noch recht lange erhalten bleiben zum Segen für das deutsche Volk und Vaterland."
Einen neuen Orden scheint Fürst Bülow nicht erhalten zu haben. Dagegen sind eine Reihe anderer Personen ob ihrer Verdienste um die sogenannte Sanierung des Reichssäckels mit hohen Auszeichnungen bedacht worden. Es wurde verliehen: dem Staatssekretär des Reichsschazamts Freiherrn v. Stengel der Rote Adlerorden I. Klasse, dem Unterstaatssekretär im Reichsschagamt Twele und dem Ministerialdirektor im Reichsschazamt Kühn der Stern zum föniglichen Kronenorden II. Klasse und dem Chef der Neichskanzlei, Wirklichen Geheimen Ober- Negierungsrat v. Loebell der Kronenorden II. Klasse.
Die beiden Ergänzungsetats zum Reichshaushaltsetat für 1906 fordern insgesamt rund 36 Millionen Mark, der eine etwa 17 Mill. Mark, der andere etwa 19 Millionen Mark. Jm einzelnen werden gefordert über fünf Millionen Mark für die Weiterführung der Eisenbahn Lüderizbucht- Kubut nach Keetmanshoop , 10% Millionen für Entschädigungen an die durch den Aufstand schwer geschädigten Farmer und Farm betriebe( voller Bedarf von der Untersuchungskommission an gemeldet, drei Millionen, die für die ausgefallene Nachzucht in Anrechnung gebracht waren, sind hier nicht berücksichtigt), 800 000 Mart zu Beihülfen für solche ehemalige Schußtruppenangehörige, die sich in Südwestafrika ansiedeln wollen, 12 Millionen als weitere Kosten für Unterdrückung des Aufstandes in Südwestafrika, 4 Millionen für Versuche im Verkehrswesen und der Luftschiff= fahrt. Der Rest wird für kleinere verschiedene Ausgaben angefordert. Die beiden Etats sollen noch vor Pfingsten Erledigung finden.
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Um schleunige Aufklärung wird gebeten!
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über alle Klippen hinweg in den Hafen bugsierte Reichsfinanz-| Tritt gehemmt: mag er zeigen, was er tann, wenn er von dem reform zurückblickt, so kann man feinen Augenblick daran zweifeln, Drud ihrer Uebermacht befreit ist. daß sie ohne die nationalliberate Partei ges scheitert wäre. Damit hat die nationalliberale Partei ihr Schuldkonto um einen neuen Posten belastet, vielleicht den größten, den sie seit ihrem Bestehen auf sich geladen hat."
daß
England.
auch beim preußischen Schulgesetz die Nationalliberalen mög einen Gegensatz zum Unterhause, indem sie eine von legterem Hierauf wird das„ beängstigende Gefühl" zum Ausdruck gebracht, Am 17. d. M. stellte sich die Mehrheit des Oberhauses in licherweise umfallen werden, was wiederum eine„ vernichtende Niederlage des Bürgertums" bedeuten würde. Und dann heißt es: einstimmig angenommene Gesezesvorlage verwarf. Die Vor" Und ist es nicht schon ein trauriges Zeichen, wenn auf eine lage war vom Genossen Keir Hardie eingebracht worden und Partei, die sich mit dem Beiwort liberal" schmüdt, so wenig hatte folgenden Inhalt: Während eines Streifs dürfen die Verlaß ist, daß man immer wieder von ihr einen Verrat am Unternehmer teine ausländischen Arbeiter einführen, um die Liberalismus besorgen muß?" Stellen der Streifenden mit diesen zu besetzen. Die VorDas stärkste aber leistet der Schlußsaz des Artikels, welcher lage war ein Zusatz zu der von der letzten( fonservativen) ReDoch welches auch der Ausgang der letzten Barlaments- gierung durchgesetzten Einwanderungsbill. Hardies Zusatz bataille dieses Frühjahrs sein möge, so steht schon jetzt fest, daß wurde im Unterhause ohne Diskussion angenommen. das deutsche Bürgertum ernstlich ertvägen muß, wo eigentlich die gestern wurde er nun dem Oberhause zur Diskussion vorgelegt. Gründe für seine beständigen Niederlagen zu suchen sind. Mit Der liberale Lord Weardale empfahl die Annahme und sagte: dem Schlagwort von der liberalen Einigung ,,... Es wäre ein böser Tag für dieses Haus, wenn sich in ist es dabei nicht getan; man muß einmal prüfen, ob den Köpfen der Arbeiter der Gedanke festsezen sollte, daß unter der liberalen Flagge nicht allerlei reattionäre das Oberhaus nur ein Kirchhof sei, auf dem die Wünsche des Konterbande eingeschmuggelt werden soll. Die Ent- Volfes ein stilles Begräbnis fänden."
