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Einkommen der Angestellten erhöhung beträgt für über 80 000 Beteiligte nahezu 6 Millionen Eine Kreiskonferenz Des Parteibereins für Bukowa Gegenstand abfälliger und unsachlicher Kritik gewesen. Andere Mark. Schlawe - Rummelsburg tagte am Himmelfahrtstag in Kritiker wieder behaupten, die Angestellten seien abhängig vom Der Tarifvertragsgebante hat in den letzten Jahren Schlawe . In drei Orten des Kreises bestehen jetzt Parteiorganis Borstand. Dazu bemertt die Holzarbeiterzeitung": in Deutschland immer mehr Eingang gefunden. Leider kann man sationen, die 71 Mitglieder zählen. In dem ausgedehnten Wahl­" Es kann natürlich in Einzelfragen zu sachlichen Mei- aber bei den öffentlichen Betrieben ein gleiches Vordringen des kreis steht uns fein einziges Lokal zur Verfügung, was die Partei­nungsverschiedenheiten zwischen den verschiedenen Funktionären Tarifvertrages wie bei den Privatbetrieben nicht konstatieren. In arbeit ungemein erschwert. Die Einnahmen betrugen 745,14 W., kommen. In solchen Fällen haben aber die Angestellten nicht den öffentlichen Betrieben ist von gemeinsamer Festlegung der die Ausgaben 642,01 M. Dazu kommt allerdings noch eine größere nur das Recht, sondern sogar die Pflicht, ihre Ansicht rückhalt- Lohn- und Arbeitsverhältnisse durch Vertreter der Arbeiter und Summe, die der pommersche Bezirksvorstand direkt für die Agi­los auch gegenüber dem Vorstand zu vertreten. Solche Meinungs- Behörden nur ganz vereinzelt etwas zu hören. Am Jahresschluß tation in diesem Kreise verausgabt. 52 200 Flugschriften und verschiedenheiten werden stets in follegialer Weise erledigt, so 1913 hatte der Verband insgesamt 18 Tarifverträge für 81 Be-- Blätter dienten der Agitation. Als Reichstagskandidat des Kreises daß das Gefühl der Abhängigkeit vom Vorstand nirgends auftriebe mit 1642 Beschäftigten abgeschlossen. Darunter befinden sich wurde Genosse Richard Parksch- Köslin aufgestellt. tommen fonnte. Wenn man schon von Abhängigkeit reden will, sechs Verträge mit vier Gemeindeverwaltungen und zwölf mit dann hätte der Vorstand cher Veranlassung, sich von den privaten Gesellschaften. Der Sozialdemokratische Verein für den Wahlkreis Fürth­Kollegen im Reich und ihren Funktionären abhängig zu fühlen." Die internationalen Beziehungen bessern sich Erlangen - Hersbrud- 2auf hat seinen Jahresbericht vora Man kann ber Redaktion wohl zustimmen in der Meinung, von Jahr zu Jahr. Dem internationalen Sekretariat haben sich gelegt, aus dem hervorgeht, daß die Bewegung wieder im Fort­taß die widrigen Verhältnisse am Arbeitsmarkt die große Not, die 1912 die Belgier und 1913 die Franzosen und Engländer an schreiten begriffen ist. Während der vorige Bericht noch einen über viele Solzarbeiter gekommen sei, der Migstimmung Nahrung geschlossen. Der internationalen Vereinigung gehörten 1913 fleinen Mitgliederrückgang konstatieren mußte, fann diesmal auf gegeben hätten. Für die Krise und ihre Folgen kann man jedoch 11 Organisationen an, die 103 033 Mitglieder umfassen. eine Mehrung von rund 600, von 6036 auf 6627, hingewiesen nur die kapitalistische Wirtschaftsweise, nicht aber die Organisation Mögen die Verhandlungen des Verbandstages durch einen werden. Der Erfolg ist allerdings in der Hauptsache der roten verantwortlich machen. Das dürfte auch bei den Debatten auf der günstigen Verlauf dem Aufstieg und der inneren Erstarkung des Woche zu verdanken, das beweist aber nur, daß durch regite Generalversammlung, die für den 24. Mai und folgende Lage Verbandes förderlich sein. Agitation noch sehr viel zu gewinnen ist. nach Dresden einberufen worden ist, berücksichtigt werden. Wie starf die Folgen des Werftarbeiterstreits nachwirken, lassen die Anträge erkennen, die diese Angelegenheit als besondern Punkt der Tagesordnung behandelt wissen wollen. In einer Reihe von Anträgen werden besondere Maßnahmen zwecks Erlangung für­Jerer Arbeitszeit sowie bessere Regelung und Sicherung der Löhne gefordert. Andere Anträge beziehen sich auf die Agitation unter den Arbeiterinnen und die Gewinnung der Jugendlichen für die Organisation. Düsseldorf wünscht Maßnahmen zur Eindämmung der gelben Bewegung, ferner eine Flugschrift für die sogenannten ungelernten Arbeiter. Dresden und Pinneberg beantragen Staffe­lung der Beiträge. Das Ziel, die Leistungen aus der Verbands­faffe zu erhöhen, verfolgen Anträge aus einer Anzahl von Zahl. ftellen.

