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gebären. Neuerdings sind von der Regierung in Düssel - desto Tauter wird die Forderung nach Auflösung dieses haben, unter der Führung des stodreaktionären protestantisch­dorf( Abteilung für Kirchen- und Schulwesen) die erwähnten alten Reichstages. Landwirtsbündlerischen Abgeordneten Bed gekommen find, ist es Verordnungen gar angewendet, um auch den Gesangsunter Nun weiß das Berl. Tagebl." zu melden, daß die Re- mit ihnen unaufhaltsam bergab gegangen. Nicht nur in allen wirt­richt an Kinder zu verbieten. gierung ernstlich die Absicht hege, der Angst der Junker schaftlichen, auch in politischen und fulturellen Fragen laufen fie Im Kreise Solingen wird unter der Arbeiterschaft die vor Neuwahlen Rechnung zu tragen und die Wahlen erst im mit dem gentrum durch dick und dünn, und Eisenbergen, einst der Eangeskunft gehegt und gepflegt wie wohl an feinem anderen Orte Januar 1912 stattfiuden zu lassen. Die Nachricht flingt fchärffte Gegner des Zentrums, trat auf dem diesjährigen christlichen und einzelne Srbeitervereine haben ihre Leistungen zu einer wirklich nicht allen wahrscheinlich, denn gegen die Vornahme von Bauerntag in Regensburg , der Demonstrationsversammlung tünstlerischen Höhe gesteigert. Seit ungefähr einem Jahre besteht in Winterwahlen sprechen die stärksten sachlichen Gründe. der Christkindl- Bauern", wie fie Dr. Sigl einst spöttisch getauft Solingen Widdert nun auch ein Kinderchor, dem über Aber den Schwarzblauen und ihrem Bethmann ist hat, als Redner auf. Allerdings wird behauptet, daß ihm das 100 Kinder der verschiedensten Altersklassen angehören. Leiter des alles zuzutrauen und den Herrschaften dünft eben jeder Bentrum seinen Landtagswahlkreis für die nächsten Wahlen garantiert Chors ist Herr Mufitdirigent Bartholemy aus Düsseldorf . Der Tag, um den sie die Wahlen hinausschieben können, ein habe.

Kinderchor trat zum ersten Male auf dem rheinischen Gewinn. Allein wir möchten den Herren doch zu bedenken Die Zentrumspresse ist über das ruhmlose Ende des baherischen Arbeiterfänger- Bundesfeste im Juli dieses Jahres in Dhligs geben, ob sie den Bogen nicht überspannen. Was Bauernbundes natürlich recht vergnügt und hebt hervor, daß beide auf und fand großen Anklang. In der legten Zeit wirkte in nächster Zeit den Reichstag beschäftigen soll, ist nichts Teile des Bundes ihre Rettung im Anschluß an preußische Orga­er auch häufig bei größeren Konzerten, die von der organisierten weniger geeignet als die Ungeduld der Volksmassen, die den nisationen" suchen. Jetzt gebe es nur noch eine wirklich bayerische Arbeiterschaft veranstaltet wurden, mit. Dieser Tage fand wieder Tag des Gerichts faum mehr erwarten können, zu Bauernorganisation, und das sei der( christliche) bayerische Bauern­ein von Arbeitern arrangiertes Konzert statt, an dem der Kinderchor zügeln. Die neue agrarische Beute, die die Junker bei der verein.

mitwirken sollte. Dem Dirigenten ging aber einige Tage vor dem Beratung des Schiffahrts abgabengefeß es einheimsen

