betonen, von der Forderung des Reichstagswahlrechtes für biedere Fürst nannte gleich eine Reihe von Kandidaten, die ihm Preußen einstweilen abzu stehen und sich mit einer Abgenehm find. schlagszahlung zu begnügen. Von der Flotten- Ein sehr einfaches Verfahren, das sich vielleicht auch bei uns politit war allerdings nicht die Rede; dafür wurde aber zulande anwenden ließe... um so ausgiebiger mit der nationalen Phrase gearbeitet. Auch hat die Freisinnspresse ja schon Herrn Peter Spahn gegenüber erklärt, daß sich der Freisinn in Flottenpatriotismus vom Zentrum nicht überflügeln lassen werde!
Eine Einladung zum Niederreiten.
Die konservative, Boltswirtschaftliche Korrespondenz" redet dem Freifinn gütlich zu, doch lieber die Frage der preußischen Wahlreform noch einmal zurückzustellen und dafür das„ Niederreiten" der Sozialdemokratie fortzuseßen. Sie schreibt:
Kommunales. Stadtverordneten - Versammlung.
25. Sigung vom Donnerstag, den 26. September, nachmittags 5 Uhr.
Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet die Sizung nach 5% Uhr mit einem Nachruf für den in der letzten Woche im Alter ven 79 Jahren verstorbenen früheren langjährigen Stadtv. Heilmann.
wegen Herstellung eines Fußgängersteiges über den In den Ausschuß zur Vorberatung des Antrages Schmidt Görliber Bahnhof zum Zwecke einer direkten Verbindung der Wiener mit der Görligerstraße sind von der sozialbemo fratischen Fraktion die Stadtvo. Tolksdorf und Boigt Deputiert worden.
hoben werben foll, als sie die umfassteuer über steigt. Diese Beschlüsse sind im Ausschusse in erster Lesung mit 8 gegen 7 Stimmen gefaßt und in zweiter Lesung mit 9 gegen 6 Stimmen bestätigt worden. Angenommen wurde die vom Magistrat borgeschlagene Stala: 5 b. S. der Wertsteigerung, wenn diese mehr als 10 bis einschl. 20 v. H.. 6 v. H. der Wertsteigerung, wenn diese mehr als 20 bis einschl. 30 v.., 7 v. H. der Wertsteigerung, wenn diese mehr als 30 b.. bis einschl. 40 b. S., 8 v. H. der Wertfteigerung, wenn diese mehr als 40 bis einschl. 50 v. H., 9 v. 5. der Wertsteigerung, wenn diese mehr als 50 bis einschl. 60 b. H. des früheren Erwerbspreises bezw. des gemeinen Wertes zur Zeit des 1. April 1907 ausmacht und so weiter je 1 v. H. Wertsteigerung bis zum Höchstsate von 20 v. H.
daß für den Magistrat die Vorlage mit der Anrechnung der Umsatzs Die Magistratsvertreter haben keinen Zweifel darüber gelassen, steuer auf die Wertzuwachssteuer jeden Wert verloren hat. Referent des Ausschusses für das Plenum ist Stadtv. Bartb ( A. 2.). Von den Stadtvb. Dr. Arons und Genossen( Soz.) ist die Wiederherstellung der§§ 7 und 14 in der Fassung der Vorlage be antragt.
