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Nr. 245. 23. Jahrgang.

1. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt. Sonnabend, 20. Oktober 1906.

Anatomieleichen.

Zeuge Helmer, der früher in der Anstalt beschäftigt war, hat wiederholt beobachtet, daß Leichen die Köpfe abgetrennt wurden, die zum Versand gelangten. Zeuge Oberleichendiener Ehrhardt bestätigt, daß in einigen Fällen das Gewicht abgeschnittener Zeichenteile durch Ein­schütten von Sand und Asche ersetzt worden sei. Er gibt auch zu, daß er in dem Falle Heidenreich die fremden Arme( die Arme des Dienstmädchens) wieder entfernt habe.

Zeuge Leichendiener Niemeyer bestätigt das Abschneiden und den Versand der Köpfe. In dem einen Falle hat er, als der Oberwärter beim Enthaupten" war, an der Tür Posten stehen müssen, damit kein Unberufener einträte!

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Zwei Buchbinder, die an der Beerdigung ihres Kollegen Heidenreich teilnahmen, waren ebenso wie die anderen Kollegen über die Veränderung am Kopfe der Reiche erstaunt und haben darüber Bemerkungen ausgetauscht. Sie haben nicht gewußt, daß sich nur Leichen reste im Sarge befanden.

Zeuge Oberwärter Opgenorth läßt sich über den Zeichen- Jm Wahlkreis Dresden- Land wurde eine Resolution nicht versand nach auswärts aus: Seines Wissens seien Leichenteile gefaßt. Aus den Verhandlungen find folgende Ausführungen zu außer an die schon genannten Universitäten( Kiel , Rostock , Würz- registrieren. Vor der Straffammer IV des Landgerichts stand am Donners- burg, Straßburg ) an die von Göttingen und an Dr. Unna- Hamburg organisationen und Anarchosozialisten könne er sich mit dem in dem Genosse Fleißner: In bezug auf die Lokal­tag und Freitag der Vorsitzende der Hamburger Mitgliedschaft des geliefert worden. In einigen Fällen sei erst nachträglich die Er- vom Genossen v. Elm gestellten Antrag geforderten Ausschluß der Staats- und Gemeindearbeiterverbandes, Genosse Schönberg, laubnis zum Sezieren eingelaufen! Der Zeuge gibt zu, ohne Auf- Mitglieder der Lokalorganisationen ohne weiteres nicht einverstanden wegen angeblicher verleumderischer Beleidigung des Direktors trag eines Oberarztes einer Leiche den Kopf abgeschnitten und erklären, wenn auch den Zersplitterungen in der Arbeiterbewegung Professor Dr. Lenhart vom Staatsfrankenhause Hamburg - verfandt zu haben! Es handelte sich um den Kopf eines ruse scharf entgegengetreten werden muß. In der Hauptsache sei es Berlin , Eppendorf und der übrigen für die Verwaltung der Anatomie der fischen Auswanderers, den er dem Anatomiediener in der Mittelpunkt der Arbeiterbewegung, wo sich solche Strömungen Anstalt verantwortlichen Beamten. Wie wir Anfang Dezember Straßburg geschickt habe, der ihn darum ersuchte. Auf dringliches bemerkbar machen. Es war zu begrüßen, daß Genosse Richard 1905 unter der Stichmarke Leichenschacher?" berichteten, hat Befragen des Staatsanwalts gibt er zögernd zu, daß er in noch Fischer mit seiner Refolution, die den Parteivorstand beauftragt, Schönberg in einer Versammlung der Arbeiter und Unter- drei Fällen Köpfe abgeschnitten und versandte! Dafür habe er mit den lokalen Gewerkschaften bis zum nächsten Parteitag eine angestellten des Hamburgischen Staates Mitteilungen über angeb- Trinkgelder erhalten, wovon er wohl den ihm behülflichen Verständigung herbeizuführen, einen glücklichen Ausweg fand. liche Vorgänge in dem genannten Krankenhause gemacht, die weit Diener etwas abgegeben habe. über Hamburgs Grenzen