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Bürgerlicher Gemeindeklünget.

der fozialdemokratischen Abgeordneten der dritten Duma zu über- 1 innegehalten, weil sie nicht die Schlichtungskommission angerufen

Finnland . " Presfreiheit."

Aus Helsingfors wird uns geschrieben:

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In Köln fämpfen die Liberalen und die Ultramon- geben.­tanen gegenwärtig um den Besitz der Rathausmandate in der zweiten Wählerklasse. Der Ausfall der Wahl entscheidet, ob die Liberalen die Mehrheit im Gemeinderat behalten oder ob sie wieder an die Ultramontanen übergehen soll, die sie vordem hatten. Der Wahlkampf dreht sich um den Nachweis, unter wessen Herrschaft, ob Am 7. November teilte die konstitutionelle" Polizei der Me. unter dem blauen oder dem schwarzen Regiment am meisten ge- baktion des sozialdemokratischen"" Thömies" die Borschrift des flüngelt, am meisten politischer Aemterschacher getrieben worden ist. Generalgouverneurs mit, daß es dem Työmies" unterfagt ist, Der Führer der Liberalen hatte behauptet, daß während der etwas fiber den soeben hier tagen den kongreß der Kadetten­8entrumsherrschaft bei allen Stellen, die von der Stadt- partei zu veröffentlichen. Die Verhandlungen werden schon an verwaltung ausgeschrieben wurden, die Bewerbungen von und für sich so geheim geführt, wie es den russischen Zuständen ent­Protestanten beiseite gelegt, dann alle freidenkenden spricht, so daß jener Befehl ganz überflüssig war, wenn er nicht ein Satholiten ausgeschlossen worden seien, so daß immer bewußter Hohn auf die konstitution" fein sollte.- nur ein waschechter Ultramontaner in Frage tam. In einer Wählerversammlung am Sonntag hat nun der Führer der Kölner Rathausliberalen behauptet, daß unter der Zentrums­herrschaft der Oberbürgermeister bei dem Vortrag über die Per­fonalien der Bewerber oft gesagt habe: Auf die protestan= tischen Bewerber einzugehen hat keinen 8wed, daja doch nur ein Katholit gewählt wird."

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Aus der Partei.

Warnung.

Bom Parteivorstand wird uns geschrieben:

habe. Außerdem habe die Firma die Kläger durch die Entlassung des Zeugen Westfahl und durch die Redensarten des Sohnes des Herrn Schladzig unnötig gereizt. Wenn man überdies noch die Berrufserklärung in Betracht ziehe, müsse das Vorgehen der Be tlagten als ebenso tarifwidrig wie das der Kläger bezeichnet werden. Demnach stehe der Firma ein Schadenersazanspruch nicht nicht zu. Die Kosten bes Rechtsstreites wurden der Beklagten auf­

erlegt.

Unterirdische Kinderarbeit.

Oft wird angenommen, die Kinderarbeit unter Tage sei mur ein Privileg für Italien und Belgien , in Preußen- Deutschland sei die Sozialgesetzgebung in diesem Punkte weit vollkommener. Tat­fächlich ist das aber nicht der Fall. Auch in Deutschland arbeiten immer noch tinder gleich nach ihrer Schulentlassung in den Gruben unter Tage. Generell ist allerdings das Verbot der unterirdischen Beschäftigung von Personen unter 16 Jahren geseglich ausgesprochen. Aber der Minister hat die Befugnis, ausnahmsweise von diesem Berbot au dispensieren, Ursprünglich war diese Lizenz nur als Uebergangsbestimmung gedacht; indessen ist die unterirdische Kinder­

