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Preßkorruption.

Genoffe Julian Borchardt Berlin den historischen! Soldaten nicht, denn der Befehl des Kriegsherrn müsse stets freudigen| abgeschloffent. Gelegentlich der damaligen Debatten fielen auch die Materialismus behandelt. Nur Mitglieder der Partei- Gehorsam finden, weil der Kriegsherr und die Armee in gleichem bürgerlichen Stadträte erbarmungslos über den Beamten her und stimmten einer Refolution zu, die den Beamten der Stadt die Teil­bereine und Gewerkschaften haben nach vorheriger Anmeldung Maße für den Schutz des Vaterlandes verantwortlich seien. nahme an Lieferungen für die Gemeinde verbot. Scheidemann wies zu diesen Vorträgen Zutritt, und wer von dem historischen Materialismus nur ein klein wenig versteht, der dürfte wissen, schon damals darauf hin, daß nicht nur die Beamten, sondern auch daß bei der Erörterung eines solchen Themas eine Das, Berl. Tagebl." ist von einem wahren Raptus die Gemeindevertreter in Gewissenstonflikte tommen fönnten, wenn Beeinflussung politischer Einrichtungen weder gewollt befallen worden, weil wir das Verbrechen begangen haben, fie für die Stadt arbeiteten und lieferten. Er verlangte des­ist, noch erfolgen kann. Dennoch schickte das Stettiner darzulegen, daß und weshalb die bürgerliche Presse als halb die Vorlage einer Uebersicht, aus der zu erkennen fei, Polizeipräsidium am Freitag, zur Eröffnung des Vortrags- kapitalistisches Geschäftsunternehmen nicht unabhängig sein wieweit Stadtverordnete für die Stadt arbeiten und liefern. Nach furfus, zwei Beamte, um die angeblich öffent- fönne vom Annoncengeschäft, das erst das Zeitungsgeschäft sechs Monaten ist das Verzeichnis vorgelegt worden. Es wirkte liche politische Versammlung zu überwachen. lukrativ zu machen vermag. Diese für jeden Kundigen verblüffend, als unser Genosse, der zum Referenten bestimmt und selbstverständliche Feststellung Um den Unterrichtsplan nicht zu gefährden, gestattete, man ganz die fernere worden war, darüber in öffentlicher Sigung berichtete. Nahezu den Beamten unter Protest das vorläufige Verbleiben im Bemerkung, daß die Mehrzahl auch des großen", die Hälfte aller Stadtverordneten arbeiteten Bourgeoisblattes Saale . Am anderen Morgen wurde eine Beschwerde gegen anständigen ,, bon einem System und lieferten für die Stadt. Junerhalb fechs Jahren diesen polizeilichen Uebergriff auf dem Polizeipräsidium münd feinerer oder plumperer Bestechungen umsponnen" sei, haben die an etwa 24 Stadtverordnete übertragenen Arbeiten und lich vorgebracht. Trozz hinreichender Aufklärung über den hat das Mosse- Blatt zu einer so fnotigen Schimpferei auf Lieferungen das nette Sümmchen von 590 000 m. aus­Inhalt der Vorträge und die Zusammenſegung der Ver- den Vorwärts" veranlaßt, daß ein ein Seelenkundiger gemacht. Davon entfallen 320 000 m. direkt für die Stadt, die sammlungs"-Teilnehmer wurde dort verfügt, daß auch die daraus interessantesten Schlüsse ziehen tönnte. 