Ich bin bereit, das Amt eines Wahlmannes für die nationalliberale Partei anzunehmen.
Mit der Kandidatur des Regierungsrats a. D. Professor Dr. Leidig bin ich einverstanden.
Mein Name darf unter den Wahlaufruf für den nationalliberalen Kandidaten gesezt werden.
Ich zeichne einen Beitrag zum Wahlfonds von... Mart.
Name: Stand:. Wohnung:.
Nahtzutreffendes ist zu durchstreichen.
•
.
laufen wird. Der Elberfelder Antisemit wird natürlich in fürzester Frist die gewünschte Gelegenheit erhalten, seine Behauptung vor Gericht zu verantworten.
Der große Raubzug.
Wie berichtet wird, ist der Wahltermin im Kreise Landsberg - Soldin nunmehr amtlich auf den 12. No= vember d. 3. festgesetzt worden.
Die letzten der neuen Steuern treten mit dem 1. Oktober in Kraft, und zwar sind das die Sch e c stempelsteuerstellten Einen Wahlrechtsantrag die Branntweinsteuererhöhung, die Steuer auf ſtellten am Mittwoch in der Sigung der Stadtverordneten unsere Genoffen in Leipzig . Wegen bevorstehender Einverleibungen Beleuchtungsmittel und die Streichholz- macht sich die redaktionelle Aenderung des Drts statuts für die steuer. Stadt Leipzig nötig. Die Vertreter unserer Partei ließen die Ges Was die Branntweinsteuer betrifft, so wird die Verbrauchs- legenheit nicht vorübergehen, ihre prinzipiellen Forderungen zum Die Karte enthält außerdem die Sandbemerkung:„ Es abgabe von der innerhalb des Kontingents hergestellten Gemeindewahlrecht zu erheben. Sie stellten zu diesem Zwecke die wird höflichst um baldgefällige Erledigung Alkoholmenge von 50 Pf. auf 1,05 M., für den außerhalb des folgenden beiden Anträge: gebeten." Also Wahl männer, Stimmbieh, Kontingents hergestellten Alkohol von 70 Pf. auf 1,25 M. Unterschrift und Geld braucht man, sonst nichts! Die pro Liter erhöht. Der Einfuhrzoll für ausländische FabriHerren werden uns dankbar sein, daß wir ihrem Notschrei so fate wird ebenfalls erhöht. Branntwein und Branntweinweite Verbreitung geben. fabrikate, die sich am 1. Oktober im Besitz von Händlern befinden, find mit 35 Pf. pro Liter Alkohol nachzubersteuern.
Unsere Genossen in Moabit aber werden der Maulwurfsarbeit entgegenzuarbeiten wissen. Daß der Kandidat der Sozialdemokratie, Genosse Hoffmann, den Herren Alp= drücken verursacht, freut uns aufrichtig.
Politifche Ueberlicht.
Berlin , den 23. September 1909. Ein neuer Anschlag auf die freie Jugendbewegung. Die Regierung zu Merseburg hat eine neue Methode entdeckt, mittels der sie die freie Jugendbewegung erdrosseln zu fonnen glaubt. Dem Genossen Näther zu Eilenburg ging dieser Tage die folgende Verfügung zu:
Königliche Regierung,
Abteilung für Kirchen- und Schulwesen. Journal- Nr. II, I, 9173.
Merseburg , den 5. September 1909.
Es ist uns berichtet worden, daß der dortige Verein der freien Jugendorganisation Deutschlands , dessen Vorsitzender Sie find, zu feinen regelmäßigen Veranstaltungen, insbesondere zu Turnspielen und Vorträgen pp. jugendliche Personen unter
17 Jahren zuzieht.
Die Steuer auf Beleuchtungsmittel trifft die Glühkörper zu Gasglühlichtlampen mit 10 Bf. das Stück, die Brennstifte zu elektrischen Bogenlampen mit 60 Pf. bis zu 1 M. für das Kilogramm. Für elektrische Glühlampen und Brenner ist die Steuersumme unterschieden nach der Watt
Stärke.
