Partei- Angelegenheiten.
Verband sozialdemokratischer Wahlvereine Berlins und Umgegend!
Die Versammlungen der Wahlvereine, in welchen Bericht über den Effener Parteitag erstattet wird, finden heute abend 8 Uhr statt I. Kreis: Dräsels Festfäle, Neue Friedrichstr. 35. Bodbrauerei, Tempelhofer Berg. Gewerkschaftshaus, Engel- Ufer 15. Kellers Festsäle, Koppenstr. 29. Altes Schüßenhaus, Linienstr. 5. Germania- Brachtsäle, Chauffeeftr. 110.
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Rummelsburg , Witwe Weigel, Türrschmidtstraße. Lichtenberg , Kronprinzengarten, Frankfurter Chaussee 128. Schöneberg, Obsts Festsäle, Meiningerstr. 8. Die Versammlungen werden pünktlich eröffnet. Mitgliedsbuch legitimiert. Bei der Wichtigkeit der ordnung erwarten wir zahlreichen Besuch. Die Vereinsvorstände.
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Freitag, 27. September 1907.
Augenblid fant die D. mit einem Aufschrei jäh zu noch einen Taler annehmen, aber alle verlangen sie, daß der sammen und stürzte der Länge nach zu Boden, mit der Stirn Geschäftsmann der guten Ruidin" jeden Taler abnimmt, auf die Dielen aufschlagend. Jest sprang die Lehrerin zu, hob die den sie bringt. Dabei ist es interessant, zu beobachten, was Bewußtlose auf, nahm sie auf die Arme und ließ Wasser für Taler jetzt aus den verborgensten Winkeln hervorgeholt holen, um fie ins Bewußtsein zurückzurufen. Als das das ge- und in Zahlung gegeben werden: alte Taler, an die sich für lungen war, meinte Frl. D., die D. habe wohl einen Krampfanfall den Besiger vielleicht eine liebe Erinnerung knüpfte, Taler auch, gehabt. Wir vermuten, daß das Kind, das nicht sehr widerstands- die dem Besitzer einigen Sammelwert zu haben schienen. fähig ist und oft kränkelt, aber( nach Versicherung der Eltern) bisher Gegenüber solchen Talern von nicht alltäglichem Gepräge nicht an Krämpfen gelitten hat, vor Schred ohnmächtig geworden faßt dann selbst der gefälligste Geschäftsmann sich ein Herz ist. Durch zwei Schülerinnen aus der ersten Klasse wurde die D. und erklärt, daß er die Annahme verweigern müsse. Armer nach Hause geführt, wo sie bleich und verstört eintraf. Die Eltern Taler, wie begehrt warest du einst! Und jetzt lassen sie dich fanden am Arm des Kindes die Spuren eines anscheinend mit Kraft liegen, wie wenn du glühendes Eisen wärest! Doch fehlt es geführten Schlages und an der Stirn eine beträchtliche Beule sowie auch jetzt noch nicht an Leuten, die angesichts solcher Abeine Hautabschürfung. Andere Folgen haben sich nicht gezeigt, lehnungen sich allemal sofort bereit erklären, einen wenigstens bisher nicht. Aber trotz des verhältnismäßig glimpflichen ganzen Sad voll Taler anzunehmen, falls sie Ausganges dieser Prügelaffäre würde die Lehrerin vor Gericht ihn geschenkt triegen. wahrscheinlich schlecht abschneiden, falls es wahr ist, daß sie mit einem Stock zugehauen hat, der gar nicht zum Prügeln Zu dem Eisenbahnunglück am Potsdamer Ringbahnhof Tages- bestimmt war. Sie wird es nur der Nachsicht der Eltern zu danken wird uns noch folgendes mitgeteilt: In der vergangenen Nacht find haben, wenn sie unbehelligt bleibt. die Aufräumungsarbeiten auf der Unfallstätte so weit gefördert Hoffentlich läßt die Dame, die an Erfahrung wohl noch nicht worden, daß bereits gestern morgen der fahrplanmäßige Verkehr sehr reich ist, sich dieses Vorkommnis zur Lehre dienen und wieder aufgenommen werden konnte. Sowohl die Züge nach Boffen sorgt dafür, daß es möglichst vielen ihrer Kolleginnen und Kollegen als auch diejenigen nach Groß- Lichterfelde verkehren wieder regelbekannt wird. Und vielleicht nehmen die prügelnden Pädagogen mäßig. Die Gleise sind für beide Strecken von den entgleisten beiderlei Geschlechts wieder einmal das ihnen gewidmete Merkblatt Wagen befreit. Mit Hülfe von Hebekränen und Lokomotiven Rummelsburg , Restaurant Gorgas, Neue Prinz Albertstr. 