Die türkischen Wirren.
Stonferenz abgehalten, um über die neuen Kandidaten bei den J ganzen Division in Schlachtordnung, die in ein Angriffstorps, unter nächsten Wahlen zu beschließen. dem Befehl des Generals Laguio, und eine Reserve, unter dem Jm ganzen sollen bei den nächsten Wahlen nicht weniger Befehl des Generals Tassoni, eingeteilt war, abmarschiert. Das als 150 Kandidaten aufgestellt werden. Das ist ein ganz ge- Angriffstorps marschierte direkt auf die Höhen von Abd es Samad, waltiger Fortschritt gegenüber den letzten Wahlen, wo im ganzen trieb die feindlichen Vorposten zurück und besette die Höhen, 50 Arbeitervertreter fandidierten, von denen nicht weniger als auf denen es sich verschanzte. Inzwischen waren die Batterien 42 gewählt wurden. Das wird der Arbeiterpartei an amt- aufgefahren und hatten sofort ein heftiges Feuer gegen die zahl= lichen Wahlgebühren allein zumindest 20 000 fund reichen feindlichen Streitfräfte eröffnet, die am Rande der nächsten Sterling fosten, eine Auslage, die die Partei unmöglich Dase Stellung genommen hatten und von Artillerie unterstützt crfchwingen fönnte, wenn die Drganisation nicht wenigstens wurden. Bald darauf machte jedoch eine starke feindliche Kolonne durch die Einführung der Abgeordnetendiäten entlastet werde. einen heftigen Gegenangriff von der Seite, in der AbDie Liberalen werden ohne Zweifel mit dem Angriff auf ficht, unsere Linke zu umgehen und uns von Zuara abzuschneiden. Arbeitermandate antworten, aber wie der Kampf auch aus- Diesem unerwarteten Angriff wurde sofort und mit der größten fallen mag, die Arbeiterpartei wird in ihm erst wirklich ihre Energie feitens unserer Kavallerie und der erythräischen Truppen, Mündigkeit gewinnen. die durch zwei Bataillone des elften Infanterieregiments verstärkt worden waren, die Spike geboten. Der Reserve, die ihrerseits durch zwei Bataillone Bersaglieri vermehrt worden war, gab ich den Befehl, so schnell als möglich gegen den linken Flügel vorzuWährend Montenegro die Türkei mit dem Krieg be- rücken, um die rechte Flanke der feindlichen Truppen anzugreifen. droht, falls nicht die Grenzregulierung sofort in seinem Sinne General Tassoni führte mit Schneidigkeit und Genauigkeit die crfolgt, wächst in Bulgarien die Striegsstimmung. In umfangreiche Schwenkung durch, die zu einer bereits stark vorgerückten Stunde und in heftiger Sonnenglut beendet wurde, und allen Dörfern werden Versammlungen abgehalten und der Strieg erreichte die Flante des Feindes, der einige tausend Mann start gegen die Türken gefordert. Freiwillige bieten ihre Dienste war und an und in Sofia folgen die türkenfeindlichen Kundgebungen war und sich in Häusern und Gärten in der Nachbarschaft der Case aufeinander. Der Pariser ,, Matin" veröffentlicht eine UnterHier sehte ein heftiger Kampf ein, der den ganzen Tag anredung mit dem bulgarischen Unterrichtsminister Babts chew, dauerte und mit einer vollständigen Niederlage des der folgendes erklärt haben soll: Es besteht eine Berdauerte der folgendes erklärt haben soll: Es besteht eine Ber- Feindes endete, der aus der Oase flüchtete. In später Abendständigung zwischen Bulgarien und Serbien , aber keine Allianz. Serbien und Bulgarien haben gemein- stunde und nachdem die notwendige Besabung unter dem Befehl des same Interessen und Bestrebungen. Selbstverständlich wollen vollständig die Case beherrscht wird, zurüdgelassen war, gab ich sie in Uebereinstimmung handeln. Dieser Zweck kann ohne den übrigen Truppen den Befehl, zurückzukehren. Der Feind ließ endgültige Arrangements, ohne Bindung erreicht werden. Und es ist unerläßlich, daß wir an dem Lage, dessen auf dem eroberten Terrain und in der Oase zahlreiche Tote Morgenröte nabe ist und wo die orientalische zurück, außerdem wurden mehrere Gefangene gemacht und viele Waffen erbeutet. Die Verluste der Italiener betragen sechs Frage für immer gelöst werden wird, die Hände Tote und 98 Verwundete; unter den Verwundeten befinfrei haben, unsere Rechte geltend zu machen. Vielleicht, den sich 5 Offiziere. schloß der bulgarische Minister, können schon in zwei oder drei Wochen wunderbare Veränderungen vor sich gehen. Jede Stunde bringt uns der unvermeidlichen Lösung näher.