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Konzert von der königlichen Regierung in Düsseldorf wollen, die ungeheuerliche Verschärfung der Klassen- Diamantengewinnung in Deutsch- Südwestafrika . ( Abteilung für Kirchen- und Schulwesen) ein Schreiben zu, das ihm gesetzgebung, wozu die Strafjuftiznovelle von Regierung Die Erläuterungen zum Nachtragsetat für die Schutzgebiete, auf Grund einer alten verstaubten Kabinettsorder bom und Kommission gestaltet worden ist, die völlige Unzuläng- ber heute mit dem Reichsetat für 1911 ausgegeben worden 10. Juni 1884 und der dazu erlassenen Ministerialinstruktion lichkeit der neuen Versicherungsordnung, die ist, enthalten einige interessante Angaben über die Diamanten­bom 31. Dezember 1880 in Verbindung mit§ 48 der Aller- der Arbeiterklasse die Selbstverwaltung raubt und die gewinnung in Deutsch- Südwestafrika und die aus dieser zu höchsten Verordnung" vom 26. Dezember 1808 untersagte, befcheidenen Ansprüche unerfüllt läßt, das alles find erwartenden Reichseinnahmen: weiterhin Gefangstunden für fchulpflichtige Dinge, die den Ruf nach Auflösung dieses Reichstags nur Im ersten Viertel des Finanzjahres 1910 stellte sich die Kinder abzuhalten. Für jeden Fall der Butviderhandlung verstärken fönnen. Wären die Liberalen wirklich Männer, wie Diamantenförderung auf 226 009 Starat; man darf also, wie gegen dieses Verbot wurde dem betreffenden Dirigenten eine das Berl. Tagebl." annimmt, so könnte die blauschwarze es im Nachtragsetat heißt, für das ganze Rechnungsjahr 1910 Exekutibstrafe von 50 M. angedroht. Majorität sehr bald zu spüren bekommen, daß eine Volts- sicher auf einen Ertrag von 850 000 Karat rechnen. Nimmt Dieses Verbot hat natürlich auch unter den dem Chor an- bewegung außerhalb und eine energische Opposition innerhalb man entsprechend der Marktlage einen Durchschnittspreis von gehörenden Kindern eine große Erbitterung verursacht. Ist es Auf des Barlaments schon imftande sind, der frechen Usurpation 28 M. für das Karat an, so ergibt sich: gabe des Staates, den Kindern die Freude am Gefang zu der Majoritätsrechte durch die Konservativen und Klerikalen rauben? Unseres Erachtens ist das Vorgehen der königl. Regierung ein Barolt zu bieten. Die Freude an ihrem Reichstag kann von Düsseldorf gegen die Kinder genau so ungefeßlich wie das den Blauschwarzen noch gründlich verfalzen werden und der erwähnte Vorgehen gegen die Turner. Denn es handelt sich bei Wunsch, das Parlament allzulange am Leben zu erhalten, dem Kinderchor nicht um Erfaß eines Schulunterrichtg. Lediglich würde dann wohl sehr bald der Einsicht weichen, daß die rück­auf solche Ersatzstunden beziehen sich aber nach der Entscheidung fichtslose Ausnügung der Macht die schließliche Abrechnung des Reichsgerichts die Kabinettsorder von 1884 und die Ministerial nur noch gründit d) er gestalten würde. instruktion von 1839. Selbst wenn das Gesetz der Behörde das Recht gäbe, Gesangsunterricht an Kinder zu berbieten, wäre die Schiffahrtsreaktion. Ausübung dieses Rechts durchaus zu verurteilen.

ein Bruttowert bon 850 000 X 28= und nach Abzug der an die Diamantenregie fallenden 5 Proz3. Verwertungsgebühr von ein Reinerlös von

23 800 000 2.