270 000 9. auf eine unter städtischer Verwaltung stehende Stiftung. weiteren Sehrabende polizeilich überwacht Diese wüste Schimpffanonade soll offenbar die Schwäche Im Anschluß an fein Referat beantragte deshalb Genosse werden! der Position verdecken, weiß das Mosse- Blatt doch auch Scheidemann , daß fünftig Stadtverordnete von solchen Arbeiten Am Sonntagnachmittag erschienen zu dem zweiten Vor- nicht ein Gegenargument unserer Darstellung entgegenzufeßen. und Lieferungen ausgeschlossen seien und regelmäßig wiederkehrende trage zur Ueberwachung ein Kommissar und zwei Schuyleute Das wütendste Bombardement mit Nachttöpfen ist nun aber Arbeiten und Lieferungen an alle in Betracht kommenden Firmen­und hörten sich mit an, wie vor einer fleinen Berfonengruppe einmal keine Widerlegung, und das zornentbrannte Mosse - unter gewiffen Voraussetzungen natürlich vergeben werden sollten. ein Genosse aus dem Neuen Testament den Einzug in Blatt täte besser, sich schleunigst von den Vorwürfen zu Zunächst waren die Herren sprachlos, Erlösung brachte ihnen jedoch Jerusalem vorlas und an der Hand einer recht seltsamen reinigen, die Herr Bruhn in der neuesten Nummer feines fchließlich ein von einem nationalliberalen Herrn geftellter Antrag, die Angelegenheit dem Magistrat zur weiteren Prüfung zu über­historisch- materialistischen Geschichtsauffassung festzustellen suchte, Blättchens gegen es erhoben hat. ob das dabei benußte Grautier ein Esel oder eine Eselin war. Da sich aber das Berliner Tageblatt" gebärdet, als geben. Dieser Antrag wurde angenommen. Nahezu die ganze Ein­Die Versammlung konnte diese Streitfrage auch nicht lösen. habe der Vorwärts" ganz neue, ganz ungeheuer- wohnerschaft steht in dieser Frage auf sozialdemokratischer Seite. Währenddem wurde der Unterrichtszyklus in einem liche Beschuldigungen gegen das kapitalistische Zeitungs Namentlich hat es böses Blut gemacht, daß nicht einmal der in der anderen Lokale ohne den Schutz der preußischen Pickelhaube geschäft erhoben, so wollen wir hier nur einige Befundungen Stadtverordnetenversammlung sitzende und mit 21 000 M. an fortgesetzt. Selbstverständlich werden die Stettiner Genossen der Vergessenheit entreißen, die seinerzeit von Sachkundigen städtischen Arbeiten beteiligte Innungs- Obermeister für den Antrag sich nicht damit begnügen, der Polizei ein lustiges Schnippchen in der Börsenenquete- Kommission gemacht worden sind. Da gestimmt hat, die Arbeiten abwechselungsweise zu vergeben. zu schlagen, sondern werden gegen ihre Maßnahmen mit aller erklärte der Leiter der Distontobant, Generalfonful Entschiedenheit vorgehen. Zur Fleischnot. Russell: Im Allgemeinen müssen wir mit der Tatsache rechnen: das Nachdem Baden und Elsaß- Lothringen den Anfang mit der Preßgewerbe ist an erster Stelle heute ein Gewerbe, ein fauf- Linderung der Fleischnot durch Deffnung der Grenze gemacht haben, männisches Unternehmen für den Unternehmer der Presse. Der beschloß das Chemniger Stadtverordnetenkollegium am Donnerstag Eigentümer der Zeitung will aus der Zeitung einen Ueberzum zweiten Male, die Regierung um Maßnahmen zur Linderung fchuß erzielen; er wird demzufolge regelmäßig darauf an der Fleischnot zu ersuchen. gewiesen sein, sich umfangreiche, namentlich gut be= zahlte Inserate zu beschaffen. Es ist oft gar nicht zu sagen, welchen Bestürmungen durch Agenten wir regelmäßig zurzeit von öffentlichen Emissionen irgendwelcher Art ausge­sezt werden, und ich kann wiederum nur sagen, daß in sehr vielen Fällen, wenn man der betreffenden Zeitung das Inserat nicht gibt, dann am folgenden Tage ein ungünstiger Artikel über die betreffende Emission in der Zeitung steht, oder falls die Zeitung nach der Richtung hin vielleicht etwas vorsichtig ist, sonst cin mißliebiger Artikel. Das gilt nicht für alle Zeitungen,

