fchaft zu thun haben. Aber ganz abgesehen davon hat sich in der 3wischenzeit, feit Aufnahme der Statistit, die Lage der Metall arbeiter ganz gewaltig verschlechtert. Die Zahl der Arbeitslosen ist gewachsen, die Löbne find gesunken, vielfach wird nur dreiviertel oder ein halber Tag gearbeitet. Die Lage der Berliner Metallarbeiter ist eine tieftraurige geworden, die Aussichten auf Besserung sind geringe, und sie werden nicht größer werden, fo lange den wohlorganisirten Unternehmern große Massen ganz und zu drei Viertheilen indifferenter Arbeiter und nur wenige gegenüberstehen, welche den Werth der Organisation zu schätzen wiffen.
Die Erkenntniß der Lage in unserem Berufe sollte jeden pflichtbewußten Arbeiter veranlassen, der Organisation beizutreten und für ihre Stärkung zu arbeiten. Nur der enge Zusammenhalt der Arbeiter, nur ihre Erfüllung mit Klassenbewußtsein wird die Arbeiterschaft befähigen, sich als Macht zu fühlen und von den Unternehmern als solche anerkannt und respektirt zu werden. Nur die Organisation fann höhere Löhne und Verfürzung der Arbeitszeit ermöglichen, nur wenn sie organisirt sind, werden sich die Metallarbeiter eine würdige Stellung im Be freiungsfampf der Arbeiterklasse erringen. Darum tretet alle dem Verbande bei, über den noch folgende Angaben am Plage sein dürften: Am 1. April 1898 hatte der Verband 2792 zahlende Mitglieder( alle diejenigen, welche 3 Monate und länger mit ihren Beiträgen restiren, sind hiervon ausgeschlossen, laut& 6 des Statuts) und zwar
aus dem Jahrgang 1891
"
·•
1892
1893
972 Mitglieder
1002 818
1
26
Die Ausgaben betrugen in demselben Zeitraum 20 718 M., und zwar vertheilen sich dieselben auf nachstehende Posten: Für Unterstützung an ausständige Gewerkschaften 2030 M. " gemaßregelte oder in Noth
In den 2 Jahren des Bestehens des Verbandes, vom 1. April| während dieser Zeit auch die Mitglieder ihre Beiträge bezahlen. 1891 bis zum 31. März 1893, beliefen sich die Einnahmen auf Ferner ist eine Zahlstelle eingerichtet bei Frau Gerhardt, Lichten 780,56 m. bergerstr. 7, Quergeb. 4 Tr. Daselbst tönnen Mitglieder ihre Beiträge Sonnabend Abend von 7-9 Uhr bezahlen. Die Kaffe, welche einen Reservefonds von 109 000 m. befigt, ist eine nach dem Krankenversicherungs- Gesez genehmigte, und ist hiermit allen versicherungspflichtigen und nichtversicherungspflichtigen weiblichen Personen bestens empfohlen. Aufnahme findet statt bis zum 45. Lebensjahre bei oben genannten Ortsvorsitzenden und Kassirerin. Auch Sonntag Vormittag von 8-10 Roppenstr. 47, Hof part. Die Ortsverwaltung Berlin IV. J. A.: E. Klose.
"
gerathene Kollegen Reise- Unterstützung
.
Rechtsschutz und Gerichtskosten.
"
"
die Bibliotheken.
"
den Arbeitsnachweis nebst Zubehör. Agitation
"
" Drucksachen, Inserate 2c. " fachliche Ausgaben
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.
.
5540 2260
"
"
600 350
"
#
5198
"
1300
#
2500
.
"
940
"
Summa: 20 718 M. Der Kassenbestand betrug demnach am 31. März 1893 die Summe von 6062,56 M.
Wenn auch der vorliegende Bericht bezüglich der Zahl der organifirten Metallarbeiter nicht gerade erfreulich ist, so hat der Verband in seiner finanziellen Entwickelung immerhin ein wohl befriedigendes Resultat zu verzeichnen, das sich im neuen Jahre durch den Wegfall der Reise- Unterstützung, sowie dadurch, daß durch das Inslebentreten des Gewerbegerichtes die Ausgaben für Rechtsschutz erheblich herabgemindert werden, noch bedeutend günstiger gestalten dürfte.
Um wie viel mehr könnte der Verband aber erst leisten, wenn die große Masse der Indifferenten, der Gleichgiltigen, die träge und theilnahmlos daneben stehen, die Bedeutung gerade Vertreten sind darunter folgende Branchen mit folgender der gewerkschaftlichen Organisation erkannt haben würde! Mitgliederzahl:
"
Hilfsarbeiter
Mechaniker, Büchsen und
Instrumentenmacher
Schloffer und Maschinenbauer.. 605 Eisen und Metalldreher.
.458
.
Klempner
.
809
Gürtler.