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1 190 000 22 610 000 M. 7 536 667" 7 587 000

331 Proz. Ausfuhrzoll hiervon betragen oder rund Für 1910 find bisher an Diamantenausfuhr­zöllen veranschlagt 4 800 000 Mithin ein Ueberschuß von 2 787 000. Die übrigen Reichseinnahmen aus dem Diamantenbergbau, Aus dem Reichstag . 28. November. Der Gesetz- die sich aus 75 Proz. des Reinertrages der fiskalischen Gruben, Man sieht, daß die Nichtanwendung der gegen Amtsmißbrauch entivurf über die Schiffahrtsabgaben fam heute zur 62% Proz. des Wertes der Diamanten aus dem Sonderrechts­bestehenden Strafvorschriften immer weitere Ungefeglichkeiten und ersten Lesung, nachdem die darin ausgedrückte Absicht, gebiet der Deutschen Kolonialgesellschaft , 5 Proz. des Wertes Ungereimtheiten hervorruft. Wann endlich werden die Instrumente die deutschen Flüsse fünftig mit Abgaben zu belasten, der Diamanten aus den voll verliehenen Schürfgebieten der des Herrn von der Heydebrand und der Lafe diesem gefezwidrigen, bereits lange Zeit hindurch die öffentliche Meinung vorgenannten Gesellschaft und 25 Pf. Beitrag pro Karat zu die bestehende Staats- und Gesellschaftsordnung untergrabenden erregt hat. Der Ursprung dieses neuen, gegen den ben Zoll- und Polizeikosten von seiten der Diamantenregie­Treiben entgegenzutreten? Oder glauben sie, solcher Nadelstich Verkehr im agrarischen Interesse gerichteten Schlages ist in Gesellschaft zusammensetzen, sind bisher insgesamt auf ungefähr politik gegen Arbeiterkinder zur Aufrechterhaltung des reaktionären dem preußischen analgeset zu suchen. Die 1 650 000 m. veranschlagt, dürften sich aber nach neuerer Be­fchwarzblauen Kartells zu bedürfen? Agrarier gaben dem Rhein Weser Kanal, den sie von rechnung auf rund 1852 500 M. ftellen. Mit den Zollein. dem ursprünglich geplanten Mittellandkanal noch übrig nahmen von 7 537 000 m. ergibt sich also eine voraussichtliche gelassen hatten, nur unter der Voraussetzung ihre Gesamteinnahme des Deutschen Reichs aus der Diamanten­daß mit dem Betriebsbeginn auf diesem gewinnung von ungefähr 9389000 Mark. Sanal auch die Abgabenfreiheit auf den deutschen Flüssen auf­hören müsse. Das Ergebnis diefes Agrariergebots ist der Bei der Landtagsersahwahl in Reuß j. 2.

Arbeiterkandidaten im nächsten Wahl- Bustimmung kampf.

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London, 24. November.( Eig. Ber.) Nach dem langen jetzige Gesezentwurf, der das Licht der Welt erblickt hat, haben unsere Parteigenoffen, soweit das jetzt vorliegende Teilresultat und kostspieligen Wahlkampf zu Anfang des Jahres wird es sobald die preußische Regierung die übrigen Bundesstaaten erkennen läßt, einen bedeutenden Sieg erfochten. Von den Wahlen den Arbeiterorganisationen Großbritanniens schwer fallen, in die Zustimmung zu diesem reaktionären Machwerk in 12 Bezirken sind bis jetzt 6 Resultate bekannt geworden. In sich in ähnlicher Weise wie zuvor an den Wahlen zu beteiligen. hineinterrorifiert hatte. Die Tatsache, daß auf Rhein und in 12 Bezirfen sind bis jetzt 6 Resultate bekannt geworden. In Bei den letzten Wahlen betrug die Zahl der Arbeiter Ibe infolge internationaler Verträge die Abgabenfreiheit diesen 6 Wahlbezirken hat die Sozialdemokratie 5 Man­kandidaten die der S. D. P. eingerechnet- etwa 90. ohne Zustimmung Desterreichs und der Schweiz nicht auf- bate erobert, wogegen in dem legten Bezirk eine für uns Bis heute ist nur die Zahl der von der S. D. P. und der gehoben werden kann, kümmert die preußischen Machthaber günstige Stichwahl stattfindet. Gegenüber den letzten Wahlen haben Bergarbeiterföderation aufgestellten Kandidaten bekannt. nicht. Lieber internationale Konflitte als Nichtachtung wir in den 6 Bezirken 3 Mandate gewonnen. Der Stimmen­agrarischer Interessen: das ist nationale Politit! gutvachs der Sozialdemokratie ist sehr beträchtlich.

