2. Beilage zum ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt.
Nr. 21.
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Gerichts- Beitung.
Swei Anarchistenprozesse fanden gestern vor der zweiten bezw. neunten Straffammer des Landgerichts I statt. In einem der Fälle handelte es sich um Verbreitung der anarchistischen Trudschrift Die Autonomie", deren der Schuhmacher Richard
Artelt beschuldigt war. Eine frühere Verurtheilung Artelt's in derselben Sache zu sechs Monaten Gefängniß war vom Reichsgericht wieder aufgehoben worden. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Deffentlichkeit statt und endete wiederum mit der Verurtheilung des Angeklagten zu fe ch 3 Monaten Gefängniß.
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Freitag, den 26. Januar 1894.
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11. Jahra.
auftritt, wie wenig Rücksicht geübt wird gegen einen alten Ar- das scheint uns die Hauptaufgabe der neugegründeten Zeitung beiter, der jahrelang feine Kräfte hingegeben hat im Dienste zu fein. des Kapitals. Dem gegenüber giebt es nur ein Mittel: organifirt Euch, Arbeiter, um zu Eurem Recht zu gelangen.
Der Vorstand des Verbandes
aller in der Textilindustrie beschäftigten Ar- ben paar Pfennige zu erhalten, und wie man alles aufbietet, um
Welchen Nörgeleien arme alte Leute ausgesetzt sind, bis es ihnen möglich wird, die ihnen nach dem Invaliden Versiche rungsgesetz zustehenden, zum Leben ohnehin vollständig ungenügenbeiter und Arbeiterinnen.( Filiale Berlin .) ihnen diesen Genuß" unmöglich zu machen, davon bildet eine J. A.: Julius Janz, Königsbergerstr. 83. Angelegenheit, welche in legter Zeit wiederholt das Reichs- Verficherungsamt beschäftigte, einen sprechenden Beweis. Gine alte An die Genossen und Arbeiter in Reinickendorf ! Die Wählerlisten zu den Gemeindewahlen liegen in der Zeit total invalide Arbeiterin, Namens Walzuch aus Schlesien , war vom 15, bis einschließlich den 30. Januar im Amtsgebäude in von der betreffenden Versicherungsanstalt mit ihrem Anspruch den Geschäftsstunden zur Einsicht aus. Wir ersuchen die Ge- auf Rente abgewiesen worden. Sie schickte den Einspruch gegen Im zweiten Falle befand sich der Mechaniker Karl Wiesen- nofsen und Arbeiter, denen es an Zeit mangelt die Listen ein- dieses Erkenntniß an den Vorsitzenden des Schiedsgerichts rechtthal auf der Auflagebank. Ibm wurde zur Laft gelegt, öffentlich zusehen, sich an folgende Genoffen zu wenden. Für den weft zeitig ab, so daß ihr Echreiben am Mittag des letzten Ginvor einer Menschenmenge zum Ungehorsam gegen die Gesetze lichen Theil an Genossen Paul Schilling, Berlinerstraße 2 b, für Spruch- Tages dort eintraf. Allein der Bote des Schiedsaufgefordert zu haben. In einer Versammlung von Arbeitslosen, den östlichen Theil an Genossen Julius Malinomsti, Winterstr. gerichts, der blos einmal des Tages die Poft besucht, war schon die im September v. J. stattfand, trat auch der Angeklagte als und Ferdinand Syring, Gesellschaft sstr. 32, welche sich bereit er- auf der Poft gewesen, als ihr Brief eintraf, so daß derselbe bis Reduer auf. Er soll dabei die Hungrigen aufgefordert haben, lärt haben, die Listen für die Genossen einzusehen. Wir ersuchen zum kommenden Tage liegen blieb, alfo einen Tag zu spät in sich selbst das Brot aus den Bäckerläden zu holen. Wiesenthal den regsten Gebrauch davon zu machen. die Hände des Schiedsgerichts gelangte. Das Schiedsgericht bestritt, daß seine Aeußerung in der Anklagefchrift richtig wiederPaul Schilling, sprach dennoch der Arbeiterin die Rente zu und erklärte ihren gegeben sei, er habe in hypothetischer Form gesagt, daß er beruhigte sich hierbei nicht, man hatte dort herausgedüftelt, daß 1810 Ginspruch für berechtigt. Die betreffende Versicherungsanstalt nicht mit einem hungernden Magen an einem Bäckerladen vorübergehen würde. Der Angeklagte erklärte, daß Au die Arbeiter der Provinz Westpreußen ! In bas Schreiben der Arbeiterin beim Schiedsgericht verspätet eindiesen Standpunkt auch heute noch