Politische Ueberficht.

Berlin , den 11. November 1910.

Der Kampf um die Reffortetats.

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Parteigenoffen!

Ebenso hat der Magistrat der Stadt Nürnberg beschlossen, bei der bayerischen Staatsregierung zu beantragen, die Einführung von 100 ausländischen Schlactochsen und 300 Schweinen wöchentlich nach dem Nürnberger Schlachthof zu gestatten.

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Breslau immer voran!

Die Deutschen Nachrichten" bringen eine aufsehenerregende Mit­teilung, die ihnen, von durchaus zuverlässiger Seite zugegangen ist. Danach hätten zwischen dem Schatzsekretär Wermuth einerseits und dem Kriegsminister und dem Staatssekretär des Reichsmarineamts In Breslau ist gegen den der Demokratischen Vereinigung an andererseits bei der Aufstellung des Etats heftige Auseinandersetzungen gehörenden Rechtsanwalt Simon auf Antrag der Staatsanwaltschaft stattgefunden. Der Kriegsminister habe ganz enorme Forderungen bas Disziplinarverfahren vor der Anwaltskammer be­gestellt, namentlich habe er eine erhebliche Summe zur Vermehrung antragt worden, weil Simon in einer von der Demokratischen Ver­der schweren Feldartillerie verlangt. Auch Herr v. Tirpitz verlangte einigung einberufenen Bersammlung, in der Herr v. Gerlach sprach, größere Mittel zur Verstärkung des Küstenschutzes. Da das Reichs­in feinen Schlußworten die Breslauer Richter beleidigt haben soll. schazamt fest blieb, wurde die Entscheidung des Reichskanzlers an Simon warnte die Versammlungsbesucher mit besonderem Hinweis auf die vielen polizeilichen Zusammenstöße in Breslau mit den gerufen, der sich auf die Seite des Schatzfekretärs stellte. Hierauf Worten: Es werde bei Prozessen immer nur den Schußleuten ge­reichten Kriegsminister v. Heeringen und. Staatssekretär v. Tirpig glaubt und gegenüber Schußmannsaussagen bekommen Sie doch ihre Demission ein. Der Kaiser beschied den Reichsfanzler zum Vor­Die Branntweinfteuer zeigt trotz ihrer fein Recht bor Breslauer Richtern". Durch diese Nede trag und erklärte sich dann mit seinem Verhalten vollständig ein­wendung fühlten sich die Breslauer Richter beleidigt und verstanden. Beide Miniſter wurden aufgefordert, ihre Abschieds- Erhöhung einen Minderertrag von 16% Millionen stellten Strafantrag. Wohl in der bestimmten Voraussicht, gefuche zurückzunehmen und haben sich diesem kaiserlichen Befehl auch unterworfen. Doch hat v. Tirpis seinen festen Entschluß fund- Mark. Der Schnapsboykott tut feine Wirkung. daß bei einem solchen Prozesse die bekannte Breslauer Justiz teine Lorbeeren ernten würde, unterließ der Staatsanwalt die Erhebung gegeben, nur mehr bis zum nächsten Jahr auf seinem Bosten aus. Die Liebesgabe muß um 10 Millionen Mark der Anflage. Dafür aber hat sie bei der Anwaltskammer das zuharren. Disziplinarverfahren gegen den Rechtsanwalt Simon eingeleitet. vermindert werden. Sorgt dafür, daß diefe Man will ihn also magregeln. Und die Breslauer Anwaltskammer, Ferner war, wie das Blatt berichtet, ursprünglich geplant, dem Reichstag ein Septennat vorzulegen, doch hat sich der Kriegsminister Wirkung fich ständig fteigert! Weg mit der der in der Mehrzahl freifinnige Juristen von Breslau angehören, tat der Staatsanwaltschaft tatsächlich den Gefallen und eröffnete die davon überzeugen lassen, daß ein Septennat im Reichstag vielfach Liebesgabe für die Junker! Boruntersuchung. auf Widerspruch stoßen würde.

Db diese Mitteilungen auf Tatsachen beruhen, können wir natürlich nicht feststellen, jebenfalls haben sie die Wahrscheinlichkeit für sich, zumal jüngst die Nordd. Allgem. Ztg." dementiert hat,

Meidet den Schnaps!

daß zwischen Herrn Wermuth und Herrn v. Heeringen Differenzen******** beständen und was das Kanzlerblatt dementiert, ist gewöhnlich richtig.

