Einzelbild herunterladen
 
  

Nr. 7. 26. Jahrgang.

2. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt. Sonnabend, 9. Januar 1909.

Partei- Angelegenheiten.

mit zwanzig Revisionen. Aber ein Blick zeigt auch sofort, daß hier der Seher ein*( geboren) statt eines( gestorben) gegriffen( oder umgekehrt) und der Korrektor das übersehen hat. Lessing ist in der Tat nicht 1781*, sondern und Stepler ist nicht 1571, sondern*.

H

11

"

eine Dame, die derartige ähnliche Einrichtungen in anderen Großstädten des Kontinents, Amerikas und Asiens kennen ge= lernt hatte, äußerte sich beim Weggehen dahin, daß sie nur eins vermißt habe, nämlich ein Filetbeefsteak für jeden. Solche Aeußerungen nehmen nicht wunder. Sie zeigen, daß die Ver­waltung sehr viel tut, daß die Obdachlosen dies durch vermehrten Besuch anerkennen und von weit her nach Berlin kommen, um hier im Winter ein Unterkommen zu finden."

"

"

17

Stralau. Die Generalversammlung des Wahlvereins findet Sonntag, den 10. d. M., nachmittags pünktlich 2 Uhr im Lokal von Loeke, Alt- Stralau 5 statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Vor- Ob Luther am 29. oder 31. Oftober seine Thesen an­standes und der Funktionäre. 2. Bericht aus der Gemeinde- geschlagen hat, ist heute für die Arbeiter gleichgiltiger als zu vertretung. 3. Neuwahl des Gesamtvorstandes. 4. Vereinsangelegen wissen, unter welchen Umständen und zu welcher Zeit heiten. Mitgliedsbuch legitimiert. Der Vorstand. Diese Ausführungen decken sich vollständig mit dem, was Herr der geistige Vater und Gründer des Reich" feinen Fisch bed oft genug in der Stadtverordnetenversammlung vor­Pankow. Am Sonntag, vormittags 8 Uhr Flugblattverbreitung Falscheid geleistet oder seinen Scheiterhaufenbrief" Scheiterhaufenbrief" an getragen hat. Das ist Geist von seinem Geist!" Ginge für die Wahl. Materialausgabe Sonnabendabend 8 Uhr bei seinen Freund und Helfershelfer Hammerstein von der es nach ihm allein, so würden allerdings mit den Obdachlosen sehr Abendroth. Der Vorstand. Kreuzzeitung " gerichtet hat. Und der Aerger über solche viel weniger Umstände gemacht." Die Obdachlosenfrage, die er Reinickendorf - West. Sonntag früh 8% Uhr findet für den Daten hat dem Reich"-Kritiker den Humor geraubt; sonst meint, liegt der Gummifnüppelbehandlung und der Arbeitshaus­4. Bezirk eine Handzettelverbreitung bei Mombrai, Schillingstraße ntüßte er auch wissen, daß wir mit dem Franzosenfresser" überweisung näher als dem Filetbeefsteat", das von der viel­statt. Der Vorstand Menzel nicht den Maler Menzel meinen fonnten. gereisten Dame in sattem Hohn als das allein noch Fehlende Französisch- Buchholz . Am Mittwoch, den 13. Januar, abends Nur gegen eins möchten wir uns verwahren: als ob vermißt worden sein soll. Ein starkes Stück ist die Unverfroren­8 Uhr findet bei Kähne, Berliner Straße 39, die Generalversamm wir unsere Dichter und Denker als überwundene Größen" heit, mit der in der Freisinnigen Zeitung" der bermehrte lung des Wahlvereins statt. Tagesordnung: 1. Bericht des Vor- systematisch aus dem Kalender fernhalten. Das ist eine Besuch" Obdachloser hingestellt wird als eine Anerten­standes und der Revisoren. 2. Bericht des Gemeindevertreters. Stöckersche Wahrheit. Zu Dugenden sind Dichter, Denter, nung" der Fürsorge", die ihnen zuteil werde. Wenn nicht 8. Neuwahl des gesamten Vorstandes. 4. Vereinsangelegenheiten. Maler, Bildhauer den Arbeitern in Erinnerung zurück- die Verwaltung so sehr viel" für die Obdachlosen täte, dann Am Sonntag, den 10. d. W., vormittags 10 Uhr handzettel gerufen: aber der Kalender dient wie unsere Zeitung würden sie doch nicht, so soll der freifinnige Spießbürger folgern, berbreitung. Treffpunkt bei Kähne. Der Vorstand. Agitationszwecken und da ist die Erinnerung, daß in Masse ins Obdach laufen. Das ist berlinisch- kommunal froi, Bezirk Waidmannslust . Der Lehrkursus für die Drte Waidmanns- Bismarck die Emser Depesche gefälscht, um den Krieg zu pro- finnige Logik. Sie steht auf derselben Höhe, wie die von reaktio­Inst, Wittenau , Hermsdorf und Glienicke beginnt am Dienstag, den vozieren, oder daß Wilhelm II. am Tag nach den Kaiserreden- nären Scharfmachern oft vorgetragene Schlußfolgerung, daß die 12. Januar, abends 8 Uhr im Forsthaus zu Hermsdorf, Augusta- debatten im Reichstag beim Fürsten Fürstenberg Tingeltangel- Gefängnisse nicht so voll wären, wenn sichs darin nicht ganz be­Bittoria- Straße. Teilnehmer können sich noch melden bei ihren Ab- fänger belobt hat unter Umständen angebrachter! Aber das haglich leben ließe. Sogar von weit her, so meint Herr Fischt, teilungsführern sowie am ersten Kursusabend. Der Vorstand. geben wir zu: die Drdensverleihung an Polizeihaupt kommen die Leute nach Berlin , um im Winter in seinem mann Stefan fann so gleichgültig sein wie der Gummifnüppelparadies Quartier zu nehmen. Hauptmann selber, aber diese Ordensverleihung fiel den Mit Herrn Fischbeck beklagt die Frcisinnige Zeitung", daß Arbeitern deshalb so auf, weil Polizeihauptmann Stefan der ihm all seine Liebe von den Obdachlosen nicht mal gedankt jenige Beamte war, der bei der Wahlrechtsdemonstration an wird. Das Blatt erzählt: der Gertraudtenbrücke in so schneidiger Weise gegen die und seine eigenen Spigel à la Staffube nicht schonte. waffenlosen friedlichen Demonstranten vom Leder ziehen ließ

