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Nr. 144. 24. Jahrgang.

4. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt.

Partei- Angelegenheiten.

Sechster Wahlkreis. Am Dienstag, den 25. Juni, findet im Berliner Prater, Kastanien- Allee 7, eine Versammlung statt, zu welcher Genosse Dr. Heinrich Dunker aus Dresden das Referat übernommen hat. Ferner machen wir die Mitglieder darauf aufmerksam, daß am 14. Juli im Moabiter Schüßenhause das Sommerfest statt­findet. Billets 25 Pf., zu haben bei den Bezirksführern und in Kaffenbillets kosten den mit Plakaten versehenen Geschäften. 30 Pf. Der Vorstand. Grünau . Heute, Sonntag früh Uhr, findet von der Grünen Ede" aus eine Vorwärts" agitation statt. 3ahlreiches und pünktliches Erscheinen der Parteigenossen erwartet Der Vorstand.

egel.

Sämtliche geliehenen Bibliothekbücher sind wegen dringender Erneuerung des Kataloges bis spätestens 25. Juni ab­zuliefern. Die Bibliotheffommission des sozialdemokratischen Wahlvereins für Tegel und Umgegend.

Die

Sonntag, 23. Juni 1907.

Verkehrsfragen. Der Magistrat hat seine Zustimmung zu dem von des Steuermanns Meinung," ist die kurze Antwort. Dies ist Bau einer Straßenbahn durch die Große Berliner" nach Rum- dem Fragesteller zuviel. Gefnidt läßt er sich auf eine Bank nieder melsburg erteilt, nachdem diese Gesellschaft der Stadt Berlin und ertränkt seinen Groll in einen kleinen Kognat.- O, diese un.. ein Mitbenußungsrecht von 800 ftatt 400 Meter für diese Strecke zufriedenen Kerle! eingeräumt hat. Diese Straßenbahn wird von der Großen Frank- Köpenick!" Unter schauerlichem Sirenengeheul und Gloden furterstraße durch die Borhagenerstraße nach Rummelsburg zum gebimmel stoppt unser Nautilus und liegt bald vor Anker. Wir Friedrichsfelder Kirchhof geführt. Im Gegensatz zu Berlin machen Rast und stärken uns. Aber die Zeit verfliegt und schneller hat Rummelsburg der Großen" eine Konzessionsdauer bis 1949 als wir denken beginnt die Rückfahrt. Es ist inzwischen Abend eingeräumt, was später vielleicht von Wert sein kann, besonders geworden. Träumerische Ruhe liegt über der Welt. Die Luft iſt dann, wenn Berlin 1919 die Straßenbahnen übernehmen will. förmlich gesättigt mit Wohlbehagen. Der Himmel leuchtet in den letzten Strahlen der untergehenden Sonne. Ein purpurner Schein verklärt das. Firmament. Bald jedoch deckt den leise rauschenden Strom die von Millionen Sternen durchfunkelte Nacht. Der Mond lauteres Silber. Als ob er wüßte, daß es uns daran fehlt!.... beginnt sein Wächteramt und verzaubert das Spreewasser in Allmählich weicht die Ruhe einem immer stärker werdenden Summen und Brummen: der Großstadt flutendes, pulsierendes Leben kündet sich an. In langsamer Fahrt legen wir die Strecke, die uns noch von der Jannowißbrücke trennt, zurück und bald legt unser Wasserdampfroß an. dem es in Berlin nun einmal nicht geht- Ein heftiges Drängen, Schieben, Stoßen und Schlagen, ohne und wir fühlen wieder festen Boden unter den Füßen. Dem zerbeulten. Hut wird schnell wieder Fasson gegeben, dann gehts im Sturmschritt nach Hause. Die Wasserfahrt hat nämlich wieder den Appetit ausgelöst, der Magen verlangt sein Recht. Zu Hause wirds hoffentlich noch etwas geben Bett, die uns schnell nach Hause eilen läßt. So eine Wasserfahrt hoffentlich. Und dann ists noch die Sehnsucht nach dem befördert beides: Appetit und Schlaf.