Sie haben sich gefunden.

Wie wir bereits gestern mitteilten, haben die zwei feindlichen polnischen Brüder Pan Napieralski und Pan Korfanth sich versöhnt. Napieralski übernimmt die beiden bislang von Korfanth heraus­gegebenen Blätter Kurier Slasti" und" Polat", während Korfanty bei seinem bisherigen politischen Widersacher gegen 6000 m. pro anno als Chefredakteur eintritt und polnisch- zentrümlich- flerifale Bolitit a la Napieralski macht. Der Vorgang ist selbst in unserer und heutigen Zeit der Preßkorruption etwas ungewöhnlich Bedürfnis gefühlt, beide Kämpen haben denn auch das der Welt zu rechtfertigen. ihr schönes Herzensbündnis vor Sie haben eine gemeinsame biedermännische Erklärung hergestellt, in der sie sich unter der Devise Der Friede baut, der Unfriede zer­stört" gegenseitig als politische Ehrenmänner mit hochtrabenden Worten bescheinigen, daß sie zu ihrem Handel lediglich durch die edelsten politischen Motive und ihre innerste Ueberzeugung getrieben worden sind. In dieser humoristischen Erklärung heißt es:

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nur

Der zwischen den unterzeichneten Redakteuren seit dem Jahre 1908 geführte Kampf galt in erster Reihe der grundsätz lichen politischen Stellung des polnischen Bolles Schlesiens. Mit dem Augenblid, welchem fich der Katolik" ( älteftes Napieralstisches Blatt) auf den Boden der polnischen Fraktion stellte, ist dieser Sampf gegenstandslos geworden. Wir sind zu der Ueberzeugung gelangt, daß ein weiterer Kampf der Sache, welcher gut zu dienen wir den Willen und die Absicht haben und hatten, dem Wohle des pol­nischen und katholischen Bolles Schlesiens, schädlich ist. Da her schließen wir den Kampf ein für allemal und ber pflichten uns öffentlich vor unserer gesamten Gemeinschaft, den daß wir geschlossenen Frieden nicht halten, sondern unsere Sträfte zu gemeinsamer, öffentlicher Arbeit ber= einigen wollen. Wir bitten alle unsere Anhänger dringend, auch alle Streitigkeiten und Reibereien einzustellen. die Scheidung in Katolik und Korfanty - Anhänger aufhören und in Schlesien nur eine mächtige Partei, ein einiges polnisches Volt be­stehen. Der Katotif", als das ältere und vermögendere Unter­nehmen, nimmt die weiteren Verlegerforgen des( bisher Korfanthichen), Kurier Slasti" und" Polat" auf sich; Korfanth bleibt weiter in der Redaktion. Um uns bor zwischen uns möglichen Streitigkeiten in politischen Fragen zu schüßen, haben wir folgender Bestimmung im Vertrage beide zu geftimmt: Sollten Storfanth und Napieralski in irgend einer wichtigen Frage zu feiner Verständigung gelangen, so entscheidet ein( polnisches) Bürgergericht, zu welchem jede Partei zwei Mit glieder wählt, die dann selbst den unparteiischen Vorsitzenden zu wählen haben. Dem Urteile dieses Gerichtes müssen sich beide Parteien bedingungslos unterwerfen."

Möge

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aber es ist naturgemäß, daß... hiernach durch die Breffe gerade­zu ein gewisser Druck auf die Emissions- Institute geübt wird ihnen die Inserate in einem weiteren Umfange zuzu­wenden, als es die Emissions- Institute sonst bielleicht tun

Ein Nachspiel vom Reichstagsnachwahlkampfe in Eisenach - Dermbach .