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Die Debatten ergaben auch sonst noch herrliche Blüten dieses Bethmannschen Nationalismus.

Die S. D. P. beabsichtigt, 6 se andidaten aufzustellen, und zwar in North Aberdeen, Burnley, Eeast Bradford, South und West Salford und Northampton . Der Genosse Hyndman wird wieder in Burnley kandidieren. Der Ge- Der Reichstanzler selbst entledigte sich der Aufgabe, nosse Irving wird außerdem unabhängig von seiner Partei das Gesetz einzuführen, mit der üblichen Aneinander der S. D. P. in Rochdale , der Heimat der alten genossenschaft- reihung belanglofer Allgemeinheiten. Nach ihm ist nur die lichen Pioniere, kandidieren. Er hat vor Jahren den Sozia- Unmöglichkeit, in dem armen Preußen die Gelder für die Ne listen Rochdales versprochen, so lange zu kämpfen, bis gulierung der Flüsse aufzubringen, der Grund für dieses Rochdale für den Sozialismus gewonnen ist, und die Gesez. Herr Kreth fonnte sich als Sprecher der konservativen Rochdaler Genossen bestehen darauf, daß er fein Ver- Partei mit einer in fünf Minuten gegebenen Zustimmung sprechen hält. begnügen. Mehr Zeit brauchte Herr am 8ehnhoff für die Bustimmung der Zentrumspartei .

Je frümmer, desto schlimmer.

Das Verbandsblatt der christlich organisierten Holzarbeiter teilt in seiner legten Nummer den Brief mit, den ein Schreinergeselle in Kevelaer , dem frommen Wallfahrtsort, an den Redakteur eines niederrheinischen Zentrumsblattes gerichtet hat. Der Brief lautet:

Wenn man oft einen Durchblick durch die Zeitung macht, so findet man oft, daß in vielen Städten eine Lohnerhöhung im Holzgewerbe und eine verkürzte Arbeitszeit stattgefunden hat. Allerdings standen die Löhne an verschiedenen Orten sehr schlecht. Und wie sieht es denn bei uns in Kevelaer aus; es werden hier für die Schreiner noch 28 bis 30 Pfennige pro Stunde bezahlt, ein Lohn, der noch weit hinter demjenigen der Handlanger sieht. Hat doch der Schreiner erstens drei Jahre lernen müssen, und nach beendeter Lehrzeit verdient er auch noch nicht viel. Dieses ist sehr traurig. Was ist nun eigentlich schuld an diefer Sache? Weil hier keine Organisation ist, und wenn der einzelne Mann eine Forderung an den Arbeitgeber stellt, um bloß einige Pfennige Stundenlohn mehr zu erhalten, dann machen dieselben ein Gesicht zum Fortlaufen: Oft werden im Winter auch noch ein paar fennige abgezogen für Licht und das muß der Gefelle auch noch bezahlen. If­stündige Arbeitszeit und für Ueberstunden wird auch oft nicht mehr bezahlt. Bitte den Herrn Redakteur mal einen Artikel darüber in die Zeitung zu feyzen und diese Sache noch etwas zu vervollständigen. Stevelaer zählt einen großen Haufen Holzarbeiter, es mögen wohl hundert sein. Es muß einer für alle und alle für einen eintreten."

