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Gewerkschaftliches.

Forderungen au formulieren und einer einzuberufenden Ber- I werben. Notwendig ist es, daß der Grunblohn überall bodigehalten fammlung vorzulegen.

Schuldt hielt dann eine Ansprache, in der er die von dem Berliner Magiftrat geforderte Biersteuer als eine Gefahr für die Eristenz der Brauereiarbeiter bezeichnete und Protest dagegen er hob. Die Versammlung schloß sich diesem Protest einstimmig an.

wird. Die wichtigste Bewegung, die stattgefunden hat, war die Betvegung in der chirurgischen Branche. Bei der Firma Dewitt u. erz berlief der Kampf durch die Tätigkeit der Arbeitswilligen leider erfolglos. Die Agitation in diesem Betrieb wird nunmehr erneut und verstärkt einsehen, damit auch hier eine Verbesserung der Löhne und eine Verkürzung der Arbeitszeit erreicht werden tann. Die Beteiligung an der Maifeier war im Jahre 1912 stärker als sonst. Das Augenmerk der Berliner Mitglieder muß sich von

,, Berechtigte Intereffen" der Zentrumspreffe. Vor dem Schöffengericht in Duisburg fam dieser Tage ein Privatbeleidigungsprozeß zwischen einem Angestellten des Transportarbeiterverbandes und einem Redakteur der Zentrumspresse zum Austrag, der in bezug auf die zu fragen aus Parteis und Gewerkschaftskreisen teilen wir hierdurch jetzt an mehr wie sonst der Provinz zuwenden, damit die Unter­Zu- Partei und Gewerkschafts- Genossen! Auf wiederholte An­billigung des Schutes des§ 193 des Strafgesetzbuchs recht mit, daß wir mit der Firma A. Jandorf u. Co., Warenhaus, im nehmer nicht immer die niedrigeren Löhne außerhalb Berlins als Lehrreich ist, aber auch weiter dadurch interessant war, daß der Tarifverhältnis stehen. Bezüglich des gelben Sausvereins Vorwand für die Ablehnung von Forderungen benuken können. Zentrumsredakteur das Geständnis ablegte, seine Bresse diene zur Kenntnis, daß derselbe im Jahre 1907 von ehemaligen In verschiedenen Betrieben wurden den Arbeitern Listen zur habe das Interesse der Arbeitswilligen" zu Mitgliedern unserer Organisation gegründet wurde und sich über Unterschrift vorgelegt, worin sie sich verpflichten sollten, feiner Be­wahren! alle Jandorf - Warenhäuser und das Kaufhaus des Westens erftredt. rufsorganisation anzugehören. Diese Listen wurden aber einmütig In Duisburg streiften im verflossenen Sommer die Um Irrtümer und Verwechselungen der Personen zu vermeiden, zurückgewiesen und die Ausschüsse gingen zu den betreffenden In­Fuhrleute. Das war natürlich den Unternehmern nicht recht. werden wir für unsere Mitglieder eine Legitimationskarte heraus- ternehmern und verbaten sich eine derartige Zumutung. Also mußten allerlei Verleumdungen und Verdächtigungen geben, damit dieselben bei eventueller Nachfrage wegen Zugehörig- Bericht folgte feine Debatte. Als Branchenvertreter wurde Mag Mayns einstimmig wiedergewählt. Es wurde dann noch die über die Streikleitung und die Streifenden in die bürgerliche keit zur Organisation fich legitimieren können. Neuwahl der Branchenkommission vorgenommen.

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Deutscher Transportarbeiter- Verband. Branche der Kauf- und Warenhäuser. Deutsches Reich .

Letzte Nachrichten.

Dem

Bresse lanciert werden. Unter anderem brachten denn auch die Rhein . und Ruhr- Zeitung" und die klerikale Duis­burger Volkszeitung" eine gleichlauténde Notiz, in welcher behauptet wurde, daß der Leiter des sozialdemo­kratischen Transportarbeiterverbandes cinen Arbeitswilligen Der Inhalt der Kollektivnote. beschimpft und mit einem Stein mißhandelt" habe. Daran knüpften sich dann noch Gloffen über das gute Beiſpiel", werden uns noch einige Einzelheiten mitgeteilt, die bei der Un­Konstantinopel, 17. Januar. ( Meldung des Wiener t. f. geheuerlichkeit des Falles uns wert erscheinen, wiedergegeben 311 Tel.- Corr- Bureaus.) Der Wortlaut der Kollektivnote wird welches der Reiter einer Organisation der Bewegung gebe.