So liegt dem Verbandstag eine große Summe von Beratungs­Stoff vor. Mag er zum Vorteil der Organisation, der Schuß- und Trugwehr der Arbeiter, bewältigt werden.

Dresden , 25. Mai. ( Pribattelegramm des Bor wärts".) Die Generalversammlung des Holzarbeiterverbandes befchloß nach lebhafter Debatte, den Werftarbeiterstreit als besonderen Bunkt der Tagesordnung zu verhandeln.

Verbandstag der Gemeindearbeiter.

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Hamburg , den 24. Mai 1914.

Aus der Partei.

Da Bedmann von den 86 000 2. nur 1250 M. erhalten habe, die anderen Mitverurteilten aber mehr als er, fühle er fich benachteiligt und verlange von dem übrig gebliebenen Geld die gleiche Entschädigung wie die anderen."

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Polizeiliches, Gerichtliches usw. Ein Literaturprozeß.

Jugendbewegung.

Die Justiz gegen die Arbeiterjugend.

Eine ungerechtfertigte Alage gegen die Sozialdemokratie. Des belgischen Dichters Camille Lemonnier Bert wird uns geschrieben: Vom Genoffen Reichstagsabgeordneten König- Dortmund Der eiserne Moloch" hat die Aufmerksamkeit des Hagener Staatsanwalts erregt und dieser brachte es fertig, den Redakteur Notiz: Durch die liberale, Zentrums- und gelbe Presse geht folgende unferes Lüdenscheider Parteiorgans, den Genossen Böttcher, der den Roman abgedruckt hatte, wegen Verbreitung un= " Der Bergmann Bedmann in Hamborn , der im Mein- üchtiger Schriften auf die Anklagebant zu ziehen. Am unter Ausschluß der eidsprozeß Schröder und Genossen am 17. August 1895 vom Sonnabend wurde die Sache Schwurgericht Essen zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt, im Deffentlicfeit vor der Straffammer in agen i. W. Es war nicht der ganze Roman, der unter Jahre 1911 im Wiederaufnahmeverfahren aber freigesprochen verhandelt. Der wurde, hatte jetzt Klage gegen die Sozialdemokratie erhoben. Anklage stand, sondern zwei Fortsetzungen desselben. Dr. jur. Beckmann erhebe Anspruch auf die von der Allgemeinheit damals Schriftsteller Herbert Eulenberg als Kunst­angesammelten Gelder, die zur Unterstübung der Effener Ver- fachverständiger erklärte, daß nach seinem Urteil der Eiserne Moloch" urteilten Schröder und Genossen verwendet werden sollten. Die eines der größten Kunstwerke, die es überhaupt gibt, ist. Neben Bola Sammlung soll 86 000 M. ergeben haben, wovon ungefähr gilt Lemonnier als der bedeutendste naturalistische Schriftsteller. Daß 46 000. zur Unterstützung der Verurteilten und Prozeßtosten seine Schriften nicht unfittlich sind, beweist, daß selbst fleritale Richter verbraucht worden seien. Die demnach übrig gebliebenen 40 000 Lemonnier glänzend freigesprochen haben, als einer feiner Romane Mart sollen der sozialdemokratischen Parteitasse überwiesen in Brügge in Belgien unter Anklage stand. Sich auf die beiden worden sein. vom Staatsanwalt beanstandeten Fortseßungen beziehend, bemerkte der Kunstfachverständige noch, daß auch diese Stellen nicht als un­fittlich bezeichnet werden könnten. Die naturalistischen, aus dem Leben gegriffenen Schilderungen wirften erzieherisch so fittlich, daß die angeblich unfittlichen Punkte als ganz nebensächlich ver Dieser Anwurf gegen die Sozialdemokratie ist nicht neu. Auf verschwänden. Veranlassung Beckmanns hat sich nicht nur die Presse wiederholt Das Gericht fam nach längerer Beratung denn auch zur Frei mit dieser Sache befaßt, sondern sie ist bereits in einem Flugblatt[ prechung des Angeklagten. Doch seien die beiden zur Anklage In der Woche vom 24. bis 