lautet:
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Vor
Im gleichen Sinne scheidung der Nationalliberalen in der Schulfrage wird vielleicht sprachen Graf Beauchamp, Marquis von Ripon und Lord die Antwort auf diese für die Revision der liberalen Stampftaltioicey. Letzterer sagte, die Opposition gegen diese Bill ſei
erforderliche Selbstbesinnung herbeiführen."
Das zu schreiben erdreistet sich ein Blatt, das vor einigen auf politische Gründe zurückzuführen; denn im Prinzip ließe Wochen, ja eigentlich sind es nur Tage, für die Wahl eines national- sich gegen sie nichts einwenden. Er sei Großunternehmer liberalen Reaktionärs gegen einen Sozialdemokraten mit allen und habe von dieser Bill nichts zu fürchten! Kräften Stimmung machte! Nämlich anläßlich der Wahl in Darm- Gegen die Bill sprach unter anderen auch Lord Lansstadt- Gerau. Der nationalliberale Kandidat Herr Dr. Stein gehört downe, der verlangte, die Regierung solle die Bill übernehmen zur schwärzesten„ reaktionären Konterbande", die sich unter liberaler und sie in der Kommissionsberatung amendieren lassen. Da In der Freien Deutschen Presse" lesen wir: Flagge einschmuggeln will. Trozdem hat das„ B. T." seinen EinUeber die bisherigen Remunerationen für den fluß für ihn aufgeboten, und das nicht etwa nach der Theorie vom aber die Regierung die Bill als eine private betrachte und die Erbprinzen zu Hohenlohe Langenburg als fleineren Uebel, sondern mit dem Schlagwort von der liberalen Verantwortlichkeit für sie nicht übernehmen wolle, so sei er Stellvertreter des Direktors der Kolonialverwaltung Einigung. Es ist eine unverschämte Stomödie, jetzt darauf zu mit seinen Freunden gezwungen, gegen die Bill zu stimmen. im Auswärtigen Amt find Mitteilungen im Umlauf, die spekulieren, daß die Deffentlichkeit das schon vergessen habe. Die Bill wurde dann mit 96 gegen 24 Stimmen verunferes Erachtens einer alsbaldigen Richtigstellung bringend worfen. bedürfen, wenn nicht während der dritten Lesung des Zu einer Wahlrechtsbewegung, zum Kampf gegen das Alten- Unter den Zuhörern im Oberhause befanden sich mehrere Etats im Reichstag wieder weitschichtige unliebsame Verhand- burger Vierklassenwahlrecht rufen der Landesvorstand Arbeiterabgeordneten, darunter Keir Hardie , Will Crooks lungen über Kolonialwirtschaft Plaz greifen sollen. Das der Sozialdemokratie Sachsen- Altenburgs und die sozialdemokratische und John Word. Letterer war früher Mitglied der Sozialetatsmäßige Einkommen des Direflors der Kolonialver- Fraktion des Altenburger Landtags die Bevölkerung des Herzogtums demokratischen Federation, jetzt ist er liberaler Arbeiterwaltung beträgt 20 000 M. Gehalt und 1500 M. Wohnungsgeld- auf. Zur Einleitung der Wahlrechtsbewegung gelangt am Mittzuschuß per annum. So war denn auch noch das Dienstein- wochabend in den Städten, am Donnerstag früh auf dem Lande abgeordneter. Unmittelbar nach der Abstimmung des Obertommen des Herrn Dr. Stübel. Nun soll aber der ein Flugblatt zur Verbreitung, das sich mit der Wahlrechtsfrage hauses kehrten die Arbeitervertreter ins Unterhaus zurück, Erbprinz zu Hohenlohe, obwohl er noch nicht einmal etats- befaßt.- mäßig angestellt war, sondern nur in Stellvertretung als Kolonialdirektor fungierte, bisher schon so dotiert worden sein, als ob er das Gehalt eines derjenigen Staatssekretäre hätte, die bislang bereits die Repräsentationszulage von 14 000 M. erhielten, also eine Remuneration von 44 000 m. jährlich. Ferner soll ihm ein Wohnungsentgelt, bezw.-Buschuß für die Wohnungsmiete bis zum Höchst betrage von 20 000 Mark annum zugebilligt worden sein. Die Nachricht flingt so absurd, daß wir sie unterdrücken würden, wenn wir nicht ihre fofortige Dementierung im Interesse der Reichs verwaltung und einer geordneten Weiterführung der Neichstagsverhandlungen für unerläßlich hielten."