Die Sozialdemokratie hat sich bei der letzten Reichstagswahl eine" tüchtige Schlappe geholt. Das Resultat konnte nur dadurch erzielt werden, daß die bürgerlichen Parteien gegen die Sozial demokraten ziemlich einig waren. Noch größere Einigkeit hätte noch bessere Resultate gezeitigt. Einige weitere Migerfolge fönnen für die Partei sehr verhängnisvoll werden. Stadtv. Dr. Preuß( foz.- fortschr.): Das Prinzip der Werts Gelingt es nun, bei der nächsten Wahl zum preußischen Landtage durch ein abgeändertes Landtagswahlrecht der Sozialdemo- lage betr. die gegen die Richtigkeit der Gemeinde- worden. Ueber die Einzelheiten ist dann im Ausschuß abermals Stadtv. Michelet erstattet den Ausschußbericht über die Vor- zuwachssteuer ist von der Mehrheit der Versammlung angenommen tratie auch nur tleine Erfolge zu erzielen, so wird wählerliste erhobenen Einsprüche. Die Zahl der eine sehr gründliche Diskussion gepflogen worden, ein gedeihliches das den Mut und das Selbstvertrauen der Ge- Reklamanten hat in diesem Jahre befanntlich nicht weniger als Kompromiß ist aber nicht zustande gekommen, da trotz der be nossen heben, und es wird die Arbeiter wieder fefter an 1063 betragen, von denen 876 die nachträgliche Aufnahme in die schlossenen Verstümmelungen die schließliche Annahme keineswegs ihre Fahnen tetten. Da halten wir es denn wirklich für a wed- Liste, 122 die Vornahme von Korrekturen an der Eintragung, gesichert ist. Eine kleine Ausschußmehrheit hat konsequent die Vormäßiger, den Kampf gegen die Sozialdemo65 die Umtragung von einer Wohnung bezw. Abteilung in die lage möglichst verschlechtert.( Buruf: Abgeschwächt! Zuruf des fratie weiter zu führen. Ist die Partei endgültig nieder- andere verlangen. Stadtv. Cassel: Verbessert!) Die aus dem Ausschuß herausgeworfen, dann könnte vielleicht( 1) die Zeit gekommen sein, über Der Wahlprüfungsausschuß empfiehlt, der Reklamation der gekommene Wertzuwachssteuer ist nur eine Starikatur ihrer selbst, einige Menderungen des Landtagswahlrechts zu reden." Nichteingetragenen in 406 Fällen stattzugeben, da die angestellten Sie wir ablehnen, um nicht die Zukunft zu kompromittieren. Mit Die Volkswirtschaftliche Korrespondenz" versteht sich nicht schlecht Ermittelungen ergeben haben, daß von den 288 Steuervestanten dem Ausschußantrag zu§ 7, der die Beseitigung der sogenannten auf die Psyche der freisinnigen Führer. War doch der Ton der frei- 17 ihre Steuern bezahlt haben, von den 240 Echlafstelleninhabern rückwirkenden Straff verlangt, ist die Vorlage gefallen, sie findet sinnigen Busch- Parade ganz auf das„ Niederreiten" der Sozial- 176 Chambregarnisten find, von den 49 Armenunterstüßungs- dann auch in der Versammlung keine Mehrheit mehr. Von einer demokratie gestimmt. empfängern 34 nicht mehr oder roch nicht als solche erscheinen, rüdwirkenden Kraft kann in Wirklichkeit gar nicht die Rede sein; Wenn nun auch der Freifinn nicht auf jede Aenderung des ein Jahr in Berlin Wohnhaften 40 nicht unter diese Kategorien daß nicht nur der Ausschußantrag abgelehnt, sondern der Wortlaut von den 75 Ausländern oder Nichtstaatsangehörigen oder noch nicht um aber alle Zweifel zu vermeiden, müssen wir dringend wünschen, Dreitlassenwahlrechts verzichten kann, so wird er doch aus Haß fallen, von den 20 angeblich unter 660 M. Einkommen Veranlagten der Magistratsvorlage wieder aufgenommen wird. Es wäre ungegen die Sozialdemokratie und aus Angst vor ihr eine die 4 anderweit veranlagt sind, endlich bei 135 von 204 aus anderen gerecht, wenn die hohen Gewinne der lebten 20 bis 30 Jahre nicht Massen auch fünftig entrechtende Wahl, reform" Gründen Ausgeschlossenen diese anderen Gründe nicht zutreffen. herangezogen würden. Die Magistratsvorlage trägt allen bes um so lieber akzeptieren, als er dadurch vor der Gefahr bewahrt Die 122 beantragten Einzelforrefturen hat der Magistrat rechtigten Bedenken auch hinsichtlich des Sintens des Geldwertes wird, von den Niedergerittenen überritten zu werden!