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. 287. 26. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt Donnerstag, 9. Dezember 1909.

Partei- Angelegenheiten.

Zahlmorgen! Zweiter Wahlkreis, Friedrichstadt . Buch bruderei Nachtarbeiter. Sonntag, den 12. Dezember cr., bei Jul. Meyer, Dranienstr. 103: Christentum und Sozialdemokratie." Referent: Genosse Heinrich Stunert. Der Vorstand.

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Vierter Wahlkreis. Zu der Annonce im Vorwärts" vom Mitt­woch über die am 12. Dezember stattfindende Urwahl für die Dele­gation zum Preußentag ist noch nachzutragen, daß auch im Lokal des Genossen Rott, Straßmannstraße 29 gewählt wird. Der Vorstand.

Charlottenburg . Wir machen die Parteigenossen darauf auf merksam, daß die Jugendschriften- Ausstellung im Bolts­hause auch wochentags und zwar von 5-10 Uhr abends geöffnet ist. Wir bitten besonders die Besucher der Gewerkschaftsversamm lungen, dieses zu beachten. Der Vorstand des Wahlvereins. Zoffen. Am Sonntag, den 12. Dezember, nachmittags 2 Uhr, findet in Dabendorf im Lokale Zum deutschen Kaiser" cine Boltsversammlung statt, in der Genosse Frig 8ubeil ein Referat über: Die Steuerlast auf den Schultern der arbeitenden Bevölkerung" hält. Hierzu findet für 8 offen eine Handzettel­verbreitung am Sonnabend, abends 6 Uhr, von Sturzner aus statt; für die umliegenden Ortschaften Sonntag früh.

fann mit einer Ordnungsstrafe bis zu 300 M2. belegt werden. An- batte. Diese Spur ist ja auch noch sehr unbestimmt, wird aber gesichts der zahlreichen Fälle von Ablehnungen mußte leider bei der eifrig verfolgt. Aehnlich steht es mit mehreren anderen. Siesjährigen Landtagswahl von vorgenannter Strafbestimmung Ge- Die gefundenen Leichenteile werden jegt präpariert. Es steht brauch gemacht werden." jett ohne Zweifel fest, daß die gefundenen Arme zu dem Numpfe

deutlicher wird.