hinaus Aufsehen erregten und auch im Der Antrag Dunders, daß die Bentralorganisationen dem Eintritt Hamburger Parlament zur Sprache gebracht wurden. Erst im der Lokalorganisierten keine Schwierigkeiten in den Weg legen letzten Augenblick wurde die Anklage erhoben, und nach beinahe sollen, war ebenfalls sehr angebracht. Die Ausführungen, die elf Monaten fand die Verhandlung statt, zu der ein großer Zeugen­die Genossin Luxemburg zu diesem Punkte machte, die darauf hin­apparat aufgeboten war. Den Vorsitz führte Landgerichtsdirektor wiesen, daß man nicht die von links aus der Partei kurzweg aus­Dr. Schulze, als Ankläger fungierte Staatsanwalt Dr. Grtel. schließen kann, wenn man die von rechts dulde, waren besonders Der Anklage liegt folgender Tatbestand zugrunde: Nach den beachtenswert. stenographischen Aufzeichnungen der überwachenden Beamten soll Sch. in der erwähnten Versammlung behauptet haben, daß die Verwaltung eines Hamburger Krankenhauses in einigen Fällen die Angehörigen solcher Verstorbenen, deren Leichen an aus­wärtige Universitäten versandt worden waren, dadurch getäuscht hätte, daß man ihnen Särge überantwortet habe, in denen sich nicht Leichen, sondern Schutt und Asche oder aus Holz, alten Schürzen und einer Stange imitierte Leichen befunden hätten." Er soll ferner gesagt haben, daß bei diesem System der Weizen der befizenden Klasse blühe, weil die Ergebnisse der Sektionen und der schwunghafte Leichenversandt an auswärtige Universitäten wobei es sich selbstverständlich nur um die Leichen armer Leute handelte doch in der Hauptsache nur der besitzenden Klasse zu gute komme. Und das geschähe mit Erlaubnis eines Hohen Senats! Der Angeklagte erklärt, ihm seien von einem früheren Anatomiewärter Mörike mehrere Fälle mitgeteilt worden, die ihm ganz ungeheuerlich erschienen. Mörike habe sich diese Fälle notiert, doch sei diesem ein Notizbuch abhanden gekommen. Der Leiche eines Pastors Ohlsen, dessen Garg bereits zugelötet war, seien heimlich nach Deffnung des Sarges die Nieren heraus­genommen worden! Der Leiche eines als arm" verstorbenen Buch­binders Heidenreich feien Arme und Beine abgetrennt worden; als dann bekannt wurde, daß der Verband die Beerdigung der Leiche des H. übernommen hatte, habe man die Arme einer Mädchenleiche geholt und diese der zerstückelten Leiche des H. beigelegt! Damit die kleinen Finger nicht auffielen, habe man Blumensträuße auf die Hände gelegt. Obwohl dem Professor Dr. Fraenkel mitgeteilt worden sei, daß die Leiche des H. nicht mehr als Armenleiche in Frage komme, habe Dr. F. gesagt: Ach was, der Kerl bleibt hier!" worauf der Leiche noch das Rückgrat usw. entnommen worden sei. Der Fall Karz liege noch kraffer. Dessen Leiche sollte am Karfreitag 1905 beerdigt werden, doch war fie von einem Oberwärter in drei Teile zerschnitten worden. Nur das Mittelstück ist in den Sarg gelegt worden, während die anderen Teile an die Universität Würzburg versandt wurden. Dann wurde dem Sarge durch Zusak von Asche die nötige Schwere verliehen! Damit die Leidtragenden nichts merkten, wurden die Fenster der Leichenhalle verhängt, und der Oberwärter sagte zu den Leuten, fie dürften nicht so nahe herantreten. Der Angeklagte schilderte noch weitere Fälle, in denen von Angestellten der Anstalt Privat­geschäfte mit Leichenteilen, die sie nach auswärts sandten oder an Aerzte verkauften, gemacht worden sein sollen. Der Vorsitzende bemerkte, daß wegen des Ausdruces schwunghafter Leichenver­fand" tein Strafantrag gestellt sei!