Der Stadt- Anzeiger " der Kölnischen Zeitung " wußte sogar zu In letzter Zeit ist uns mehrfach mitgeteilt worden, daß unsere beschäftigung im letzten Jahrzehnt nicht eingeschränkt, sondern er­Berichten, daß die Kölner Ultramontanen bei der Aemter- Genossen in verschiedenen Orten von Schwindlern gebrandschatt weitert worden., Wie viel Kinder überhaupt von 14-16 Jahren bergebung einem ähnlichen Brauche folgen, wie er worden sind, die sich als ruffische Flüchtlinge ausgegeben haben. Schon als Bergarbeiter unter Tage beschäftigt sind, wird amtlich in der höheren Bureaukratie gegenüber den Korpstudenten wir ersuchen die Parteigenossen dringend, derartige Unterstützungs- nicht publiziert. Nur über die Zahl der Kinder in den Mans. geübt wird. In Köln wurden nämlich solche Bewerber bevorzugt, gesuche überhaupt abzulehnen. Parteigenossen, die vor der Bergwerfen gibt die Bergbehörde genaue Auskunft. felber Kupferschiefergruben und in den schlesischen Die sich als alte Herren der unitas", einer befferen fatholischen Verbindung, ber auch Herr Trimborn angehört, aus- Rache des russischen Despotismus flüchten mußten, reisen überhaupt nach wurden Kinder von 14 bis 16 Jahren unterirdisch ausgenuzt im Jahre Mansfelder Bergbau Oberbergamtsbezirk Breslau

nicht im 2ande herum, um die Provinzial- und Kreis­weisen konnten. Natürlich wissen die Ultramontanen ähnliche Geschichten organisationen wegen Unterſtüßung anzugehen. von den Liberalen zu erzählen, und so erweisen die beiden Parteien ihre Befähigung zur Mehrheit nicht daran, wer am meisten für das Gesamtwohl der Stadt geleistet, sondern wer dem anderen den meisten Klüngel nachreden kann!

Dieselben Liberalen und dieselben Ultramontanen, die sich hier mit so großem Eifer den Platz an der Futterkrippe streitig machen,

Mumien in Purpur.

Insbesondere warnen wir vor einem gewissen Iwanowitsch und einem Schulenbart, der sich auch als Jacobovitsch ausgibt. Zum preußischen Parteitage.

1896.

1900.

1903

704

865

900

644 1015

Da

Die Zahl der Kinder in Bergwerfen ist also ganz bedeutend vermehrt worden, obgleich alle Gründe Wenn man sich vorstellt, daß ein eben aus der Schule entlassenes der Moral und der Hygiene gegen diese Kinderausnugung sprechen. seind gleich in die Grubentiefe geschickt wird, dort in gefährlicher

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In einer Parteiversammlung in Sönigsberg, die am zetern über die Sozialdemokratie, die angeblich die Krankenkassen 7. November tagte, führte der Referent Genosse aase, der auch durch die Besetzung der Beamtenposten parteipolitisch ausnutt auf dem preußischen Parteitage in Berlin über die Organi. Situation stundenlang, oft ohne jebe Aufsicht, verbleiben muß, dann fation in Preußen das Referat halten wird, über diesen Bunkt unter anderem aus, daß er sich zwar mit dem veröffentlichten faßt den fühlenden Menschen tiefes Mitleid mit dem unglücklichen Organisations Statutenentwurf der Berliner Genossen einverstanden Broletarierkind. Natürlich werden die kapitalistischen Jutereffenten erklären könne, die Leitung müsse jedoch etwas anders aussehen, als auch diese Kinderausnuzung als eine Vergünstigung der Arbeiter" der Entwurf es vorschlage. Die Mitglieder der Landeskommission entschuldigen. Wem aber der Arbeiter und Boltsschutz fein leerer dürften nicht auf dem Parteitage, sondern müßten von den Provinzial. Schall ist, der wird die unterirdische Kinderarbeit als ein Ueber­resp. Bezirksverbänden gewählt werden. Der geschäftsführende Ausschuß bleibsel aus der Barbarei verwerfen. dieser Kommission dürfe auch nicht über ganz Preußen verstreut sein, fondern müsse in Berlin seinen Sitz haben. Nur dann könne er in fteter Fühlung mit dem deutschen Parteivorstand die Agitation kraft­voll und wirksam anregen, einleiten und für deren Durchführung forgen. Die zu schaffende Organisation sei ein Produkt des wachsenden Interesses der preußischen Parteigenossen. Deshalb dürfen wir hoffen, daß uns der Parteitag etwas Gutes und Brauch­bares schaffen werde.