vertrete. Jeder unserer Provinz ist die gewerkschaftliche Bewegung gegen bie gelaufen sei und ergriff aus diesem Grunde Revision zum ReichsStaatsbürger müsse das Recht haben, seinen seinen Hunger anderer Gegenden Deutschlands zurückgeblieben, infolge dessen Versicherungsamt. Das Reichs- Versicherungsamt fah die Bes stillen. อิน Er sei einmal bestraft sind die Verhältnisse in jeder Weise, sowohl was Lohn, Arbeits- rufung der Arbeiterin auch wirklich als verspätet eingereicht wegen Bettelns worden und das solle ihm nicht wieder begegnen. Kriminal- zeit und Behandlung anbetrifft, die schlechtesten. Eine weitere an, hob die Vorentscheidung auf und wies die Sache mit tommiffar Römer( wie tommt der gute Wiesenthal su Folge ist nun, daß die Kapitalistenklasse des Westens die billigen der Weisung an das Schiedsgericht zurück, es sei zu prüfen, der Bekanntschaft?) bezeichnete den Angeklagten als einen Arbeitskräfte von hier aus bezieht und nur zu oft die Arbeiter ob eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand geboten erenragirten Anarchisten. Derselbe habe sich eine Broschüre als Streitbrecher gebraucht, somit den Arbeiter gegen den Arscheine. Das Schiedsgericht nahm an, daß die Klägerin kein schicken lassen( nee so was!), worin die Anfertigung von beiter verwendet. Diesen Uebelſtänden abzuhelfen, hat sich die Verschulden treffe; es liege ein unabwendbarer Zufall vor; hätte Dynamitbomben und Höllenmaschinen gelehrt werde, und einmal überzeugtere Arbeiterschaft Danzigs entschloffen und zu dem der Raftellan auch Nachmittags die Briefe von der Post abgeholt, alg habe er einen geladenen Revolver( hört! hört!) bei sich geführt, 3 weck ein gewerkschaftliches Agitationskomitee für die Provinz so wäre die Berufungsschrift der Klägerin noch rechtzeitig in die als er einen Termin im Kriminalgebäude wahrzunehmen hatte. Westpreußen gegründet. Aufgabe dieses Komitees soll es fein, Hände des Schiedsgerichts- Borsigenden gelangt. Die Sache Die letzte Behauptung bezeichnete Wiesenthal als falsch, er habe überall da, wo gewerkschaftliche Organisationen bestehen, diese zu wurde daher in den vorigen Stand wieder eingesetzt und der die Schußwaffe in einer Schankwirthschaft niedergelegt, bevor er fördern, sei es durch Entsendung von Rednern, durch Beschaffung Klägerin eine Rente von 111 M. zugebilligt. Gegen diese Entaum Termine ging. Staatsanwalt Dr. Benedig hielt die An- von Schriften und Gewährung sonstiger Hilfe. Vornehmlich aber scheidung legte nun die Versicherungsanstalt nochmals Revision flage aufrecht. Selbst wenn die Aeußerung so gelautet habe, wie in Orten, wo noch keine gewerkschaftliche Organisation vorhanden, beim Reichs- Versicherungsamt ein und meinte, ein unabwendbarer der Angeschuldigte angebe, so liege darin immer eine Aufforde- eine solche ins Leben zu rufen. Wir fordern daher alle in der Zufall liege nicht vor, die Klägerin hätte früher ihre Berufung rung, ihm nachzuahmen. Bei der Gemeingefährlichkeit solcher gewerkschaftlichen Bewegung stehenden Freunde, sowie alle, die absenden sollen; auch materiell sei der Anspruch unbegründet. aufreizenden Reden von Arbeitslosen sei eine firenge Strafe am ein Intereffe an einer solchen haben, und dieses soll ein jeder Die erweiterte Spruchkammer des Reichs- Versicherungsamts wies Plaze. Da der Angeklagte wegen ähnlicher Strafthaten noch Arbeiter besitzen, auf, sich an den Unterzeichneten zu wenden. nun aber die Revision als unbegründet ab und beließ der armen 6 Monate Gefängniß zu verbüßen habe, so beantrage er nun Es ist Zeit, daß angefangen wird an dem Werk zur Verbesserung Frau die zuerkannte Rente. unter Wegfall dieser Strafen insgesammt 10 Monate Ge- der Lage des Arbeiterstandes. fängniß. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten aus einem milderen Gesichtspunkte. Es wurde angenommen, daß der Angeklagte nur zur Entwendung von Nahrungsmitteln aufgereizt habe. Die hierfür angedrohte höchste Strafe von sechs Wochen Haft tönne nicht überschritten werden und sei dentgemäß erkannt worden.