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Genosse Föller: Er begrüße auch, daß man dem Antrage, die Lokalisten aus der Partei auszuschließen, nicht Folge gegeben habe; es müßten Ausnahmen gemacht werden. Den Standpunkt der Genossin Luxemburg teile er nicht. Die sogenannten Revisionisten wirkten doch im Rahmen unseres Parteiprogramms, während die Lokalisten auf eine Zersplitterung der Arbeiterbewegung hinarbeiten. Dasselbe, was Bebel dieses Jahr über den Massen­streit ausgeführt habe, sei auch in Köln und nach Jena in Versammlungen gefagt worden. In der Jenenser Resolution in Jena eingeleitete Wahlrechtsbewegung in Sachsen und Preußen heiße es, der Massenstreit solle auch zur Erringung von Grundrechten in Anwendung fommen. Die in kurzer Folge auf den Parteitag fei ein Beweis dafür. hältnisse Rußlands nicht auf unsere angewendet werden können, Den Ausführungen Bebels, daß die Ver­stimme er zu. Diejenigen Genossen, die im Vorjahre auf diesem Standpunkte standen, werden von den diesjährigen Ausführungen Bebels nicht sehr erbaut sein. Dem Genossen Fleißner müsse er erwidern, daß ein Widerspruch in den Ausführungen Legiens nicht zu finden sei. Legien sei auch für einen Massenstreit zur Ver­teidigung unserer Rechte, aber der brauche nicht diskutiert und pro= pagiert zu werden. Die Parteigenossen möchten auch soviel als mög lich dahin wirken, daß die Gewerkschaftsmitglieder sich politisch organisieren.

und 186 für schuldig: den Beweis für seine Behauptungen habe er Der Staatsanwalt hält den Angeklagten im Sinne der§§ 185 nicht zu erbringen vermocht!! Selbst in den Fällen Heidenreich und Karz habe es sich nicht nur um Schuft und Asche gehandelt, sondern es hätten sich noch wesentliche Teile der Leichen in den Särgen befunden. Von einer groben und gemeinen Täuschung der Angehörigen" fönne also sogar in diesen Fällen nicht die Rede sein. Ein Versand von Leichen und Leichenteilen habe ordnungs­gemäß stattgefunden, wie das in allen Kulturstaaten der Fall sei. Gewiß seien Unordnungen vorgekommen, aber er habe sich ge­wundert, daß nicht noch mehr vorgekommen seien! Ungehörig feiten fämen überall vor, das sei in der menschlichen Natur begründet. Kleine Sachen seien aufgebauscht und himmel­schreiende Dinge" genannt worden. Hier sei bekundet worden, daß das Staatskrankenhaus Hamburg- Eppendorf eine der demokra Genosse Fleißner fonstatiert, daß zur Zeit der sächsischen tischsten Institutionen sei, wo der Arme und der Reiche gleich Wahlrechtsbewegung starke Stimmung für einen Massenstreit bei den behandelt würde! Die an den Leichen vorgenommenen Forschungen Massen vorhanden war. Da aber über die Durchführbarkeit und Untersuchungen fämen doch in allererster Linie den armen Meinungsverschiedenheiten mit den Gewerkschaften" bestanden, war Teufeln zugute!! Daher sei es ein schwerer Fehler gewesen, Miß- daran nicht zu denken, darum ist auch abgeraten worden. Falsch sei, trauen in diese Verwaltung zu sehen. In Rücksicht auf den guten wenn man sage, wir fümmern uns nicht eher um den Massenstreit, Glauben des bisher noch nicht vorbestraften Angeflagten beantrage bis er da ist. Wir wissen nicht, wann die Zeit kommt, darum er eine Geldstrafe von 200 m. bezw. 20 Tage Gefängnis. müssen wir stets gerüstet sein. Weiter sei auch noch die Frage zu prüfen, ob der Massenstreit nicht als Demonstration in Betracht tommen könnte.