Berliner Nachrichten.

Unser historischer Kalender

hat es wieder einmal den Frommen und den Patrioten an­getan. Ueber anderthalb Spalten gießt das Reich" seinen Schmerz aus. Zwar muß es den Ernst der Bildungs­bestrebungen der organisierten deutschen Arbeiter anerkennen, sogar ein Wort des Lobes für die hübsche und geschmackvolle Ausstattung des Kalenders verschwendet das fromme Blatt, aber ,, um so unerfreulicher" ist ihm der Inhalt.

Was erregt seinen Zorn?

Kalender das Reich" seinen Verstand nicht mehr so anzu­So viel zur Aufklärung, damit für den nächstjährigen strengen braucht.

Reider wurden die vielen Mühen vielfach mit schnödem Une dank usiv. belohnt. Von den praktischen Geschenken, die Weih­nachten an zahlreiche Obdachlose verteilt wurden, wanderten viele sofort zum nächsten Budifer. Das Angebot von Hemden usw. war schließlich so groß, daß die Budiker für Hemden im Werte von 2,50 M. nur 40 Pf. zahlten. Der neue Erlös wurde natür­lich gleich in Schnaps umgesetzt, das sind die Kehrseiten der Medaille."

beck?

-

-

Im Rettungsheim für Trinkerkinder, Quißowstraße 121, find borläufig fämtliche Bläge besetzt, und über die in fürzerer Zeit Glaubhaft ist es schon, daß mancher Obdachlose in einem frei werdenden Stellen ist bereits fest verfügt. Meldungen, die schwachen Augenblid einen belebenden Schnaps höher Vor allem der Personentultus! Ist das nicht sofortige Aufnahme wünschen, haben daher einstweilen feinen schäßt als ein ihm zu Weihnachten geschenktes neues Hemd, zumal Am meisten bedauert das die Heimleitung selbst. Sie dann, wenn er noch ein freilich wohl minder neues Hemd auf dem ustig bei dieser Byzantiner- Gesellschaft? Weil die Todes- wed. tage von zirka 40 Parteigenossen aufgeführt sind, die ihr Leben möchte Hunderte der unglücklichen Kinder in ihre bhut nehmen, Leibe hat. Aber man braucht deshalb nicht gleich über schnöden aber die beschränkten Mittel gestatten noch nicht den weiteren räum- undant" zu jammern. Es kommt doch nicht wahr, Herr Fisch­der Sache der Arbeiter gewidmet, dafür Verfolgung, Kerker lichen Ausbau. und Not ertragen haben! Da soll es Personenfultus auch bei anderen Leuten vor, daß sie von Zeit zu Zeit das sein, wenn in den Arbeitern das Gefühl dankbarer Erinnerung völligen Sonntagsruhe Laufen die Blumengeschäftsinhaber, Schnitt- haltiges Etwas wieder mal ein bißchen aufzufrischen. Gegen den Achtuhr- Ladenfchluß und gegen die Einführung der Bedürfnis verspüren, ihre Lebensgeister durch irgend ein alkohol­lebendig gehalten wird! Ganz und gar unverständlich ist dem blumenhändler und produzierende Gärtner Sturm. Eine Ver- haltiges Etwas wieder mal ein bißchen aufzufrischen. frommen Blatt, daß auch der Frau unseres verstorbenen Vor- fammlung von solchen Geschäftsinhabern nahm eine Protestreso- Die Leiche des Leutnants Förtsch vom verunglükten Lufts kämpfers Mary, die