Kardinal Kremen, bis 1899 Erzbischof von Köln , erbaute sich an der Offenbarung Johannis und schrieb Bücher über den Untergang der Welt, der nach des Kardinals Ansicht im Jahre 1950 erfolgen sollte. Kardinal Fischer, sein Nachfolger, beschwört in einer Nede zu Düsseldorf , worin er sich wegen der Bonner Vorgänge zu recht­fertigen versucht, den Geist des heiligen Thomas bon Aquino und verkündet ihn als seinen geistigen Führer:

" Ich will es nicht lengnen, meine Theologie hat ihre Wurzel im 13. Jahrhundert: ich bin ein treuer Schüler des großen Lehrers im 13. Jahrhundert, des Engels der Schule, des heiligen Thomas von Aquin , und rühme mich dessen. Seil meinen Studienjahren sind seine tiet= finnige werte der egenstand meines fort gefeßten Studiums gewesen, und es ist mir noch heute eine Freude und eine Erholung, in den wenigen Mußestunden, die mir erübrigen, darauf zurückzukommen." Was werben wir im zwanzigften Jahrhundert von römischen Bischöfen noch für Ueberraschungen erleben!-

frankreich .

Bespitelung der Antimilitariften.

Die Humanité" veröffentlicht die Abschrift eines Rund schreibens, durch das die Präfekten im Auftrage des Minister präsidenten die Polizeikommissare anweisen, antimilitaristische Treibereien streng zu überwachen und über solche Gruppen und Individuen, die diese Treibereien unterſtüken, an die Be­hörden fortlaufend genaue Auskunft gelangen zu lassen.

Als Delegierte zum preußischen Parteitag wählte die Ver­fammlung, die sich mit den Ausführungen des Referenten einver­standen erklärte, die Genossen a afe und eriefe. Auch übertrug eine vorher stattgefundene Frauenversammlung dem Genossen Haase ein Mandat zur Frauentonferenz und verzichtete auf die Entsendung einer besonderen Delegiertin aus Stönigsberg.

Gemeindewahlen.

In Klein Steinheim bei Hanau errangen unfere Ge­noffen bei der Gemeinderatswahl von fünf zur Wahl stehenden Mandaten vier. Sie verfügen mun über die Majorität. Bon neun Gemeinderatsmitgliedern sind sieben Sozialdemokraten. die Bürgerlichen haben nur zwei Vertreter. Das sind Zeichen des Fortschritts 185

Polizeiliches, Gerichtliches ufw. Straftonto der Presse. Halle a. S., 12. November. ( Pribattelegramm des Vorwärts".) Genoffe Leopold bom Boltsblatt für alle wurde Das Parlament ist heute zu feiner bom öffengericht wegen Beleidigung eines Pastors, steuen Tagung zusammengetreten. In der Deputiertenkammer wurde eines Gendarmen und Kränkung der Beiger Polizei zu Schollaert wieder zum Präsidenten gewählt. brei Monaten Gefängnis und 200 M. Geldstrafe verurteilt.

Brüffel, 12. November.

Belgien .

England.

Gegen die Kongoverwaltung.

Der Erzbischof von Canterbury , die Vertreter der Seltenkirchen, ble Vorsteher der verschiedenen philantropischen Vereine, der Sekretär der Arbeiterpartei( Genosse Macdonald), der Sekretär des Trade­

rede ausarbeite.

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Rußland.

Die beratende" Duma.

Soziales.

Ein Unternehmer, der Streifentschädigung verlangt.

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Gewerkschaftliches.

Ein gefährdetes Gewerbe.