Er
1. Das Kollegium wolle befchließen, an Regierung und Stände fammern eine Petition zu richten, in der ersucht wird, die res bidierte Städteordnung so abzuändern, daß für die Stadte verordnetenwahlen das allgemeine, gleiche, gea heime und direkte Wahlrecht unter Anwendung bes Proportionalverfahrens, eingeführt werden tann.
2. Das Kollegium wolle beschließen, die Einteilung der dritten Wählerklasse in vier Wahlkreise soll in Wegfall tommen. Die Wahlen in dieser Klasse sollen in gleicher Weise wie in der ersten und zweiten Wählerklasse vorgenommen werden. befämpfte dann weiter die Stenerprivilegien der Professoren und Die Anträge wurden durch Genossen Lehmann begründet. Die Zünd waren steuer beträgt für Zündhölzer und wurden natürlich unsere Anträge niedergestimmt. Nur der Religionsgesellschaften. Von den bürgerlichen Stadtverordneten dergleichen, Zündstäbchen aus Strohhalmen oder aus Pappe nationale Arbeiterfekretär Bunzel stimmte mit den Sozialdemo in Behältnissen 1 bis 12 Pf., für Zündkerzchen aus Stearin traten. und Wachs in Schachteln für je 20 Stück 5 Pf. Es werden in Zukunft nur noch hergestellt Streichholzpakete zu zehn Schachteln, jede Schachtel wird etwa 58 Hölzer enthalten, Der verantwortliche Handelsredakteur des„ Hamburger Fremden das Paket wird 28 bis 30 Pf. kosten. Für alle am 1. Ot. blattes", Herr F. Hildebrandt, erhielt infolge einiger kritischer Artikel tober vorhandenen Vorräte tritt Nachversteuerung ein. gegen die deutsche Vacuum Oil Company eine Aufforderung, sich vor Die Scheď ste uer belegt alle Schecks und Quittungen dem Ehrenrate IV des fgl. Begiristommandos II in über Geldsummen, die aus Depofitenguthaben gezahlt wer- Gesellschaft, Herr Dr. Ruperti, hatte sich durch die Artikel beHamburg einzufinden. Das Vorstandsmitglied der angegriffenen den, mit 10 Pf. Steuer. Die Steuer trägt der Empfänger leidigt gefühlt und als Referbeoffizier ben Ehrenrat um Ber des Geldes oder Schecks. Postschecks und Schecks, die dem mittelung angerufen. Herr F. Hildebrandt hat es abgelehnt, Wechselverkehr unterliegen, bleiben von der Steuer befreit. Als Scheckstempel werden Stempelmarken verwendet.
Der Bundesrat und die Reichsversicherungsordnung.
Die militaristische Seuche.
in diefer Angelegenheit die Kompetenz des militärischen Ehrenrates anzuerkennen und darauf hingewiesen, daß diese, die Offentlichkeit start interessierende Affäre lediglich vor die ordentlichen Gerichte gehöre. Darauf wurde dann an Herrn F. Hildebrandt im Auftrage des Herrn Dr. Ruperti das Anfinnen gestellt, die Affäre mit der Baffe in der Hand zu ordnen. Auch diese Bumutung wurde zurückgewiesen.