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und tvies

Die vorstehenden Auslaffungen des Magistrats muten etwas der Leiche gehören. Die Schnittflächen paffen ganz genau. Die eigentümlich an. Zunächst ist intereffant die Tatsache, daß zahl- Finder der Kleidungsstücke und der beiden Arme, die Lithographen reiche Urwähler das Amt eines Wahlvorstandsmitgliedes abgelehnt Starl Becker und Gustav Röhlig aus Schöneberg , erhalten von der haben und daß infolge der Unmöglichkeit der Bildung eines ausgefegten Belohnung heute je 100. Sie sind über die Auf­Wablvorstandes die Wahlmännerwahlen beinahe nicht hätten statt- findung des Pakets noch einmal eingehend vernommen worden. Der finden können. Das ist unseres Erachtens nicht zum wenigsten Bindfaden, mit dem dieses Patet verschnürt war, ist alt, hatte schon Schuld des Wahlbureaus, das sich bei der Auswahl der Personen mehrere Stnoten und ist nicht ganz so start, wie die Verschnürung für die Aemter von Wahlborstandsmitgliedern auf einen bestimmten des Rumpfteiles. Personenkreis beschränkt. Der Magistrat sucht den Grund zur Ab­lehnung der Uebernahme eines Amtes im Wahlvorstand darin, daß Sandwerkskammer werden jetzt authentische Angaben gemacht. Im Ueber die Affäre des Syndikus Dr. Röhl von der Berliner viele Leute wenig Opferwilligkeit im öffentlichen Intereffe zeigen, Stöpenicker Innungsausschus verteidigte am Montagabend der Vor­dann aber, daß die Bekleidung eines solchen Amies nicht ganz gefahrlos" fei. Was diese lettere Aeußerung betrifft, fo ist sie nicht fiende Obermeister Rohrbeck den Beschuldigten ganz verständlich und es muß verlangt werden, daß der Magistrat Dr. Röhl scharf zurück. In der Bollversammlung der Stammer am im Einverständnis mit dem Ausschuß die Angriffe gegen 16. Juli d. 3. fei Dr. Röhl beauftragt worden, den anläßlich Die Parkdeputation hat in ihren gestrigen Sigung beschlossen, der Reichsfinanzreform" scheidenden und neuernannten Staats­geologische Karten des Harzes als Beigabe zur kleinen Tafel über männern Dank- und Sympathietelegramme zu senden. Dr. Nöhl die geologische Wand im Humboldthain anzuschaffen. Die Be- habe übersehen, daß das Bureau der Kammer das Telegramm triebszeit des Wassersturzes im Bittoriapark foll geändert werden. an den Fürsten Bülow abzusenden vergaß. Dies werde ihm als Es wird beschlossen, den Magistrat zu ersuchen, zu beschließen, den schweres Dienstvergehen angerechnet. Weiter werde ihm zum Vor­Wassersturz von 11 respektive 12 Uhr mittags an ununterbrochen wurf gemacht, daß er in Berfolg einer Meldung des Bureandieners in Tätigkeit zu setzen. gegen den Bureauvorsteher Wagner, dem unrechtmäßige Liquidierung Ferner machen wir darauf aufmerksam, daß wichtiger Gründe Die großen Wege durch den Friedrichshain werden in Zukunft für Ueberstunden vorgeworfen wirde, nicht eingeschritten fei, halber nach der öffentlichen Versammlung in demselben Lotal eine für Kraftfahrzeuge gesperrt. Der Versuch mit einer bantartigen sondern die Rechtmäßigkeit der Liquidation anerkannte. Schließ Mitgliederversammlung des Wahlvereins stattfindet. Der Vorstand. Einfriedigung eines Teils des großen Spielplates im Treptower lich soll Dr. Röhl unter anderem auch deshalb seines Amtes nicht Bernau . Heute, Donnerstag, abends 88%, 1hr, findet im Reftaus Bart ist zu aller Zufriedenheit ausgefallen. Es wird beschlossen, mehr würdig sein, weil er Stammerbriefpapier für Privat­rant Salzmann, Basdorfer Straße, eine außerordentliche Mitglieder den ganzen Spielplab mit diesen Ginfriedigungen zu versehen. ziede verwandt habe. Zum Konflitt fei es gelommen, als verfammlung des Bezirks statt. Die wichtige Tagesordnung wird es wird ferner notwendig gehalten, Unterkunftsräume für das Dr. Röhl es ablehnte, sich schriftlich zu äußern und weil der Vor­in der Versammlung belannt gegeben. Bor der Versammlung dortige Personal zu schaffen; auch soll eine Bedürfnisanstalt für stand eine mündliche Rechtfertigung nicht zuließ. Daraufhin fammeln die Gruppenführer die Beiträge ein, worauf wir noch Personal und Publikum beim Wirtschaftshof im Friedrichshain babe Dr. Röhl selbst bas Disziplinarberfahren gegen fich be­besonders aufmerksam machen. Die Bezirksleitung. errichtet werden. antragt. Wie Herr Wagner hierzu erläuternd mitteilte, hat der Streit Trebbin . Am Sonntag, den 12. Dezember, nachmittags 4 Uhr, Was die Lohnfrage der Arbeiter betrifft, wurde zunächst nicht iveniger als vierzehn Strafanträge und Privatklagen gezeitigt, bei Wolf: Wahlvereinsversammlung. Tagesordnung: 1. Staffe und prinzipiell die Frage angeregt, an Stelle der Tages- bezw. Stunden- die sowohl der Kammervorstand, Dr. Röhl, er und andere Kammer­Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Bericht von der Kreisgeneralver- ergab, daß an die Einführung von Wochenlöhnen nicht zu benten Januar und Februar zum Austrag fommen. Der Bureauvorsteher entlohnung die Wochenlöhnung zu setzen. Die Aussprache mitglieder gestellt und eingeleitet haben und die in den Monaten sammlung. 3. Parteiangelegenheiten. ist. Der Antrag wird mit großer Majorität abgelehnt, ebenso die Wagner erklärte ferner, daß eine von der Vollversammlung im Verkürzung der Arbeit auf 9 Stunden mit der Begründung, daß März dieses Jahres bewilligte Gebaltszulage von 400 Mark auf die Durchschnittsarbeitszeit der städtischen Barkarbeiter nur Anordnung des Vorstandes ihm nicht gezahlt werde. Auch sei er, 94 Stunde beträgt. Die Majorität der Deputation einigte sich als dem Vorstande die Klage auf Durchführung des Ver­auf folgende Lohnfäße: für alle Arbeiter ohne Unterschied An- fammlungsbeschlusses zugestellt war, des Postens als Bureau­fangelohn 3,75., in 3 Stalen nach 9 Jahren 4,50 M.; für vorsteher enthoben und zur Verrichtung gewöhnlicher Bureau­Gärtner Anfangslohn 4,25 W., in 5 Stalen nach 15 Jahren 5,50 und Schreibarbeiten bestimmt worden. Ein bor Einleitung Mart; für Bartwächter Anfangslohn 4 M., nach 9 Jahren 4,75 M., bes Disziplinarverfahrens gestellter Antrag der dem Dr. Röhl ohne Erhöhung des Kleidergeldes. Die Regelung des Sommer- vertrauenden Mitglieder auf Einfegung einer Kommission zur urlaubs wurde vertagt. Untersuchung der Beschuldigung ist nicht zugelassen worden. des Dr. Röhl nichts zu tun. Mit dem Bau des Handwerkskammerhauses habe die Angelegenheit Die Versammlung gab zu erkennen, baß sie auch sonst mit dem Berhalten des Kammervorstandes nicht einverstanden ist, vor allem schon deswegen, weil der Bau des Handwerkskammerhauses an Unternehmer bergeben wurde und die Hand­werksmeister bei der Vergebung der einzelnen Arbeiten nach Möglich­feit ausgeschaltet wurden. Gegen die Nachbewilligung von 800 000 Mart zu dem Neubau wurde heftig protestiert.