Neue Untergrundbahnen und neuer Tarif in London . elektrischen Untergrundbahnen in London nehmen, wie von einem Entwickelung. Am Sonnabend, wenn diese Zeilen in Drud gehen, Verkehrstechniker von dort geschrieben wird, eine immer schnellere wird bereits die siebente Tube", wie man hier diese Bahnen nennt, eröffnet, die Hampstead Tube. Sie geht von der auf dem Kontinent wohl bekanntesten Station Charing Croß, wo man von Dover ankommt, aus, durchschneidet das sogenannte Theaterviertel, um sich bei Cambden Town in zwei Zweige, nach Norden und nach Nordwesten zu teilen. Die Bahn hat 14 Stationen und braucht 24 Minuten. Für Berliner Verhältnisse interessant ist, daß die Londoner Untergrundbahnen von dem vielgerühmten Einheitstarif längst abgekommen sind. Nur die älteste, die Londoner Zentral­bahn, hält an ihren 2 Pence oder 16 Pf. feft. Die anderen sind unter dem Druck des Wettbewerbes der übrigen Verkehrsmittel längst zum Staffeltarif übergegangen. Auf der neuen Hampstead­Bahn fährt man für 1 Benny gerade wie in Berlin für 1 Groschen 4 Stationen weit. Nur sind das bloß 8 Pfennig in deutschem Geld. 5 Stationen fosten Penny, weiter 2 und 3 Pence, bezahlt also bis zu 25 Pfennig. Auf kurze Entfernungen machen eben die Omnibusse eine zu scharfe Konkurrenz. Hier fährt man für Der Vorstand. 1 Benny ebenso weit und in den Automobilomnibussen manchmal Sozialdemokratischer Wahlverein Groß- Lichterfelde. Montag, auch nicht langsamer. Man braucht aber nicht erst mit den elet­den 24. Juni, abends 8 Uhr, Vereinsversammlung bei Reifen, fahren. Die anderen Tubes" find die City- Südlondon, die Zen­trischen Fahrstühlen tief unter die Erde und wieder herauf zu Chausseestr. 104. Tagesordnung: Die wahren Ursachen der Reichs- tralbahn, die City- Waterloo, die Nord- City, die Baker- Waterloo tagsauflösung". Diskussion. Vereinsangelegenheiten.

Nieder- Schönhausen. Am Dienstag, den 25. Juni, abends 8% Uhr, findet in Neu- Karlshof", Beuthstraße Ecke Charlotten­straße, die Wahlvereinsversammlung statt. Genoffe effe- Berlin spricht über Das Erfurter Parteiprogramm". Pflicht aller Ge­noffen ist es, pünktlich zu erscheinen. Gäste willkommen. Der Vorstand.

Lankwis. Dienstag, den 25. Juni, abends 8 Uhr, im Restau­rant Retger, Calandrelliftr. 27: Sigung des Wahlvereins Genosse Wermuth:" Die Pariser Kommune ". Zahlreichen Besuch erwartet

Der Vorstand.

Bernsdorf . Der Wahlverein von Bernsdorf und Umgegend hält am Sonntag, den 23. Juni, seine Mitgliederversammlung in Senzig ab. Nachmittags 2 Uhr. Wilmersdorf . Am Dienstag, den 25. Juni, abends 8% Uhr, findet im Quisenpart", Wilhelmsaue 112, die Monatsversammlung des Wahlvereins statt. Zahlreicher Besuch wird erwartet.

und die Nord- Piccadilly- Brompton. Die alte Stadtbahn, die in London ebenfalls längst elektrisch ist, ist dabei nicht gezählt. Tubes nennt man die neuen Untergrundbahnen, weil die Züge büchsen­förmig gerade den rohrähnlichen Tunnel für jede Richtung aus­füllen.

Zum Vertreter des Oberstaatsanwalts beim Kammergericht ist der Gefängnisdirektor Klein in Tegel mit dem Titel Erster Staats­anwalt" ernannt worden. Direktor Klein wurde im Juli 1895 als Gleichzeitig machen wir nochmals bekannt, daß heute Nach- Amtsrichter in Hermsdorf u. St. angestellt, im März 1897 zum Ge­mittag im" Luisenpark " das Sommerfest des Wahlvereins statt- fängnisdirektor in Berlin ( Stadtvogtei) und am 1. Oktober 1898 zum findet. Bei ungünstiger Witterung findet das Fest im Saal statt. Dirktor der Anstalt in Tegel ernannt. Das Festtomitee hat ein reichhaltiges, interessantes Programm zu­sammengestellt. Versäume also niemand, diese Veranstaltung zu besuchen. Der Eintritt beträgt nur 30 Pf. Anfang 4 Uhr.

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Durch die Friedrichstraße.