Eine solche Tätigkeit stellt sich als Jugendunterricht dar und untersteht, wie jedes private Schulunternehmen, gemäß der Allerhöchsten Kabinettsorder vom 10. Juni 1834 und der dazu Der Entwurf der Reichsversicherungsordnung wird gegenwärtig ergangenen Ausführungsverordnung vom 31. Dezember 1839, von einem vom Bundesrat eingesetzten Redaktionsausschuß einer unferer Aufsicht. Da Sie, sowie diejenigen Personen, die die Umgestaltung unterzogen. Der Ausschuß hat die vom Bundesrat Der Redakteur hat die tolle Zumutung des Herrn Direktors er Uebungen der Jugendlichen leiten und bei der Jugendunterfreulicherweise abgewiesen. Der Vorgang zeigt aber wieder einmal, weisung tätig sind, aber den Bestimmungen der genannten Vor- gefaßten Beschlüsse in die Vorlage hineinzuarbeiten. Ueber die prinzipielle Stellung des Bundesrats zu dem Entwurf tie dreift der Militarismus sich in der Bourgeoisie breit macht. Der schriften, wonach zunächst der Nachweis Ihrer wissenschaftlichen und sittlichen Befähigung zur Jugenderziehung zu erbringen, ist schon verschiedenes in die Deffentlichkeit gedrungen. Nach den Duellblödsinn, die freche Verhöhnung des Gesetzes erreicht immer sowie die Genehmigung der Schulaufsichtsbehörde einzuholen Mitteilungen des Geheimrats Dr. Düttmann, eines der Mit- mehr Geltung, anstatt eingeschränkt zu werden. Das Blödsinnige haben, nicht nachgekommen sind, untersagen wir Ihnen bis zur verfasser des Werkes, hat der Bundesrat der Vorlage in ihren Ehrengerichts mit dem unverdorbenen Rechtsempfinden tritt an des Duells und die Unverträglichkeit der Institution des militärischen Erfüllung dieser Erfordernisse die Zulassung jugendlicher Ber - grundlegenden Bestimmungen zugestimmt". Dagegen soll sie in diesem Falle besonders traß zutage. Der Herr Direktor mag ja sonen zu den Veranstaltungen und Uebungen des Vereins der ihren Einzelheiten zum Teil tief eingreifende Aenderungen" er- Grund haben, lieber seinem Kritifer eine Kugel in den Bauch zu freien Jugendorganisation Deutschlands , sowie die Erteilung fahren. Jetzt teilt Professor Dr. Stier Somlo, der ebenfalls schießen, als ihm vor Gericht gegenüberzutreten. Aber daß der von Unterricht an jugendliche Personen oder die Veranstaltung bon llebungen mit solchen, indem wir Ihnen gleichzeitig gemäß an der Ausarbeitung der Vorlage beteiligt war, mit, daß nach seinen Ausgang des Duells nichts für die Lauterkeit der Geschäfts§ 11 der Regierungsinstruktion vom 23. Oftober 1817 in Ber - ficheren Informationen die Reichsversicherungsordnung auch in der prinzipien der Vacuum Dil Company bewiesen hätte, steht für bindung mit§ 48 2 der Verordnung vom 26. Dezember 1808 für& affung, die sie im Bundesrat erhalten hat und in der sie an den jeden Vernünftigen fest, und daß das Ansehen des Offiziertorps jeden Fall der Zuwiderhandlung gegen diese unsere Verfügung Reichstag gelangen wird, den Vorschlag der Halbierung der burch eine so wohlfeile Weise, feine Ehre zu wahren", nicht geeine Exekutivftrafe von 100 M. eventuell 10 Tage Haft androhen. Stimmen in den Krantentaffenorganen und der steigert wird, ist ebenso sicher. ( Unterschrift unleserlich.)