Meuseia verschanzt hatte.
Generals Cabaciocchi auf den eroberten Stellungen, von wo aus
Das ist nun allerdings eine Sprache, die einer Kriegsankündigung berzweifelt ähnlich sieht. Und aus der Türkei antwortet das Echo nicht minder friegerisch. Das Blatt Jtdam", das Drgan der Militärliga, sagt, sollte Bulgarien einen In der letzten Mittwochsnummer berichteten wir, daß Angriff gegen die Türkei versuchen, dann würden die politischen von der sächsischen Regierung im Bundesrate der Antrag auf Zwistigkeiten der Ottomanen verschwinden; die bulgarische Ausarbeitung eines Gesetzes zum Schuße der sogenannten Armee würde einer Armee gegenüberstehen, die bereits un- Arbeitswilligen gestellt worden sei. Das Berl. Tageblatt" geduldig darüber sei, daß sie feit Monaten Krieg führe, brachte darauf eine Art Dementi ihres Dresdener Korohne den Feind zu finden. respondenten. Darin wurde bestritten, daß bisher ein derartiger Antrag gestellt worden sei; auch sei anzunehmen, daß die fächsische Regierung die gegenwärtige Zusammensetzung des Reichstages der Einbringung einer neuen Zuchthausvorlage nicht für günstig hält".
Bliebe also nur der Einfluß der Großmächte, um die Balkanstaaten zur Bewahrung des Friedens zu zwingen. Aber die Großmächte sind durch die imperialistischen Interessengegensäge so zerrissen, daß man nur schwer an ein einheit liches Vorgehen glauben fann. Das zeigt ja auch die AufWir haben sofort darauf erwidert, an dieser Meldung nahme, die der Schritt des österreichischen Ministers des Aus- dürfte nur so viel richtig sein, daß der Antrag auf Unterwärtigen findet. Während Herr b. Kiderlen natürlich breitung einer neuen Zuchthausvorlage noch nicht gedem Bundesgenossen seiner Sympathie versichern läßt, steht stellt ist, daß man vielmehr einen geeigneten Zeitpunkt abdie Presse der Tripelentente dem österreichischen Vorgehen mit warten will". größtem Mißtrauen gegenüber. So macht ihre Uneinigkeit Wie richtig diese Bemerkung war, zeigt folgende Meldung die Mächte zu einem wirksamen Eingreifen in einer einer hiesigen halboffigiösen Korrespondenz: Situation unfähig, die so gespannt ist, daß sie sich jeden Moment in offenen Kriegszustand verwandeln kann. Wird doch gerade jezt aus Cetinje amtlich gemeldet: Der Arnautenstamm Rugovo hat gestern die christliche Bevölkerung im Bezirke Berane an der Grenze von Montenegro angegriffen und zahlreiche Christen niedergemegelt. Die christlichen Familien sind in großer Zahl nach Montenegro geflüchtet, unter den Grenzbewohnern herrscht große Erregung.
Es bedarf nicht mehr vieler solcher Grenzzwischenfälle", um die bereits mobilisierte Armee Montenegros ins Feld rücken zu lassen.
Die Friedensverhandlungen.