In der Friedrichstraße , von den Linden bis zur Weiden­dammer Brücke, erreicht das Berliner Weltstadtgetriebe in den dränge schiebt und wälzt sich der bunte Menschenstrom an Abendstunden seinen Höhepunkt. In beängstigendem Ge­beiden Seiten auf dem schmalen Bürgersteig hin. Da gibt es in dieser Zeit kein längeres Verweilen, kein Stehenbleiben, unaufhaltsam, mit vehementer Kraft preßt der Druck des ends Losen Zuges den Widerstrebenden vorwärts. Aus den Schau­fenstern und Restaurants flutet verschwenderisch ein strahlendes, flimmerndes Lichtmeer und das Café Viktoria an der Ecke der Friedrichstraße und der Linden glänzt in feenhafter Be­leuchtung. Um die kleinen Tische sizen fröhliche Gruppen oder einzelne Bärchen in traulichem Gespräch. Auf dem Straßen­damm braust und saust und rattert es und ein lebensgefähr­liches Gedränge von Fuhrwerken aller Art zieht vor­Die Berliner Feuerwehr hat mit der Errichtung von zwei Ober- über, Automobile schlängeln sich, oft sogar in polizei­brandinspektionen eine neue Organisation erhalten, die indes damit widrigen Kurven, durch die Reihen der Wagen, elegante Der Vorstand. feineswegs abgeschlossen erscheint. In Zukunft würde danach das Equipagen, mit prächtigen Vollblutpferden bespannt, jagen in Nieder- Schöneweide. Die Mitgliederversammlung des Wahl- Offiziertorps der Feuerwehr aus einem Branddirektor, zwei Adjutanten schlankem Trab vorbei und Droschkentutscher mit nachlässig vereins findet am Dienstag, den 25. Juni, abends Uhr, im( ein Brandinspektor und ein Brandmeister), zwei Oberbrandinspektoren, hängenden Zügeln schimpfen auf ihren Vordermann. Rad­Lotal des Genossen Karl Schulze, Hasselwerder- und Fennstraßen- zwei Brandinspektoren( als Bertreter der Oberbrandinspektoren), fünf Ede statt. In derselben wird der Genoffe Bruno Borchardt einen Brandinspektoren( Kompagnieführern) und 14 Brandmeistern( Wach- fahrer gleiten feck durch schmale Gänge und dazwischen rattern Vortrag über Kommunalpolitit" halten. Die Parteigenoffen vorstehern), zusammen 26 Offizieren bestehen. Hierzu kommt der in schwerfällige Omnibusse und plebejische Lastvagen. Aus den werden ersucht, in dieser Versammlung pünktlich zu erscheinen. folge der fortschreitenden Bebauung notwendige Ausbau des einzelnen Lokalen klingen füße, prickelnde Walzerklänge und Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. Korps und die Errichtung von einigen neuen Feuerwachen für die Zeitungshändler preisen mit lautem Geschrei sensationelle Schöneberg . Die Wahlvereinsversammlung findet am Dienstag, Moabit , dem Norden, Nordosten und Often. Eine neue Feuerwache Nummern an. Blumenverkäuferinnen halten den Vorüber­den 25. Juni, abends 8 Uhr, in E. Obsts Festfälen, Meiningerstr. 8, ist schon im Bau begriffen. Es ist dies die Wache in der Schön gehenden mit müden, bittenden Blicken ihre Veilchen und statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Unsere Boltsschulen, Referent lanterstraße, die mit dem der ersten Kompagnie noch fehlenden vierten Rosen zum Kaufe hin, und blinde Männer und Frauen, oft Benoffe ein, dhulz, 2. Vereinsangelegenheiten, 8. Verschiebenes. Buge belegt werden soll. Nach Errichtung des vierten Zuges am auch Stinder rufen mit monotoner, flangloser Stimme: Heinr. 