ihrem Manne eine so treue Stameradin lution an. Ferner wurde beschlossen, eine ausführlich begründete ballon Hergesell" ist gefunden. Aus Bremen wird unterm 8. d. ge­gewesen, dankend gedacht ist. Vielleicht versöhnt es das Hof- Eingabe in diesem Sinne an das Ministerium des Innern zu drahtet: Der Fischdampfer Orion", der heute hier eingefegelt ist, Pfaffenblatt, zu erfahren, daß Jenny Marr die Tochter eines richten und beim Polizeipräsidenten um Aufhebung des Achtuhr- fand vorgestern in der Nordsee die Leiche des Leutnants Förtsch reaktionären preußischen Ministers gewesen ist! Ladenschlusses für die Blumengeschäftsinhaber zu petitionieren. vom Luftballon Hergesell". Sie war schon start verwest. Die Die Leute, die in der Versammlung so botierten, bilden nur einen fleinen Teil der Branche. Vor Einführung des Achtuhr- Identität wurde durch die in der Kleidung vorgefundenen Legiti­Ladenschlusses haben sich zahlreiche Geschäftsinhaber der obigen mationspapiere festgestellt und dann die Leiche nach Seemanns­Branche für den Achtuhrschluß erklärt, wie ja schon vor dem brauch ins Meer versenkt. 1. November eine ganze Anzahl großer Blumengeschäfte im Westen um 8 Uhr schlossen.

Rückgang des Fleischkonsums in Berlin .

Opfer der Arbeitslosigkeit. Der Polizeibericht meldet: Der obdachlose 18 Jahre alte Handlungsgehilfe Georg R. versuchte nach­mittags sich vor dem Hause Große Frankfurter Straße 1 das Leben zu nehmen, indem er Kleefalz genoß. In einer Droschte fuhr man ben Schwerkranten nach der Rettungswache in der Frankfurter Allee und dann nach der Charité. Völlige Mittellosigkeit hat ihn zu dem Selbstmord veranlaßt. In seiner Wohnung in der Culmstraße befestigte der 48 Jahre alte Sausdiener Mar N. am sich. Als sein Hausgenosse, der Schneider Josef Stransti, die Woh Nachmittag feinen Leibriemen an einem Kleiderhaken und erhängte nung gegen 6 Uhr betrat, war der Tod bereits eingetreten. Die Leiche ist dem Schauhause übergeben worden. Längere Stellungs­losigkeit und Nahrungssørgen follen ihn zu der Tat veranlaßt haben. Arbeitslosigkeit hat den Handwerker Ernst Herrmann hatte deshalb im Hause Schulstraße 41 zu Tegel eine Wohnung in den Tod getrieben. Zu Weihnachten wollte er heiraten und gemietet. Der Reinlichkeit halber, wie er sagte, ließ er gleich Gas anbringen, was ihm sein Vorhaben erleichterte. Nach fehlgeschlagenen Hoffnungen, was aus einem bei ihm vorgefundenen Briefe hervor. geht, schritt er zur unglüdseligen Lat . Nachdem S. die Tür­spallen sorgfältig mit Papierstreifen verklebt hatte, drehte er den einen Schlosser zufällig tot aufgefunden. Leuchtgashahn auf und legte sich schlafen. Nach 10 Tagen wurde er bei Reparaturarbeiten und nach Deffnung der Wohnung durch einen Schloffer zufällig tot aufgefunden. Die Leiche wurde von der Polizei beschlagnahmt und nach dem Tegeler Gemeindefriedhof gebracht.