Jm Januar d. J. gingen die Wogen des Wahlkampfes im Streise Eisenach - Dermbach sehr hoch. Die Antisemiten hatten neben dem General" sekretär Henningsen die Parteisekretäre Hesse und Wulfes, sämtlich aus Hamburg , in den Wahlkreis Eisenach - Dermbach ent­fandt, wo für den Triolen- Schack, der freiwillig" sein Mandat niedergelegt hatte, eine Nachwahl stattfand. In der freifinnigen Eisenacher Tagespost" wie in der Eisenacher Tageszeitung" er ichienen mehrere Artikel, die sich namentlich mit der Kampfesweise der Hamburger Antisemiterei" im allgemeinen fowie mit der Wahrheitsliebe" des" General" sekretärs H. im besonderen be­" Ich bin vor etwa drei Jahren an die Börse gekommen als schäftigten. Die Artikel enthielten viele Kraftstellen, und als durch Vertreter des Reichsboten"; sehr bald bekam ich ein einge- die Wahl unseres Genossen Leber der Wahlkreis von allen Uebeln schriebenes Kubert geschickt mit einigen hundert befreit war, leistete sich die Eisenacher Tageszeitung" einen heftigen Mart und der Visitenkarte eines Bankiers. Darauf Ausfall gegen die Hamburger Berufsagitatoren".

würden.

Und Dr. Müller, Handelsredakteur der Kreuz­Beitung" führte aus:

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Frankreich . Gegen das Proletariat.

Paris , 9. November. ( Eig. Ber.) Gestern hat Briand

stand: Anbei Ihre Beteiligung an der und der Emission. Ich Die antisemitischen Sekretäre verklagten die Redakteure beider schickte Geld und Visitenkarte sofort zurück. Ich erkundigte mich Blätter, Richard Hermann Schröder von dem freifinnigen und unter Kollegen, weisen Fürsorge ich es zu verdanken Paul Schröder von dem nationalliberalen Organ sowie die Ber­hätte, daß der Bankier meine Adresse erfahren habe. Da sagte leger beider Blätter wegen Beleidigung, die, weil einige Exemplare mir einer: Das fonnte der dumme Mensch auch wissen, daß Sie auch in Hamburg gelesen werden, vor dem Schöffengericht VI zur das Geld so nicht annehmen würden. Es konnte ja jemand Verhandlung gelangte. dabei sein, während Sie das Kuvert öffneten. So muß es Nach langer Berhandlung wurde der freisinnige Schröder zu nicht gemacht werden. Ich will ihm sagen, daß er 800 M. oder 80 Tagen Gefängnis, und der nationalliberale Schröder Ihnen ein Konto eröffnen und Ihnen mitteilen soll, daß zu 400 M. Geldbuße oder 40 Tagen Gefängnis verurteilt, während er Ihnen so und so viel Aktien zugeteilt hat. Ich sagte: Bitte, bie Verleger freigesprochen wurden. Lassen Sie das, der Fall ist erledigt. Diese Auskunft flärte In der Urteilsbegründung gab der Vorsitzende den guten Rat, mich darüber auf, unter welchen Vorsichtsmaßregeln die fo- in Wahlkämpfen um Parlamentsfige nur parlamentarisch erlaubte genannten Preßbeteiligungen an den Mann gebracht werden. Ausdrücke zu gebrauchen. Später fam taum eine größere Emission vor, ohne daß nicht der eine oder andere von meinen Kollegen zu mir ge­kommen wäre und mir gesagt hätte: Haben Sie schon die Be­teiligung an der und der Emission? In diesen Tagen gibt die und die Bank ihre Halbjahrsgratifitationen an die Presse aus. Sie stehen doch auch auf der Liste? Nein, ich vermeide es fogar fein ministerium obscurorum virorum, die Regierung der soviel wie möglich, den Herren bekannt zu werden. Es ist Dunkelmänner, der Kammer präsentiert, er ist aber dabei aus gar nichts dabei, tun es ia fast alle, und es handelt sich der Obsturität nicht herausgekommen. Seine Regierungs­jährlich um viele Tausende von Mart; kommen Sie her, ich stelle erklärung ist eine Anhäufung von Gemeinplätzen, die sogar Ich bin allmählich in das ganze System der Be manche der Blätter, die ihn protegieren, in Verlegenheit bringt. Ich bin allmählich in das ganze System der Be­ftechungen eingeweiht worden und finde hierin eines der Charakteristisch ist, daß sie nicht einmal an der entscheidenden wirtsamsten Mittel der Großfinanz, ihre ein Stelle, die von der Repressivpolitik gegen die Arbeiterschaft zelnen Operationen mit Erfolg durchzuführen handelt, recht mir der Sprache herausgeht, trotzdem Briand mit und sich im allgemeinen ein glänzendes Renommee zu schaffen. feinem nun einmal unvermeidlichen Biedermeierton eine offene, Ein Redakteur, der regelmäßige Gratifikationen von jährlich flare, von jeder Zweideutigkeit freie Lösung" verspricht. Aus­mehreren tausend Mark von jeder großen Bank oder doch den drücklich angekündigt wird nur eine Verschärfung der Gesetzes­meisten bezieht, kann von diesen Instituten und Firmen immer nur mit der Devotion eines Angestellten schreiben, und da weitaus die Mehrzahl aller von einem wohlhabenden Bublikum gelesenen Zeitungen unter diesem Banne steht, so find die Banken, die das Börsengeschäft beherrschen, jeder wirksamen Kritit entzogen." Der Vorwärts" hat also fein Wort mehr gesagt, als damals unanfechtbare Sachverständige, Wozu also das hysterische Wutgekreisch?