3. Das 17. Stiftungsfest findet heute, Sonntag, den 23. Juni, 1. April 1908 sollen sämtliche fünf Kompagnien mit vier Zügen aus­statt. Alles Nähere die Billette. Die Genossen werden ersucht, fich rüden fönnen. Die Bildung einer sechsten Kompagnie ist für später Wachsstreichhölzer, ze- hn Pfennig das Paket!" statt. Alles Nähere die Billette. Die Genossen werden ersucht, sich in Aussicht genommen worden, wenn das Weichbild der Stadt Berlin be- unten, am Stadtbahnbogen, mitten auf dem Damm, an allem rege zu beteiligen. Der Vorstand. vom Pferde herab, in der baut ist. Bisher war es üblich, den einzelnen Kompagnien Pferde in regelt ein Schutzmann Friedrichsfelde . Dienstag, den 25. Juni, abends Uhr, bestimmten Farben, die sich nach der Farbe der Kompagnien richteten, Pofe eines Napoleons , mit unnachahmlichen Hand­Mitgliederversammlung des Wahlvereins im Lokal" Lindenpart", zu überweisen. So hatte z. B. die erste nur Schimmel , die zweite bewegungen den Wagenverkehr. Oben wölbt sich die riesige Inh. G. Schulz, Wilhelmstr. 11. Tagesordnung: 1. Vortrag des nur Füchse, die dritte mur Braune oder Falben, die vierte nur Stuppel des Bahnhofes und donnernd und polternd fahren Genoffen G. Lint über Kranken- und Invalidenversicherung. Rappen und die fünfte nur Braune. Hiermit ist gebrochen worden. die Züge in die Halle ein. Jeder einzelne fpeit einen Strom 2. Diskussion. Es ist notwendig, daß alle Genossen pünktlich er- Jetzt sieht man in allen Kompagnien Pferde in verschiedenen Farben. von Menschen aus und entführt wieder einen solchen in der Der Vorstand. Bemerkenswert ist übrigens, daß trotz der Zunahme der Brände Friedenau . Heute nachmittag treffen sich die Parteigenossen und der Versicherungssummen die gezahlten Brandentschädigungen entgegengesetzten Richtung. Hinter der Weidendammer Brücke mit Familie bei Grube, Kaiser- Allee 85. Bahlreiche Beteiligung eher ab- als zugenommen haben. Während z. B. 1897 rund wird es ruhiger und das beängstigende Gewühl verliert sich. 1 Millionen Mart, 1898 rund 14 Millionen Mark für Brand- Hoch oben, am Dachfirst eines Eckhauses leuchtet's in bunter Schmargendorf . Die nächste Mitgliederversammlung des entschädigungen vergütet werden mußten, wurden im Jahre 1906 Flammenschrift weithin: Raucht Manoli! Unten spiegeln sich Wahlvereins findet am Dienstag, den 25. Juni, abends 8% Uhr, rund 1 Million Mart, 1905 rund 700 000 m., 1904 rund 817 000 m. die Lichter in der träge und gemächlich dahinfließenden Spree im Restaurant Wirtshaus Schmargendorf", Warnemünderstr. 6, gezahlt bei einer Versicherungssumme von rund 4764 Millionen und fern, in der tiefen Dunkelheit tanzt ein rotes Lämpchen statt. Pünktliches Erscheinen aller Mitglieder erwartet Mart . Dies hängt wohl zum Teil mit der Verlegung von gleich einem Irrlicht auf den schimmernden Wellen. Der Vorstand. gefährlichen und größeren Betrieben und Fabriken aus Berlin nach Seite liegt, den Blicken fast ganz entzogen, ein dunkeler Kahn. Bankow. Die statutenmäßig am Dienstag stattfindende Ver- den Vororten zusammen( Borsig, Schwarzkopff usw.), ist aber auch jammlung fällt aus. Anstatt dessen findet am Dienstag, den 2. Juli, bei Roszidy, Kreuzstr. 3-4, die Generalversammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: Der internationale Partei­Der Vorstand. tag usw.