natürlich nicht für Geburtstag und die Staatsanwaltschaft zu richten und sich keiner Vermittelung alatt" erzählt: Ein hübsches Bonmot fursiert zurzeit unter den

3

Die Daten aus der französischen Revolution will das Reich" verzeihen, aber es versteht nicht, wie es für die Arbeiter von Interesse fein soll, daß und wann Ludwig XVI . die rote Mütze auffezte. Wir dachten umgekehrt, es sei lehr­reich zu sehen, wie Gottesgnaden Königen Würde und Charakter auch gestattet, selbst die phrygische Müte auf­zusetzen( oder den Hut vor den Rebellenleichen zu ziehen), wenn's nicht anders geht. Dagegen will das Reich" Der große Notstand kommt auch in dem fortgesetzten nicht verstehen, warum ,, selbst der der Hauptmann von Rückgang des Fleischkonsums zum Ausdruck. Allein im vorigen Köpenick nicht geschenkt wird". Nun, der Wortlaut Monat wurden, wie die Allgemeine Fleischer- Zeitung" mit dieser Erinnerung: Pseudo- Hauptmann von Köpenick teilt, auf dem Berliner Schlachthof 9000 Schweine und 1000 blamiert deutschen Militarismus" zeigt doch deutlich, Rinder weniger geschlachtet, das sind 10 Prozent weniger daß es sich nicht um die Ehrung dieses Opfers bornierter Schlachtungen als im gleichen Monat des vorigen Jahres. Polizeiheze handelt! Schwere Anklagen gegen die Deutsche Krankenunterstüßungslosigkeit Besonderes Mißfallen erregt, daß die Attentate des taffe in Staffel, deren Lätigkeit wir wiederholt fritisch gewürdigt 19. Jahrhunderts( Stullmann, Hödel, Nobiling usw.) die ge- haben, wurden in einer fürzlich stattgefundenen Versammlung von bührende Erwähnung finden. Das Reich", dessen geistiger Mitgliedern der Kaffe erhoben. Die Klagen bezogen sich auf un­Vater Stöcker ja der Mentor des Idioten Hödel war, will berechtigte Verweigerung von Krankengeld sowie auf die Miß freilich nicht verstehen, warum diese Attentate die gebührende wirtschaft in der Verwaltung der Kasse am hiesigen Orte wie in Erwähnung" verdienen. Weil diese Attentate von scham- Stassel. Unter starker Erregung wurde beschlossen, das belastende losen Politikern und gewissenlosen Staatsmännern wider Material gegen die Stasse zu sammeln, es dann mit dem gewählten besseres Wissen zu einer nichtswürdigen Hetze gegen Borstand bereint zu prüfen, um es schließlich der Staatsanwalt­schaft zu überweisen. die deutsche Arbeiterbewegung ein Jahrzehntlang mißbraucht worden sind, Daran zu erinnern ist doppelte Gindruck, daß hier Kräfte am Werke sind, die unter dem Vorwand Soweit wir die Sache zu überschauen vermögen, haben wir den Pflicht, weil solche Gefahren auch heute noch nicht be- der Wahrung der Rechte der Mitglieder auch selbst in anderer seitigt sind. Weise persönlich interessiert sind. Wir empfehlen deshalb allen, " Großes Interesse zeigt der Kalender auch für Kaiser die sich geschädigt fühlen, die Anzeige wegen Betrugs selbst an Wilhelm II. ",- dergleichen-..wohl aber für seine Reden und Telegramine". bedienen. Solche Anzeigen liegen ohnehin schon zahlreiche vor. Wie uns noch berichtet wird, ist in Verfolg dieser Anzeigen der Warum mißfällt das dem patriotischen Reich"? Sollten nicht bisherige Direktor der Kaffe, Herr Peter, von der Staatsanwalt. eigentlich die Kaiser Reden und Kaiser Agitationen das schaft verhaftet worden. beste Mittel für die Propaganda des monarchischen Gedankens sein! Wir hatten also eher auf Anerkennung gerechnet, denn Mal seit dem Bestehen der Anstalt dort in einem Monat, nämlich Aus dem Obdach der Stadt wird gemeldet, daß zum ersten auf einen Vorwurf. Und warum wir am Jahrestag der Schlacht von Fehrbellin lieber an den roten Postmeister" er- im Dezember, die Abteilung für nächtlich Obdachlose mehr Schlacht von Fehrbellin lieber an den roten Postmeister" er als 100000 Personen beherbergt hat. Die Gesamtzahl innerten, versteht das Reich" auch nicht, aber schmerzbewegt der im vorigen Monat über Nacht aufgenommenen Obdachlosen flagt es, daß uns die Erinnerung an den Satiriker Glas­brenner näher lag, als an den Geburtstag der Königin Luise. stellte sich auf 105 875, darunter waren 105 083 Männer und Auch dieser Schmerz rührt unser Herz nicht, solange nicht der preußische Hoffalender die