiegen. Vor wissen, da es Hausräte im Werte von einer halben bis zu einer ganzen 100 Jahren arbeiteten die Bergleute mit Pike und Schaufel zwölf Million und mehr gäbe, welchem Verlangen auch durch Nennung keiten und werden leicht erledigt. Sie lauten: bon 10 000 m. als Wertgrenze Rechnung getragen ivurde. Gänzlich bis vierzehn Stunden pro Tag, um eine Tonne Kohlen zu gewinnen. Heute arbeiten sie mit Maschinen neun Stunden pro Tag und unberücksichtigt ließ die Mehrheit den Einwand unseres Genossen fördern zwischen 10 und 20 Tonnen zu tage. Nach einem am Geyer, daß unter den durch Schenkung an Familienmitglieder 1. Dezember 1905 in Kraft getretenen Gesetze darf in den Gruben auch Objekte von hohem Werte, als Juwelen, Kunstgegenstände usw., tein jugendlicher Arbeiter unter 16 Jahren mehr arbeiten und die fallen können, welche nach diesem Antrage auch von der Steuer über Tage Arbeitenden müssen das 14. Lebensjahr überschritten befreit sind. Er knüpfte daran die Bemerkung, daß alle diese Be­haben. Die Zentralisation der Grubeninteressen wird durch die Ver­stimmungen nicht den fleinen und mittleren, sondern nur den schmelzung der verschiedenen Eisenbahnen herbeigeführt und es heißt, reichen Erben zugute tommen. Das müsse zweifellos in daß in Bälde ein Syndikat die gesamten Kohlenfelder von Penn den weitesten Kreisen der Bevölkerung Mißstimmung erzeugen. shivanien an sich bringen wird; damit würde es über das Wohl Schließlich wurde der Antrag zu§ 13 mit fleinen Aenderungen und Wehe von 325 000 Männern und Jungen, die in den Gruben mit allen gegen die sechs Stinimen der Sozialdemokraten in folgender beschäftigt sind, zu befinden haben. Von diesen Arbeitern sind mehr Faffung angenommen: als 70 000 Ausländer.

#

Von der Erbschaftssteuer befreit bleiben: 1. ein Erwerb von nicht mehr als 500 M.;

2. ein Erwerb, der anfällt

a) ehelichen und solchen Kindern, welchen die rechtliche Stellung solcher Kinder zukommt mit Ausschluß der an Kindesstatt angenommenen Kinder, sowie eingefindschafteten Kindern,

b) unehelichen Kindern aus dem Vermögen der Mutter oder mütterlichen Boreltern,

"

Das Bureau hat einen permanenten Sekretär, deffen Funktion in dem Pariser Kongreß 1900 festgestellt worden sind. Das Sekretariat hat seinen Siz in Brüssel und die belgische Delegation fungiert als Exekutivkomitee."

"

Der Beitrag jeder angeschlossenen Partei wird im Januar jeden Jahres nach einer Liste erhoben, die von Zeit zu Zeit das Bureau aufzustellen hat."

Den Rest der Sigung füllten interne Verwaltungsfachen aus.

-

Der Wahlkreisverein Guben- Lübben hielt am 4. März in Guben feine letzte Generalversammlung nach dem alten Statut ab. Es wurde ein neues Statut beschlossen, das die regelmäßigen General­Die Abflauung setzt ein! Während bis vor wenigen Tagen die versammlungen des Vereins tonform den anderen Wahlkreis­bereinen der Provinz auf den Monat August verlegt. Die wichtigste Industrie, speziell auch der Bergbau noch mit Nachdruck arbeiteten, Neuerung der Statutenänderung ist die Vorschrift, daß in jedem soll ab 1. April wieder Fördereinschränkung bei den Ruhrgruben Orte, wo mehr als zehn organisierte Genossen wohnen, ein Orts- eintreten, da, wie die" K. 3." berichtet, für die dauernde Unter­verein zu gründen ist. Der Wahlverein Guben- Lübben ist der älteste bringung der vollen Förderungen teine Aussicht besteht. Die Ver Zentralwahlverein des Regierungsbezirkes Frankfurt a. D. Er be änderung in der Marktlage für Kohlen jetzt auch eine Ab­stand aber bisher nur aus Einzelmitgliedern. Jetzt ist auch in den schwächung der Konjunktur in der Eiſenindustrie voraus. ländlichen Ortschaften die Bewegung gut vorwärts gekommen und