Es

Die Filiale Berlin des Töpferverbandes hielt am Montag it Kellers Festfälen eine öffentliche Mitgliederversammlung ab, um den Bericht von der Ofensetzerkonferenz entgegenzunehmen. handelt sich bei dieser Konferenz um folgendes: Wie andere gewerb­liche Arbeiter durch die Maschine aus dem erlernten Berufe ver­drängt werden und unter häufiger Erwerbslosigkeit zu leiden haben, so zeitigte im Ofenfeßergewerbe dieselben nachteiligen Erscheinungen die überhandnehmende Zentralheizung; der Stachelofen muß immer mehr neueren, zentralisierten Heizungssystemen Platz machen. Man ist im Ofen­setzergewerbe der Ueberzeugung, daß sich zwar auch hier die fort fchreitende Technik nicht aufhalten lasse, aber es besteht daneben die weitverbreitete und wohl auch zutreffende Ansicht, daß die unsoliden Praktiken, wie sie vom Baugewerbe überhaupt, auch auf die Ofen­fetgerei übertragen wurden, es mit verschuldeten, den früher so beliebten Kachelofen in Mißkredit zu bringen. Man baut

heute den Ofen nach außen in prächtigen Formen, verwendet jedoch häufig nur schlechtes Material besonders für den inneren Ausbau, wodurch derartige Defen ihren Wert als Heizungskörper bollständig verlieren. Gefährden die neuen zentralisierten Heizungs­systeme das Ofenfegergetverbe, fo bot sich andererseits durch die neuerdings für alle Zwecke und Räume in Anwendung gekommene Fliesenlegerei neue Erwerbsgelegenheit. Das Fliesenlegen ist eigentlich Töpferarbeit, doch wurde sie von den Unternehmern zu wenig beachtet, wodurch es tam, daß derartige Arbeiten, statt von Töpfern, durch Maurer usw. ausgeführt werden.