per
Wenn wir uns recht entfinnen, wurde dieser seltsamen Gerüchte bereits vor einiger Zeit in einem süddeutschen Blatte Erwähnung getan, ohne daß ein Dementi erfolgt wäre!-
Zur katholischen Revolution" in Elchesheim wird uns noch aus Baden geschrieben:
Das heutige Parlament hat uns im Laufe feines anderthalb iährigen Daseins mit vier Ministerkrisen beglückt. Zunächst hatte sich Giolitti aus dem Staube gemacht, weil er fühlte, daß er mit der aus seiner Wahlmache geborenen Kammer nicht regieren konnte, dann fiel das erste Kabinett Fortis, weil es den affaristischen Elementen der Kammer zu indolent, den ehrlichen zu affaristisch war; auch das zweite Kabinett erlag gleich bei der Geburt der Ungeduld der Cliquen und dem Widerwillen derer, die die Politit für kein Geschäft halten. Sonnino hat eine Beitlang, gestützt auf die letzteren Elemente, sein Dasein gefristet, unsicher von heut auf morgen, stets in Gefahr, einem Ueberfall der Opposition zu erliegen, In Elchesheim bei Karlsruhe herrschte ein katholischer Geist- dem er dann glücklich am Abend des 17. Mai erlegen ist. Die licher, der arg vom Teufel Bitru geplagt wurde; er attadierte Stammer ist ihrer Beschaffenheit nach nicht imstande, einem Frauen und Mädchen in der Kirche, stellte Schwangeren nach und Ministerium die Grundlage für die Entwickelung seines Programms ging auch an die Frau des Lehrers, mit dem er bis dahin auf zu bieten. gutem Fuße gelebt hatte. Als er aber bei der Lehrersfrau abfiel, fuchte Es ist daher nicht unlogisch, wenn die Presse, die sozialistischen er seinen Merger an dem Lehrer auszulassen und machte die ganze Gemeinde Blätter voran, die Kammerauflösung fordert, da man offenbar einem gegen ihn mobil. Dem Lehrer sollte die Wohnung abgetrieben werden, Parlament nicht alle vier Monate ein neues Ministerium servieren das Kindermädchen suchte man ihm abwendig zu machen und selbst kann. Aber, mit welchem Programm soll man heute die Neuwahlen den Bezug von Lebensmitteln suchte man ihm zu erschweren. Der ansagen, da das Ministerium Sonnino gar nicht in seinem ProGemeindevorstand ging mit einem Gemeinderat an die Oberschul gramm oder einem Teil seines Programms geschlagen worden ist? Wenn die Opposition auch recht genau weiß, was sie will, so behörde, um die Versetzung des Lehrers zu erzwingen- kurz es wurde mit Hochdruck auf Beseitigung des Lehrers hingearbeitet. fann sie es doch nicht in der Form eines Programms aussprechen Aber die klerikalen Hezer hatten sich verrechnet. Der Lehrer und dem Ministerium entgegenstellen, weil eben recht viel Unauserstattete Anzeige und nun ist über die Sache gerichtliche Unter- sprechliches und uneingestehbares bei ihren Wünschen dabei ist. Denn suchung eingeleitet. Der Pfarrer wurde suspendiert und hält sich die Opposition ist durchfickert von den Interessen der Hochfinanz, von gegenwärtig in der freien" Schweiz auf. Die Oberschulbehörde jenem auf Kosten des Staates lebenden Afferismus, dessen typische lehnte ein Vorgehen gegen den Lehrer ab. Man sieht der Weiter- Vertreter die„ Stahlwerke Terni" sind. Diese Interessen haben kein entwidelung der Dinge mit Spannung entgegen. Programm, finden sich so ziemlich mit jedem Programm ab, fie verVon anderer Seite wird uns noch berichtet: Der„ Bad. langen nur eine gewisse Durchlässigkeit" in administrativer Hinsicht, die Aus diesen Gründen war es Landesbote behauptet, daß während des Steinbombardements auf das Ministerium Sonnino nicht hat. die Wohnung des Lehrers die Ortspolizei im Bett der Ruhe für die Opposition wichtig, um sich nicht selbst die künftigen Wege pflegte, während der Bürgermeister der Rebellion als Augen- der Herrschaft zu erschweren, das Ministerium in einer nichts Programmatisches einschließenden Frage zu stürzen. zeuge an wohnte!