Berliner Nachrichten.

Weihnachtsbücher für unsere Kinder! Die Ausstellung von Jugendschriften und auch von Wandschmuck, die am Sonntag im Ge­wertschaftshaus( Engelufer 15) eröffnet wurde, hat bisher sich eines guten Besuches zu erfreuen gehabt. Sie Der Entwurf für eine Brücke über die Stettiner und die Nord­dauert noch bis einschließlich nächsten Sonntag, ist täglich von nachmittags 3 Uhr bis abends 10 Uhr bahn im Zuge der Bornholmer Straße, welcher mit 900 000 m. ab­geöffnet und kann von jedermann unentgeltlich besichtigt fchließt, tourde in der letzten Sigung der städtischen Tiefbaudeputation vorgelegt und fand allgemeinen Beifall.

werden.

Heilstättenfuren.

Der Besuch der Ausstellung und die Besichtigung nament­lich der Jugendschriften ist allen Eltern zu empfehlen, die Der Stadtberordnetenausschuß zur Beratung der Vorlage be­ihren Kindern ein gutes Buch auf den Weihnachts - treffend die nachträgliche Bewilligung von 100 000 m. zur Ver­tisch legen wollen. Diese alljährlich wiederkehrende Verstärkung von Mitteln für Heilstättenfuren hat am Dienstag abend Klagen über Geldschneiderei in den Zirkussen gehen uns fort­anstaltung will den Vätern und Müttern der Arbeiterfamilien feine Arbeiten beendet. Der Gegensatz zwischen dem fistalifch gefegt zu. Da ist zunächst der Garderobenzwang. Wer mit einem helfen, auf die besonders vor Weihnachten an sie herantretende bureaukratischen Stämmerer und dem wenigstens etwas fozialpolitisch Stock oder mit einem Schirm fommt, muß diese Gegenstände ab­Frage Was geben wir unseren Kindern zu lesen?" die angehauchten Dezernenten der Armenvertaltung trat hierbei flar geben. Bei der Garderobe stehen zutreiber, die zur Abgabe der richtige Antwort zu finden. Die ausgestellten Bücher werden zutage. Die Armendirektion hatte ursprünglich beim Magistrat die Garderobe auffordern; es ist ein wahres Spießrutenlaufen, hier vorgelegt vom Bildungsausschuß der sozial- Nachbewilligung von 175000 M. für Heilstättenfuren, die als notwendig vorbei au fommen. Für Aufbewahrung der abgegebenen Sachen demokratischen Partei, der unter Mitarbeit bon mit 100 000 m. auskommen zu sollen, selbst auf die Gefahr hin, werden, wenn man nur einen Stock oder einen Schirm abgibt. In und unabweisbar sich herausstellten, beantragt. Der Magiftrat glaubte wird pro Person 25 Pf. erhoben. Die gleiche Gebühr muß gezahlt jachkundigen Genossen und Genoffinnen eine forgfältige auf die der Vertreter der Armenverwaltung binwies, daß bom forgfältige auf die der Vertreter der Armenverwaltung hinwies, daß vom