Die hier ffizzierte Lage des Töpfergewerbes nebst den zahl­reichen gewerblichen, die Gesundheit der Arbeiter und des Gewerbes untergrabenden Mißständen gaben den organisierten Arbeitern den Anlaß, zum 3. und 4. November eine Konferenz für das Dfensey­Unions Rongresses( Steadman) und mehrere Oberbürgermeister Das Berliner Gewerbegericht hat gestern über eine Klage- gewerbe nach Dresden einzuberufen. Ueber den Verlauf dieser Großbritanniens veröffentlichen einen Aufruf an die britische sache entschieden, die das Gericht schon zum vierten Male be­stonferenz berichtet in der Versammlung das Mitglied Nation, in dem diese aufgefordert wird, eventuell der schäftigte und die dadurch besonders merkwürdig wurde, daß der Sorg: Die Konferenz hatte sich eines zahlreichen Besuches britischen Regierung diejenige Stüge zu geben, die nötig Beklagte, die Firma Schladzig u. Mellin, Widerklage auf Schaden- feitens der Arbeiter sowohl als auch der Unternehmer aus allen sein wird, um die Kongoafte auszuführen und das Wohl ersatz für durch Arbeitsniederlegung angeblich erlittene Berluste Teilen Deutschlands zu erfreuen. Gesellen waren 31 und Unter­ergehen der Kongoneger zu fördern. Borerst müßte Belgien erhob. Die Kläger waren acht Fliesenleger, die rüdständigen Lohn nehmer 28 anwesend. Außerdem war zugegen vom Ofenfabrikanten­versuchen, Reformen einzuführen; falls Belgien versagt, müßte die forderten, insgesamt 128,70 M. Der Lohn war ihnen vorent- Verband Dr. Forstreuter und von der Münchener Fach­britische Regierung die Signatarmächte der Kongoalte zu einem halten, weil sie am 3. September dieses Jahres die Arbeit nieder- und Gewerbeschule der Lehrer Eder. Redner erörtert noch­Kongresse einladen. Sollte auch dieser Schritt zu feinem Resultat gelegt hatten und anderen Tages eine Sperrannonce im Vor­die mals jene Ursachen, Als sie am Sonnabend, dem Zahltage führen, so bliebe nichts anderes übrig als die britische Regierung zu wärts" erschienen war. zur Einberufung der Konferenz und führten behandelt dann zwingen, selbständig vorzugehen und Zustände zu beseitigen, nach der Arbeitsniederlegung, ihren Lohn haben wollten, rief der eingehend die Konferenz­die eine Schmach für die Menschheit und eine Bedrohung der Sohn des Herrn Schladzig, ein blutjunger Mann, ohne sie auch nur verhandlungen selbst. Bon den anwesenden Unternehmern Bivilisation darstellen. mit einem Worte zum Verlassen des Hauses aufgefordert zu mußten die Mißstände anerkannt werden und nach längeren Be­haben, die Polizei zu Hülfe, um sie hinausbringen zu lassen. Die ratungen einigte man sich dahin, den beiderseitigen Drganisationen geftrige Verhandlung hatte einen eigenartigen Anfang. Zunächst die Einseßung einer ständigen Kommission zu empfehlen, deren Auf­wendete Herr Schladzig fich dagegen, daß ein Kläger, M. Anton, gabe es sein soll, die gewerblichen Mißstände festzustellen und zu Gegenwärtig halten die Rechten" täglich Verfanımlungen ab, der Vorsitzende der Fliesenlegerfettion des Maurerverbandes, die deren Beseitigung geeignete Mittel anzuwenden. Diese nicht unter m dene: Tattil und Aufgaben der Duma erörtert werden. So Bertretung für zwei nichterschienene Kläger übernommen hatte. fünf Mann starke Kommission soll ihren Siz in Dresden haben, die Er beantragte ihn als gewerbsmäßigen Vertreter vor den Ge­wurde, wie Ruſij " berichtet, in einer Bersammlung beschlossen, werbegericht nicht zuzulassen. Selbstverständlich wurde der Antrag entstehenden Stoften sollen gemeinsam getragen werden. Eine darauf zu bestehen, daß die Duma eine Antwort auf die Thron abgelehnt. Dann meinte er, die Kläger suchten dadurch einen andere eingelaufene Resolution wurde der zu wählenden Kommission Sollte die Duma dies ablehnen, so würden moralischen 3wang auf ihn auszuüben, daß sie einen Bericht als Material überwiesen, um für deren Arbeiten als Nichtschnur zu der Verband der echtrussischen Leute, die Mitglieder der Abelsorganisation und die Monarchisten an den Baren eine felb. erstatter des Vorwärts"" herbestellt hätten. Das sei unzulässig. dienen. ständige Adresse entfenden, in der neben den untertänigsten Gefühlen begreiflich, daß die Verhandlungen öffentlich find. Nach diesen mitzutvirken und zu den Kosten beizutragen. Die Kommission sollte Der Vorsitzende, Gewerberichter von Schulz, machte dem Herrn Auf der Konferenz hätten sich die Unternehmer bereit erflärt, ber Wunsch ausgedrückt sein wird, in der Duma eine ausschließlich Bräliminarien begann die eigentliche Verhandlung. Beklagter gleich gewählt werden, doch haben die Arbeitervertreter dies abgelehnt beratende, und nicht eine gesetzgebende Körperschaft zu sehen! Erst erklärte sich bereit, einem der Kläger die von diesem geforderten dann", so soll es in der Adresse heißen, wird sich die von der 12,10 M. zu zahlen. Dieser Kläger 30g nach Empfang des Geldes mit der Begründung, die Wahl möge den Organisationen überlassen Revolution hervorgerufene Verwirrung der Gemüter legen". feine Klage zurüd. Die Forderung der sieben weiteren Kläger werden. Mit den Beschlüssen könnten sich die Kollegen einverstanden bestritt der Beklagte und erhob gegen fie Wiberklage. 