- kurzerhand vornehmen lassen. Der Ausschuß hat dies Verfahren und der Unkosten durchaus Rechnung. Abwälzbar ist die Wertgebilligt und beantragt generell:„ den Magistrat zu ersuchen, alle zuwachssteuer nicht. Mit der Normierung des 1. April 1907 aber derartige Anträge, in denen die Identität des Gemeindewählers trüge man einen organischen Fehler in die Konstruktion der Steuer unzweifelhaft feststeht, ohne weiteres selbst zu erledigen und den hinein, indem dann für alle Grundstüde gleichmäßig der gemeine Einsprechenden von der erfolgten Berichtigung Kenntnis zu geben." Bert an diesem Tage gilt und die ungeheuren Konjunkturgewinne Auch den Anträgen auf Umtragung hat der Ausschuß in Ueberein aus früheren Besikwechseln unangreifbar werden. Die Unabwälzstimmung mit dem Mogistrat zugestimmt. barkeit der Wertzuwachssteuer wird auch vom Bunde der Berliner hin, daß es vorkommen könne, daß zwei zu gleicher Zeit ein Zimmer und zwar schon 1866, für diese Steuer in überzeugendster Weise Stabtv. Dupont( Soz.): Der Perichterstatter wies darauf Sausbesitzervereine zugestanden. Schon Alerander Meher hat sich, mieten und dann jeder als selbständiger Chambregarnist gilt; er ausgesprochen und dabei auch dargetan, daß die Grundbesitzer ſelbſt erwähnte ferner, daß entweder nach der Recherche des Wahlbureaus am wenigsten an der oft folossalen Wertsteigerung die Schuld oder nach der Auskunft des betreffenden Polizeibureaus entschieden tragen. Soweit ist in 40 Jahren der Liberalismus worden ist. Dabei ist außer acht gelassen, daß auch die Stadt zurüdgetommen! Die Hausbefizer arbeiten in dein Kampf mittelungen haben in die Wagschale zu fallen. Ich habe mir die auf Borrat sollen nicht bewilligt werden; und wenn wir auch im verordneten selbst die Aften zur Recherche erhalten; auch ihre Er- gegen diese Steuer gegen ihr eigenes wirkliches Interesse. Steuern Mühe gemacht, die betr. Zimmer anzusehen, um festzustellen, ob die Gelde schwömmen, so haben wir ja das Ventil der beweglichen ersterwähnten Recherchen richtig find. In einem Falle fand ich, Steuern. Ueberlegen Sie sich also doch noch einmal recht sorg. daß der Betreffende schon 11 Jahre bei einem und demselben fältig, ehe Sie Ihr Votum abgeben! Wirt wohnt, aber die Polizei ihn nicht als Chambregarnisten in
Dem Volke muß die Religion erhalten werden. In den allgemeinen Knaben- und Mädchen- Fortbildung 8- schulen in Hof i. 2. nahm bisher der katholische Religionsunterricht nur eine Wochenstunde in Anspruch. Nun wurde beschlossen, drei Unterrichtsstunden dem Religionsunterricht zu widmen. Obendrein hat der liberale Stadtmagistrat noch den Beschluß gefaßt, die zwei Mehrstunden zu honorieren, während die Geistlichen bisher die eine Stunde nicht besonders bezahlt erhalten hatten.
Die Arbeitssklaverei der Herero!
Die„ Nordd. Allgem. 8tg." teilt mit, daß die ursprüngfiche Absicht, die Herero schon in nächster Beit wieder völlig freizugeben, zunächst" nicht durchgeführt werden könne. Bestehe doch sonst die Gefahr, daß eine allgemeine Ab. wanderung der Herero nach englischem Gebiet stattfinden werde.
Oberbürgermeister Kirschner: Der Magistrat hält gegenüber
Mache sich doch unter den Herero im Norden des Schuhgebietes fann doch nicht ausschlaggebend sein, was der Wirt oder die Wirtin den Ausschußanträgen an seiner Vorlage fest, behält sich aber bie
seit einiger Zeit ein solches Bestreben bemerkbar.
Also erst führt man den Ausrottungskrieg gegen die Herero, und nun sieht man fich gezwungen, die Arbeitsftlaberei auch weiterhin beizubehalten, um der Gefahr einer völligen Entvölkerung des Landes von Eingeborenen borzubeugen. Dabei will man so großmütig sein, die Herero nicht nur durch Polizeizwang, sondern auch durch wirtschaftliche" Wohl taten" an ihr Arbeitsjoch zu fesseln. Man will nämlich der fünftöpfigen Familie zwei Muttergiegen zur Verfügung stellen. Dies Kleinvieh soll Eigentum der Regierung bleiben und die Herero nur die Nutznießung und die Erlaubnis haben, einige von den Ziegen durch Entrichtung des Raufpreises als Eigentum zu erwerben. Hiermit soll, wie das offigiöse Blatt schreibt, gleichzeitig bezweckt werden, in die Ernährung der Kinder etwas mehr Abwechselung zu bringen und dadurch den Gesundheitszustand zu verbessern.