scheinen.

erwartet

Der Vorstand.

Berliner Nachrichten.

Feuerwehrleute als Teppichklopfer.

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Weiter

An der

mit auf die strengere Durchführung der Baupolizeiverordnungen und Aus der Kajüte dringt ein schwacher Lichtschein und die lang­die Kontrolle gefährlicher Betriebe zurückzuführen, die mit der fort gedehnten, schwermütigen Klänge einer Ziehharmonika zittern schreitenden Entwickelung des Automobilbetriebes, der Elektrizität, durch die stille Abend luft. An der Wasserseite hin gehen Arm der Verarbeitung von Zelluloid, der Einrichtung von Dampf- in Arm zwei Studenten. Mit rauhen Bierfehlen fingen sie: wäschereien bedeutend an Ausdehnung zugenommen haben. Auto- Alt Heidelberg, du feine-! und schwenken links ab in ein mobil- und Benzinbrände sind z. B. jetzt sehr häufig, dagegen Restaurant. haben die früher sehr häufigen Tischlereibrände ganz bedeutend ab­genommen.

Auf der Spree .

Daß die Feuerwehr dienstlich zu allen möglichen Ver­Alingling!" Mit kräftigem Schalle mahnt die Schiffsglocke richtungen in Anspruch genommen wird, ist allbekannt. Daß die Gäumigen zum Einsteigen. Die Brüde wird fortgezogen, und Feuerwehrleute auch außerdienstlich hin und wieder bestimmte im nächsten Augenblick beginnt die Maschine ihre schwere Arbeit. Arbeiten verrichten, ist zwar nichts neues, aber auch wieder- Langsam, sanft schautelnd, setzt das Schiff sich in Bewegung. holt von weiten Kreisen der Bevölkerung verurteilt worden. In immer schnellerer Umdrehung peitscht die Schraube das Heute wird uns ein Fall berichtet, nach dem am Freitag früh Wasser, daß es in weißen, sich überstürzenden Kräufelwellen auf 8 Uhr im Hause Friedrich Wilhelmstraße 26, das soeben reno- rauscht. Ein stetiges Aufwerfen von Schaumbergen, die alsbald biert wird, zwei Feuerwehrleute erschienen und für eine Ge- wieder in sich zerfließen. Es ist ein lustiges Jagd- und Versteck­heimrätin Frau Gurlt 22 Stunden Teppiche klopften. Eine ſpiel. Anzahl in dem Hause gerade beschäftigte Arbeiter waren ob dieser Arbeit der Feuerwehrleute empört und gaben dem auch lauten Ausdruck.

Ueber Unpünktlichkeit der Gepädabfertigung auf der Eisens bahn wird von einem Freund unseres Blattes geflagt. Er erzählt, er habe eine Eisenbahnfahrt nach Sch wie bus gemacht und dabei sein Fahrrad mitgenommen, weil er von da aus noch weiter. radeln wollte. Eine Viertelstunde vor Abfahrt des Zuges habe er auf dem Schlesischen Bahnhof sich im Gepäckabfertigungs­raum eingefunden, um das Rad abzugeben. Da zu wenig Beamte zur Stelle waren, um den angekommenen Reisenden ihr Gepäd abzunehmen, so dauerte es bis furz vor Abfahrt des Zuges, Gepäck auszuhändigen, bezw. den abfahrtsbereiten Reisenden das ehe unser Gewährsmann herankam und sein Rad los wurde. Er bezweifelte, daß es jetzt überhaupt noch mitgehen würde, doch die schlecht ist am stärksten vertreten. Ueberall Gejuchze und Geplauder. Ion noch mit. Als aber der Befizer des Rades in Schwiebus Auf dem Dampfer herrscht reges Leben. Das weibliche Ge- paar Beamten trösteten mit philosophischer Ruhe:" Das geht Einige Rauchwöllchen lassen ein paar Rußflödchen auf die ausstieg und sich sein Rad abholen wollte, war es tatsächlich nicht hellen Toiletten rieſeln. Da, mein weißer Handschuh beschmutzt!" mitgekommen. Dreiundeinhalbe Stunde mußte er nun warten, Auch wir sind der Meinung, daß hier eine mißbräuchliche und mein neuer Sut!" so tönt es durcheinander. Bald war verwaltung sich nicht für verpflichtet, dafür zu sorgen daß das Ge bis es mit dem nächsten Zuge eintraf. Hält denn die Eisenbahn­Verwendung der Feuerwehrleute vorliegt, auch wenn es außer es bekannt, was jede Neues zur Partie angezogen hatte. Die ge- päd eines Reisenden, der eine Viertelstunde vorher sich einfindet, dienstlich in der freien Zeit geschah. Wir sind gewiß die ersten, fälligen Rußflöckchen hatten ihre Schuldigkeit getan! die für eine angemessene Bezahlung der Feuerwehrleute ein- Grell schrillt die Schiffsglocke in das Geplauder hinein. Wir noch rechtzeitig abgenommen und mitbefördert werden kann? Oder treten und haben nach dieser Richtung entsprechend gewirkt, nähern uns der Oberbaumbrücke. In scharfen Konturen heben sich wie lange vorher soll ein Reisender im Gepäckraum antreten, damit es der Eisenbahnverwaltung möglich wird, noch mehr I auch unsere Genossen im Roten Hause haben dies getan, aber ihre prächtigen Formen vom Hintergrund ab. Ein Zug der Hoch Beamte zu sparen, als sie ohnedies schon ſpart? bahn rollt donnernd über sie hinweg. Einige Kinder beschauen von wir können es feinesfalls für richtig finden, daß eine Be- der Brücke herab sehnsüchtig unseren Dampfer. Schmal und blaß amtenkategorie, die aus allgemeinen Mitteln erhalten wird, sind ihre Gesichter, abgerissen ihre Keider. Ihrem ganzen Aeußern freien Arbeitern Konkurrenz macht. ist der Stempel der Not und Entbehrung aufgedrückt.