Krankenversicherungsbeiträge enthalten wird! An den Schlosser Herrn Paul Näther. Wer noch die Hoffnung hegte, die Regierung werde der vernichtenden Kritik, die die Vorlage von fast allen Seiten erfahren Gegen die Verbrecher an der Regierung. Damit schlägt die Merseburger Regierung gegen die freie hat, einiges Gehör schenken, der ist bitter enttäuscht. Die Regierung Madrid , 23. September. Die republikanischen VolksJugendbewegung denselben Weg ein, den die preußische will es wirklich wagen, eine neue, in ihren Folgen noch vertreter traten zusammen und beschlossen, einen Aufruf zum Junkerbureaukratie bereits seit geraumer Frist gegen die nicht abzusehende Entrechtung der Arbeiterschaft 3usammenschluß aller demokratischen EleArbeiterturnvereine beschritten hat. Denen ver- zu versuchen. Gerade die geplante Halbierung der Rechte, das ist mente der Nation von den Liberalen bis zu den Sozial bietet man bekanntlich die Aufnahme jugendlicher Personen, ja der springende Bunkt der ganzen Vorlage. Und würde demokraten, um durch Entfachung einer tiefgehenden Volksindem man die Fiktion aufstellt, das Turnen der Jugendlichen diese noch so viele Verbesserungen der Arbeiterversicherung bewegung die Wiederherstellung der aufge. sei Unterricht, und die Turnwarte seien Lehrer, die der Ge- bringen( die sie aber in Wirklichkeit nicht bringt), die hobenen Verfassungsgarantien sowie die sonehmigung ihrer Lehrtätigkeit durch die Schulaufsichtsbehörden Beseitigung der Selbstverwaltung der Arbeiter in den Krantentassen fortige Einberufung der Cortes zu erzwingen. Die bedürften. Welche Genehmigung dann natürlich wegen der macht den Entwurf vollkommen undiskutabel. sozialistische Arbeiterpartei erläßt gleichzeitig ein mangelnden fittlichen Befähigung", d. h, wegen mangelnder Durch ihr Verhalten beweist die Regierung nur, daß ihr die Manifest, in dem sie die rückhaltslose unterstützung der " guter Gesinnung" stets verweigert wird. Wünsche der Großkapitalisten Richischnur und Befehl find. Die ganze bürgerlichen Radikalen zweds Niederwerfung der Vorlage auch in der neuen Gestalt deckt sich genau mit den Richts gegenwärtigen Regierung verspricht. linien", die der Zentralverband deutscher Industrieller am 28. Oktober 1907 auf seiner Berliner Tagung aufgestellt hat. Da hieß es bezüglich der Krankenkassen:
Nun soll die Jugendbewegung auf dieselbe Weise wie die Jugendabteilungen der Arbeiterturnvereine unmöglich gemacht werden. Viel Kopfzerbrechen haben sich die Herren Bureaufraten die Sache nicht kosten lassen. Alle Betätigung des Jugendbildungsvereins zu Eilenburg erklären sie schlankweg für Unterrichtserteilung, und so glauben sie den Strik zu haben, an dem die freie Jugendbewegung baumeln soll.
Daher erklärt sich der Zentralverband namens des von ihm bertretenen größten und bedeutendsten Teils der deutschen Industrie bereit, die Hälfte der Gesamtbeiträge zu den Krantentassen anstatt des bisherigen Drittels zu übernehmen, sofern die verbündeten Regierungen der Industrie die Sicherheit geben wollen, daß in dem Gefeßentwurfe über die Reform der Strankenkassen... Arbeitgeber und Arbeitnehmer in den Vorständen und Generalversammlungen je die Hälfte der Stimmen führen."
Natürlich werden sie sich arg verrechnet haben. Nicht deshalb, weil die Deduktion, daß die Tätigkeit des Jugendbildungsvereins Unterricht sei, rechtlich absolut unhaltbar ist. Denn das hat die preußische Reaktion noch nie geniert. Sondern weil sich die Arbeiterschaft auf das Die verbündeten Regierungen sind von diesen Richtlinien teinen erbittertſte zur Wehr sehen wird und auf alle Fälle Mittel Finger breit abgewichen. Die Sozialreform" wandelt nur die und Wege finden wird, um ihre Jugend, ihre Kinder der Wege, die ihr die Unternehmer vorzeichnen, wie schon das FallenReaktion streitig zu machen. Uebrigens wird die Rechtswidrigkeit der Verfolgung der laffen der Gewerbeordnungsnovelle beweist. Der Arbeiterschaft aber erwächst die Pflicht, sofort in einen Abwehrkampf gegen die neuesten Arbeiterturnvereine demnächst vor einem preußischen Gericht reaktionären Anschläge einzutreten. Es handelt sich um eine Frage, erwiesen werden. Im Oktober werden zu Berlin der verantwortliche Redakteur des„ Vorwärts" und der der Arbeiter- an der etwa 20 Millionen deutscher Arbeiter direkt beteiligt sind. turnzeitung" vor Gericht erscheinen unter der Anklage, zum Der unsympathische Bülow. Ungehorsam gegen die Gesetze aufgefordert zu haben. Beide Wir lesen in der Konserv. Korrespondenz" unter dem Titel Blätter haben nämlich, um die Rechtswidrigkeit der behörd- Vorbei":" In der„ Kreuz- Zeitung " vom letzten Sonnabend lichen Verfügungen über das Turnen der Jugendlichen er läßt sich ein Konservativer über den Fürsten Bülow bernehmen. weisen zu fönnen, zur Zuwiderhandlung gegen diese Ber - Er begleitet den Gedanken einer eventuellen Süd tehr des früheren fügungen aufgefordert. Der Kampf, den sie so aufgenommen Reichskanzlers zur Zeitung der öffentlichen Angelegenheiten mit un haben, wird auch die Rechtswidrigkeit der obigen Verfügung verhüllter Sympathie. Wir müssen der beigegebenen Notiz der der Merseburger Regierung ins hellste Licht stellen
,, Noch eine Triolen- Affäre?"