Sie vor

Geschäftspolitik.

bestimmungen, die sich gegen die Sabotage und die Aufreizung" dazu verwenden lassen. Dagegen fagt die Regierungserklärung nichts von der förmlichen Aufhebung des Streifrechts der An­gestellten der öffentlichen Dienste, die doch, wie man weiß, der Gegenstand war, der die Ministerkrise unvermeidlich machte, sondern spricht nur von der Notwendigkeit, für den Fall eines fünftigen Aufstandes die nötigen Maßregeln zu beschließen, um trotz allem den Dienst zu sichern" was ja in der Meinung Briands auf dasselbe hinauslaufen mag, aber offenbar mit Rücksicht auf die schwankenden Radikalen so Der Kaiser und die Potsdamer Rekruten. Im Frühling dieses Jahres hatte in der Staffeter Stadt borsichtig ausgedrückt wird. Es gibt ja auf der Linfen manche Nach einer unkontrollierbaren Zeitungsmeldung soll der Kaiser in verordnetenversammlung unser Genosse Scheibemann eine böse Erzreaktionäre, die das Koalitionsrecht gern tonfiszieren feiner Ansprache bei der Vereidigung der Rekruten im Potsdamer Korruptionsaffäre angeschnitten. Er konnte den Nachweis führen, möchten, aber doch vor den Arbeiterwählern Furcht haben. Lustgarten die hohe verantwortliche Stellung der Soldaten im Staats- daß ein Stadtbaumeister namens Schröder an einer Untnehmerfirma Auf die Dauer freilich läßt sich diese Zweideutigkeit nicht auf­Der Diebstahl des Arbeiterrechts kann nicht wesen hervorgehoben und betont haben, daß diese Verantwor- beteiligt war, die für die Stadt lieferte. Schröder hatte großen Ein- recht erhalten. tung deshalb so schwer sei, weil der Soldat die Pflicht des fluß auf die Lieferungsbergebungen, und so förderte er denn die im Dunkel der Nacht vollzogen werden. Unbestimmt bleiben auch die Umrisse des Schieds­unbedingten Gehorsams gegenüber seinem Striegsherren Firma, die ihm laut Bertrag Prozente zahlen mußte. Das ein jederzeit vor seinem Gewissen zu vertreten habe. Einen Konflikt geleitete Disziplinarberfahren gegen den Muster Stadtbau- verfahrens, das den Angestellten der öffentlichen Dienste zum Jaurès zwischen Pflicht und Gewissen gebe es aber bei einem rechtschaffenen meister, der sofort vom Dienste suspendiert wurde, ist noch nicht| Ersatz für ihr Koalitionsrecht gegeben werden soll.