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Gewerkschaftliches.

Der Kampf auf den deutschen Werften.

flaren Wortlaut des Gesetzes zufolge die Erlaubnis auf jeden] die gegenwärtig noch fortgesetzt werden. Ob die Verhandlungen zu Fall zu verweigern. einem annehmbaren Resultat führen werden, läßt sich noch nicht Den beiden Versammlungen, die zusammen von zirka 1500 Ber- übersehen. Die Ausrede der Fabrikanten, daß die Industrie die sonen besucht waren, folgt am nächsten Montag morgen eine dritte geforderten Rohnerhöhungen nicht tragen fann, wird widerlegt durch In Hamburg hat sich in den letzten Tagen die Situation für die Caféangestellten. In diesen Wochen finden im Reich noch den Geschäftsbericht der Firma Johann Faber A.-G., der in den nur insofern geändert, als in einigen kleineren Landbetrieben weitere, etwa 100 Verfamlungen, einberufen vom Verband der letzten Tagen veröffentlicht wurde. Danach verteilt die Firma Gastwirtsgehilfen, mit demselben Thema statt. auch für das abgelaufene Geschäftsjahr 15 Broz. Dividende. Dabei Arbeitseinstellungen stattgefunden haben aus Solidaritäts­sind die Abschreibungen nicht inapp bemessen. Weiter beabsichtigen gründen. Streifarbeit zu berrichten, auch wenn es sich um die Fabrikanten, eine Preiskonvention zu schaffen, um den Ab­unbedeutende Ersagteile" handelt, wie oft angegeben wird, nehmern höhere Preise zu diftieren. Der Kampf geht also weiter halten organisierte Arbeiter für ehrenrührig. und wird so lange fortgefeßt, bis die Unternehmer zu annehmbaren Bugeständnissen bereit sind.- Zuzug ist darum auch weiter ferns auhalten.

Die Unternehmer haben durch ihre Zutreiber eine An­zahl Bassermannsche Gestalten auf der Landstraße und in den Stafchemmen aufgreifen lassen, welche als Rausreißer in den Werftbetrieben einquartiert sind, um sie mit der Außenwelt nicht in Berührung fommen zu lassen. Viel Freude haben die Werftgewaltigen an diesem Butrieb nicht. Mit Renommier­arbeitern stellt man keine Panzerkolosse oder andere Wunder der Schiffstechnik fertig.

Das Organ der christlichen Metallarbeiter, Der Deutsche Metallarbeiter" benamst, ist in seiner neuesten Nummer sehr ungehalten mit der Stellungnahme der Sozialen Braris", die hinsichtlich des Scheiterns der Verhandlungen den Ge­sichtspunkten der freien Gewerkschaften ihre formale Be­rechtigung" zugestand, indem die Werftbesizer mit der Forde­rung der zuziehung der Gelben gleich von vornherein den Stein des Anstoßes vor die Schwelle gelegt hätten". Hier­gegen polemisiert das christliche Blatt:

Daß die sozialdemokratischen Verbände auch die Zuziehung der christlichen und Hirsch- Dunckerschen Organisationen ablehn­ten, scheint der Sozialen Bragis" unbekannt oder gleichgültig zu sein, oder sollte sie es absichtlich ignorieren?"

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Asphaltarbeiter. Bei der Firma J. Jeserich, Charlotten­ burg , Salzufer, haben sämtliche Arbeiter( Borleute und Straßen­arbeiter) am Freitag früh die Arbeit niedergelegt. Auf den der Firma zugesandten Lohntarif hatte die Firma überhaupt nicht geantwortet. Darauf wurden die Vertrauensleute vorstellig. Das erstemal wurde ihnen erklärt, daß der eine der Herr Direktoren den, erklärte der Herr Direktor, daß er den Arbeitern in der Fa verreist sei, als am Mittwoch die Arbeiter nochmals vorstellig wur­brit 1 Pf., nach 2 Jahren 2 Pf., nach 6 Jahren 3 Pf. zulegen wolle. Den Straßenarbeitern soll die Mittags- und Frühstücspause mit­bezahlt werden. Auf diese Verhöhnung der Arbeiterforde­rungen erfolgte, einmütig die Arbeitsniederlegung. Die Are beiter haben nun die gastlichen Räume der Jeserichschen Fabrit verlassen. Die Herren Direktoren dürften nun doch wohl zu der Einsicht kommen, daß die Sache den Arbeitern bitterer Einst ist. Ohne Zugeständnis wird die Arbeit nicht aufgenommen. Arbeiter, meidet die Firma Jeserich. Sämtliche Plätze sind gesperrt. Die Ortsverwaltung. Asphalteure! Der Streit bei der Firma Hein und André ist beendet. Am Montag wird die Arbeit wieder aufgenommen. Die Differenzen find erledigt. Die Ortsverwaltung.