Redaktion insofern beipflichten, daß wohl nur wenige Mitglieder der Partei diesen Standpunkt nach allem, was geschehen ist, teilen."
Unter dieser sensationellen Ueberschrift meldet die bürger- Sind doch konsequente Herren, diese Junker. liche Presse aus Elberfeld vom 23. September:
" In der gestern vom Zentralverband der Handlungsgehilfen Die Mitgliederflucht im Bund der Landwirte. Deutschlands hier abgehaltenen öffentlichen Versammlung wurde Die Deutsche Tageszeitung" hat die Behauptung, daß auch die Triolen- Affäre Schads tritisiert. Darauf bot der Vor- 32 000 Mitglieder seit der schwarz- blauen Steuermacherei aus dem fizende des hiesigen Deutschnationalen Handlungsgehilfenver- Bund der Landwirte" ausgetreten feien, mit einer sehr gewundenen bandes einen Wahrheitsbeweis vor Gericht dafür an, daß der Erklärung beantwortet. Jetzt bequemt sich das Blatt zu einigen fozialdemokratische Reichstagabgeordnete hengsbach( Duis weiteren Aufschlüffen, aber wieviel Mitglieder nun eigentlich ins burg- Mülheim ) ähnliche Dinge begangen habe, und die sozial- gesamt ausgetreten sind, das fagt fie auch jetzt noch nicht. Das demokratische Parteileitung davon auch unterrichtet sei. Bebel Bündlerblatt schreibt: habe jedoch ein Einschreiten für unnötig erklärt, so lange die Angelegenheit nicht öffentlich bekannt und nicht ein Drud durch die bürgerliche Presse erfolge."
Die Behauptung des antisemitischen Handlungsgehilfen ist natürlich eine freche Unwahrheit. Weder die Parteileitung noch Genosse Bebel wissen irgend etwas von dieser angeblichen fozialdemokratischen Triolenaffäre. Sie haben nie etwas davon gehört, daß Genosse Hengsbach mit solchen oder ähn lichen Dingen in Verbindung gebracht werde. Man kann danach beurteilen, was es mit der gemeinen Beschuldigung wider den Genossen Hengsbach auf sich hat.
Den Genossen Hengsbach selbst fonnte eine Anfrage heute nicht mehr erreichen. Seine Antwort fann erst morgen eintreffen. Wir find nicht im Sweifel darüber, wie fiel
England.
Der Kampf um das Budget.
London , 22. September. Balfour hielt heute, enthusiastisch begrüßt, auf einer zahlreich besuchten Versammlung in Birmingham eine te d e. Der Vorsitzende Austen Chamberlain verlas einen Brief seines Vaters, worin dieser das Budget als die letzte Anstrengung des Freihandels bezeichnet, einen Ersatz für die Tarifreform zu finden.