adiun sid june
Frisch auf an's Wert.d
Das gewertschaftliche Agitationstomitee für die Provinz Westpreußen . J. A.: Kar! Nordt, Danzig , Jopengasse 48, 2 Tr. Die Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. nd hun
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Jeder weitere Kommentar würde das Ausgeführte nur ab schwächen. Die Einführung einer anderen Geschäftspraxis bei den Versicherungsanstalten ist wirklich ein dringendes Bedürfniß.
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Statistik über Arbeitslosigkeit, würde, wenn vom Staate in die Hand genommen, ein fteter Gradmesser sein tönnen für die wirthschaftliche Lage. In England giebt man sich seitens Zur Nothstandsfrage. Bei den Nothstands Debatten im der Regierung die größte Mühe, die wahre Nothlage der arEin Eisenbahn Fahrkarten Schwindel en miniature Reichstage am 22. und 28. d3. Mts. haben die Vertreter der beitenden Bevölkerung zu erfahren. Daß dem Handelsministerium führte am Donnerstag die verwittwete Frau Kaufmann Auguste herrschenden Parteien wieder einmal Gelegenheit gehabt, ihre unterstellte Labour Departement" hat die Aufgabe, durch fortSauer aus Grtner vor die 2. Straffammer am Landgericht II. Unkenntniß der Grundurfachen des heutigen Nothstandes und das gefeßte Erhebungen, Zusammenstellungen von Berichten u. f. w. Auf Station Erkner wurde das ganze Jahr 1892 die Beobachtung mit zugleich ihre vollständige Rathlosigkeit dem Uehel gegenüber Klarheit zu schaffen über den Stand des Arbeitsmarktes und der gemacht, daß ungiltige Jahrkarten eingingen, wenn den an von Neuem an den Tag zu legen. Als der Abg. Bebel in der Arbeitslosigkeit. In einer der letzten Nummern der Labour kommenden Passagieren beim Verlassen des Bahnhofes die Karten Reichstags- Sitzung vom 23. im Laufe seiner Rede zur Nothstands- Gazette", dem publizistischen Organ obiger Kommission, finden abgenommen wurden. Da es sich stets nur um eine einzelne frage sagte:„ Man verweist die Leute auf die Landwirthschaft. wir eine sehr interessante Darstellung der Arbeitslosigkeit vom Karte handelte, konnte es sich auch nur um eine bestimmte Das ist ja gerade der Grundschaden der Landwirthschaft, daß fie Jahre 1887 bis zum Herbst 1893. Borausgeschickt muß werden, Perjon handeln. Lange Zeit fand sich jedoch kein Anhalt, bis die Leute im Winter nicht beschäftigt und nicht beschäftigen tann" daß die Zahlen sich allerdings beschränken auf die Organi sich endlich der Verdacht auf die Angeklagte lenite, weil diese u. f. w. da ertönte von rechts der Zurus:" Forstwirthschaft". fationen, die dem Arbeitsamte regelmäßig Berichte einsenden. stets bei der Fahrt nach Berlin neue Karten abgab, bei der Diefer Hinweis auf die Forstwirthschaft als Rettungsanfer für Diese Vereinsberichte geben nun freilich ein für die AllgemeinRüdkehr jedoch solche, welche ihrer schmußigen Farbe halber den die Arbeitslosen ist, felbst wenn wir von der Thatsache ganz ab- heit viel zu günstiges Bild, denn erfahrungsgemäß befinden sich Eindruck machten, als seien sie schon längere Zeit in der Tasche sehen wollen, daß die ausgemergelten städtischen Arbeitslosen die gerade die bestgestellten Arbeiter in den Organisationen, immer umbergetragen. Der Bahnhofs- Borsteher gab schließlich die An- schwere, anstrengende Arbeit nicht verrichten können, ein wenig bin laffen sie einen Schluß zu, auf das furchtbare Glend, wie es ordnung, daß jeder von Frau Sauer abgegebene