Hamburg , 19. Cttober, nachmittags 6 Uhr 9 Min.( Privat­depesche des Vorwärts".) Nach vierstündiger Beratung spricht das Gericht unseren Genossen Schöneberg frei, weil der Wahrheits­beweis insofern erbracht sei, als in zwei Fällen sich in den Särgen Leichenreste befanden, die nach Ansicht des Publikums nicht mehr als Leichen" gelten fonnten. Auch von der Anklage, formal beleidigt zu haben, wird Schöneberg freigesprochen, da er in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt habe.

Aus der Partei.

Jm Wahlkreis Dresden- Neustadt knüpfte sich an die eine lebhafte Diskussion.

Referate der Delegierten Genossen Dr. Dunder und Winkler

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eine

Genosse Dr. Dunder hatte unter anderem ausgeführt: Eine so jubelnde Stimmung wie der vorjährige Kongreß konnte der dies­jährige unter den Genossen nicht auslösen. Das Bebelsche Referat über den Massenstreit konnte nicht so wirkungsvoll werden wie das in Jena gehaltene, da der ersie Teil fast ausschließlich der Defensive gewidmet war. In manchen Punkten habe Genosse Bebel auch nach Auf Befragen erflärte der Angeklagte, er stände selbst­feiner Meinung zu schwarz gesehen. Die Resolution in ihrer neuen verständlich auf dem Standpunkt, daß Leichen zu wissenschaftlichen Die Parteiorganisationen zum Parteitag. Fassung ist ein Feind des Parteivorstandes und der Generalfommission, Zweden zergliedert und wissenschaftlich interessante Körperteile den Jm Wahlkreise Dresden- Altstadt erklärten sich die Dele- freilich kein allzu gefund aussehendes Kind. Die Behauptung, daß Anstalts usw. Sammlungen einverleibt werden müßten. Ohne gierten mit den Beschlüssen des Parteitages einverstanden. In der die Kölner und Jenenser Resolution ein und dasselbe bejagten, Wissen der Anstaltsverwaltung aber hätten die Unterangestellten Debatte fielen nach dem Berichte der Sächs. Arbeiterztg." folgende stimme mit dem Verhalten Legiens und Bömelburgs auf dem hinter dem Rücken der Verwaltung den Versand von Leichen oder bemerkenswertere Ausführungen: vorjährigen Parteitag nicht überein. Doch mußte der Streit Leichenteilen bewerkstelligt und für eine Rifte etwa 45 M. be­Genosse Dr. Gradnauer: Gerade die Tatsache, daß endlich begraben werden, und so haben er und seine Mitdelegierten tommen. Professor Dr. Lenhart, Direktor des Staatstrantenhauses jest durch ernſtes Wollen und vernünftiges Verhandeln die angeblich die Zustimmung zu der Resolution gegeben, in der festen leber­Professor Dr. Lenhart, Direktor des Staatskrankenhauses so großen Gegenfäge friedlich gelöst werden konnten, beweist, wie geugung, daß die Zusammengehörigkeit von Partei und Gewerk­Hamburg- Eppendorf, bekundet, daß Leichen zu wissenschaftlichen übertrieben und unnötig die frühere erbitterte Polemik gewesen ist. fchaften eine unbedingte Notwendigkeit sei Es wäre viel besser Zweden versandt und Leichen, deren Angehörige keinen Einspruch Wenn man aus der jetzigen Situation heraus auf die Vor- gewesen, wenn das ganze Amendement( Kautsky ) angenommen worden erheben, seziert würden, und zwar würden Sektionen an Leichen aller Klassen vorgenommen. In der ganzen Kulturwelt werde tommnisse der letzten 1/2 Jahre zurückblickt, dann fragt man wäre... Wir können anerkennen, daß der Parteitag so gehandelt. Was den Leichen- Versand anlange, so tämen fich freilich vergeblich, wozu das alles nötig war. Hoffentlich große Arbeit im Interesse der Arbeiterbewegung geleistet hat. nur