Rom , 16. August. Eine Meldung des Temps" aus Konstan tinopel behauptet, Italien sei bereit, die Ehrenaita an die Türkei zu rüdzugeben und zuzustimmen, daß unter dem Namen Libyen nur Tripolitanien verstanden werden solle. Die Agenzia Stefani erklärt diese Meldung für absolut falsch und sinnlos. Das Dekret, durch das Libyen unter die Souveränität Italiens gestellt wurde, fagt wörtlich: Tripolitanien und Chrenaika sind unter die volle und absolute Souveränität Italiens gestellt. Man fann über eine so sichtbar flare Formel sich nicht in Sophistereien ergehen, gleichwie es nicht möglich ist, daß irgend ein Staatsmann oder die italienische Regierung sich in Unterhandlungen über ein Defret einläßt, das die einmütige Sant tion des Parlaments erhalten hat und zu einem unantastbaren Staatsgesetz geworden ist. In allen seinen Aften hat Italien er
flärt, daß es unter feinerlei Form zulassen könne, daß dies Gesetz
weiter
und fallen muß, weil der follettive Arbeitsvertrag für alle in Sobald einem Gewerbe Tätigen zwingendes Recht geworden ist. nämlich das geschehen, ist die ganze Frage des Schutzes der Arbeitswilligen gelöst, aus dem einfachen Grunde, weil von dem Augenblicke, da die Arbeitsbedingungen für ein ganzes Gewerbe normiert sind, es keine Personen mehr geben kann, die als Streitbrecher verwendet werden können. Diese Entwickelung und Wer ein solcher Schutz der Arbeitswilligen" muß kommen. bor 40 Jahren noch auch nur für freiwillige Kollettiv eintrat, verträge wurde mit als utopistischer Idealist Spott überschüttet, und doch bestanden nach dem„ Reichsarbeitsblatt" am 31. Dezember 1910 bereits 8293 Tarifgemeinschaften in Deutschland , die 173 727 Betriebe und rund 1 Millionen Personen umfassen.
Der follettive Arbeitsvertrag ist zweifellos auf dem Marsche. Jahr für Jahr wächst die Zahl der neu abgeschlossenen tollektiven Arbeitsverträge. Es fehlt nur noch die Allgemeinheit ihrer Anerkennung und ihre Rechtsverbindlichkeit. Aber auch diese werden kommen. Wer diese Entwidelung boraussteht, hat die beste Beschwörungsformel gegen das Gespenst der Zuchthausvorlage."
Von der ehrsamen ,, Krenzzeitung".
Das Berliner Tageblatt" leistet sich den Scherz, verschiedene
Urteile Barnhagen von Enses über die Kreuzzeitung " auszugraben und dieje der jetzt unter Leitung des Herrn Theodor MüllerFürer arbeitenden Redaktion als wohlgetroffenes Konterfei vorzuhalten. Recht schön sind ja diese Ginzeichnungen Barnhagen von Enses in seine Tagebücher. So schreibt er 3, B.: 3. Dezember 1848. Die Niederträchtigkeit der Neuen Preußischen Zeitung " übersteigt jeden Begriff. Sie lebt vom Schimpfen, Lügen, Verleumden. Sie sagt zum Beispiel, die nachträglich nach Branden burg gekommenen Abgeordneten seien nur deshalb eiligst aus dem Saal gelaufen, um ihre Diäten rasch ausbezahlt zu erhalten. Kein einziger hat sich Diäten zahlen lassen.
16. Januar 1850. Wie niedrig muß der Zuschauer" der Kreuzzeitung " sein, wenn selbst Hengstenberg, der natürliche Bundesgenosse, ihn verwirft und ihn fündig nennt! Die gemeinen, pöbelhaften Ausfälle gegen Personen und ihre Privatverhältnisse, das Lotterbuben geschrei, scheinen wirklich sehr beschränkt worden zu sein. Die Frechheit der Presse ist kaum je weiter getrieben worden, als in diesem Schmußblatte, an dem die Gerlach, Radowik, Huber, Stahl mitarbeiten! 10. Februar 1850.