Zu der Streikbrechervermittelung des chriftlichen Metallarbeiterverbandes

werden.

Da das Ganze platter Schwindel war, so stellte Genosse Müller, der Leiter der Duisburger Zahlstelle des Transportarbeiterverbandes, Strafantrag gegen die beiden Verantwortlichen der genannten Blätter. Beide wurden mit einer Geldstrafe von 10 M. bedacht. In der Verhandlung gegen den Redakteur Heinz von der Duisburger Volks­zeitung" berief sich dieser lediglich auf die Rhein- und Ruhr­Zeitung" als Quelle und meinte im übrigen: Wir hatten das Interesse der christlichen langem Kampfe. Schon neigte sich der Erfolg auf ihre Seite, als in Silfe Europas unumgänglich notwendig sei, und erklären, daß Gemer! faftler zu vertreten, die gehörten zu den der äußersten Stunde der christliche Metallarbeiterverband als die Türkei dieser Mithilfe wiirde entbehren müssen, wenn sie Arbeitswilligen." Retter der Firma Sanitaria" erschien. Es war aufgefallen, daß nicht auf die Wünsche der Mächte Rücksicht nehme. Die Ganz richtig schien der vorsitzende Richter die Situation der Vorsitzende des christlichen Metallarbeiterverbandes für Rud Mächte empfehlen der Pforte, den Verbündeten Adrianopel erfaßt zu haben, wenn er dazu fragend bemerkte: Dann wigsburg mehrere Wohnungen für ledige Arbeiter suchte. Da er er­mollten Sie wohl das Interesse der Unterhielt die Streifleitung des Metallarbeiterverbandes in Ludwigs. zu überlassen und die Lösung der Frage der ägäischen Inseln mehmer wahrnehmen?" Der Volkszeitungs" redakteur burg aus dem Mendener Industriegebiet die Nachricht, daß zwei Europa anzuvertrauen. Wenn die Pforte die Ratschläge der schwieg dazu, erkannte also stillschweigend die Frage als be- Duhend Ausgesperrte des chriftlichen Metallarbeiterverbandes von Mächte berücksichtige, würden diese die wirtschaftliche Hebung Menden nach Stuttgart abreisen. Sie trafen auch pro­rechtigt an. Das letztere iſt man von der klerikalen Preſſe ge wöhnt, aber daß einer ihrer Redakteure offen erklärt, daß sie grammäßig in Stuttgart ein und wurden von dem christlichen An- der Türkei durch finanzielle und moralische Unterstützung gestellten Wulf aus Menden nach der Sanitaria" geführt. fördern. das Interesse der Arbeitswilligen" wahr Grst später gelang es, diese Leute über den Streit aufzuflären. zunehmen haben, das ist jedenfalls neu. Ebenso lehrreich Darauf legten die christlich organisierten Arbeiter die Arbeit wieder ist aber auch der Gerichtsbeschluß, auf Grund dessen die Klage nieder. Sie waren in heller Verzweiflung, daß sie von ihren Füh zunächst abgewiesen wurde. Es heißt darin unter anderem: rern nichts über den Stand der Situation in Ludwigsburg Durch den fraglichen Artikel hat sich der Beklagte erfahren hatten, und daß diese sie durch List zu Streifbrechern nicht strafbar gemacht. Es ist ihm nicht zu widerlegen, machen wollten. Dann kamen die christlich organisierten Arbeiter daß er mit der Darstellung eines Falles von Streifausschreitung zu den Streikenden und baten um Entschuldigung, sie hätten nicht die berechtigten Interessen der Arbeitswilligen wahrnehmen gewußt, daß in Ludwigsburg gestreift würde. Sie stünden in wollte. Es muß den Arbeitswilligen daran gelegen sein, daß Menden aus dem gleichen Grunde seit Monaten im Kampfe und durch die öffentliche Erörterung solcher Ausschreitungen und die wollten niemals zum Verräter werden. Der christliche Metall­allgemeine Verurteilung, die sie erfahren, ein Druck auf die arbeiterverband hatte ihnen zwar das Fahrgeld bis zur bestreikten beteiligten Kreise ausgeübt und dadurch weitere, ähnliche Fälle Firma gegeben, jetzt aber standen sie mittellos da. Der Metall­arbeiterverband gab ihnen dann Unterstüßung, damit sie wieder nach Menden fahren konnten. Die Arbeiter ersuchten die Führer bom Metallarbeiterverband, diesen Arbeiterverrat des christlichen Metallarbeiterverbandes in der Oeffentlichkeit zu brandmarken. In einer schriftlichen Erklärung sagen sie u. a.:

Bei der Firma" Sanitaria" in Ludwigsburg ( Württemberg ) augenblicklich geheim gehalten. In der Note wird die Auf­stehen die Mitglieder der freien Gewerkschaften feit Anfang De merksamkeit der Pforte in ernster Weise auf die Verantwor sember 1912 im Streif. Die Ludwigsburger Firma Sanitaria" merksamkeit der Pforte in ernster Weise auf die Verantwor­und die Firma Wagner u. Seller haben in Gemeinschaft die Ver- tung gelenkt, die sie auf sich laden würde, wenn sie die Feind trauensleute des Metallarbeiterverbandes entlassen, um dessen feligkeiten in der Tschataldschalinie fortsetzen würde. Die Wirksamkeit in Ludwigsburg ein Ziel zu ſehen. Verhandlungen Mächte weisen darauf hin, daß zur Ausbeutung der reichen blieben ohne Erfolg. Die Firma" Sanitaria" erklärte das Tarif­vertragsverhältnis mit dem Metallarbeiterverband für gelöst. Die Gebiete, die der Türkei noch verbleiben werden, die finanzielle Arbeiter beider Firmen verteidigten ihre Organisation in wochen­

vermieden werden.

Der Beschuldigte hat mit dem ihm zur Last gelegten Artikel aber auch eigene persönliche Interessen wahrgenommen, da bet Streitausschreitungen leicht auch un= beteiligte dritte Personen in Mitleidenschaft gezogen werden. Dasselbe konnte dem Beschuldigten als Einwohner der Stadt Duisburg widerfahren. Es steht ihm fo= mit der Schutz des§ 193 des Strafgesehbuches zu usw." Königliches Amtsgericht gez. Baafel.

Vom Vorsitzenden des christlichen Metallarbeiterverbandes in Ludwigsburg wurde mir, während ich bei der Firma Sani­taria" in Arbeit stand, gesagt, der Deutsche Metallarbeiterverband habe den christlichen Metallarbeiterverband früher nicht auf fommen lassen wollen, infolgedessen sei es jetzt notwendig, daß fie so viel wie möglich Mitglieder in den Betrieb bekommen. Sie wollten dann mit der Firma" Sanitaria" einen Tarif abschließen. Es war mir zutvider, daß ich bei Nacht zu dem Vorsitzenden des christlichen Metallarbeiterverbandes kommen sollte, um bon dort die nötigen Informationen zu erhalten. Ich bin aus eige= nem Antrieb aus der Firma Sanitaria" ausgetreten und hätte bei derselben die Arbeit nicht aufgenommen, wenn ich gewußt hätte, daß die Arbeiter in diesem Betriebe im Streif stehen. Ich bedaure aufrichtig, daß ich unter diesen Umständen Mitglied des christlichen Metallarbeiterverbandes gewesen bin."