Huswahl getroffen hat. Aufgenommen find nur Schriften, 1. Dezember ab die weitere Verschickung von franten Kindern ge- diesem Falle qualifiziert sich der Garderobenpreis geradezu als deren Darstellungsweise und Gedankeninhalt zu der An- sperrt würde. Der Kämmerer meinte, es fei fein Gelb im Dis- Wucherpreis. Selbst in den besseren Theatern wird felten mehr, nahme berechtigt, daß sie dem Nachwuchs der Arbeiter- pofitionsquantum zu unvorhergesehenen Ausgaben in dieser Höhe vor- in einer Reihe von Fällen sogar weniger für Aufbewahrung der tlasse ohne erhebliche Bedenken in die Hände gegeben handen. Unsere Genossen Ewald, Hintze und Dr. Beyl betonten auf Garderobe verlangt.

werden können. Dabei ist auch nach Möglichkeit berücksichtigt das nachdrücklichste, daß unter feinen Umständen die Stulturaufgaben Das Progra s m enthält stvar den Aufbruď: 10 Pfennig; worden, daß die Preise der zu empfehlenden Bücher nicht unter der Ebbe im Stadtfäckel leiden dürften; wenn ein fremder wer aber nur 10 Pf. zahlt, dem wird erklärt, daß es dem Verkäufer würde Botentat hier seinen Einzug hielte, der Magistrat so über die Leistungsfähigkeit eines Arbeiterportemonnaies für den Firlefanz eines Tages 100 000 m. und mehr loseifen. Der felbft fo viel fofte, und man muß noch 5 Bf. zulegen. Mit ben hinausgehen dürfen. Schundliteratur bleibt aus- von unseren Genossen gestellte Antrag, die von der Armendirektion Textbüchern und Ansichtskarten wird nicht besser berfahren, und die geschlossen, so wohlfeil sie auch scheinen möge und so geforderten 175 000. zu bewilligen, wurde mit acht gegen fünf Besucher werden in der aufdringlichsten Weise belästigt. Nun mag glänzend das äußere Gewand sei, in dem sie sich zur Schau Stimmen abgelehnt. Im Plenum der Stadtverordnetenversammlung sein, daß die Angestellten so miserabel bezahlt werden und daß für stellt, um die Kaufluft zu reizen. Gegenüber dem Vorjahr ist werden unsere Genojien nicht verfehlen, ein fräftig Wörtlein mit die Garderoben ein sehr hoher Bachtpreis geleistet werden muß, die Liste der als empfehlenswert bezeichneten Bücher wieder dem rückständigen Magiftrat und der ihm nachtrottenden bürgerlichen daß die Leute versuchen müssen, sich am Bublikum schablos zu halten, erweitert und noch um manches gute Buch bereichert worden, Wehrheit zu reden. Der im weiteren Verlauf der Beratung vom allein eine ganz ekelhafte Belästigung bleibt die Behandlung des so daß jetzt den Besuchern der Ausstellung die stattliche Zahl Genofien Dr. Wehl gestellte Antrag: Publikums. Es ist kaum anzunehmen, daß die Direktionen der beiden Die Stadtverordnetenversammlung erfuht ben Magistrat um eltinstitute bon ben in ihren Räumen herrschenden Praktiken von 355 Büchern dargeboten wird. eine möglichst baldige Vorlage über die Errichtung größerer, feine einfach ausgestatteter Walderholungsstätten, ähnlich wie die Geimstätte für Genesende, für fräntliche und schwächliche Rinder ohne Unterschied des alters und Geschlechts, die das ganze Jahr hindurch, geöffnet sind", wurde mit großer Mehrheit zum Befchluß erhoben.