Die Kreuzzeitung " macht ihre Angebereien und Klätschereien nicht vergebens, es find Winke für die Polizei, von dieser unmittelbar beachtet. Wenn das Schandblatt sich wundert, daß jemand noch hier sei, noch im Amte stehe, so kann dieser jemand feiner Ausweisung, seiner Entlassung entgegensehen. 3. Juni 1850.
Die Kreuzzeitung " ist heute wieder auf dem Gipfel ihrer efelhaften niederträchtigen Gemeinheit. Stallfnechte nur können so schreiben. Sie droht dem Herrn Bernstein mit Prügeln, desgleichen dem Dr. Mehen, sie fordert geradezu die Soldaten zu Gewalttätigkeiten auf! Und lügt, und lügt, und lügt! mit der frechsten Schamlosigkeit, im größten, wie im fleinsten; ihr genügt, daß die Lüge heute gedruckt dasteht, wenn sie auch morgen als folche erkannt wird.
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10. September 1851. Die Neue Preußische Zeitung " ist nach wie vor die schmutzige Kloak reaktionären Unrats geblieben.
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Man fann sicherlich nicht sagen, daß die heutige Kreuzzeitung" auf einem höheren politischen Niveau steht; aber dennoch enthält der Vergleich des Berl. Tagebl." eine Ungerechtigkeit. Er schätzt die gegenwärtige„ Kreuzzeitungs"-Redaktion zu hoch ein. Maren in den Jahren 1848-51 Herr H. Wagner und feine literarischen Unteroffiziere auch recht boshafte, niederträchtige Federviecher, so besaßen sie doch immerhin Talent, Wissen und Wiz- aber die jezigen Macher gehören ausschließlich zur Gattung der ganz gemeinen Feld- und Wiesenhühner.
Im Kleinen groß.
Der Erlaß beginnt:
Grundsätze für amtliche Tintenprüfung.
1. Klaffifizierung der Tinten. Die Tinten werden eingeteilt in„ Urkundentinten"( früher Klasse I) und Schreibtinten". Bei legteren werden unterschieden: A) Eisengallusschreibtinten, B) Blauholz und Farbstoffschreibtinten.
Von der Urkundentinte wird alsdann verkündet, daß sie eine Eisengallustinte sei, die nach achttägigem Trodnen an der Luft tiefdunkle Schrift liefert. Es folgt eine höchst gelehrte Ausein andersegung einer tiefdunklen Tinte. Worauf es heißt: Die Tinte muß leicht aus der Feder fließen und darf selbst unmittelbar nach dem Erodnen nicht Ilebrig fein.
Wie uns aus Dresden geschrieben wird, bestätigt sich die Nachricht, daß Sachsen im Bundesrate die Schaffung gefeßlicher Unternehmen zum Schuße von Arbeitswilligen fordern wird. Dieser Plan wird von Bayern , Württemberg und Hamburg unterstützt. Es darf als ausgeschlossen gelten, daß Preußen in dieser Frage Widerstand leisten wird, da es sich um feine Ausnahmegefeggebung, sondern um eine Arbeiterschutzgesetzgebung bei dem sächsischen Antrage handeln wird. Von einem Angriffe auf die Koalitionsfreiheit tann feine Rede sein. Wer nicht mehr arbeiten Hin und wieder bemerkt das. preußische Volt doch, daß es fo will, kann streifen, ein Streit soll nicht verwehrt werden, wer aber etwas wie eine Regierung befizt, die mit tiefer Weisheit über sein nicht mitstreifen will, dem soll die Möglichkeit gegeben werden, wohl wacht und mit größter Gründlichkeit selbst in ganz nebenzu arbeiten, er soll dem soll unter Schutze des fächlichen Dingen verfährt. Welche großen Probleme in legter Zeit Staates gegen den Terrorismus sozialdemokratischer Uebergriffe die Hirne unferer Minister beschäftigt haben, zeigt folgende vom gegeschützt werden. Dies ist zurzeit mit den bestehenden famten töniglichen Staatsministerium mit Einschluß des Herrn geseglichen Mitteln nicht mehr möglich. Die Sozial v. Bethmann