Achtung, Kürschner! Die Firma Karl Saalbach, Hof­fürschnermeister, Unter den Linden 67, hat ohne Grund 2 Kol­leginnen und 4 Kollegen am gestrigen Sonnabend abend bei der Lohnzahlung entlassen. In der unter Zuziehung der Ortsverwal tung abgehaltenen Werkstattfizung erklärten sämtliche bei der Firma beschäftigten Kollegen die Arbeit nicht eher wieder aufzu­nehmen, als die entlassenen wieder eingestellt sind. Zuzug ist fernzuhalten, die Werkstelle ist bis zur Erledigung der Differenzen gesperrt. Deutscher Kürschner - Verband. Filiale Berlin .

Streif.

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Husland.

Lohnbewegung und Streik in der schwedischen Möbelindustrie.

Die Arbeitgeber der Möbelindustrie Schwedens haben, meist auf Befehl der Schwedischen Arbeitgebervereinigung, in einer An­zahl von Orten die bestehenden Tarifverträge gekündigt, um die Löhne herabzusehen und die Arbeitszeit zu verlängern. In Malmö haben nun die Möbeltischler und Drechsler die Arbeit eingestellt, während die Polsterer schon seit acht Tagen im Streit stehen. Die Lohnfürzungen, die man den Arbeitern auf. zwingen will, betragen 4-7 Dere die Stunde und die wöchentliche Arbeitszeit will man sogar von 54 auf 57 Stunden verlängern.

In Lund , wo die Möbelfabrikanten dieselben Verschlechterun­Sen durchführen wollten, haben sie sich schließlich mit der Verlänge­rung des alten Tarifvertrages einverstanden erklärt, wodurch in Fabrikanten hier nicht der oben genannten Ueternehmerzentrale, dieser Stadt der Kampf vermieden wurde. Uebrigens gehören die fondern dem Zentralen Arbeitgeberverband" an.

Verfammlungen.

Das Blatt erinnert daran, daß die christlich- nationalen Verbände zur Erhaltung der Sozialen Praxis" durch zu gehörigkeit zur Gesellschaft für Sozialreform" finanziell bei­steuern, was also soviel bedeutet als: Wes Brot ich esse, des Lied ich zu singen habe! Den Ruf der Sozialen Braris" nach einem vermittelnden Eingreifen der Reichsregierung Achtung, Schuhmacher! Bei der Firma Jsleib u. Bau bekämpft das Organ der Christlichen mit allem Nachdruck", mert( mechanische Besohlanstalt), Elisabethstr. 24, sind Diffe weil eine Vermittelung von Regierungsseite im jetzigen renzen entstanden. Alle Stollegen bis auf einen befinden sich im Stadium von der christlich- nationalen Arbeiterschaft als eine herige Arbeitszeit von 10% Stunden und darüber auf 9% Stun Die Differenzen sind dadurch entstanden, daß die bis­Sanktionierung der sozialdemokratischen Gewalttaktik und den festgelegt wurde. Der Mindestlohn sollte 24 Mart betragen eine Zurüdseßung der nichtsozialdemokratischen Verbände gegen bisher 18. Es waren dies Bustände, die jeder Beschreibung empfunden werden müßte. Solange die sozialdemokratischen spotten, und nur dadurch möglich, daß keiner der Arbeiter organis Organisationsführer ihr Diktum: nach wie vor" allein zu fiert war. Am 13. September wurde mun ein Tarif mit der von der Notwendigkeit einer starken Organisation der Gemeinde­verhandeln, nicht fallen lassen, solange wird eine Ver- Firma abgeschlossen, der die Löhne von 24-31 Mark festlegte, und mittelung der Regierung unmöglich sein. Die sozialdemo- die Arbeitszeit auf Stunden reduzierte. Doch schon am fratischen Gewerkschaften hätten im Interesse der Arbeiter 15. September wurde dieser Tarif von der Firma gebrochen, da schon die Pflicht gehabt, die christlichen Gewerkschaften von fünf Arbeiter aufs Pflaster geworfen werden sollten. Das ließen Anfang der Bewegung an heranzuziehen. Das haben sie die Verhandlung mit der Organisation negativ endete, wurde die sich die übrigen Kollegen nicht ohne weiteres gefallen. Da auch nicht getan und ihrem arbeiterschädigenden Verhalten. durch Arbeit niedergelegt. Wir ersuchen die Kollegen, dies zu beachten. ihr jetziges Verhalten die Krone aufgefeßt. Amtliche Stellen Schuhmacher- Verband Ortsverwaltung Berlin. werden diese terroristische Taktik niemals begünstigen tönnen." Deutsches Reich .