215
.
Former
214
·
203
.
170
•
Schrauben- und Façondreher 115
•
.
Rohrleger
86
•
Schleifer
81
Drücker.
80
Gelbgießer.
43
Schmiede.
43
Schnittarbeiter
37
Rohrlegergehilfen
30
Nadler
24
Feilenhauer
22
Kernmacher
15
Uhrmacher.
Galvaniseure.
Nagelschmiede
Graveure und Ziseleure
Lackirer
Silberarbeiter.
Kupferschmiede
Sattler
Zinkgießer.
427442211
Soziale Ueberlicht.
An die Bureauangestellten!
Welcher Genosse begrüßte, als feiner Zeit im Vorwärts" die bekannten Aufrufe erschienen, nicht freudig die Thatsache, daß die Bureauangestellten auch endlich Anstalten machen, sich der modernen Arbeiterbewegung anzuschließen. Es hatte auch die auf grund jener Aufrufe sich gebildete Freie Vereinigung der Bureauangestellten" die Unterstüßung der Genoffen gefunden, der sich die Vereinigung freilich in feiner Weise würdig gezeigt hat. So kehrte denn annähernd die Hälfte der Mitglieder dieser Vereinigung den Rücken, und weitere werden uns in Bälde folgen. Wir sind im Begriff, einen neuen Verein ins Leben zu rufen, der voll und ganz auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung steht, und wir rechnen dabei auf die thatkräftige Mithilfe der Genossen. Die nächste öffentliche Versammlung wird erkennen lassen, wie sehr wir recht thaten, uns mit jener Vereinsspielerei nicht länger zu befassen. R. Walther im Auftrage mehrerer Kollegen. Kollegen, die gewillt find, mit uns sich zu einem Verein zus sammenzuthun, werden gebeten, ihre Adresse bei Sommer, Grünstraße 21, abzugeben.
Alle diejenigen Mitglieder der Vereinigung der Drechsler Achtung! Mäntel näherinnen, Bügler, Stepper, und Berufsgenossen Deutschlands ( Zahlstelle Berlin ), welche noch Arbeiter und Arbeiterinnen der Herren- und Sammellisten vom Streit der Schon'schen Werkstatt in Händen Knaben Konfettion fowie der Maaßbranche! haben, sowie einige frühere Mitglieder, die noch sonstige VerDie zum Dienstag, den 8. August, für Moabit geplante Verpflichtungen der Vereinigung gegenüber zu erfüllen haben, werden sammlung kann nicht stattfinden. Dieselbe ist am Montag, den hiermit dringend aufgefordert, dies spätestens bis zum 17. August 14. August, nach dem Vittoria- Saal, Perlebergerstr. 13, anberaumt. Dieses Jahres bei unterzeichneter Kommission zu thun, widrigenAusgabe der Handzettel zu dieser Versammlung am Freitag falls die Namen der Betreffenden im Vorwärts" veröffentlicht Abend bei Hermerschmidt, Berlebergerstr. 28. Die Liquidations- Kommission der Drechsler
werden.
Berlins.
A.: Joh. Karpe, Langestr. 29, 5. I; Otto Bock, Markusstr. 26, III; Hermann Lehmann , Kottbuser Ufer 58, v. II.
Wegen starker Lohnreduktion haben in der Schopperschen Fabrit in 3 eulenrode etwa 200 Arbeiterinnen die Arbeit niedergelegt. Die Männer find ebenfalls zum Feiern gezwungen, da es ihnen in der Fabrit an Aufstoß- Mädchen fehlt. Buzug ist streng fernzuhalten.
An die Mitglieder der Offenbacher Franen- Kranken- 3. und Begräbnißkaffe( örtliche Verwaltung Berlin IV). Den Mitgliedern zur Nachricht, daß in der Versammlung vom 21. Juli 5. J. der bisherige Ortsvorsitzende E. Klose wiedergewählt wurde. Derselbe wohnt Pallisadenstr. 17, Stfl. 4 Tr., Sprechstunden sind Wochentags Abends von 8-9 Uhr, außer Sonnabends. Als Raffirerin wurde gewählt Frau G. Gerlach, Fruchtstr. 81, v. 2 Tr., Sprechstunden sind Wochentags Mittags von 12-2 Uhr. Als Beisigerinnen wurden gewählt Frau Ein Tischlerstreit ist dem D. B. H. zufolge in Bieliz Gerhardt, Fräulein Tschentscher und Fräulein Funk und als ausgebrochen, weil ihnen Lohnerhöhung und Berkürzung der Schriftführerin Fräulein Köhler. Die Krankengeld- Auszahlung Arbeitszeit verweigert wurde.
findet von jest ab Roppenstraße 47, Hof part., im Lokal des Herrn Lorenz, Sonntag Vormittag von 8-10 Uhr statt. Daselbst tönnen
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