30. Mai hält der Verband der Ge- behandelt worden, das 1913 in Hamborn unter dem Titel: Wenn stehenden Fortsetzungen des Romans in der Lüdenscheider Volks­meinde- und Staatsarbeiter im hiesigen Gewerkschaftshause seine zwei dasselbe tun" herausgegeben wurde. Wir konnten und woll- ftimme" zu vernichten und die Platten unbrauchbar zu machen. Zur Generalversammlung ab. Die Tagung ist eine außerordentliche, ten seinerzeit zu der Sache offentlich noch teine Stellung nehmen, Begründung wurde ausgeführt, daß die beiden Fortsetzungen der die ordentliche wäre erst im nächsten Jahre abzuhalten. Sie macht weil wir erst eine endgültige Gerichtsentscheidung herbeiführen Drudschrift objektiv unzüchtig seien. Deshalb war auf fich durch innere Vorkommnisse im Verband nötig. Die Differenzen wollten. Unbrauchbarmadung zu erkennen. Da jedoch nicht nachgewiesen sei, in Sauptvorstand haben schon mehrere Generalversammlungen Nachdem dies geschehen, sieht sich der Unterzeichnete veranlaßt, daß den Angeklagten für die zusammenhanglofe Wiedergabe des beschäftigt. Auf der letzten in München beantragte der Vorstand, folgendes zu erklären: Tatsache ist, daß Bedmann seit 1912 wieder: Romans die Schuld treffe, da er die Matern für den Druck von den bisherigen Borfißenden Moh nicht wiederzuwählen. Es kam helt klage androhte und unterm 14. Juli 1913 diese auch erhoben einer fremden Verlagsanstalt beziehe, fei er freizusprechen. zu scharfen Auseinandersetzungen, deren Ergebnis war, daß Mohs hat wider den sozialdemokratischen Parteisekretär Max König In der gleichen Angelegenheit ist auch Anklage gegen die Partei mit einer Stimme Mehrheit wiedergewählt wurde. Der zweite in Dortmund , zunächst wegen einer Forderung von 187,62 m., blätter in Zwickau und Düsseldorf erhoben worden. Vorsitzende des Verbandes Riedel trat Mitte vorigen Jahres die er später noch um 7750 M. erhöhte. Die erste Forderung erhob aus dem Vorstand aus. Mit diesem Austritt beschäftigte sich eine Bedmann, weil er glaubte, diesen Betrag beanspruchen zu können Gauleiterkonferenz, die Vorstand und Ausschuß ersuchte, die aus der Summe von 750,50 m., die durch Gerichtsbeschluß den un­Generalversammlung schon 1914 stattfinden zu lassen, ferner beschuldig Verurteilten nach ihrer Freisprechung durch das Effener schloß, daß Mohs für den Posten des ersten Borsißenden nicht mehr Schwurgericht als Soften zu erstatten waren. In dem Kostenfest­fandidieren soll. An Stelle von Mohs wird der Gauleiter e djegungsverfahren wurde die Summe in der Hauptsache für Prozeß­mann. Mannheim als erster Vorsitzender vorgeschlagen. Mohs tosten, Gerichts- und Anwaltstoften erstattet und nur 68,30 W. der Bürgermeister fünf Fortbildungsschüler mit Straf In Altenberg , einem erzgebirgischen Städtchen, beglückte soll das internationale Sefretariat als festbejoldeter Sekretär für persönliche Auslagen. Für Beckmann sind vom Ge- mandaten, weil sie eine Jugendverfammlung besuchten und damit übernehmen. Als zweiten Vorsibenden schlägt die Beamten richt für Fahrt, Versäumnis und Verzehr 25 M. fonferenz Wuzy Berlin vor, der auf der lekten Generalver- worden. Beckmann hat aber für Wahrnehmung der erstattet gegen die Fortbildung sichulordnung für Altenberg ber Das Schöffengericht sprach aber die stoßen haben sollten. jammlung als erster Borsigender gegen Mobs unterlag. Wahr Wiederaufnahmeverfahren vor dem Effener Schwurgericht aus dem fünf Sünder frei mit der Begründung, daß diese Fortbildungsschul scheinlich wird es auch diesmal über diese Wahl, die