70, aur Hand und leſen nach, was dort über schwächliche und nervöse wurden die verunglückten Waggons wieder in ihre alte age Kinder gesagt ist. Das wünschen wir im Interesse nicht so sehr der versetzt. Eine Beschädigung der Gleise hat nicht stattprügeleifrigen Lehrer und Lehrerinnen, denen das Merkblatt Un- gefunden. Bevor der Betrieb wieder aufgenommen wurde, annehmlichkeiten ersparen will, als vielmehr der Kinder, die sind die Gleise einer gründlichen Revision unterzogen worden. solchen Prüglern anvertraut werden müssen. Es Die beschädigten Waggons wurden außer Betrieb gesezt. sind dies die zu dem angefahrenen Bossener Zuge gehörigen Wagen. Der Waggon, in den der elektrische Zug direkt hineingefahren ist, ist fast vollständig zertrümmert. Das Brad ist nach der Eisenbahnreparaturwerkstätte in Tempelhof geschafft worden. Auch der elektrische Zug, durch den die Katastrophe herbeigeführt worden ist, bleibt vorläufig außer Betrieb. Er wird daraufhin untersucht werden, ob die Bremsvorrichtung nicht ordnungsgemäß funktioniert. Nach den Angaben des Zugführers Marschall , der bewird am 29. September von der Bülowstr. 52 nach der Kirchsammenstoß mit dem Bossener Zuge herbeiführte, soll die BremsDie Spedition Vorwärts", Bezirk Westen, Gustav Schmidt, fanntlich über das Haltefignal hinausfuhr und dadurch den Zu bach str. 14, born hochparterre, verlegt. vorrichtung nicht in Ordnung gewesen sein.
Eine Kreisgeneralversammlung für den Kreiswahlverein
Nieder- Barnim
findet am Sonnabend, den 28. September, abends 8 Uhr, in statt.
Tages- Ordnung:
1. Geschäfts- und Rassenbericht.
2. Die bevorstehende Preußenkonferenz und ihre Aufgaben. Referent: Artur Stadthagen.
3. Wahl von Delegierten.
4. Berichterstattung vom Parteitage in Essen . 5. Anträge für die Generalversammlung von Groß- Berlin. 6. Streisangelegenheiten.
Im Auftrage des Vorstandes: G. Freiwaldt, Pankow .
Zweiter Wahlkreis. Der Kassierer des zweiten Kreises Gustav Schmidt, wohnt vom 29. September ab nicht mehr Bülowstraße 52,
sondern Kirchbachstraße 14, vorn hochparterre.
Schöneberg . Genossen! Heute Freitag, den 27. d. Mts.,
abends 8 Uhr, findet die Wahlvereinsversammlung in Obsts Festfälen, Meiningerstraße 8, statt. Tagesordnung: Bericht vom Essener Parteitage. Referent: Genoffe Mar Grunwald. Diskussion. Der Vorstand.
Verschiedenes.
Zahlreichen Besuch erwartet
Achtung, Lichtenberg . Heute abend 8 Uhr findet im Kronprinzen Garten", Jnhaber Gürsch, Frankfurter Chauffee 128, eine Mitgliederversammlung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Bericht vom Essener Parteitag. 2. Diskussion. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet Der Vorstand. NB. Den Genossen zur Kenntnis, daß alle Anfragen usw., den Hiefigen Wahlverein betreffend, an den ersten Vorsitzenden, Genossen B. Brühl, Lichtenberg , Frankfurter Chauffee 61 b, zu richten find. Die Adresse des Kassierers ist A. Linke, Pfarrstraße 30.