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muß

Damit

Die Sammlung ist, wie in den Vorjahren, in bequemer Kenntnis haben follten, und man Uebersichtlichkeit angeordnet und in Gruppen nach dem Alter rechnen, baß diese Geschäftsmagimen gebilligt werden. Daß der Kinder eingeteilt: sie beginnt mit Bilderbüchern für die eine solche Behandlung des Publikums auf die Dauer den Allerkleinsten und schließt mit der Lektüre für die schon der Instituten zum Nugen gereicht, fann im Ernste niemand annehmen. Schule entwachsene Jugend. Jeder Besucher darf jedes Buch Als fürzlich in bürgerlichen Blättern geflagt wurde, daß im Eis­nach Belieben durchsehen oder durchlesen, so gründlich, wie palast, einem von ber besseren Gesellschaft besuchten Etablissement, er es für nötig hält. Das eben ist der Zweck biefer während der vergangenen Nacht und am gestrigen Morgen haben erkannte selbst die Direktion des lettgenannten Unternehmens die Zu dem Frauenmord. Alle Nachforschungen und Beobachtungen 25 spf. Gebühr für die Aufbewahrung von Schirmen erhoben würde, Ausstellung, daß den Eltern Gelegenheit gegeben werden feine weitere Aufflärung gebracht. Allen Schutzmannspatrouillen foll, selber noch zu prüfen. Aus dem Verein der und Nachtwächtern hatte die Kriminalpolizei eingefchärft, worauf fie Berechtigung ber Klage an, glaubte aber, zurzeit im Sinblick auf Frauen und Mädchen der arbeitenden Klaffe" find Ge- besonders au achten hätten, aber niemand hat etwas Berdächtiges den noch laufenden Kontrakt des Garderobenpächters schwer etwas noffinnen, die der Frage der Jugendliteratur Intereffe gesehen, und nichts von Bedeutung ist gefunden worden. Hier und dagegen machen zu können. Die Birtuffe werden aber in der Haupt­entgegenbringen, im Ausstellungssaal anwesend, um auf bort hat man allerdings alte Kleidungsstüde verschiedener Art auf- fache von weniger bemittelten Leuten besucht, welche von den Geld­Wunsch mit Auskunft zu dienen. Auch das gedruckte gelefen, aber sie haben mit dem Verbrechen augenscheinlich nichts zu tun. fchneidereien, die dort an der Tagesordnung sind, viel härter be­Bücherverzeichnis, das im Saal unentgeltlich ver- Am Zoologischen Garten fand man eine Hand. Sie ist ohne 8weifel ein troffen werden. Da tut Abhilfe dringend not. teilt wird, enthält neben den genauen Büchertiteln und anatomisches Präparat. Nachdem die Kleidungsstüde mit den beiden Armen auf dem Tempelhofer Felde so rasch gefunden worden sind, Der Kriminalbeamte mit den Polizeihunden. Uns wird berichtet: Preisangaben überall einen kurz informierenden Hinweis wird der Täter mit der Beiseitefchaffung der anderen Sachen und In der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag gegen 12 lhe firitten auf Inhalt und Eigenart des betreffenden Buches. Leichenteile ohne Zweifel vorsichtiger fein. Er kommt jezt vielleicht sich am Gartenplay mehrere Herren über den Ausgang eines Stat­Alle ausgestellien Bücher find zu haben in der Vor doch dazu, fie in feiner Behausung zu verbrennen. Bielleicht spieles. Infolge der etwas lauten Unterhaltung blieben mehrere wärts- Buchhandlung und werden auch durch alle läßt er sie auch fo lange in einem Winkel liegen, bis Baffanten stehen, wodurch ein Kriminalbeamter in Begleitung zweier Parteispeditionen geliefert; bei Bestellungen genügt der Verweiungsgeruch ihn zwingt, fie wegzufchaffen. Дали Bolizeihunde herbeigelodt wurde. Der Beamte forderte die Anwesenden eventuell die Angabe der im Verzeichnis jedem Buchtitel bei wird er endlich doch gezwungen sein, auch wenn er die auf weiterzugeben, und als dieser Aufforderung nicht schnell genug ent­gefügten Nummer. Jedes Buch kann auch sogleich im Ge- übrigen Leichenteile noch gerkleinert und auskocht. Auf alle sprochen wurde, schlug er einen ihm zunächst stehenden 15jährigen jungen wertschaftshause gekauft werden. Wieder ist hier für diese Dinge, besonders auf Verbrennungs- und Vertefungsgeruch, Mann mehrere Male mit der Hundepeitsche ins Gesicht. Nur der die Dauer der Ausstellung eine Verkaufsstelle( nicht im Aus- follte das Publikum scharf achten. Es ist andererseits nicht