Also hier wird einem bürgerlichen Redakteur, der nicht das allergeringste mit dem Streit zu tun hatte, ohne weiteres deshalb der Schutz des§ 193 zugesprochen, weil er als Einwohner der Stadt Duisburg vielleicht auch einmal bei eventuellen Streifausschreitungen in Mitleiden­schaft gezogen werden könne. Und auf diese entfernte Mög­lichkeit hin soll nun der bürgerliche Redakteur das Recht haben, ohne auch nur den Schatten eines Beweises für seine Behauptungen zu erbringen, den Vertretern streifender Ar­beiter die schwersten Verdächtigungen anzuhängen? Man vergleiche damit die Ablehnung des Schutzes des§ 193, wenn es sich um sozialdemokratische Redakteure handelt! Troß- Streifbrecher vermittelt wurden. dem sind natürlich alle Preußen vor dem Geseze gleich.

Der Streifbruch der Christlichen unterscheidet sich in diesem Falle durch die zahlreich begangenen Streifbruchfälle bisheriger Art dadurch, daß hier selbst streitende und ausgesperrte Arbeiter als Der christliche Metallarbeiter­berband hat jene Leute, die in Menden sich weigerten, die Arbeit aufzunehmen, weil ihr Vertrauensmann gemaßregelt wurde, durch Die Wahrnehmung der Interessen der Arbeitswilligen Ränte und List nach Ludwigsburg gebracht, um dort das zu tun, durch die klerikale Volkszeitung ist noch insofern besonders was sie in Menden zu tun verweigerten. Damit haben die christ­interessant, als am gleichen Tage vor demselben lichen Führer, die dieses Verräterstüdchen organisiert und vollbracht Gericht der zentrums- christliche Gewerkschaftsredakteur haben, wohl nun doch bald den Gipfel im Arbeiterverrat erreicht. Kraus zu 150 M. Geldstrafe verurteilt wurde, weil er die bekannte Rede des Reichstagsabgeordneten Schiffer über Achtung, Schiffsmaschinisten und Heizer! In bürgerlichen die gelben Wertvereine im zustimmenden Sinne be- Blätter und durch Agenten werden Streitbrecher nach den Unter­sprochen und die Mitglieder dieser Vereine als rückgratlose, weferorten Bremerhaven , Geestemünde , Nordenham gesucht. Da gelbe Memmen" bezeichnet hatte, wodurch sich der Leiter der das Maschinenpersonal der Fischdampfer dort ausgesperrt ist, warnen Kruppschen Gelben, ein gewiffer Seß, und der Redakteur wir vor Zuzug. des Kruppschen Werkorgans vorschriftsmäßig beleidigt" ge- Bentralverband der Maschinisten und Heizer sowie Berufsgenossen Deutschlands . fühlt hatten. Also nach der einen Seite rückgratlose, gelbe Memmen", nach der anderen Schukpatrone der Arbeits­willigen"! 3entrumsgaufelei.

Berlin und Umgegend.

Bewegung der Weißbierbrauer.

Von Geistlichen betriebene Kriegshebe. Konstantinopel , 17. Januar. ( P. C.) Vor dem Sultanspalajt in Dolmabagsche und auf dem großen Platz vor der Haghia Sofia fanden heute große Kundgebungen für den Krieg und gegen den Großwesier Kiamil Pascha statt, an denen viele Hodschas und Korane schüler teilnahmen. Ein geistlicher Redner versuchte im Friedhofs. garten der Haghia Sofia eine Hegrede gegen die Christen zu halten, an die die Heiligtümer von Adrianopel verkauft werden sollen", und sagte, Kiamil Bascha soll verflucht sein, wenn er dies zulasse. Große Abteilungen Kavallerie sprengten bald nach Beginn der De­monstration aus der Kaserne neben dem Kriegsministerium heran und trieben die Demonstranten mit Säbelhieben auseinander. Auch gegen die Demonstranten, die sich vor dem Sultanspalast ange­jammelt hatten, ging das Militär mit blanker Waffe vor. fanatische Briefter hatten versucht, sich in die Kaserne der kurdischen Regimenter einzuschleichen und die Soldaten aufzuwiegeln. Dies miglang ihnen jedoch, denn am Tage vorher hatte der Sultan diesen Soldaten durch einen Kammerherrn seine Grüße und Geschenke übermitteln lassen, so daß die Kurden sich wieder völlig beruhigt hatten. Die Agitatoren wurden verhaftet.