Leichen solcher Personen in Betracht, um die sich kein An- wird daraus die Lehre gezogen werden, daß auch in Zukunft Wenn die Befriedigung über diese Verhandlungen feine volle ist, gehöriger bekümmert habe; es handele sich mithin nur um jog. gewisse schädliche Methoden in der Behandlung von Meinungs- fo liegt dies an den Ausführungen Bebels über unser Verhalten Armenleichen, die um Reklamationen abzuwarten wochen- verschiedenheiten nicht wiederkehren. Meinungsverschiedenheiten wird bei einer eventuellen Intervention in Rußland . Erfreulich ist es, lang in der Anstalt verbleiben und dann erst zum Versand es natürlich immer geben. Auch in bezug des Massenstreiks bleiben daß der Parteitag entschieden Front machte gegen den Artikel gelangen! Meinungsverschiedenheiten übrig, obgleich in Mannheim über diese Stampfers in der Neuen Gesellschaft". Bezeichnend für den Oberarzt Dr. Sid: Nur ein Fall sei ihm bekannt, daß von Frage erhebliche Klärung geschaffen ist. Eine wertvolle Klärung in Charakter der Personen, die sich um dieses Organ gruppieren, einer Negerleiche der Kopf entfernt worden sei, welcher der dieser Frage bedeute es, daß Genosse Bebel, in Uebereinstimmung ist es, daß in derselben Nummer, in der die Mannheimer Tagung Sammlung einverleibt wurde. mit der Jenenser Resolution, für Deutschland den Massenstreit von gewürdigt und die neugeschaffene Einigung gefeiert wird, in Der Zeuge Mörife ist über Jahre im Krankenhause allen Erörterungen über eine soziale Revolution ferngehalten und einem anderen Artikel die Genoffin Lily Braun die proletarischen Hamburg- Eppendorf als Anatomiediener tätig gewesen. Trotz Ein- ihn lediglich für eine bestimmte, flar umgrenzte politische Situation Teilnehmer der Frauenkonferenz mit Schmutz bewirft. Darauf gibt spruchs der Angehörigen seien Sektionen vorgenommen worden, ins Auge gefaßt hat. Damit ist das, was man mit Recht" Revolutions - es nur die eine Antwort, daß die Genossen es ablehnen, das Blatt fo an einer Kinderleiche und an anderen, die er nicht mehr zu be- romantik" nennen kann, ausgeschaltet. Dagegen sei nach seiner, des zu abonnieren. Neben der Massenstreikresolution ist die zur nennen vermöge, da ihm die Notizen fehlten. Der Leiche des Redners, Meinung über den Massenstreit als Angriffswaffe nicht Jugenderziehungsfrage die erfreulichste. Der Beschluß des Paftors habe man die Nieren entfernt, obwohl die Anverwandten hinreichende Klarheit geschaffen worden. In dieser Beziehung sei in Barteitages in dem Streit zwischen Lokal- und Zentralorganisierten nicht damit einverstanden waren. Der Vorsitzende bemerkt hier- Mannheim allerdings weit mehr Zurückhaltung geübt worden als in Jena . war der glücklichste Ausweg. Nach rechts haben wir in den letzten zu, daß die Zustimmung der Verwandten vorlag! Während in Jena der Massenstreit nicht nur als legtes Mittel bei Jahren die Arme sehr weit aufgemacht, wir dürfen deshalb nach Der Zeuge fagt weiter aus: Von der Leiche Heidenreichs reaktionären Attentaten, sondern auch als Mittel des Angriffs zur Er- links auch nicht zu schroff vorgehen. Hoffen wir, daß es dem sei nur das Schädeldach mit Kopfhaut beendigt worden! Die Stopf- oberung wichtiger politischer Rechte, die die Arbeiterklasse nötig Parteivorstand gelingen möge, eine Einigung zu schaffen; scheitert haut habe man mit nasser Watte ausgestopft, während ein aus braucht, beschlossen wurde, hat man jetzt den Massenstreit zu diesem sie an dem Starrfinn der lokalorganisierten Genossen, so haben sie Ratten mit umgewidelter Holzwolle und anderen Stoffen her­gerichtetes Gestell die übrigen Teile des Körpers martieren sollte!! 