Balfour führte aus, die wachsenden Ausgaben und die Notwendigkeit der Erhöhung der Einnahmen müßten jeden denken. den Menschen davon überzeugen, daß das Fiskalsystem geändert werden müsse. Die Armen sollen eingedenk sein, daß sie schaffen könnten. Jeder Narr könne den Reichtum zerstören. Die die Armut nicht durch Beseitigung des Reichtums aus der Welt alte Fiskalmaschinerie gehöre zum alten Eisen. Das Land müſſe nun zwischen zwei Programmen wählen, beide neu, beide Prinzipien in sich schließend, verschieden von denen, die in den letzten vierzig Jahren angewandt worden seien. Es müsse wählen zwischen einer Vorwärts- und Aufwärtsbewegung der Tarifreform und dem ersten, aber nicht kleinen Schritt abwärts auf dem Pfade, der in die bodenlose Tiefe fozialistischer Gefeßgebung führe. Die Lage sei nicht und werde niemals mehr fein, wie fie in andels gewesen sei, in denen das alte Finanzsystem entstand. ben halchonischen Tagen der Vorherrschaft des britischen Die Engländer würden nicht länger die Ersten oder auch nur die Bweiten unter ihren Rivalen fein, ja, fie tönnten sich in mancher inficht freuen, wenn sie den britten Blab behaupteten. Wir müffen, schloß Balfour , eine kaufmännische Politit befolgen, eine Politik, die das Geschäft belebt, das britische Kapital auf britischem Boden beschäftigt und die britische Arbeit lohnend macht. Das ist Politit im Interesse des armen Mannes. Es ist unerträglich, daß es Amerika und Deutschland erlaubt ist, Waffen zu schmieden, um uns aus dem Handel unserer eigenen Kolonien zu bertreiben, während wir mit verschränkten Armen dasigen und uns hinter eine veraltete Formel verschanzen. Das Verdikt des Landes wird nicht lang auf sich warten lassen. Der einzige Weg ist der Appell an das Bolt, zwischen Sozialismus und Tarifreform zu wählen. Der Nede folgte begeisterter Beifall.
Gegen die Lohudrückerci.
Wir hatten festgestellt, daß dem Bunde bislang nur 187 AusJohannesburg, 22. September. Mit Rücksicht auf die gestrige trittserklärungen wegen seiner Haltung zur Finanzreform zu Anfrage Summerbells im Unterhause, ob die Regierung gegangen find, daß er dagegen am 1. September eine absolute Mitgliederzunahme von mehr als 10 000 feit dem 1. Februar d. 3. wisse, daß von einer Kommission der Transvaalregierung in für die südafrikanischen zu verzeichnen hatte. Daß jemand auf den Gedanken berfallen e ft falen Arbeiter für könne, diese Mitgliederzunahme in furzer Zeit lasse sich mit einem Minen gesucht würden, wird festgestellt, daß gegenwärtig ges gleichzeitigen Austritte von über 82 000 Mitgliedern in Ginklang rade ein Mitglied der Transvaalregierung sich in Europa be bringen, hätten wir nicht für möglich gehalten. Um aber jeder findet, welches die Entwickelung der Eisen- und Stahlindustrie weiteren Mizdeutung vorzubeugen, fiellen wir hiermit ausdrücklich studiert, um die neuesten Methoden in Transvaal anzuwenden. fest, daß der Bund außer den erwähnten 137 Austrittserklärungen Die Regierung hat dieses Mitglied ersucht, die Arbeitsbedingungen wegen der Reichsfinanzreform in dieser Zeit nur die üblichen in den westfälischen Bergwerfen gewissermaßen akademisch zu Abgänge durch den Tod, Auswanderung, Aufgabe des landwirtschaftlichen Berufs und dergleichen zu verzeichnen gehabt, und studieren. In Südafrika seien Regierung, die größten Montan zwar nur in einer dem bisherigen Jahresdurchschnitt entsprechenden industriellen und die englischen Arbeiter scharfe Gegner der Bayt. billigen europäischen Arbeit,