Wie fein dieses Arbeiter" blatt die Intentionen der ,, amtlichen Stellen" herauszufühlen versteht! Auf diese christlichen Friedensschalmeien weiter einzugehen, erübrigt sich, da die jetzige Stellungnahme der Christlichen genau ihrer sonstigen Taktik entspricht. Nur eins sei bemerkt: Die Ar­beiterbrüder in Chrifto haben durchaus keine Ursache, den Mund so gewaltig voll zu nehmen, zumal dies in umgekehrtem Verhältnis zu ihrer Bedeutung in diesem Kampfe steht. Ins­gesamt kommen in sämtlichen Werftbetrieben nur wenige hundert Christliche und Hirsche in Betracht. In Hamburg , dem Ausgangspunkt des Kampfes, standen bei Aus­bruch desselben insgesamt etwa 75 Christliche und Hirsche in Arbeit! Und diese paar Männeken scheinen zu glauben, um sie drehe sich das ganze wirtschaftliche Getriebe!

Streikende als läftige Ausländer.

In den schon 5 Wochen dauernden Streit der Tischler in 8ie genhals greift die Polizei in nicht mehr ungewohnter Weise ein. Sie läßt streifende Ausländer auf das Polizeikommissariat berufen und eröffnet ihnen, daß sie ausgewiesen werden, wenn sie nicht so fort die Arbeit in demselben Betriebe wieder aufnehmen, wo sie vor dem Streit gearbeitet haben. So schützt die Polizei Unternehmer­interessen und die lieben Arbeitswilligen. interessen und die lieben Arbeitswilligen.

Der Streit der Fuhrleute in Bremen wurde gestern morgen, nachdem die Arbeitgeber vorgestern abend eine weitere Zulage von 50 Pfennig zugebilligt hatten, nach einer dreistündigen Bersamm. lung als beendet erklärt.

Lohnbewegung der Knopfarbeiter in Schmölln .

Ueber die internationale Konferenz der Arbeiter öffentlicher Betriebe sowie über den internationalen Kongreß in Kopenhagen berichtete Wutty am Freitag in einer Mitgliederversammlung der Filiale Groß- Berlin des Verbandes der Gemeinde- und sucht und füllte den großen Saal des Gewerkschaftshauses bis auf Staatsarbeiter. Die Versammlung war sehr zahlreich bes ben letzten Plak. Der Redner schilderte zunächst die Verhandlun gen und Beschlüsse der Konferenzen, die vom 4. bis 6. September in und betonbe unter anderem, daß die Gemeindearbeiter in der einem der fünf Voltshäuser der Kopenhagener Arbeiterschaft tagten, dänischen Hauptstadt in ihren Lohn- und Arbeitsverhältnissen ein gut Teil besser gestellt sind als ihre Kollegen in Berlin . Schließlich hob der Redner hervor, wie auf der Konferens die Ueberzeugung und Staatsarbeiter auf gewerkschaftlichem und politischem Boden zum Ausdruck gekommen ist. Sodann berichtete er über den inter­nationalen Kongreß. Die mit Wärme und Begeisterung vorges tragenen Ausführungen des Referenten fanden lebhaften Beifall. internationalen Sekretariats und der Konferenz bemängelt. Es In der Diskussion wurde von einem Redner die Tätigkeit des sei nicht genügend geleistet hinsichtlich der Statistik, der Forde­rungen zur Verbesserung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse wie auch der gegenseitigen Unterstüßung bei Lohntämpfen in den ver­schiedenen Ländern. Demgegenüber betonte der internationale Sekretär Mohs, daß die internationale Verbindung zurzeit noch nicht die Ausdehnung und Stärke erreicht hat, die notwendig ist, um alles das zu leisten, was wünschenswert wäre und dement sprechende Beschlüsse zu fassen und sie auch durchzuführen. Außer bem deutschen Verband mit seinen über 32 000 Mitgliedern feien es ja bis jetzt trotz aller Bemühungen nur fleine Verbände, die sich der Internationale der Gemeindearbeiter angeschlossen haben, und unter diesen Umständen könne man nicht erwarten, daß das Sekre tariat nun schon Großes vollbringen sollte. Die Konferenz habe aber namentlich auch insofern zum Ausbau der internationalen Verbindungen beigetragen, als sie das Sekretariat auf eine festere ökonomische Grundlage stellte.