Rummelsburg . Achtung! Seute, Freitag, abends 8 Uhr, findet, eine Versammlung des sozialdemokratischen Wahlvereins im Saale der Witwe Weigel, Türrschmidtstr. 45, statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Bericht vom Effener Parteitage. Referent: Genosse Otto John. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Der Vorstand.
Schenkendorf bei Königswusterhausen . Die Mitgliederversammlung des Wahlvereins findet Sonnabend, den 28. September, abends 8 Uhr, im Lotale von Otto Pätsch statt. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. Zahlreiches und pünkliches Erscheinen erwartet Der Vorstand. Spandan. Freitag, den 27. d. M.: Versammlung des Wahlvereins bei Kumite, Schönwalderstraße. Berichterstattung vom Parteitag und Distuffion. Um zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand, Mühlenbeck ( Bezirk Nieder- Schönhausen.) Am Sonntag, den 29. d. Wis., nachmittags 4 Uhr, findet die regelmäßige Wahlvereins versammlung bei Baersch statt. Tagesordnung. 1. Neuwahl des ersten Borſizenden. 2. Bortrag des Genossen Julius Sesse über: " Welche Bedeutung hat die politische Bewegung für die arbeitende Bevölkerung". 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. Parteigenoffen Agitiert in Anbetracht der wichtigen Lageordnung recht rege für guten und pünktlichen Besuch dieser Versammlung. Gäste sind will kommen. Abmarich der Nieder- Schönhauser Genossen puntt 2 Uhr von Bratbogel, Nordend aus. Der Vorstand.
Der Stadtverordneten- Ausschuß zur Vorberatung der Magistratsvorlage über die Errichtung von drei Gemeindeschulen auf dem städtischen Gelände an der Ecke der Plantagen- und Antonstraße hat die Vorlage abgelehnt und folgenden Antrag einstimmig an genommen:„ Die Stadtverordnetenversammlung lehnt die Vorlage des Magistrats ab, ersucht den Magistrat, eine Gemeinde- Doppelschule auf dem gesamten Terrain zu errichten und sieht einer diesbezüglichen Vorlage entgegen."
außergewöhnliche Zeitungsbeilagen. Die Zulassung von Drucksachen Wenn auch augenblicklich keine Lebensgefahr vorhanden ist, so ist Erweiterte Zulaffung von Drucksachen zur Beförderung als Das Befinden des schwerverletzten Führers ist ein leidliches. zur Beförderung als außergewöhnliche Beitungsbeilagen erfährt doch zu befürchten, daß Komplikationen eintreten können, die für den wichtige Erweiterungen. Die sog. Verlagspostanstalten, d. h. die Schwerverletzten recht gefährlich werden. Aemter, an die die Verleger die Zeitungen abliefern, sind vom Als Ursache des Unglüdsfalles tommt auch der Umstand mit in Reichspostamt ermächtigt worden, vom 1. Oktober an auch ge- Frage, daß die Einfahrt der Bossener und der Groß- Lichterfelder heftete, geklebte oder gebundene sowie über zwei Bogen starke Züge in den Ringbahnhof auf einem Gleis bezw. auf dem Kreuzungs Drudsachen zur Beförderung als außergewöhnliche Zeitungsbeilagen zuzulaffen. Die Zulaffung ist an folgende Bedingungen geknüpft: wege stattfindet. Auch auf vielen anderen Bahnhöfen, wie z. B. die Drucksachen müssen von einem Absender herrühren und sich auf dem nebenan liegenden Südringbahnhof der Potsdamer nach Größe und Stärke des Papiers sowie nach ihrer sonstigen Bahn erfolgt die Einfahrt der Züge in der gleichen Weise. Beschaffenheit zur Beförderung in den Zeitungspaketen eignen. Eine recht gefährliche Stelle ist diejenige hinter dem Bahnhof SchöneFerner müssen die Drucksachen so beschaffen sein, daß sowohl