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und da gerade die Etatsberatung über einige bauliche Verbesserungen des Oberhauses vor sich ging es handelte sich um die Errichtung eines Fahrstuhles-so beantragte Word die Herabsetzung der Ausgaben um 700 Pfund Sterling, um sofort die Gelegenheit zu haben, mit den Lords abzurechnen! In der sich nun entspinnenden Debatte wurde dem Oberhause fräftig die Wahrheit gesagt. Die Fren nahmen die Gelegenheit wahr, um die ihnen feindlichen Lords zu züchtigen. Dann sprach Keir Hardie , der auch die Liberalen beschuldigte, die Vorlage nicht mit der nötigen Energie verteidigt zu haben. Ich frage die Regierung, warum sie nicht eines ihrer Mitglieder beauftragte, die Vorlage im Oberhause zu übernehmen und zu vertreten? Es scheint mir, daß die Vorlage an genommen worden wäre, wenn die Regierung ihre Pflicht getan hätte. Dann möchte ich fragen, wie lange wir es noch dulden sollen, daß ein dem Lande unverantwortliches Haus die Macht hat, Beschlüsse der vom Volfe gewählten Vertreter zu vernichten! Das Vorgehen des Oberhauses hat die alte Frage wieder aufgerollt: st England eine Demokratie oder nicht? Wenn sich die Lords herausnehmen, die vom Unterhause ergriffenen Maßregeln furzerhand zu beseitigen, so müssen wir darauf dringen, daß das Oberhaus so schnell als möglich beseitigt wird."
Soziales.
Aus dem Königreich des Millionen- Hehe. In Gerresheim , der Domäne des Glaskönigs Hehe, ereignen sich in der letzten Zeit Dinge, die wieder so recht zeigen, in wie innigem Konner Polizei und Unternehmertum stehen. Die Glasarbeiter, welche endlich aus ihrer Lethargie erwacht sind, strömen der Organisation zu, welches Hehe mit allen Mitteln berhindern will. Jeder Glasarbeiter, der sich der Organisation anschließt, soll entlassen werden und haben tatsächlich eine Anzahl Maßregelungen stattgefunden. Ganze Kolonnen Russen werden nach Gerresheim berschleppt, um als Lohnbrüder zu fungieren. Die Polizei hat sich eine Polizeistation eingerichtet worden, um die Isolierung der ganz in den Dienst des Glasfönigs gestellt, denn in der Fabrik ist Ruffen vollständig durchzuführen. Es ist dem Glasfönig nun sehr daran gelegen, zu erfahren, wer von seinen Arbeitern der Organi fation angehört, doch sind diese so vorsichtig gewesen und haben sich als Einzelmitglieder nach der Zentrale angemeldet. Nach dem Das ist nun auch geschehen, freilich in unglaublich unfluger, Mitgliederverzeichnis wird eifrig gefahndet und haben schon eine würdeloser Weise. Seit Wochen legte die Opposition ihre ganze fuchungen vor, ohne die Betroffenen in Kenntnis zu feßen, welcher Angahl Haussuchungen stattgefunden. Die Polizei nimmt die Haus. Intelligenz darin an, Tag für Tag die Chancen einer Abstimmung strafbaren Handlung sie sich schuldig gemacht. Sie durchstöbert abzuwägen. Am 17. fand sie sie günstig und beschloß den Schlacht- Privatatten, nimmt Sachen an sich, ohne dieselben mit dem AmtsA. In Artikel 70 der Gemeindeordnung für das rechtsrheinische tag". Als Vorwand bot sich die Frage des Kommissionsberichtes fiegel zu verschließen, haust überhaupt, als ob wir uns noch in Gegen das Gebahren der Bayern nach den Worten:" Wahlberechtigt sind alle Gemeinde- über den Rückkauf der Südbahnen; dieser Bericht verzögerte sich, sozialistengefeßlicher Zeit befänden. bürger" einzufügen: sowie jene Gemeindeangehörigen, die das