Das Institut der Arbeitssklaverei soll also einstweilen be
stehen bleiben!-
Die Ovambofrage.
hört!)
des Betreffenden bei der Polizei angegeben haben. Unfaßbar ist mir auch, daß, wenn zwei zusammen ein Zimmer bewohnen, ber eine bas Wahlrecht berliert in dem Augenblick, wo der andere stirbt oder auszieht. Das magistratliche Wahlbureau ist auch in dieser Beziehung keineswegs tonfequent. In der Oranienburgerstraße 84-35 wohnen jetzt 150 bis 160 subalterne Postbeamte, die durchweg als Chambregarnisten gelten, obwohl sie fein Zimmer für fich haben, sondern zu 5 bis 6 in einem Zimmer wohnen.( Sört wählen nicht Sozialdemokraten. Ich will nicht annehmen, daß, Bei der Wahl treten diefe Postillone durchweg an und wenn es anders wäre, sie dann die Qualifikation als Chambre: garnisten verlieren würden; aber um der Gerechtigkeit willen verlangen wir, daß in anderen analogen Fällen ebenso verfahren wird. Aus diesem Grunde haben wir beantragt, noch feche weiteren Reklamanten bas höchste staatsbürgerliche Recht, das Wahlrecht, zu geben. Im verflossenen Jahre sind 3% Millionen mehr an Ein tommensteuer herausgeholt worden, zumeist aus der arbeitenden ihm zusteht. Im übrigen protestieren wir gegen diese Art der Schicht; um so peinlicher sollte man jetzt jedem das gewähren, was Recherchen; der Protest wird am Wahltage badurch bekräftigt werden, daß die dritte Abteilung nur Sozialdemokraten wählt. ( Beifall bei den Sozialdemokraten.)
vor. Die Beschlüsse des Ausschusses in erster und zweiter Lesung weichen in drei Punkten von unserer Vorlage ab. Bei§ 9 ist beschlossen worden, bei der Berechnung der Steuer den Wert des Grundstückes um die Aufwendungen zu erhöhen, die der Eigentümer neben dem aufpreise ausgegeben hat. In der Vorlage war dieses Prinzip schon enthalten, der Ausschuß hat es durcharbeiten zu müssen geglaubt. Dieser Beschluß geht schon bis an die äußerste Grenze auszukommen sein. Wenn aber die Ausschußbeschlüsse zu§§ 7 des Bulässigen, aber ich persönlich glaube, es würde damit noch und 14 aufrecht erhalten werden, hat die Steuer so gut wie keinen inneren Wert mehr.( Sehr richtig!) Gerade denjenigen Gewinn will der Magistrat ja besteuern, der barin besteht, daß bei zu fünftigen Beräußerungen ein erheblich höherer Saß gewonnen wico gegenüber den früheren, und gerade die Wertsteigerung aus der Vergangenheit soll getroffen werden, besonders auch bei unbebauten Grundstücken. Mit dem Termin des 1. April 1907 wird dieser auf diesen ganz willkürlichen Termin festlegen will. Die Versamm3wed berettelt. Ich verstehe überhaupt nicht, warum man sich lung würde gut tun, diesen Ausschußantrag nicht anzunehmen. Ganz gegenstandslos wird aber die Steuer durch die Annahme der Alenderung zu§ 14. Wenn die Umsatzsteuer angerechnet werden Die Kölnische Boltszeitung" hofft, daß durch den Stadtv. Labewig( N. L.): Daß der Ausschuß mit äußerster foll, trifft auch die beschlossene Stala absolut nicht mehr zu. portugiesischen Ovambokrieg der Kampf nicht auch auf deutsches Biberalität verfahrer ist, ergibt sich schon daraus, daß es Herrn Nehmen Sie diese Ausschußanträge an, so geben Sie uns Steine Gebiet fiberspringe. Da ein Teil der Ovambos jetzt als Bahn- und Dupont nicht gelungen ist, mehr als 6 Fälle herauszufinden, die statt Brot! er zum Gegenstand seines Antrages macht. Wir sind an die Ent Stadtv. Sonnenfeld( A. L.): Ich spreche hier im Namen nicht Bergarbeiter im deutschen Dienste tätig sei, fei zu erwarten, daß fcheibung bes Cberverwaltungsgerichts gebunden. Ob jemand nur der Gegner, sondern auch der Anhänger der Steuer in den diese Gewöhnung an die Deutschen und die Erkenntnis der über Schlafbursche oder Chambregarnist ist, kann oft weber durch die Reihen meiner Fraktion; auch