Letzte Nachrichten.

Die Knappschaftswahlen.

Bochum , 17. September. ( Privattelegramm des Vorwärts".) Trotzdem bis 10 Uhr abends erst Teil­resultate der heute stattgehabten Knappschaftswahlen vor­liegen, läßt sich doch schon ein glänzender Sieg des Berg­arbeiterverbandes feststellen. Bisher ist bekannt die Wahl von 195 Kandidaten des Verbandes. Außerdem wurden ge­wählt 54 Kandidaten des Kompromisses zwischen Christlichen und Zechen, 6 reine Zechenkandidaten und 6 Polen . Bochum , 17. September. Wie uns ein weiteres Bri­

Der Sitz der Steinmuiß- und Hornknopfindustrie ist das Berlin und Umgegend. Altenburger Ländchen und insbesondere Schmölln . Dort werden gegen 1800 Arbeiter und Arbeiterinnen mit der Herstellung von Das neue Stellenvermittlergesek und die Gastwirts- Knöpfen beschäftigt. Die Löhne find wahre Hungerlöhne. Nach gehilfen. der letzten offiziellen Statistit des Holzarbeiterverbandes betrug Mit dem 1. Oktober tritt bekanntlich das neue Stellenber- der Durchschnittsverdienst der männlichen Knopfarbeiter in mittler- Gesez in Kraft. Dieses bringt eine schärfere leberwachung Schmölln 16,89 M. und der der weiblichen 9,18 M. pro Woche; der der gewerbsmäßigen Stellenvermittler, die seit Jahren so viel Lohn hat sich seit dieser statistischen Aufnahme nur um ein Geringes Anlaß zu Beschwerden gegeben haben. Die Preußischen Aus- gehoben. Davon müssen die Arbeiter noch Licht und Kleinhand­führungsbestimmungen, die vor kurzem erschienen find, bringen werkzeug laufen. Es wird durchweg in Afford gearbeitet. Die weitere Verschärfungen des Gesetzes. In Zukunft wird die Er- Arbeiter müssen nicht allein auf das Gros 144 tadellose Knöpfe teilung der Konzession zum Betriebe einer Stellenbermittlung an liefern, sondern es muß übergeliefert" werden, 160-180 Stück bestimmte ziemlich scharfe Bedingungen geknüpft. Die Person des gelten nämlich als Groß. Schon im Jahre 1894 versuchten die battelegramm meldet, ist das Gesamt- Resultat der Nachsuchenden und auch dessen Familienangehörige müssen in fitt- Arbeiter in Schmölln durch einen monatelangen Kampf die vor- Knappschaftswahlen folgendes: Es sind gewählt 233 Kandida­licher Beziehung durchaus einwandsfrei sein. Das Bedürfnis fann handenen Mißstände zu beseitigen, während die Fabrikanten noch verneint werden, wenn in einer Gemeinde oder den wirtschaftlichen weitere Verschlechterungen durchzusehen versuchten. Der damalige Bezirk durch Errichtung eines paritätischen Arbeitsnachweises für Rampf ging verloren. Die Arbeiter traten mit wenigen Aus die Vermittlung von Arbeitskräften genügend gesorgt ist. Die nahmen aus dem Verbande aus und erst seit wenigen Jahren Gebühren, die bisher von den Stellenbermittlern selbständig fest- fanden sie den Weg in die Organisation zurüd, der sie jetzt fast gefeßt wurden, werden nunmehr von den Polizeibehörden vorge- bollzählig angehören. Das trifft auch für das nahegelegene Göß­schrieben. Die Vermittlungsgebühren sind von beiden Teilen je niß zu. Am 13. September haben nun die Arbeiter, gestützt auf zur Hälfte zu tragen. Das Lettere wird, wie wir schon fürzlich ihre gute Organisation, den Unternehmern Forderungen unter nachwiesen, von den Stellenbermittlern für das Gastwirtsgewerbe breitet, und zwar berlangen fie eine Bertürzung der Arbeitszeit zu umgehen versucht. Diese machen Anstrengungen, die Gebühren auf 57 Stunden, Erhöhung der Löhne um 15-20 Proz., Aufschlag recht hoch zu schrauben, damit sie dann dem Unternehmer die Hälfte für Ueberstunden, Abschaffung des Lichtgeldes und sonstiger Miß­schenken fönnen. Durch die Preußischen Vorschriften werden auch stände. Die Fabrikanten dieser Industrie erzielen große Gewinne bie nichtgewerbsmäßigen Stellenvermittler getroffen. und werden hoffentlich bereit sein, die Lage diefer elend bezahlten Bisher hatten es nämlich die Stellenbermittler leicht, sich den Ston- Arbeiter zu verbessern. Es kommen rund 400 Arbeiterinnen mit trollvorschriften zu entziehen, indem sie einen Berein" gründeten. in Betracht. In Zukunft wird dieser Weg ziemlich verlegt werden.