augenscheinlich, weil die oppositionellen Kommissionsmitglieder Polizei ist natürlich Beschwerde erhoben, doch sieht man hier, wie selbständige Heimatsrecht in der Aufenthaltsgemeinde besitzen"." Obstruktion, trieben. Der geeignete Konflikt schien nun endlich Unternehmer und öffentliche Macht eins sind. B. Die tgl. Regierung sei zu ersuchen, dem Landtag in aller Bälde einen Gesetzentwurf vorzulegen, wonach in allen Gemeinden bei Wahl der Gemeindebevollmächtigten und der Magistratsräte, des Armenpflegschaftsrates und des Waisenrates, des Distriktsrates und des Landrates das System der Verhältniswahlen zur Anwendung zu kommen hat und die genannten Körperschaften ausnahmslos nach dem direkten Wahlrecht gewählt werden."
Einen Antrag auf Erweiterung des bayerischen Gemeindewahlrechts hat die sozialdemokratische Fraktion im bayerischen Landtage eingebracht. Er lautet:
Die Kammer tolle beschließen:
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Unverschämte Komödie.
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So sehr die Gerresheimer Polizei nun die lohndrückenden Russen unter ihre schützenden Fittige nimmt, so scharf geht sie gegen Ausländer vor, welche glauben, daß die Verhältnisse in Preußen noch verbesserungsbedürftig sind. Wurde doch dieser Tage noch ein Oesterreicher ausgewiesen, der schon 17 Jahre in Preußen wohnt, und nur das Verbrechen begangen hat, nicht zu allem Ja und Amen zu sagen, was Unternehmer und Behörde tut.
Hus der Frauenbewegung.
gegeben, daß Sennino von der Kommission die Festsetzung eines Termins forderte. Aber dieser Konflikt blieb aus, denn die Komunission erklärte sich bereit, dieser Forderung stattzugeben. Was nun? Das Schlachtfest verschieben? Dazu war die Konstellation zu günstig. Also bringt Cozen- Drto eine Tagesordnung ein:" Die Kammer lehnt es ab, die Erklärungen der Regierung zur Kenntnis zu nehmen", zieht sie aber sehr bestürzt zurück, als ihn der Kammerpräsident Vor wenigen Monaten veröffentlichten wir einen Vertrag und darauf aufmerksam macht, daß die Regierung ja-gar feine die Tatsache, daß man versucht hat, unter Vorspiegelung falscher Das Berliner Tageblatt" jammert in einem wehleidigen Erklärungen abgegeben hatte! So hat denn die Oppos Tatsachen Rigaer nach Deutschland als Glasarbeiter zu loden. Artikel über die neue" Niederlage des Bürgertums", wie es die sition sich schließlich auf die fast ebenso stupide Tagesordnung Weshalb ist gegen die Betrüger und Leuteverschlepper noch nicht Annahme der sogenannten Reichsfinanzreform zu nennen beliebt. Ferraris geeinigt, die die Festsetzung eines Termins für die gerichtlich vorgegangen? Ist dem Justizminister der Sachverhalt Beredt schildert es die schweren Schäden wie die lästigen Schikanen, Arbeiten der Kommission als schädlich verwirft. Diese ganz sinnlose noch nicht bekannt geworden? die dem einzelnen ebenso gut wie der Gesamtheit daraus erwachsen Tagesordnung die Kommission hatte ja selbst diesen Termin ges müssen, und sucht nach den Schuldigen. Dabei geniert es sich nicht, wählt, ging mit 179 gegen 152 Stimmen bei 40 Stimmenthaltumgen wörtlich folgendes zu schreiben: ( vorwiegend Republikaner) durch. " Soweit Konservative und Zentrum in Betracht kommen, Schöneberg . Die Mitglieder des Vereins für Frauen und Auch die sozialistischen Stimmen hätten Sonnino nicht retten Mädchen Schönebergs und Umgegend feien hiermit