für die Letzteren wäre die fog. legenen Macht der Europäer den Ovambos alle kriegerischen Neigungen Aussage der Wirtin, noch durch die Aussage der Polizei ent- rückwirkende Kraft ein ausreichender Grund, die ganze Vorlage benehmen werde. Allerdings müsse das Gouvernement die schieben werden; hier hat der Ausschuß selbständig zu prüfen. abzulehnen. Mit der Minderheit meiner Freunde bin ich auch der größte Sorgfalt anwenden, damit die friedliche Ent. In den 6 Fällen ist der Ausschuß der Ansicht, daß es sich um Meinung des Kollegen Preuß, daß das Vorhandensein von Ueberwidelung nicht plögliche Störungen erleide. Dazu gehöre, Schlafburschen, nicht um Chambregarnisten handelt. Bu großen schüffen tein Grund gegen die Steuer sein kann. Wird der daß eine Belästigung der Ovambos durch Händler und einzelne Deklamationen, wie sie der Schluß der Rede des Herrn Dupont Stichtag des 1. April 1907 angenommen, fo wird allerdings die sich ansiedelnde Farmer vermieden werde. Auch das brachte, bietet dieser Gegenstand keine Veranlassung. Steuer zunächst wenig bringen und erst etwa nach 10 Jahren ein weitere Vordringen der Missionen müsse verhindert werden, sobald Stadtrat Bohm: Mit den erwähnten Postillionen hat es gewisser Beharrungszustand eintreten. Mit rückwirkender Kraft fich Unzuträglichkeiten mit den Eingeborenen einstellen. Vor allem folgende Bewandtnis. Vor zwei Jahren wurde hier ausgeführt, aber ist die Steuer für die überwiegendste Mehrheit meiner Freunde aber sei die Beunruhigung der Ovambos durch militärische wenn die Postillione in die Liste aufgenommen würden, müßten unannehmbar. Es handelt sich dabei gar nicht darum, ob cine Expeditionen und militärische Stationen zu ver- auch alle Schlafburschen aufgenommen werden. Die in der Ver- rückwirkende Kraft im Sinne des Gesetzes vorliegt; sondern wir sammlung angeregte Prüfung der Frage durch den Magistrat hat sehen volkswirtschaftlich und finanziell eine solche als vorliegend stattgefunden und ergeben, daß auf diese Poftillione, welche Dienst. an. In der rückwirkenden Kraft muß eine Verlegung aller wohnung haben, das Erkenntnis des Oberverwaltungsgerichts mirtlich liberalen Grundfäße gefunden werden. Nicht nicht Anwendung finden kann. Die Prüfung ist durch drei der Liberalismus ist seit 1866 soweit heruntergekommen; wenn Juristen bewirkt worden, die einstimmig zu dieser Ansicht gelangten. Herr Preuß so deduziert, wie er getan, befolgt er nur Einspruch gegen die Aufnahme der Postillione ist überhaupt nicht das Prinzip Lassalles und der Sozialdemokratie, wie es erfolgt. noch auf dem legten Parteitag in Essen zutage trat. oberste Grundsatz jeder Steuergefeßgebung geht doch dahin, daß bie leistungsfähigsten Schultern getroffen werden; gegen diefen Grundfah verstößt die rückwirkende Straft, und die neue Steuer stellt sich lediglich als eine andere bürgermeisters läßt erkennen, daß man auf die hinter uns liegende Art von Konfistation dar. Die Erklärung des OberWertsteigerung des Grundbefizes zurückgreifen will, sich also mit der bisherigen Steuerpolitik bankrott erklärt! Die Steuer würde zuerst beträchtliche Einnahmen aufweisen, dann aber von Jahr zu Jahr geringer werden, und eine Steuer mit diesem Kriterium ist eine schlechte Steuer. Sollte aus dieser Vorlage nichts anders werden, so liegt ein gut Teil der Verantwortung beim Magistrat; denn auf Grund der heutigen Erklärung des Oberbürgermeisters tann eine Verständigung nicht erfolgen. Es fehlt die Erklärung, daß der Magistrat eventuell auch eine abgeschwächte Vorlage atzeptieren wird.
meiden.
Auch wir wollen hoffen, daß es sich die deutsche Regierung ernstlich angelegen sein läßt, alle Reibungen mit den Ovambos zu
Dänemark.
Fort mit der Gesindeordnung!