Achtung, Ofenseher. In verschiedenen Zeitungen find Inserate Die gastwirtschaftlichen Angestellten, für die das Gesetz von ganz besonderer Bedeutung ist, befaßten sich am erschienen, in welchen Ofenfeber nach Leipzig gesucht werden. Der Donnerstag in zwei öffentlichen Versammlungen, wovon die eine Ofensetzerstreik hier ist noch nicht beendet. Im Gegenteil hat er des Nachmittags, die andere des Nachts stattfand, mit demselben. fich verschärft. Zuzug nach Leipzig ist unter allen Umständen zu Nach den Referaten von Boetsch und Hegwald fand die nach- meiden. Die Parteiblätter werden davor gewarnt, Annoncen mit stehende Resolution Annahme: Die Versammlung erkennt in dem neuen Stellenbermittler. Gefuchen von Ofensezern nach Leipzig aufzunehmen. gefeß und den Ausführungsbestimmungen für das Gastwirts­gewerbe einen bedeutenden Fortschritt auf dem Wege zur gänz­lichen Beseitigung der gewerbsmäßigen Stellenvermittelung an, bedauert jedoch, daß nicht die völlige Beseitigung der gewerbs. mäßigen und der einseitigen Interessenarbeitsnachweise durch die Schaffung paritätischer Arbeitsnachweise von Staats- oder Gemeinde wegen durch das Gesetz bestimmt wird.

schen Arbeitsnachweisen anzuschließen.

Die Streifleitung.

Der Streit der Mainzer Dachdecker, der zirka zwei Monate ge­dauert hat, ist beendet. Es wurde ein Tarif abgeschlossen, der den Gehilfen eine sofortige Erhöhung des Stundenlohnes um 3 Bf. bringt und bis zum Jahre 1913 auf 6 Pf. pro Stunde steigt. Der Tarif gilt bis 1913.

ten des Bergarbeiterverbandes, 57 Kompromiß- Kandidaten, 19 Polen und 3 Zechenkandidaten. Stimmen erhielten: Bergarbeiterverband 67 588, Kompromiß- Christen 34 671, Polen 11 693, reine Bechenkandidaten 1967.

Wir sind in die schwärzesten Bezirke eingedrungen und haben überall großartige Erfolge erzielt. Unter den Berg­arbeitern herrscht lebhafte Begeisterung ob dieses überraschen­den Sieges der freien Gewerkschaft.

Schwerer Banunfall.

Weißenburg , 17. September. In Dürrenbach im Nieder- Elsaß stürzte heute nachmittag gegen 4 Uhr der Turm der neuerbauten katholischen Kirche ein, wobei ein Ar­beiter getötet wurde, während drei schwer und eine größere Anzahl leichter verletzt aus den Trümmern hervorgezogen wurden.

Ein Grenzzwischenfall.