Fahr- tröstlicher, wenn wir die Löhne in Betracht ziehen, die dort gezahlt in den tieferen Schichten herrschend sein muß. Die angezogene schein sofort zurück gelegt werden solle, um einer nach werden. Einem Schreiben, welches uns aus dem Kreise Trachen- Tabelle beginnt mit einem Höhepunkt. Anfangs 1887 beträglichen Prüfung unterzogen zu werden. Dieses Verberg Militsch( Schlesien ) zugeht, entnehmen wir, daß in den zogen nicht weniger als 10 Prozent der Vereinsmitglieder fahren wurde bis Ende 1892 fortgesetzt, und dann Waldungen des Fürsten von Trachenberg Leute beschäftigt Arbeitslosen- Unterfügungen. Von da ab vermindert sich Anzeige erstattet. Vorher hatte sich die Angeklagte bereits zu werden, deren Verdienst im Winter 10-30 Pfennig pro Tag be allmälig die Rate der Arbeitslosigkeit, bis sie mit Beugen ausgelassen, man fönne ihr gar nichts anhaben, der trägt. Es sind dies keine bestimmte Taglobusäße, sondern die etwa 1/2 pet. zu Ende 1889 und Anfang 1890 den tiefften Schaffner, von dem sie die Karten habe, der sei todt. Dem Akkordlöhne sind solche, daß nicht mehr verdient werden kann, Punkt erreichte. Das war die beste Zeit, eine Periode wirtſchaftBericht wurden 9 Karten eingereicht, welche von der Frau, als oben angegeben. Dabei erhalten die Leute keine Stoft, es ift licher Profperität und auch in bombeta offgkeit in Sauer benutzt worden, und schon 14 Tage bis 7 Monate alt, ihnen nur gestattet, etwas Holz mit nach Hause zu nehmen. einem gewissen Maße bestehen geblieben. Von da ab steigt also im Augenblick des Gebrauchs ungiltig waren. Das Merge des erlaubten Holzes darf aber ein bestimmtes Maß nicht wieder die Rate der Arbeitslosigkeit an, im Winter 1892 Schöffengericht in Alt- Landsberg hat nur 3 Fälle vom 3., 14. überschreiten. Dazu kommt, daß die Leute oftmals 4-6 Wochen geradezu rapid, von September bis Ende Dezember 1892 geht und 21. September 1892 als erwiesen angenommen und wegen warten müssen, ehe sie den Verdienst ausgezahlt erhalten. Willie von 5 auf 10 pet. hinauf. Sie fällt dann im Sommer 1893 Betruges auf 150 M. Geldstrafe erkannt. Die Angeklagte hat die Forstverwaltung damit auch, wie wir fürzlich von den Dort wieder auf 6 pet., um vom Juli an abermals zu steigen. Sie die Berufungsinstanz angerufen, diese hat das erste Urtheil be- munder Bergdirektoren meldeten, dem„ Sparsinn der Arbeiter" hält sich während der ersten zehn Monate des Jahres 1893 fiätigt, darauf wurde die Nichtigkeitsbeschwerde eingereicht; das entgegenkommen, daß sie den ganzen Mammon auf einmal aus durchwegs höher als während der entsprechenden Periode 1892. Reichsgericht hat wegen einer Lücke in der thatsächlichen Feitzahlt? Das wären also die Aussichten, die unsere Arbeitslosen Erst Ende November 1893 geht sie ein klein wenig, nämlich auf stellung die Sache an die Straffammer zurück verwiesen und diese bei der Forstwirthschaft noch hätten. Sie werden natürlich davon 7,2 pet. zurück und sinkt damit auch unter den Stand des Vorhat heute das erste Urtheil bestätigt und die Kosten sämmtlicher feinen Gebrauch machen können, denn aus Obigem geht hervor, daß jahrs. Es ist kein Zweifel, daß die Ziffern, die, um die ArInstanzen der Angeklagten auferlegt. höchstens Leute, die dort ansässig, ihr eigenes Korn und Karbeitslosigkeit der untersten Schichten zu ermessen, allerdings toffeln bauen, für diese Hungerlöhne arbeiten fönnen. noch mit einem unbekannten Roeffizienten multipligirt werden