die berg. Dort müssen sich täglich auf zwei Gleisen zahlreiche Züge von Bogenzahl als auch das Gewicht der einzelnen Teile unzweifelhaft zwei Seiten in beiden Richtungen freuzen. Sobald einmal in dem festgestellt werden kann. Drucksachen, die diesen Bedingungen nicht Stellwert irgend ein Versehen eintritt, so ist an dieser Stelle ein entsprechen, insbesondere solche, die durch ihren Umfang oder ihr Gewicht die übliche Versendung der Zeitungen unter Streif- folgenschwerer Zusammenstoß unvermeidlich. Auch vor der Einfahrt band oder in Paketen erschweren, werden zurückgewiesen. Bei der des Potsdamer Bahnhofes können sich Unfälle wie der vorgestrige Berechnung der Gebühr gilt jeder Teil der Drucksachen bis zur immer wiederholen, so lange die verschiedenen Strecken nicht beStärte von zwei Bogen oder Blättern, sofern diese nach Stärke sondere Einfahrtgleise erhalten. Dies gilt auch für eine ganze und Farbe des Papiers einander gleich sind und sich durch Drud Reihe anderer Endstationen im Stadtbahn -, Ningbahn- und Vorortund Inhalt als zusammengehörig kennzeichnen, als eine besondere verkehr. Beilage. Treffen diese Boraussetzungen nicht zu, so wird die Gebühr von jeden einzelnen Bogen oder für jedes einzelne Blatt Eine Straßenverunzierung ersten Ranges leistet sich die Große berechnet. Als Bogen wird bei ungeklebten Drucksachen, wie bisher, Berliner Straßenbahn am Rosenthaler Tor. Hier stand früher jedes in sich zusammenhängende gefaltete oder ungefaltete Blatt ein vor drei Jahrzehnten aus Fachwerk erbauter Wartepavillon, ohne Rücksicht auf seine Größe angesehen, während bei geklebten, der vom Publikum fast gar nicht und selbst von Straßenbahnern Falzen und Kleben oder Heften entstandenen Blätter auch dann werden, weil dicht daneben die alten Schienen verlegt worden find gehefteten oder gebundenen Drucksachen die Zahl, der durch das nur selten benußt wurde. Derselbe mußte fürzlich abgebrochen für die Berechnung der Gebühr maßgebend ist, wenn die Bogen und die neuen Schienen zu nahe am Pavillon vorbeiführten. Allnicht durch Aufschneiden in einzelne Blätter zerlegt worden sind. gemein freute man sich über die Entfernung des das Straßenbild laffung von schriftlichen Mitteilungen duf der Vorderseite von Stelle desselben ein neuer, massiver Bau aufgeführt worden, der Kein Ankunftsstempel mehr auf allen Postkarten. Die Zu- nicht gerade verschönenden alten Bauwerks. Nun ist aber an Ansichtskarten hat bekanntlich schon seit längerer Zeit dazu ge- an Häßlichkeit seinesgleichen sucht. Wenn die Bautechniker der führt, den Ankunftsstempel bei diesen Karten ganz wegzulassen. Großen" nicht bessere Formen entwerfen können, sollen sie sich Da sonst auf der Karte fein Plaz ist, beeinträchtigte der Aufdruck ihr Schulgeld wiedergeben lassen. Oder hat man gedacht, daß ja die Lesbarkeit der Mitteilungen. Da nun vom 1. Oktober an für die Straßenbahner, die allein den Pavillon benußen, das außer bei den Ansichtspostkarten auch bei anderen Postkarten auf schlechteste gut genug sei? Gegen diesen Klobigen Wartepavillon dem linken Teile der Vorderseite schriftliche Mitteilungen nach find die unmittelbar dahinterstehenden beiden Bedürfnisanstalten den Beschlüssen des Weltpostkongresses zulässig sind, so ergibt sich geradezu architektonische Schönheiten. die Notwendigkeit, den Ankunftsstempel bei Postkarten überhaupt