aus energische Broteft des entrüsteten Publikums und das Dazwischen­die Dauer der Ausstellung eine Verkaufsstelle( nicht im Ausgeschloffen, daß der Täter versucht, alles aus Berlin hinauszubringen. treten eines Polizeileutnants veranlagte den Beamten, den Jungen, stellungsraum Saal III, sondern in einem besonderen Raum Die Striminalpolizei hat deshalb auch auf den Bahnhöfen einen den er überdies noch zur Wache schleppen wollte, laufen zu lassen. Saal II) eingerichtet worden, die täglich bis zur Ladenschluß- Beobachtungsdienst eingerichtet; auch in den Vororten und darüber und das Ende vom Liede: Der Beamte, der sich jede Einmischung zeit offen gehalten wird. binaus pasien die Beamten auf. Die in dem Lichthofe des und Burechtweisung vom Bublifum im bekannten Unteroffiziertone Polizeipräsidiums ausgestellten Kleidungsstücke wurden schon gestern berbat, zitierte mehrere Personen zur Wache. Die Polizeihunde Arbeitsunluft des Bürgertums. Aus dem Rathause wird ge- bis in den späten Abend hinein von vielen Leuten besichtigt. bewährten" fich bei dieser Gelegenheit in besonderer Weise. schrieben: Im Verlaufe der diesjährigen Landtags- Erfaßwahlen Von den Anzeigen über vermißtr Personen hat die Kriminal- Sie sprangen Personen an, rissen diesen Jacketts und Paletots griff die Abneigung zahlreicher Urwähler, ein Amt im Wahlvorstande polizei durch eingehende Nachforschungen mehrere hundert erledigt. entzwei und berlezten durch Bisse mehrere Zuschauer. Es muß doch zu übernehmen, in überaus störender Weise in den ruhigen Gang Ge find aber noch viele neue Anzeigen hinzugekommen, so daß immer verlangt werden, daß das Publikum gegen derartige Borkommnisse der Borarbeiten für die Wahl ein, sodaß es zeitweise den An- noch 140 Fälle nachzuprüfen sind. Die meisten vermißten Frauens geschützt und daß ihr Leben und ihre Gesundheit nicht in Gefahr schein hatte, als ob das Zustandekommen der Wahlmännerwahlen personen find Dienstmädchen, die ihre Stellung plöglich aufgegeben gebracht wird. Wegen jeder Kleinigkeit Hunde auf Menschen los zu einzelnen Urwahlbezirken infolge der Unmöglichkeit der und ihre Sachen im Stich gelaffen haben. Viele Vermiste be- laffen ist ein Berfahren, das auf das schärffte verurteilt werden Bildung eines Wahlvorstandes überhaupt in Frage gestellt finden sich auch auf Reisen, andere halten fich aus irgend einem muß. fet. Weist diese Abneigung einerseits auf einen bedauer Grunde verborgen. Bemerkenswert ist ein Fall, den ein jüdisches Die Unterschlagungen in der Stadtfynode. Der Bureauaffiftent licherweise recht weit berbreiteten Mangel an Opferwilligkeit für Ehepaar mitteilt. Bei diesem Paar hielt sich ein Mädchen Bolt, der nach Unterschlagungen bei der Stadtfynode verschwunden öffentliche Aufgaben hin, so ist sie andererseits auch nicht ganz ge- namens Jurek vom 15. November an vorübergehend auf. Woher war und gesucht wurde, hat sich der Polizei gestellt. Er gibt an, fahrlos für die von ihr ergriffenen Urwähler. Das Gesetz vom es fam, wissen die Leute nicht. Am 28. tam es wieder und sagte, im Verlauf von dreizehn Jahren etwa 80 000 M. durch Ve­28. Juni 1906 verpflichtet die Urwähler, das Ehrenamt des Wahl- daß es frant fei. Seit dem 30. November ist dieses Mädchen unter trilgereien beruntreut zu haben. Er will flott gelebt und alles Geld vorstehers, Protokollführers oder Beisigers im Wahlvorstande bei der Zurücklaffung feiner Sachen verschwunden. Die Leute sagen, daß durchgebracht haben. Bei dem Defraudanten fand man nur noch Wahl der Wahlmänner zu übernehmen. Wer die llebernahme diese Vermißte ähnliche Kleidung wie die ausgestellte und auch einen neun Wart und einige Pfennige. Nach feiner Darstellung ist nicht diefer Obliegenheiten ohne zulässigen Grund ablehnt oder sich Ring dieser Art getragen habe. Nur meint der Mann, daß der er, sondern der 58 Jahre alte Hilfsarbeiter Albert ihrer Wahrnehmung ohne ausreichende Entschuldigung entzieht, Ring, den er in der Hand gehabt hat unter dem Stein teine Platte Bannide aus ber Grünberger Straße 10 au Borhagen

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