Im Polizeipräsidium passieren merkwürdige Dinge. Dieser Tage teilten wir die Grundsäße einer neuen Polizeiverfügung mit, jetzt fommt folgende Nachricht aus dem Polizeipräsidium: " Die von den Zeitungen mitgeteilte allgemeine Verfügung über die bei der Polizeistundenverlängerung für Wirtschaften anzuwendenden Grundsäße ist nicht von dem Polizeipräsidenten selbst ausgegangen, sondern ohne seine Anordnung und sein Wissen von anderer Stelle des Polizeipräsidiums erlassen. Da bei ihr erläuternde Erklärungen fehlen, gibt sie weiten Raum zu Mißverständnissen, wie solche auch schon bei ihrer Be­arteilung in der Presse zutage getreten sind.(?)

Die Verfügung ist deshalb wieder aufgehoben." Diese Erklärung wirft ein grelles Licht auf die Zustände in ber Verwaltung des Polizeipräsidiums. Wie ist es möglich, daß irgend eine Stelle eine Verfügung erlassen kann ohne Vorwissen und Rustimmung des Polizeipräsidenten?

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Unglücksfälle im Straßenverkehr. Von einem Privatautomobil überfahren und schwer verletzt wurde borgestern abend gegen 7 Uhr der Arbeiter Paul Marzinkowsky. M. war vor dem Hause Hasen­Nicht lange dauert es und Stralau ist erreicht. Freundlich haide 52/53 im Begriff, einen Straßenbahnwagen der Linie 53 zu grüßen seine Türme aus dunklem, fattem Grün. Kreischend besteigen, als in diesem Augenblick ein Automobil so dicht an dem schießen Möben über die Wasserfläche dahin. Von einem Lasttahn Straßenbahnwagen vorbeifuhr, daß der Arbeiter umgestoßen wurde. tlingen wehmütig die Töne einer Harmonika zu uns herüber. Der Kraftwagen ging über den M. hinweg, der einen Unterschenkel­Schnelle Boote geben unserem Schiff bei der Weiterfahrt das bruch und schwere Gesichtsverletzungen erlitt. Der Verunglückte Geleite. In reicher Abwechselung lassen die schönen Ausflugsorte wurde nach einem Krankenhaus übergeführt. Zwei schwere Un­der Oberspree dem Auge wohlgefällige Naturbilder erblicken. Die glücksfälle haben sich Freitag in der Nähe des Stettiner Bahnhofs in goldiger Sonnenflut getauchten Wälder, in denen einst der zugetragen. Der Droschkenkutscher Emil Peinlich, Naunhnstr. 20 fahrende Krämer unter den Streichen der Raub, ritter", der wohnhaft, war mit seinem Fuhrwerk durch die Invalidenstraße Quibows und Konsorten, sein Leben aushauchte, widerhallen vom gefahren und an der Ecke der Gartenstraße stieß die Droschke mit lustigen Rufen fröhlicher Menschen. Ueberall frohes Leben und einem von der Seite kommenden Straßenbahnwagen zusammen. Während die Fahrgäste mit dem Schrecken davonkamen, wurde P. Frohsinn scheint auch der Herr zu empfinden, der den Steuer- bom Bock herabgeschleudert und schwer verletzt. Nach Anlegung mann fragt, ob ihm die täglichen Fahrten in dieser schönen Gegend von Notverbänden auf der Unfallstation in der Eichendorffstraße nicht auch großen Genuß böten. Natürlich, das heißt, wenn fand er in der Königlichen Klinik Aufnahme.- Kurze Zeit darauf ich Passagier wäre", antwortet prompt der Mann vom Steuer- wurde ebenfalls in der Invalidenstraße der Hausdiener Joseph ruder! Getränkt wendet der Neugierige sich an den gerade aufs Neffte von einem Laftwagen überfahren und schwer verletzt in die Deck tretenden Seizer und stellt ihm dieselbe Frage. Bin ganz Unfallstation in der Eichendorffstraße eingeliefert.

Heiterkeit.