Erinnerungstage von Mary, Lassalle, über berichtet, hebt hervor, daß zu feiner Beit, selbst nicht in den Die aus dem Rathaus an die Presse versandte Notiz, die hier­Liebknecht usw. ehrend registriert. Suum cuique-Jedem Jahren 1901 und 1902, als in Berlin ein sehr fühlbarer Mangel Der alte Fritz" und der große Kurfürst" sind nicht mit an kleinen Wohnungen eintrat, der Andrang zum Obdach so groß Der Sprung eines Geisteskranken in die Spree rief gestern einem Wort geehrt. Sogar der Geschichts fälschung haben wie icht gewesen sei. An den drei letzten Tagen des alten Jahres abend am Spreeweg Aufsehen hervor. einem Wort geehrt. Sogar der Geschichtsfälschung haben 1908 und dann an den ersten Tagen des neuen Jahres 1909 feien 40 Jahre alter Mann hatte durch sein feltsames Gebaren die Ein unbekannter etiva wir uns schuldig gemacht. Unterm 16. Januar 1756 ist der Beginn des Siebenjährigen Krieges registriert: in Wahrheit täglich rund 4200 Personen aufgenommen und beherbergt allgemeine Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. Er machte am Ufer die rückte Friedrich der Große leider erst am 29. August 1756 in werden. Wir wollen hier den ergänzenden Zusatz machen, daß in tollsten Sprünge, doch dachte niemand, daß er schließlich auch noch den drei Monaten Oktober, November, Dezember des Jahres 1908 in die Spree springen werde. Ehe man den Kranken daran hindern Sachfen ein". Wir geben uns geschlagen, aber wir bitten um die Zahl der über Nacht beherbergten Personen sich auf 57 291, fonnte, hatte er sich in die fühlen Fluten hinabgestürzt. Er wurde Pardon: Selbst waren wir nicht dabei und wir haben uns auf die Sachkenntnis des Staatsrats, Professors der Ge- 82 199, 105 875, auſammen 245 365 gestellt hat, während in den noch lebend aus dem Wasser herausgeholt und nach dem Stranken­schichte, Comthur und N. m. D. Dr. Friedrich von Kruse" selben drei Monaten des Jahres 1907 nur 35 248, 57 815, 77 478, haufe Moabit gebracht. Später fand er in der Jrrenanstalt Dalldorf verlassen, der registriert unterm 16. Januar 1756: Beginn plus gegenüber dem Vorjahr beträgt für Oktober 22 043, für No- Berlins ist bei der legten Frostperiode eine äußerst empfindliche zusammen 170 541 Personen beherbergt zu werden brauchten. Das Die Notlage der Schwäne auf den Gewässern in der Umgebung des 7jähr. Krieges. - Schuß- u. Truzbündnis zwischen Preußen und England". In unserem Vertrauen auf den Staatsrat, bember 24 384, für Dezember 28 397, zusammen 74 824. gewesen. An vielen Stellen sah man und sieht man auch heute Professor, Dr., Ritter, Comthur" sind wir also schmählich ge- offizielle Organ des Stadtrats Fischbed In der Freisinnigen Zeitung", die sozusagen das noch Schwäne in hilflosem Zustande eingefroren. Die armen Tiere täuscht, wir werden fünftig solch' patriotischen Professoren offizielle Organ des Stadtrats Fisch bed des Waters der Ob- find dann oft dem Hungertode preisgegeben. Leider gibt es auch nicht mehr glauben. Mehr kann das Reich" von uns nicht dachlosen" ist, wird an die rathäusliche Notiz über das Obdach brutale Menschen, die die Notlage der Biervögel zu graufamen nicht mehr glauben. Mehr kann das Reich" von uns nicht eine Betrachtung geknüpft, die nicht etwa die Größe des Obdach- Quälereien bemußen. So konnte am Tegeler See beispielsweise berlangen. Das ist aber nicht die einzige Geschichtsfälschung, auch lesenelends beklagt, sondern die Hilfsbereitschaft und Leistungs- beobachtet werden, wie ein eingefrorener Schwan von jungen Burschen in der rohesten Weise gequält wurde. Auf der unteren die Geburts- oder Todestage sind bei einzelnen, z. B. Lessing, fähigkeit des Stadtobdachs rühmt. Es heißt da: Shakespeare, Calvin, Loyola falsch angegeben. Ein Zeitungs­Ausländer, die jetzt das Obdach besuchen, staunen regel- avel wurde ein eingefrorener Schwan von dem gleichen mensch sollte eigentlich dafür Verständnis haben, daß bei mäßig über die große Menschenmenge und die Organisation, mit Schicksal ereilt. 700 Daten, von denen in jedem Jahre so und so viele aus­und neue eingeschaltet werden, auch mal ein falsches sich ein­schleicht. Eine Zeitungsbeilage ist kein Konversations- Leriton