18 Fliesen- erklären, es gelte aber jetzt, nicht darüber zu beraten, sondern an In der letzten Sigung des Zentralfomitees der sozialdemo- leger feien an der Arbeitsniederlegung, fo führte er aus, beteiligt. Die praktische Arbeit zu gehen, damit es gelinge, die weitverbreitete fratischen Arbeiterpartei Rußlands wurde u. a. die Frage erwogen, Die hätten ihm insgesamt 446,25 Mt. Schadenersatz zu zahlen. Bentralheizung zurückzudrängen, dem Ofen zu feinem Rechte zu vers ob die sozialdemokratischen Abgeordneten an den offiziellen Festlich- Biervon verlange er von den Klägern je 24,50 W. Als Sach- helfen und gesunde gewerbliche Zustände zu erzielen. keiten anläßlich der Eröffnung der dritten Duma teilnehmen sollen. Freien Vereinigung der Fliesenleger, geladen. Er sollte nament verständiger und Zeuge war Genosse Putlis, Vorsitzender der An der Diskussion beteiligen sich Minzapost, Spichalsti, Einstimmig wurde beschlossen, den sozialdemokratischen Abgeordneten lich über die Tarifverhältnisse im Fliesenlegerberuf Auskunft Peuter, Friz Wollf und der Vorsitzende Sega we. Die zu empfehlen, darauf zu verzichten. geben. Er bekundete: der auch von der Firma Schladzig u. Mellin Redner erklären sich im allgemeinen mit der Konferenz und den Dann wurde die Frage der Taftit, welche die sozialdemokratischen anerkannte Tarifvertrag der Freien Vereinigung" hatte nicht für Ausführungen des Referenten einverstanden und wird erwartet, Abgeordneten bei den Präsidiumswahlen anwenden sollen, die Sektion der Fliesenleger, der die Kläger angehören, Geltung. daß die Unternehmer das gegebene Wort innehalten. Sowie besprochen. Ein Teil der Mitglieder des Zentralfomitees schlug vor, Ein zweiter Beuge, Mitglied der Freien Bereinigung, Bertrauens- diefe ihre Solidarität zu betätigen wissen, wenn es gelte nicht an den Wahlen teilzunehmen. Andere schlugen ihrerseits mann im Betriebe, war von der Firma am Sonnabend vor der gegen die Gesellen vorzugehen, sollten sie sich gegenüber Arbeitsniederlegung entlassen worden, und die Firma suchte ihn den Bauunternehmern einig zeigen und energisch das von folgende Resolution vor: Von dem Prinzip der Swedmäßigkeit ausgehend, müssen die auch eine Verrufserklärung gegen die in den Streit getretenen diefen zum inneren Ausbau der Defen gelieferte minderwertige dann aus seiner nächsten Arbeitsstelle hinauszudrängen, wie sie den Bauunternehmern einig zeigen und energisch fozialdemokratischen Abgeordneten bei den Präsidiumswahlen die Fliesenleger ins Werk jezte. Dieser Zeuge bekundete u. a., daß Material zurüdiveifen. Die Gesellenorganisation werde das Kandidaturen solcher Personen unterstützen, deren Wahl die größte der junge Herr Schladzig sich ihm gegenüber geäußert habe: Die ihrige tun, bei den Arbeitern eine gewissenhafte Ausführung der Garantie der Unparteilichkeit, ebenso der Nedefreiheit bedeutet. Die Fliesenleger müssen nach meiner Bfeife tanzen, rumspringen, wie übertragenen Aufträge durchzusehen, die angebliche Pfuscharbeit fei fozialdemokratischen Abgeordneten stimmen für den am meisten ent- ich will." Nach mehrstündiger Verhandlung und Beratung ver- jedoch auf die schlechte Entlohnung wesentlich zurückzuführen. sprechenden Kandidaten nur in dem Falle, wenn die Wahl dieses urteilte das Gericht die beklagte Firma, den Klägern die geforderten Bweifellos stehe fest, daß der Rückgang des Gewerbes durch die Kandidaten von den Stimmen der Sozialdemokratie abhängt, Löhne, im ganzen 116,60., zu zahlen. Mit der Wiberklage wurde die Firma abgewiesen. im anderen Falle enthalten sie sich der Abstimmung. Bei reaktionären wurde die Firma abgewiesen. In der Begründung wurde aus- unfoliden Brattiken seitens der Unternehmer verschuldet wurde. geführt: da es erwiesen ist, daß die Kläger den Tarifvertrag der Schließlich nahm die Versammlung die nachstehende Resolution Kandidaten stimmen sie aber dagegen. Freien Vereinigung stillschweigend anerkannt hatten, hatten sie einftimmig an: Diese Meinungen erhielten gleiche Stimmenzahl( je 5 Stimmen), nicht das Recht gehabt, die Arbeit ohne weiteres niederzulegen. Die am Montag, den 11. d. M., in Kellers Festsälen ver­und das Zentralfomitee hat befchloffen, beide der Begutachtung Jedoch habe auch die Beklagte die Bestimmungen des Tarifs nicht fammelten Mitglieder des Zentralverbandes der Töpfer Deutſch

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