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wegzulassen. Das Reichspostamt hat soeben die Bostämter ange- mit einem Lastfuhrwerk, fand Mittwochabend am Büschingplab Ein verhängnisvoller Zusammenstoß eines Straßenbahnwagens wiesen, sämtliche Postkarten vom 1. Oktober an nicht mehr mit statt. Ein aus der Büschingstraße kommender Arbeitswagen des dem Ankunftsstempel zu bedrucken. Ausgenommen hiervon sind hiesigen Engroslagers der v. Poncet'schen Glashüttenwerte ber nur die Postkarten mit Nachnahme. suchte den Büschingplaß zu freuzen, als ein Straßenbahnwagen der Linie 64 herannahte. Der Geschäftswagen fuhr seitlich gegen die Vorderplattform des Motorwaggons mit solcher Gewalt, daß die Plattform zertrümmert wurde. Der Lastwagen prallte zurüc und hierbei stürzte der auf demselben fißende 13jährige Herwarth Cohn, dessen Eltern Emanuelkirchstr. 36 wohnen, auf den Fahrdamm hinab und geriet unter das Hinterrad des Arbeitsfuhrwerks. Der Schüler erlitt einen Schädelbruch, schwere Gehirnerschütterung, wurde in hoffnungslosem Zustande nach dem Krankenhause Bluterguß in das rechte Auge und eine flaffende Kopfwunde. Er Friedrichshain übergeführt.
Androhung einer Absperrung. Die Generalverwaltung der Königlichen Museen schickt einigen Zeitungen folgende Zuschrift: " Die Umgebung der Nationalgalerie, insbesondere die Säulenhalle und die Zufahrtsstraße zum Bergamonmuseum, wird in der letzten Beit von den sich dort aufhaltenden Kindern und Kindermädchen sowie von Passanten durch Wegwerfen von Obstresten und Papier und durch Beschmieren der Mauerwände mit Kreide in widermacht daher darauf aufmerksam, daß sie zur Schließung der Säulen wärtiger Weise verunreinigt. Die fönigliche Museumsverwaltung halle und Zufahrtsstraße für alle diejenigen, welche die föniglichen Museen nicht besuchen, genötigt sein wird, wenn die Verunreinigung der genannten Dertlichkeiten in Zukunft nicht unterbleibt." Taler, Taler, du mußt wandern!
Eine große Menschenansammlung verursachte gestern abend auf dem Gesundbrunnen ein Erzeß zwischen dem 50 Jahre alten Schlosser Friedrich Schmidt aus der Koloniestr. 151, und dem Schutzmann Kampe vom Polizeirevier 101. Wie eine Korrespondenz berichtet,
Als die Schuldeputation der Stadt Berlin sich entschloß, der Lehrerschaft unserer Gemeindeschulen ein Merkblatt für prügelnde Lehrer und Lehrerinnen zu überreichen, ließ fie sich leiten von dem Gedanken, daß es im Interesse nicht nur der Kinder, sondern auch der Lehrpersonen liege, auf die Gefahren der förperlichen Büchtigung hinzuweisen. In diesem Merkblatt, das nicht etwa einen völligen Verzicht auf die Prügel pädagogik forderte, sondern in aller Bescheidenheit nur zu mehr Vorsicht beim Prügeln riet, wurde gesagt( vergl.„ Bortvärts" Nr. 107):„ Die Zahl der schwächlichen, blutarmen und nervösen Rinder ist in Gemeindeschulen verhältnismäßig Die Nachricht, daß die Taler eingezogen werden und als soll Sch. den Schuhmann mit einem Knüppel geschlagen haben, hoch. Eine an sich sehr mäßige Büchtigung, die einem fräftigen gefegliches Zahlungsmittel im Handels- worauf dieser von seinem Säbel Gebrauch machte und Sch. am Kopf Knaben keinen Schaden zufügt, wird bei einem geschwächten berkehr nur noch bis einschließlich 30. Sep- erheblich verlegte. In bedenklichem Zustande wurde Schmidt nach oder nervösen Knaben schwere törperliche oder feelische Störungen tember dieses Jahres gelten, hat in der Be- dem Lazarus- strankenhaus gebracht. verursachen können. Nach dem