Die Bergarbeiterföderation beschloß gestern, 21 Kandidaten aufzustellem. Von diesen 21 gehören 16 schon Genosse Frank zerpflückte die agrarischen Argumente heute dem Parlamente an. 15 von ihnen gehören Berg- und geißelte das Verhalten der kleinen Bundesstaaten, die sich arbeiterverbänden an, die mit einem Inhibitionsbefehl bedacht durch die Köderung mit irgend welchen Versprechungen be­worden sind. Unter diesen Umständen werden sich die Graf- sonderer Vergünstigungen die Zustimmung hatten abkaufen schaftsverbände wohl auf die Zentralfasse der Föderation ver- oder durch Drohungen hatten abtrogen lassen. Der Minister laffen müssen. Unter den Kandidaten befinden sich die Ge- v. Breitenbach) erklärte darauf fühn, nur nationale noffen Robert Smillie und Vermon Hartchorn, zwei Gründe hätten zu der einmütigen Annahme des Entwurfs im energische Vertreter des Sozialismus, deren Wahl den Bundesrat geführt. Charakter der Arbeiterpartei im nächsten Parlament in vor- Was es mit diesen nationalen Gründen auf sich hat, teilhafter Weise beeinflussen würde. wurde dann durch den lothringischen Abgeordneten Gr 6. Ueber andere bis jetzt bekannt gewordene Arbeiter- goire entlarvt. Indem er gerechtfertigte Beschwerde führte, fandidaten ist zu berichten, daß der in der ganzen britischen daß die Moselkanalisation im Interesse Elsaß - Both­Arbeiterwelt sehr beliebte Genosse Lansbury wieder in ringens nicht ebenso geplant werde, wie die des Mains im Ostlondon kandidieren wird. Auf Betreiben Lloyd Georges Interesse Bayerns, des Nectars im Interesse Württembergs, wird ihm tein liberaler Kandidat entgegengestellt wies er darauf hin, daß die preußische Regierung werden, so daß seine Wahl ziemlich sicher scheint. Auch höre die Moselkanalisation abgelehnt habe, weil Das chriftliche Verbandsblatt hält dem Briefschreiber vor, daß ich aus zuberläffiger Quelle, daß der Genosse Goldstone sonst die lothringischen Eisenwerke den es mit einem Seitungsartikel nicht abgetan sei, daß hier nur die in der alten Hochburg des Radikalismus Sunderland die Ruhrwerken zu viel Konkurrenz machen Organisation helfen fönne: An Anregung und Gelegenheit zur besten Aussichten hat, gewählt zu werden. Goldstone, ein Mit. tönnten. So in die Enge getrieben, blieb dem Minister Gründung der Organisation hat es auch in Revelaer nicht gefehlt, glied der J. L. P., ist Volksschullehrer und eine sehr tüchtige b. Breitenbach nichts übrig, als sich zu dieser unsagbar hoffentlich ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, wo die Kollegen sich Kraft. Wie fich die übrigen Arbeiterfandidaten in der durch Kleinlichen Kirchturmspolitik zu befennen. Er verschanzte sich aufraffen, um durch unermüdliche und dauernde Werbearbeit ein das Osborne- Urteil geschaffenen Schwierigkeit helfen werden, dahinter, daß die ganze rheinisch- westfälischen feſtes Band der Einigkeit um die Berufsgenossen ist noch ungewiß. Vielleicht wird man, wie auf dem letzten dust rie" und die ganze oberschlesische das verlangt fchlingen und dadurch den ersten Schritt zur Befferung zu tun. Gewerkschaftskongreß vorgeschlagen wurde, in vielen Fällen hätten. Ist es doch in den letzten Wochen noch vorgekommen, daß das Osborne- Urteil einfach migachten. Von einer großen Scharfe Entrüftungsrufe wurden bei Sozialdemokraten ein Meister sämtlichen Gesellen gefünbigt Gewerkschaft wird erzählt, daß die Erefutive einen ähnlichen und Freifinnigen laut. Mit dieser blamablen Entlarvung bat, weil fie eine halbstündige Berkürzung Rat erteilt hat. Es fragt sich mun, wieviele Gewerkschafts- borussischer Wirtschaftspolitik schloß die Sigung. Auch dieser der täglichen elfstündigen Arbeitszeit verlangten beamten bereit sind, die Folgen der Gesetzesverletzung auf sich Vorgang wird hoffentlich wieder Tausenden die Augen auf- darunter ein Geselle, der 22 Jahre in der Werk­Bu nehmen. knöpfen dafür, was das deutsche Volt von der amtierenden stätte tätig war." Bureaukratie an reaktionären Krähwinkeleien zu erwarten hat.