nochmals auf den wird man von vornherein nichts anderes erwartet haben, als daß sie die neuen Steuerlasten auf den Massenkonsum und den Verkehr können. Vielleicht hätte aber, wenn die Parteifraktion vertreten am Donnerstag, den 24. Mai( Himmelfahrtstag), stattfindenden abwälzen würden. Man kann keine Trauben von den Dornen und gewesen wäre, die Opposition den Angriff nicht gewagt, aus Furcht, Ausflug nach Eichkamp aufmerksam gemacht. Zusammentreffen Feigen von den Disteln ernten. Wer dazu mitgeholfen hat, sich zu verrechnen. Ein anderer Zusammenhang früh 9 Uhr bei Genossen Ernst Obst, Meiningerstraße 8. Der Weg diese Parteien auch nur nach der Theorie vom zwischen der Mandatsniederlegung der Sozia- geht über Deutsch- Wilmersdorf, Halensee nach Eichkamp. Der fleineren Hebel zu unterstützen, der darf sich listen und der heutigen Krise besteht nicht. Es war Frauenverein von Friedenau schließt sich in Deutsch- Wilmersdorf nicht darüber beklagen, daß er jetzt für seinen politischen Fehler überhaupt nur eine Frage von Wochen, wann die Opposition das an. Mitglieder, welche den Weg nicht zu Fuß machen wollen, fahren büßen muß. Aber man darf doch nicht übersehen, daß diese von Station Ebersstraße um 9 Uhr ab. Der für den zweiten Pfingstfeiertag beschlossene Familienausflug nimmt als Ziel das Restau Parteien für sich allein nichts vermocht hätten, wenn ihnen Ministerium überrumpeln würde. nicht die Nationalliberalen zu Hülfe gekommen Es wäre ein Irrtum, anzunehmen, daß die heutige Krise auf rant Bein in Schmargendorf , Hubertusbadstraße 21, Ede Karls. Der Vorstand. wären. Das war schon beim Zolltarif so, der glatt zu Boden Giolitti als Nachfolger weist. Sie gibt überhaupt keinen Fingerzeig. baderstraße. gefallen wäre, wenn die Nationalliberalen ihre Unterſtügung ver- Und darum wäre es logisch, wenn der König die Demission Berein für Frauen und Mädchen der Arbeiterllaffe. Heute, weigert hätten. Sonninos nicht annähme, sondern diesem Gelegenheit gäbe, ein Dienstag, den 22. Mai, abends 8% Uhr, im Neuen Klubhaus, Jetzt haben die Nationalliberalen dasselbe Botum über seine Politik in der Kammer zu provozieren. Nach Kemmandantenstraße 72. Vortrag von Fräulein Dr. Wygodzinski Spiel wiederholt. Sie find mit der Steuermehrheit diesem Votum wäre dann die Auflösung des Parlaments am Blaze, über das Thema:„ Aerzte, Bublifum und Kurpfuscher Wegen durch dick und dünn gegangen, ja, sie übernahmen dabei mehr da keine Möglichkeit besteht, mit dem heutigen Parlament zu re- Erkrankung des Herrn Kestenberg muß der musikalische Abend vermehr die Führung. Gerade die Fahrkartensteuer ist von der nationalliberalen Reichstagsfraktion aufrecht erhalten gieren. Die Neuwahlen müßten gegen die affaristischen Einflüsse in legt werden. Wilmersdorf . Der hiesige Frauen und Mädchen- Bildungsworden, obgleich aus der nationalliberalen Presse und aus den Regierung und Parlament gerichtet sein: diese Einflüsse paralysieren nationalliberalen Wählerkreisen heraus gegen diese Ungeheuerlich die heutige Kammer ind lasten auf dem Gedeihen des Landes. Sie verein hielt am 16. d. Mts. im Lokal von Fischer, Durlacherstr. 8, feit der särsste Protest erhoben wurde. Wenn man auf die nun haben Sonnino, den ohnehin so schwerfälligen, auf Schritt und seine regelmäßige Mitgliederversammlung ab. An Stelle der am
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