3wed als für absehbare Zeit nicht in Betracht kommend bei feite die Konsequenzen zu tragen. gestellt. Es könne natürlich davon keine Rede sein, daß ein Aus der Debatte sind folgende Ausführungen zu verzeichnen: Nach erfolgter Restaurierung" diefer Leiche habe der Professor Genosse a hmann: Als er nach der letzten Partei­Dr. Fraentel gesagt, die Leiche sehe ganz gut" aus. Auf die Massenstreit blindlings und leichtfertig heraufbeschworen werden Folgen des Meineides aufmerksam gemacht, behauptet der Zeuge, dürfe, auch über die Notwendigkeit, die Organisation weiter versammlung den Bericht gelesen habe, nach dem Genosse Dunder wiederholt gesehen zu haben, daß in mehreren Fällen statt der in 3 stärken, herrsche selbstverständlich Einmütigkeit, darum dürfe verlangte, der Parteitag müsse die verschiedenen Arten des Massen­Frage fommenden Leichen Schutt und Asche oder fremde Leichen- aber eine Waffe, die prinzipiell als tauglich befunden worden streits diskutieren, habe er sich gefagt, nach Friedeberg und Wiesen­teile eingesargt wurden. Durch eine eventuelle Exhumierung ist, nicht lediglich zur Defensive ins Auge gefaßt werden. thal fomme gleich Dunder.( Lebhafter Widerspruch.) Die wirklichen könnten seine Angaben bestätigt werden, weil dadurch nachgewiesen Redner legt weiter dar, wie die einzelstaatliche Gesezgebung immer Verhältnisse der deutschen Arbeiterbewegung, vor allem auch der werden würde, was sich in den Särgen befinde. wichtiger werde, man dente nur an die Schulfrage. Er bestritt, Verlauf der russischen Revolution habe Bebel zu seinen zurück­Dr. Fraentel bemerkt: Heidenreich habe an chronischer daß Preußen- Deutschland ein so ganz besonders geartetes Staats- haltenden Ausführungen in der Frage des Massenstreits veranlaßt. Wirbelsäulenversteifung gelitten, einer Wirbelsäulenaffettion, von wesen sei, und suchte darzutun, daß es sehr wohl möglich sei, das... Ein Demonstrationsstreit von kurzer Dauer würde wirkungslos der sich erst wenige Präparate in der Sammlung des pathologischen sächsische und preußische Dreillaffenwahlrecht zu erschüttern, sofern an den Ohren der Herrschenden verklingen. Die Neue Gesell­Instituts befanden. Da die Ursache dieser Erkrankung noch ftrittig mir mit beharrlichem Nachdruck dieser Kampf fortgeführt werde; der schaft" finde ihr Pendant in verschiedenen linksstehenden Genossen, sei, so sei es von Interesse gewesen, die Wirbelsäule des Heiden- politische Massenstreit als ein Demonstrations- und Preffionsmittel wie es auch in der Frauenbewegung außer der Genossin Braun reich der Sammlung einzuverleiben. Von dem Oberwärter des innerhalb einer allgemeinen hochgehenden Boltsbewegung gegen die noch mehr Genoffinnen gebe, die wenig Fühlung mit dem Proletariat Instituts sei ihm gemeldet worden, daß H. ohne Anverwandte ver- Dreitlassenschmach solle durchaus nicht aus dem Auge gelaffen werden. storben und seine Leiche als Armenteiche zu beerdigen sei; des: Die Reaktion solle nur nicht glauben, daß sie nun nichts mehr zu Genosse Lienich:... Daß Hoch die Zitatenfälschung Stampfers halb hielt er, der Oberwärter, sich für berechtigt, die beiden oberen fürchten habe! annagelte, ist nur zu begrüßen. Die Maifeier müsse von den Extremitäten abzutrennen und an das anatomische Institut nach Genosse Sindermann