Politische Ueberlicht.

Berlin , den 28. November 1910.

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Kevelaer ist der fromme Wallfahrtsort, der jährlich von einer halben Million Pilger besucht wird. Aus dem armen zerfallenen Dorf ist eine blühende Stadt geworden, wo sich Gasthaus an Gasthaus und Laden an Laden reiht, die alle von dem Bilgerstrom ihren Gewinn ziehen. Und wie fich's für den Ort mit dem wunder­tätigen Muttergottesbild geziemt, find die Leute dort sehr fromm. Für das Los der Arbeiter aber trifft die Erfahrung zu, die man von Zentrumsgegenden durchweg machen kann: Je frümmer, desto schlimmer.

Ein Juftizirrtum.

Bayrischer Bauernbund und Bund der Landwirte. Nach Mitteilungen der Zentrumspresse sind bereits feit mehreren Die Auflösung des Reichstags. Wochen Verhandlungen zwischen dem Bund der Landwirte und dem Wir haben im Vorwärts" immer wieder darauf hin- baherischen Bauernbund im Gange, die auf eine Verschmelzung der gelviesen, daß der jetzige Reichstag schon längst feine Eristen 3- beiden Gruppen abzielen. Der bayrische Bauernbund ist durch den Ueber Berechtigung berwirtt hat. Es ist eine Tatsache, die gang der unter dem Einfluß Memmingers stehenden fräntischen Gruppe selbst von der blauschwarzen Majorität nicht geleugnet werden zum deutschen Bauernbund ohnehin sehr geschwächt worden. Wenn tann, daß die Zusammensetzung des Reichstags in gar feiner sich nun der unter der Leitung des ehemals politisch ziemlich radikalen Weise mehr den Willen des Volkes entspricht. Herrschten in Landtagsabgeordneten Eisenberger stehende Nest dem Landwirtebund Deutschland wirklich konstitutionelle Zustände wie etwa in angliedert, so bedeutet dies das Ende einer Bewegung, die einst­England, so hätte dem Zusammenbruch der Bülowpolitit mals dem Zentrum arg zu schaffen gemacht hat. die Auflösung des Reichstags folgen müssen. Die Herr- In den Zeiten, da Wieland, Dr. Raginger, Dr. Sigl schaft des schwarzblauen Blocks ist in Wirklichkeit eine bem bayerischen Landtage als Vertreter der Bauerubindler ange fre che ufurpation, die dadurch nicht besser hörten, hat es zwischen diesen und dem Zentrum erbitterte Kämpfe wird, daß die Klerikalen und konservativen Stürzer gegeben und in politischen Fragen stimmten die Bauernblindler Bülows und Dernburgs jetzt von den Früchten des Hottentotten- fast regelmäßig mit den Sozialdemokraten. Seit aber die Blindler, wahlschwindels dieser Herren leben. Je länger diese Herrschaft deren verschiedene Richtungen sich unter dem Titel einer Freien Jassen Sie ordentlich zu", so rief der Anklage­dauert, desto unerträglicher wird sie empfunden und Bereinigung im Landtage zu einer Fraktion zusammengeschlossen vertreter in einer Verhandlung vor dem Dresdener Kriegsgericht

Anfang dieses Jahres wurde der Arbeiter Rudolf Viehweger bom Breslauer Schwurgericht wegen eines angeblichen Sittlich teitsverbrechens zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt. Jegt wurde er fonnte, baß einer der Zeugen in dem früheren Prozeß einen im Wiederaufnahmeberfahren freigesprochen, weil er nachweisen meineid geschworen hatte. Etwa breiviertel Jahr hat Biehweger unschuldig im Zuchthause gefeffen.

3 Monate Gefängnis.