Urteil namhafter Pädagogen unter bölferung eine Art Panit hervorgerufen. Schon seit Wochen Die häufig gerügte Unfitte der Kinder, sich an Wagen an bleiben in Mädchenschulen körperliche Strafen am besten voll- find überängstliche Leute bemüht, möglichst jeden Taler von zuhängen, hat Mittwochabend zu einem tödlich verlaufenen Unständig." sich abzuwehren, der ihnen in Zahlung gegeben werden soll, glüdsfall Veranlassung gegeben. Der 14jährige Schüler Glanz Denjenigen Lehrern und Lehrerinnen, die sich durch das Merk- und schleunigst jeden wieder loszuwerden, den sie etwa doch hatte sich gegen 8 Uhr an einen durch die Landsbergerstraße blatt in ihrer Prügeltätigkeit nicht stören laffen, empfehlen wir zur in Zahlung genommen haben. Taler, Taler, du mußt wandern Fuhrwerk mitziehen. An der Ede der Gollnowstraße wollte der fahrenden Schlächterwagen angeklammert und ließ sich von dem Beachtung ein Vorkommnis, das sich in der 121. Mädchen von dem einen zu dem andern!" Diese Scheu vor dem Knabe den Wagen loslassen; in demselben Augenblick bog das Gemeindeschule( Brenzlauer Allee) ereignet hat. Dort hatte eine Taler wächst desto mehr, je näher wir dem Ende des Gefährt zur Seite, G. berlor das Gleichgewicht und stürzte zu Schülerin D. einer Klasse VII in einer Turnstunde den Zorn der September kommen. Es möchte eben niemand der letzte sein, Boden. Er fiel so unglücklich, daß er zwischen Vorder- und Hinter Turnlehrerin Fräulein Döring erregt, anscheinend nur den die Hunde beißen" will sagen: auf dem am achse eines zu dieser Beit aus entgegengesetter Richtung kommenden durch eine lässige Haltung. Das Kind stand da, indem es 30. September der Taler hängen bleibt. Allerdings wird auch Lastwagens geriet, deffen Räder ihm über Kopf und Beine hinwegdie Hände nicht an die Hosennaht" legte( wenn man bei noch vom 1. Oftober ab ein ganzes Jahr hindurch der Taler gingen. Dem Schüler wurde der Schädel buchstäblich gespalten, so einem Mädchen so sagen darf), sondern sie über der Schürze bon den öffentlichen Kassen angenommen, daß der Tod auf der Stelle eintrat. Die Leiche wurde nach dem in einander verschränkte. Fräulein Döring trat vor die kleine D. die mit seiner Einziehung beauftragt sind. Aber den meisten Schauhause übergeführt. hin und hob den Rod, um zuzuhauen. Nebenbei bemerkt: man erscheint's doch sicherer und vor allem bequemer, sich Eine folgenschwere Gasexplosion fand gestern in der Proskauerfagt uns, das Prügelwerkzeug fei nicht etwa ein Rohrstod gewesen, beizeiten der außer Kurs gesetzten Geldmünze zu ent- straße 25 statt. Auf dem Korridor der Schantwirtschaft von Schröder sondern ein im Turnumterricht gebrauchter fester Stab. Die D. ledigen. Viel Schererei wird jetzt besonders den kleineren war die Gasleitung undicht geworden, ohne daß Sch. etwas dabon glaubte, der Hieb gelte einer hinter ihr stehenden Schülerin, die Geschäftsleuten durch die Talerscheu ihrer Kunden bereitet, den Lampe nach dem Keller hinuntergehen wollte und dabei den langen bemerkt hatte. Als er nun ahnungslos mit einer brennenden bielleicht irgend etwas falsch gemacht habe. Da fiel der Sieb Schlächtern, Bäckern, Materialwarenhändlern, Grünfram- Sorridor passierte, erfolgte plötzlich eine heftige Gaserplosion. Die and traf sein Biel , den Arm des abnungslosen Kindes. Jm nächsten händlern usw. Keine Hausfrau mag gern in einem Laden Wirkung der Explosion war eine recht verhängnisvolle. In dem