wendet sich gegen Genossen Gradnauer. Gewerkschaften noch wirkungsvoller und umfassender durchgeführt Würzburg zu senden, wozu der Direktor des Eppendorfer Kroken- Er ist der Meinung, daß, wenn die Sache etwas abgeschwächt ge- werden. Daß endlich mit den Lokalorganisierten deutsch gesprochen hauses allgemein die Erlaubnis erteilt habe. Am Tage nach der Sektion habe ihm der Oberwärter Opgenorth mitgeteilt, daß die ungen haben mag, dies Fällen vorbeugen soll, in denen mit der werde, sei im Intereffe der Einheitlichkeit und Schlagkraft ber Leiche des H. nicht als Armenteiche, sondern auf Kosten eines Waffe des Massenstreits gespielt werden könne. Im übrigen ist Arbeiterbewegung notwendig geworden. er der Meinung, daß wir es vielleicht nicht nötig haben werden, Genosse Seybold: Bebel hat mit seinen Ausführungen über Verbandes beerdigt werde, er( O.) habe deshalb die Wirbelsäule, in einen Massenstreit einzutreten. Genosse Streine sagt, die den Massenstreit nicht zu schwarz gemalt. Wir können ihn gegen­wie er( Dr. F.) ihm befohlen, der Leiche noch nicht entnommen. Aus dem genannten wissenschaftlichen Interesse habe er( Dr. F.) Fragen hätten sich nicht so zugespitzt, wenn der Apparat zwischen wärtig nicht für die Offensive gebrauchen. Nicht nur die russische auf der Ausführung feines Befehls bestanden! Nach den Brin- Partei und Gewerkschaften besser funktioniert hätte. Auf dem Revolution, auch die tollen Rüstungen der Herrschenden am zipien der Anstalt halte er als Profeffor sich für berechtigt, jeder Parteitage in Mannheim fei zum Ausdruck gekommen, daß mit 21. Januar, mit denen man die Wahlrechtsbewegung im Blute er­Leiche, ob arm ob reich, Teile zu entnehmen, wenn kein Einspruch der Anwendung des Massenstreits nicht gespielt werden solle. sticken wollte, werden dazu beigetragen haben, eine fühle Auffaffung Dieser Geist habe auch auf dem Kölner Kongreß geherrscht. der Dinge herbeizuführen. Die Auffassung, daß eine Massen Profeffor Dr. Fraentel fügte feinen Angaben noch hinzu: Genosse Pieper spricht sich dahin aus, daß der auf dem Barteitag streitpropaganda die Waffen abhalten könne von der Leistung der Was den Fall Heidenreich anlange, so sei es ihm in diesem Falle in Mannheim ausgesprochene Gedanke über die Anwendung des täglichen Kleinarbeit, sei nicht von der Hand zu weisen.. Den Revolutions- Biel muß nun sein, die 1 Millionen Gewerkschaftler der Partei­ganz gleichgültig gewesen, ob die Leiche des H. ala Armenteiche Massenstreiks das Richtige getroffen habe. beerdigt wurde oder nicht; er habe sich nur vom wissenschaft- romantikern müßte ganz gehörig auf die Finger geflopft werden. organisation zuzuführen. lichen Interesse leiten lassen. Er halte sich für berechtigt, die Rosa Luxemburg , Dr. Dunder usw. vertreten Auffassungen, durch Genosse Schirmer findet, daß sich aus der Debatte ergeben Leichen zu fezieren und Teile derselben zurüdzubehalten, wenn welche die Kluft zwischen Partei und Gewerkschaften vergrößert habe, wie wenig noch die Ansichten über den Massenstreit geflärt nicht rechtzeitig Einspruch erhoben werde, ganz gleich, ob es sich wurden. feien... Für die Zersplitterungsversuche in Berlin sind diejenigen um die Leiche eines Kommerzienrates oder um eine Armenleiche Eine Resolution, die die Stellung zu den Beschlüssen des Partei Genossen mit verantwortlich, die die Partei immer weiter nach rechts handele. tages darlegt, wurde nicht gefaßt. au drängen fuchen.

erfolge!

besäßen.