das Seine!

"

792 Frauen.

zu

Ein Aquariumswig im Noten Hause. Das Berliner Tage­Stadtvätern im Berliner Rathaus. Nach bureaukratischer Art waren im Magistrat Meinungsverschiedenheiten darüber ent­standen, welchem Ressort die Angelegenheit des Aquariums schon allzu großen Schuldezernat oder einem anderen, minder be­zuzuweisen fei, falls es in städtische Regie übergehen würde. Sci es zweckmäßiger, so wurde gefragt, das Aquarium dem ohnehin lasteten zu überweisen? Wozu sich den Stopf zerbrechen?" sprach einer der Stadtväter. Ein Institut, das Wassertiere beherbergt, gehört doch selbstverständlich zum Ressort des Herrn Stadtrats ich bed!"- Zu Herrn Fischbeds Ressort gehört bekanntlich das Arbeitshaus und das Asyl für Obdachlose." zu fühlen bekommen, wie er das ja gelegentlich auch uns gegen­Wir wollen hinzufügen, auch der Viehhof. Bei nächster Gelegenheit wird wohl das" Tageblatt" die Rache Fischbeds dafür über nicht verschmäht.

Aufnahme.

der es möglich ist, allabendlich Tausende unterzubringen und fatt Wie Kinder des Proletariats sterben. Auf den Arinen der machen. Ein höherer ausländischer Beamter, der den Mutter starb gestern auf offener Straße die Jahre alte Tochter Maffenandrang und die Fürsorge für die Leute genau beobachtete, des Arbeiters Schnadder aus der Fruchtstr. 21. Die Kleine hatte meinte latonisch: So viel Umstände machen wir nicht." und leinige Tage getränkelt. Als die Mutter gestern mit ihr nach einer