Das böse Gewissen.

Einige

Budapest , 17. Januar. ( P. C.) Die Regierung hat angesichts der scharfen Agitation für den Massenstreit den öffentlichen Ver­Kauf des sozialdemokratischen Parteiorgans Nepszara" für das ganze Land verboten und außerdem, wie das genannte Blatt mit teilt, bie Behörden angewiesen, die Fachorgane und Zahlstellen der Arbeitervereine einer Kontrolle zu unterziehen.

Der amerikanische Schiffahrtstrust. Washington, 17. Januar. ( W. T. B.) In der heutigen Sigung des vom Repräsentantenhause eingesetzten Komitees zur Untersuchung des Schiffahrtstrustes wurden weitere Behauptungen vorgebracht, die zeigen sollten, daß zwischen den atlantischen, den Golf- und den westindischen Schiffahrtslinien eine Kombination bestände. A. P. Bull von der Bull Steamship Co. versicherte, daß die betreffenden Linien tatsächlich den ganzen Handel kontrollierten. Sie operierten auf Grund von Vereinbarungen mit den Eisen­bahnen, wonach diese es ablehnten, mit unabhängigen Linien bei weniger als voller Ladung zu arbeiten.

Umfangreiche Unterschlagungen in Königsberg . Königsberg , 17 Januar.( W. T. V.) Wie berichtet wird, find Der Streif der Former und Gießereiarbeiter in der Maschinen durch die Kriminalpolizei bei der Eisenbahngüterabfertigungsstelle fabrik in Geislingen in Württemberg ist beigelegt, die Arbeit wird am 18. d. M. wieder aufgenommen. Die Bewegung, die eigent. feit geraumer Zeit betriebene umfangreiche Veruntreuungen von lich die erste Bewegung in Geislingen überhaupt war, hat gezeigt, Gütern, wie Butter, Eier, Delikatessen usw. aufgedeckt worden, die daß bei geschlossenem Zusammenhalten der Arbeiter auch in der zur Verhaftung eines Wagenmeisters und eines Eisenbahnzug. Domäne der Württembergischen Metallwarenindustrie es den Ar- führers geführt haben, die sich die Waren nach Vernichtung der beitern möglich ist, erfolgreich ihre Forderungen durchzusetzen. War Frachtbriefe angeeignet und sie verkauft haben. Der Zugführer bas Objekt des Kampfes auch kein allzu großes- denn es handelte hat sich heute früh in seiner Belle mit einem Handtuch erbroffelt. sich doch nur darum, zur Einführung zu bringen, was in den übrigen Gießereien Württembergs längst Geltung hat so war der Wider­stand, der gebrochen werden mußte, ein um so hartnäckigerer, denn auf Verhandlungen oder bindende Erklärungen wollte der Unter­nehmer sich nicht einlassen. Einer Mittelsperson gelang es aber dann doch, in schwierigen und langwierigen Verhandlungen eine Verständigung zustande zu bringen, die die Arbeiter afzeptieren unten, ba sie dem Rechnung trug, was sie vom Anfange an wollten. Soffentlich hat aber auch die Bewegung bei den Geislinger Arbei­das Verständnis für den Wert der Organisation geredt.

Die Leiche eines Berliners gefunden. Neustadt a. Orla , 17. Januar. ( W. T. T.) Hier wurde im Walde die Leiche des seit sechs Wochen vermißten Berliner Studenten Kinderlein gefunden, daneben ein Revolver des Selbstmörders. Das Motiv der Tat iſt unbekannt.

Baris, 17. Januar. ( W. Z. B.) Aus Ranch wird gemeldet, daß der daselbst wegen Brandstiftung berhaftete angebliche ameri fanische Arzt Krause mit einem gewissen Walter Herrmann aus Berlin identisch ist, der seit 1905 von der Münchener Staats­anwaltschaft wegen Bigamie und Vertrauensbruches verfolgt wird.