Saloniki, 17. September. ( W. T. B.) Ein Gendarmeric­offizier und zwei Gendarmen sind auf dem Wege von Rafsan. dra nach Jsbor von einer griechischen Bande aus dem Hinter­halte erschossen worden.

Saloniki, 17. September. ( W. T. B.) Eine türkische Gren 3- wache überraschte bei Domenikon eine aus acht Personen be­stehende griechische Bande und erschoß vier Griechen.

Sympathiestreit in Süd- Wales.

Cardiff, 17. September .( W. Z. B.) Infolge der Drohung bon 12 000 Arbeitern der Vereinigten Cambrian­Sohlengruben, am Montag in den Ausstand zu treten, fand heute eine Beratung von Delegierten des ganzen Kohlengebiets von Süd- Wales statt. Es wurde beschlossen, über die Frage des Generalftreits im ganzen Kohlenrevier eine Abstimmung zu ver­anstalten. Die Angelegenheit ist dadurch entstanden, daß 75 Ar­beiter in der Ely- Grube der Vereinigten Cambrian- Kohlen­gruben streikten, worauf die Arbeitgeber die übrigen 700 Leute der Grube aussperrten. Daraufhin verabredeten sämtliche in dent genannten Wert beschäftigte Arbeiter, den Sympathiestreit anzu­drohen.

Die Versammelten betonen erneut die Pflicht aller Gehilfen­Subvention der gewerkschaftlichen Arbeitslosen­bereine, auf Errichtung städtischer, paritätischer Arbeitsnach unterstützung durch städtische Mittel. weise, wo dies noch nicht geschehen, zu bringen. Insoweit, als Damit schon jetzt die nötigen Maßnahmen zur Milderung der durch paritätische Arbeitsnachweise bezw. Fachabteilungen dem Arbeitslosigkeit des nächsten Winters getroffen werden können, hat Bedürfnis für die Arbeitsvermittelung im Gastwirtsgewerbe bas Gewerkschaftsfartell in Karlsruhe in einer Eingabe an den Rechnung getragen wird, sind die Arbeitsnachweise der Arbeits geber- und Arbeitnehmervereine aufzuheben und den paritäti- dortigen Stadtrat verlangt, einen vorläufigen Kredit von 10 000 M. zu eröffnen. Aus diesem sollen Arbeitslose zu ihrer von der Or­Die Möglichkeiten, welche die neue Gesebeslage bietet, die ganisation zu beziehenden Arbeitslosenunterstüßung einen wöchent­getverbsmäßige Stellenbermittelung zu befämpfen, sind von den lichen Zuschuß von 3 M. erhalten. Ferner wird beantragt, die Ar­gastwirtschaftlichen Angestellten vollauf auszunuzen. Hierzu ge- beitszeit der städtischen Arbeiter zu verkürzen, damit die Stadt im Winter, unter anderem auch im Gaswert, mehr Arbeiter beschäf­Aufklärung über das Gesetz in Wort und Schrift; tigen fönne. Anträge auf Ronzessionsentziehung solcher Vermittler, welche sich Bergehen gegen das Gesetz haben zu schulden kommen Der Kampf der Nürnberger Bleistiftarbeiter dauert nunmehr Die Streifbewegung in Barcelona. laffen. bereits zehn Wochen. Die Streifenden und Ausgesperrten halten Ferner erwartet die Versammlung, daß die Behörden, ent- vor wie nach gut zusammen; es ist noch nicht ein einziger Streit Madrid, 17. September .( Preß- Tel.) Der Streit in Bar= sprechend dem Wortlaut und dem Geist des Gesetzes, die Erbrecher zu verzeichnen. Das ist um so bemerkenswerter, als zwei celona greift weiter um sich. Die Zahl der Ausständigen be teilung neuer Ronzessionen versagt; wo durch gemeinnüßige, Drittel der Ausständigen Arbeiterinnen find. In den lehten läuft sich bereits auf fast 8000. Unter den Straßenbahnern wird. paritätische Arbeitsnachweise das Bedürfnis gedeckt ist, ist dem Wochen haben wiederholt Einigungsverhandlungen stattgefunden, zugunsten des Sympathiestreits agitiert. Berantw. Rebatt.: Richard Barth, Berlin. Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin. Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u. Berlagsanftals Baul Singer& Co., Berlin SW,

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