Hollweg unterschriebene Verordnung über die amtliche demokratie betrachtet den Schutz des Arbeitswilligen als Tintenprüfung. eine Ausnahmegesetzgebung und macht ihre Anhänger damit bange, daß fie von einer Attade auf die Koalitionsfreiheit spricht. Sie weiß zu genau, daß der Arbeitswilligenschutz ihre Pläne durchkreuzen muß und daß sie unter einem folchem Gesetz viele Streils und Boykotts nicht mehr wird durchführen können. Eine Partei, die den Begriff Freiheit" stets im Munde führt, sollte eigentlich für das gefeßlich gewährleistete Recht auf Arbeitsfreiheit und Arbeitsschutz eintreten. Der Arbeiter, der zum Streit gezwungen wird, ist kein freier Mensch mehr. Die Sozialdemokratie wird bald erkennen, daß der gewünschte Schuh Arbeitswilliger und das Verbot des Streifpoftenstehens in Verbindung mit Aufreizung die Koalitionsfreiheit nicht antasten wird." Gegen die Versicherung zu polemisieren, die Koalitions. Es ist ja recht schön, daß die Staatsregierung so viel Zeit hat, zum Gegenstand einer Diskussion gemacht werde. Konstantinopel , 16. August. Das Organ der Entente liberale freiheit folle nicht angetastet werden, hat keinen Zweck, nimmt sich in dieser Weise eingehend mit den verschiedenen Qualitäten einer " Tanzimat" veröffentlicht Enthüllungen über die durch Said doch niemand diese Versicherung ernst, am wenigsten die guten Tinte zu beschäftigen und eine fachmännische Klassifizierung Salim mit den italienischen Delegierten geführten Friedens. Scharfmacher des Zentralverbandes deutscher Industrieller vorzunehmen; aber beffer wäre doch, unser philosophischer Reichsverhandlungen. Die Berhandlungen waren soweit fortge- felbst. Uns genügt die Bestätigung, daß die sächsische Re- tanzler würde sich statt dessen mehr mit der Frage beschäftigen, wie schritten, daß die Friedenspräliminarien, die bereits paragraphiert gierung bereit ist, sich in den Dienst dieser Scharfmacher zu das Deutsche Reich aus der Tinte herausgebracht werden könne, in gewesen seien, unterzeichnet werden sollten, als die Nachricht stellen und bei ihrem Vorgehen von Bayern , Württem- die seine glorreiche Regierung es bineingeführt hat. vom Sturz des Kabinetts Said eintraf. Tanzimat" erflärt, über berg und Hamburg unterstützt wird. Ganz besonderes Die vorsichtigen Bergdirektoren. die damals beschlossenen Friedensbedingungen Stillschweigen beob Interesse verdient aber die Mitteilung, es gelte als ausUnter schweren Ausfällen auf die sozialdemokratische Preffe achten zu müssen. Das Blatt enthüllt nur eine Bedingung. wo- geschlossen, daß Preußen in dieser Frage Das ist auch unsere bor Hurrapatrioten Purzelbäume schlagen die nach Italien sich verpflichtete, der Kasse des jungtürkischen Komitees Widerstand leisten werde. Freude, daß einen größeren Geldbetrag zu überweisen, der angeblich zur Unter- Ansicht. Wann hätte auch wohl Preußen sich jemals ernstlich Wilhelm II. von den Festlichkeiten in Effen nach der Unglückszeche Vielleicht mag die stützung der durch das Komitee gegründeten oder zu gründenden reaktionären Maßnahmen widersetzt. Lothringen " geeilt ist. Es wird der Anschein zu erwecken versucht, Schulen verwendet werden sollte. Der Betrag sollte nicht im Reichsregierung in Anbetracht der ganzen Sachlage und der als habe der Kaiser genauesten Einblick in die Ursachen des Un italienischen Budget erscheinen, sondern aus dem Geheimfonds oder jeßigen Zusammensetzung des Reichstages nicht gerade eine glids erhalten, als sei alles in