müßten, hinreichend ein hohes Maß von Arbeitslosigkeit be= Das Neueste auf sozialreformatorischem Gebiete ist weisen. sto smis die Gründung einer Zeitung für Eisenbahn - Angestellte, Diedot Eisenbahn" genannt. Jeden Donnerstag, so wird uns von Achtung, Schneider und Schneiderinnen! Der Reichs- glaubwürdiger Seite mitgetheilt, werden auf mehreren Bahntags- Abgeordnete Kollege Paul Reißhaus referirt in einer am höfen der Berliner Stadt- und Ringbahn VersammMontag, den 29. Januar, Abends 81/2 Uhr, im Berliner lungen abgehalten, die von der Direktion selbst angeordnet sind. Der sozialdemokratische Wahlverein für den vierten Prater", Kastanien- Allee 6-9, stattfindenden Versammlung über In einer der legten dieser Versammlungen wurde den Angestellten das Thema:„ Die wirthschaftliche Stellung der Arbeiter und großes Heil verkündet. Der Bureauvorsteher und ein Geistlicher Wahlkreis hielt am 23. Januar eine Sitzung ab. Der im InArbeiterinnen der Konfettionsbranche und wie ist die Sebung entledigten sich ihrer Aufgabe, die Zeitung den Bahnbediensteten ferat angekündigte Vortrag des Genoffen Singer mußte ausfallen, deren Lage möglich?" Alle Mäntelnäherinnen, Bügler, Stepper, zu empfehlen, aufs Beste. Uns ist leider noch kein Exemplar da der Referent an einer wichtigen Kommissionsfigung im Reichstage theilzunehmen genöthigt war. An seiner Stelle sprach Dr. Trikottaillen- und Blousenarbeiterinnen werden besonders auf dieses neuen literarischen Erzeugnisses zu Gesicht gekommen; gefordert, in dieser Versammlung zu erscheinen. dieses Glück soll, wie es scheint, auf die Eisenbahn- Angestellten Heymann über die Nervenfchwäche des Menschen und die gegenDie Lokalverwaltung beschränkt bleiben. Nach den Ausführungen des Predigers muß wärtige Gesellschaftsordnung". Eine Diskussion schloß sich an des deutschen Schneider- und Schneiderinnendiese Zeitung ein wahres Wunderding sein. Eine Reihe von diesen von der sehr zahlreichen Versammlung mit Beifall aufbesser gestellten Personen habe diese Zeitung gegründet aus genommenen Vortrag nicht. Die Versammlung diskutirte sogleich reinster Menschenliebe" für die Arbeiter und An- die in der vorigen Sigung angeregte Frage, ob der Verein sich Au die Textilarbeiter! Kollegen! Wir füblen uns ver- gestellten. Im weiteren Verlauf wurden alle Puntte angegeben, eine Bibliothek anfchaffen soll. Zubeil sprach gegen den Vorschlag, pflichtet, den Kollegen der Textilbranche wieder m vor Augen zu weswegen die Beitung nicht gegründet worden sei. Sie sei Dr. Heymann dafür; nach kurzer weiterer Diskussion wurde die Angelegenheit bis zur nächsten Generalversammführen, wie die so viel gerühmte Harmonie zwischen Kapital und nicht gegründet, um einzelnen jüdischen(!) Geldproßen ein des vertagt. Auf Antrag Genossen Beyer Arbeit in Wahrheit aussieht wird. In der Fabrik von Paat, Grüner Fahren auf Gummirädern zu ermöglichen, die beim lung Weg, ist seit dem 1. Juli ein Wertführer thätig, der es sogar zu Vorüberfahren die Arbeiter mit Roth besprißen. beauftragte die Versammlung den Vorstand, ein Flugblatt her An ang seiner Amtsführung verstand, den Schein zu erwecken, Auch falsche Agitatoren und Zeitungsschreiber, die durch zustellen zur Gewinnung neuer Mitglieder für den Wahlverein. Zu Verschiedenem rieth Genosse C. Scholz den nichtgläubigen als ob er für das Wohl der Arbeiter besonders besorgt sei. Die Unzufriedenheit der Arbeiter sich angenehmes Mitgliedern, aus der Kirche