Referent Stadtv. Michelet: In den von dem Antrage be. troffenen Fällen sind die Auskünfte dahin gegangen, daß es fich um Inhaber von Schlafstellen handelt; ich stelle aber anheim, die nach trägliche Aufnahme auszusprechen. Stadtv. Kreitling( N. 2.) spricht sich im Gegensatz zu feinen der betreffenden sechs Reklamanten aus,
Die Diensttnechte und Dienstmädchen Dänemarks, die vom Wahlrecht ausgeschlossen sind und einem Ausnahmegesek unterstehen, das der preußischen Gesindeordnung ähnlich sieht, haben beschlossen, folgendes Gesuch an Regierung und Reichs- Fraktionsgenossen Ladewig ebenfalls für die nachträgliche Aufnahme tag zu richten:
Stadtv. Dupont: Herr Ladewig hat geivissermaßen bemängelt, daß ich nur sechs Fälle herausgefunden hätte. Ja, die Zeit zu ausführlichen Recherchen ist eben außerordentlich kurz gewesen. Der Antrag Dupont wird angenommen. Im übrigen beschließt die Versammlung durchweg nach den An
" Die unterzeichneten Dienstleute aus den verschiedensten Teilen des Landes richten hiermit an die Regierung und den Reichstag die dringende Aufforderung, durch Gesetz das " Dienstleutegesetz vom 10. Mai 1854" und alle dazu gehörenden veralteten Gebräuche aufzuheben, das Dienstverhältnis zwischen. Arbeitgebern und Knechten, Mägden, trägen des Wahlprüfungsausschusses und nimmt auch die von diesem Dienstjungen zu einem freien Vertragsverhältnis zu machen vorgeschlagene Resolution an. sowie dafür zu sorgen, daß uns das Wahlrecht gegeben wird, damit wir mit den übrigen Ständen teilhaben an den Gütern der Freiheit und Gleichheit.
Es schickt sich nicht für ein freies Land, einen Sflavenstand zu haben. Gebt uns Freiheit, gebt uns Recht, und wir werden uns dessen würdig zeigen!"
Der
Die Wertzuwachssteuer- Vorlage soll nunmehr heute endlich in der Versammlung zur Erledigung Stadtb. Mommfen( Fr. Fr.): Bei der ersten Beratung habe fommen, nachdem die Beratung schon annähernd zwei Jahre ge- ich mich durch die Ausführungen des Kollegen Sonnenfeld leider braucht hat, um die bisherigen Etadien zu durchlaufen. Die betören lassen; heute tue ich es nicht mehr.( hört! hört!) Ich Magistratsvorlage war, nachdem die Mehrheit der Versammlung fich habe seinen guten Willen, überhaupt ein Stompromis herbeizuprinzipiell für die Einführung einer solchen Steuer ausgesprochen führen, ganz erheblich überschäßt. Er fvill ein Freund der Steuer hatte, an den Ausschuß zurückverwiesen worden. Dieser hat die sein, aber die rückwirkende Straft ist ihm unannehmbar. Dann von der neuen Steuer erhoffte und erwartete finanzielle Wirkung sagen Sie doch lieber gleich: Ich bin ein Gegner der Steuer! einfach illusorisch gemacht, indem er 1. den Absatz 2 des§ 7 des( Lebhafte Zustimmung.) Mit den Beschlüssen zu§§ 7 und 14 Entwurfs der Steuerordnung: Bei der Veranlagung der Zuschläge ist die Vorlage nur noch ein Stück Papier. Lassen Sie sich darum Dieser Tage hat sich der Fürst von Montenegro auf Agitations ist es belang Ios, ob der frühere Eigentumswechsel auf diese angeblich freundlichen Reben nicht mehr ein. Serr reifen begeben. Die erste Nede hielt er in Nitsitsch, wo er unter bor oder nach dem Intrafttreten dieser Ordnung Sonnenfeld hat dem Kollegen Preuß und den Freunden der Wertanderem folgendes sagte: Falls Ihr mir in die Stupschtina Stichtag für die Berechnung des von der Differenz zwischen Er- Sozialdemokraten schon beinahe nicht mehr zu stattgefunden hat", beseitigte und den 1. April 1907 als zuwachssteuer mit dürren Worten gefagt, fie feien von den einen Abgeordneten von der Boltspartei schiden werbet, so weröspreis und gemeinem Wert des Grundstücks zu erhebenden unterscheiden( Widerspruch), er hat die Wertzuwachssteuer sollt Ihr wissen, daß ich ihn erschlagen werde... Wählt in die Buschlags festgesetzt wissen will, sowie 2. dem§ 14 einen Busas gab, für ein illiberales Prinzip erflärt. Der boltswirtschaftliche Ge Stupschtina folche Leute, welche ich dort haben will" und der wonach die Wertzuwachssteuer nur insoweit er.sichtspunkt hat mit der Frage der rüdwirkenden Kraft gar nichts
Montenegro. Sehr einfach!