bester Ordnung gewesen, wofür der durch den Banco di Roma und den Banco di Commercio Italiano fonderliche Neigung dazu verspüren, die heille Materie anzu Kaiser selbst, nach seinen Erfundigungen an Ort und Stelle fassen; aber daß Preußen tatsächlich der Einbringung eines folchen„ Arbeitswilligenschutzgesches" irgendwelchen energischen Beuge ſei. Es wird uns nun hierzu geschrieben: Der Kaiser ist im VerWiderstand leiſten wird, darauf ist in keinem Fall zu rechnen. waltungsgebäude der Zeche gewesen und hat sich dort Vortrag halten Wir halten es für einen gang übelangebrachten Optimismus, laffen über das Unglüd. Schließlich hat er auch noch mit einigen tassen wenn die Deutschen Nachrichten", das Zentralorgan der Rettungsmannschaften und zwei Sicherheitsmännern gesprochen. Aber deutschen Beamtenschaft, schreiben: Erkundigt man sich heute an der maßgebenden Stelle der der Sicherheitsmann der Unglüdsrebiere war nicht Alle anderen hatte man zur Zeche bestellt, nur Reichsregierung, so erhält man den ausdrücklichen Bescheid, daß zugegen. eine Henderung in den Ansichten und Absichten der Regierung be- ihn nicht ,, obwohl er sich am ersten und zweiten Tage züglich des Arbeitswilligenschuges nicht eingetreten sei. unermüdlich an den Rettungsarbeiten beteiligt Dieser Bescheid sagt für den, der die Sprache offiziöser Auskünfte hatte. Und als er es trotzdem versuchte, auf die Zeche zu tennt, ziemlich viel. Er besagt insbesondere, daß die Reichs gelangen, wurde er am Haupttor von Gendarmen und an regierung nicht nur auf jede Initiative in der Frage des einem Rebeneingang von Arbeitern der Reche, die ihn kannten, Arbeitswilligenschutzes verzichtet, sondern auch, daß sie gezurüdgewiesen, obwohl er sich als Sicherheitsmann der Unfeggeberische Experimente borläufig nicht gerne sebe. Sie will die sozialpolitische Entwidelung abwarten und glüdsrebiere zu erkennen gab und betonte, er müffe unbedingt bei fie hofft, daß die Gesetzgebungsmaschine nicht mehr in Tätigkeit der Anwesenheit des Kaisers zugegen sein, weil er doch die Berau treten braucht bis zu dem Tage, da infolge der Verhältnisse am besten tenne. Die Arbeiter der Reche, welche den Nebenfeinerung unserer Wirtschafts- und Sozialpolitik der zweite Absatz eingang bewachten, erklärten ihm auf alle Vorstellungen, sie hätten des§ 152 der deutschen Gewerbeordnung überflüssig geworden ist strengste Anweisung, niemand mehr zuzulassen.
bezahlt werden.
Rom , 16. August. ( Melbung der Agenzia Stefani.) General Garioni telegraphiert aus 3uara unter dem 15. August 7 Uhr abends: Die Besetzung von Zuara konnte nicht Selbstawed sein, sondern nur die notwendige Basis einer entscheidenderen Operation, die den Zweck hatte, eine Anzahl wichtiger Kara= wanenstraßen, die von der tunesischen Grenge nach Zuara und Regdaline gehen, den Türken abzuschneiden. Dieses Ziel ist jetzt durch einen siegreichen Kampf erreicht worden. Da die feind lichen Streitfräfte, die sich auf der Oase von Zuara zurügezogen hatten, sich bei Regdaline und Gemil, etwa zehn Kilometer im Innern, gesammelt hatten, entschloß ich mich, den bedeutenden Höhenzug von Side Abd es Samad vollständig zu befeßen. Von diesen Höhen aus, die etwa acht Kilometer von Buara und östlich der Straße ZuaraRegdaline liegen, beherrschte Kanonen- und Gewehrfeuer die drei Dafen Regdaline, Gemil und Mens, sowie auch die große Karawanenstraße. Zu diesem Zweck bin ich heute früh 5 Uhr mit der
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