auszutreten. Zubeil wies auf die Bald sollten allerdings die Arbeiter die richtige Aufklärung Leben verschaffen wollen, arbeiteten an dieser Zeitung Mittheilung bürgerlicher Blätter hin, nach welcher für die Arbekommen. Das Gifte, was ihnen der freundliche Herr nicht. Es arbeiten auch nicht Leute daran, die Geld und Ehre beitslosen- Bersammlungen am Montag dieser Woche die Säle offerirte, war eine Fabrifordnung, die man turzweg als dadurch erringen wollen, und die Interessen irgend einer relivon Buggenhagen, Concordia und Sanssouci nicht zu haben Zuchthausordnung bezeichnen könnte, deren Einführung aber an giösen Partei sollen durch die Eisenbahn" auch nicht gefördert waren. Bezüglich der Concordia treffe das nicht zu; dieselbe dein Widerstand der Arbeiter scheiterte. Damit hatten sie aber auch werden. Die Zeitung solle ausschließlich für den Eisenbahner war kontrattlich für Montag Abend an den Raucherbund ver den Born des Allgewaltigen heraufbeschworen. Die unzu- und seine Familie bestimmt sein. Der Referent verstieg sich hierfriedenen Elemente müssen entfernt werden", äußerte er wieders bei zu folgendem Sage:„ Wenn auch hin und wieder das Ge- geben und mußte von Morgens an dekorirt werden. Bezüglich holt und scheint auch nun der Anfang zur Ausführung dieses spenst des Elends und der Noth durch das Fenster in die Sanssouci scheint die Sache anders gelegen zu haben, muß indeß Vorhabens zu machen; denn am Weihnachts- Heiligabend Familie des Eisenbahners hineinschaut, so soll derfelbe doch in noch näher untersucht werden. Buggenhagen habe seine ursprüngwurde ein Arbeiter entlaffen, der 14 Jahre in der feiner Familie und in der treuen Pflichterfüllung sein einziges Polizeiattaque vom Donnerstag zu sprechen. Böhm bringt liche Zusage zurückgezogen. Zubeil kommt sodann auf die Fabrik beschäftigt war, angeblich wegen Arbeitsmangel. Glück fuchen;" Die Eisenbahn " agitirt nicht für eine politische hierzu eine Resolution ein, die das Vorgehen der Polizei bei Die Kollegen des Betreffenden suchten durch ein schrift Partei, fie will jedoch den Glauben an Raiser und Reich be- der Arbeitslosen- Versammlung im Friedrichshain entschieden ver bierzu eine Resolution ein, die das Vorgehen der Polizei bet liches Gesuch den Fabrikanten von der Handlungsweise festigen." des Herrn Wertführers zu unterrichten, gleichzeitig mit dem Er Troydem, daß mit der Zeitung kein Geld verdient werden urtheilt. Dieser Resolution stimmte die Versammlung einhellig zu. suchen an den Fabrikanten, doch den Entlassenen wieder einzus foll, wurde doch demjenigen, der eine Agentur übernehmen wolle, Der sozialdemokratische Wahlverein für den sechsten stellen. Die Antwort, die gegeben wurde, lautete:" Ich habe ein guter Verdienst in Aussicht gestellt. Bezeichnend ist das zu Berliner Reichstage Wahlkreis hielt am 23. d. M. unter feine Altersversorgungs- Anstalt in meiner Fabrik." best geständniß, daß hie und da„ Noth und Elend" in die Familie außerordentlich zahlreicher Betheiligung eine Generalversammlung Wir geben diesen Fall unseren Mitgliedern zur Kenntniß, des Eisenbahners einfebre. Ueber diese Noth und das Elend ab. Reichstags- Abgeordnetev Schmidt- Frankfurt referirte um wiederum zu zeigen, wie das Unternehmerthum gegen uns hinwegtäuschen zu elfen durch füße patriotische Klatschgeschichten, über die neueu Steuervorlagen. Die vorzüglichen Darlegungen
Soziale Ueberlicht.
Verbanded
"
dann
ein
Versammlungen.