Die Weißbierbrauereiarbeiter hielten am Donnerstagabend im Gewerkschaftshause eine Versammlung ab, die vom Verband der Brauerei und Mühlenarbeiter einberufen war. Der geltende Tarifvertrag läuft am 30. April 1913 ab und es galt, Stellung zu nehmen zu der Frage der Kündigung. Der Vertrag wurde am 1. Mai 1910 geschlossen zwischen den Verbänden der Brauer, Trans­portarbeiter, Machinisten und Heizer und der Böttcher einerseits und dem Verein der Berliner Weißbierbrauereien und 13 einzelnen Brauereien andererseits. Von diesen 13 Brauereien bestehen gegen­wärtig nur noch 8 selbständig. Die Zahl der beschäftigten Arbeiter ist ebenfalls gejunten, aber sie sind gut organisiert, wie der Refe- tern der anderen Betriebe, die größtenteils nicht organisiert sind. Ein Berliner in Frankreich wegen Brandstiftung verhaftet. rent der Versammlung, Schmitz, hervorhob, der weiter betonte, doß die Verbesserungen, die der Vertrag im Jahre 1910 gebracht hat, wieder aufgewogen wurden durch die wachsende Teuerung. Weitere Verbesserungen seien jetzt notwendig geworden, denn die Arbeiter der Weißbierbrauereien haben mancherlei dringende For­derungen zu stellen. Die Arbeitszeit( 9% Stunden innerhalb 12% Stunden Bruttoarbeitszeit) ist zu lang, und bei den Mälzereiarbei­tern auch zu ungeregelt. Die Lohnverhältnisse, besonders beim Deutscher Metallarbeiter- Verband. Die Branche der Gürt­Die Schweiz für eine neue Zeiteinteilung. Fahrpersonal, befriedigen nicht. Ueberhaupt sind die Arbeiter in Ier hielt am Donnerstag eine große Versammlung ab. Mayns Bern, 17. Januar. ( W. T. B.) Der Bundesrat beschloß, bei den Lagerbierbrauereien viel besser gestellt als die Weißbierbrauerei erstattete den Jahresbericht der Agitationskommission. Die Kriegs­arbeiter. Die Kündigung des Vertrages sei daher zu empfehlen. wirren haben auch dieser Branche Schaden verursacht. Den Mit den Verkehrsanstalten die Stundenzählung bis 24 einzuführen, Die Versammelten waren durchaus mit der Kündigung einver- gliedern legte Redner eingehend ans Herz, in feinem Falle ihre vorausgesetzt, daß Deutschland und Desterreich- Ungarn fie eben­standen. In der Diskussion wurde besonderes Gewicht auf eine Organisation zu verleugnen und feine Kontrakte abzuschließen. Ein falls einführen. Die Gesandtschaften in Berlin und Wien werden Berfürzung der Arbeitszeit gelegt. Schulbt erklärte, daß die diesbezüglicher Beschluß ist seinerzeit einstimmig gefaßt worden beauftragt, entsprechende Unterhandlungen einzuleiten, damit am Verwaltung ihre Zustimmung zu der Kündigung erteile und daß und hat sich auch fast durchweg durchgefekt. Sizungen und Ber - beauftragt, entsprechende Unterhandlungen einzuleiten, damit am nan gemeinsam mit den übrigen Verbänden, die hier in Betracht sammlungen wurden in großer Anzahl abgehalten, darunter vier 1. Oktober 1913 oder am 1. Mai 1914 die neue Zählung eingeführt fommen, vorgehen werde. Eine Kommission, bestehend aus den große Versammlungen. Dant der guten Organisationsverhältnisse werden kann. Falls die Regierungen der beiden Länder sich nicht Vertrauensleuten der einzelnen Betriebe, wurde gewählt, um die konnte auf die Lohn- und Arbeitsverhältnisse günstig eingewirkt anschließen, behält sich der Bundesrat weitere Entschließungen vor. Verantw. Redakt.: Alfred Wielepp, Neukölln. Inseratenteil verantw.: Th. Glode, Berlin . Drud u. Verlag: Vorwärts Buchdr. u Berlagsanstalt Paul Singer& Co., Berlin SW. Hierzu 5 Beilagen u. Unterhaltungsbl.

Verfammlungen.