gleich nach den von der sozialdemokratischen Partei verwalteten Unterſtüßungsordnung im Widerspruch zum Vereinsgefeß stehe und obendrein Rechenschaftsberichten vorgenommen werden soll, zu Auseinander- fonds 113 M. erhalten. Bedmann erhob die Klage, obwohl ihm jebungen fommen. Es ist zu hoffen, daß diese im Interesse des vom Beklagten vorher wieberholt in freundschaftlicher Weise ein nicht vorschriftsmäßig veröffentlicht worden sei. Gegen diesen Freispruch Verbandes nicht die Schärfe erhalten wie in München . legte aber die Staatsanwaltschaft Berufung ein mit gehend klar gelegt worden war, daß er sich mit seinem Anspruch dem Erfolg, daß das Landgericht die bürgermeisterlichen Auf der Tagesordnung des Verbandstages steht u. a. auch der Strafmandate Buntt: Unser Koalitions- und Streitrecht". Ein 3 Mark für jeden der fünf Sünder Da Beckmann int Laufe der Verhandlungen einsah, daß er mit erlannte. Thema, das gerade jest allgemeines Interesse erregen dürfte. Den feiner Forderung auf 7750 W. nicht durchkomme, hat er schließlich Gemeinde und Staatsarbeitern wird besonders häufig das Koa diese Forderung zurüdgezogen. Das Gericht hat nach wiederholten wurde den Jugendlichen nach den gemachten Zeugenaussagen in der Und was wurde in der Jugendversammlung getrieben? Es litionsrecht illusorisch gemacht. Scharfmacher aller Art find daran, Verhandlungen und Zeugenvernehmungen Bedmann mit seiner her in den öffentlichen Betrieben Beschäftigten das Streifrecht zu Silage fostenpflichtig abgewiesen, weil seine Forderung materiell Bersammlung der gute Rat gegeben, gute Bücher zu lesen, Partien nehmen. Obwohl ja das Koalitionsrecht gefeßlich gewährt ist, wird nicht begründet sei. zu machen, Sport und Leibesübungen zu treiben, Lehrern und Lehr­es von Behörden verweigert. Die Verwaltung der preußischen Staatsbahnen hat ihr Verbot erneuert, wonach Arbeiter und An- mitgeteilt: Richtig ist, daß einige der anderen unschuldigen Opfer Zu den weiteren Behauptungen Bedmanns sei noch folgendes meistern mit höflichkeit und Ehrfurcht zu begegnen, Sneipenbesuch und Tabakrauchen zu vermeiden und feine Politik zu treiben! gestellte feiner freigetvertschaftlichen Organisation angehören des Effener Meineidsprosesses höhere Unterstüßung bezogen haben tann man jeden Fortbildungsschulunterricht ebenfalls für politisch Wenn eine solche Versammlung für politisch erklärt wird, dann fönnen, da diese den Betrieb durch Streits lahmlegen wollten. als Bedmann. Das machte sich u. a. auch notwendig, weil diese erklären. Uns fann solche Agitation für die Jugendbewegung nur Auch die bayerische Regierung hat in der Abgeordnetenkammer Verurteilten frant und erwerbsunfähig waren, jich in ärztlicher eine Erklärung abgegeben, die einem Koalitionsverbot in freien Behandlung oder in Heilanstalten befanden. Unrichtig ist zunächst, recht sein! Gelverkschaften gleichtommt. Auch Stadtverwaltungen versuchen, daß der Fonds nur für die Verurteilten im Effener Meineids­das Koalitionsrecht für ihre Arbeiter zu beschränken. Sie be prozeß geschaffen worden sei. Die dem Fonds einverleibten Gelder günstigen teilweise die gelben Gewerkschaften. Verschiedentlich sind auch gesammelt worden für andere unschuldige Opfer der werden diese sogar mit städtischen und staatlichen Mitteln unter Rechtsprechung. Ferner ist unrichtig, daß der Fonds die Höhe stüßt. Das Kapitel Maßregelungen beleuchtet grell die von 86 000 22. erreicht habe. Es sind 24 000 m. weniger gewesen. Wirkungslosigkeit des Stellenvermittelungsgesetzes. Saltung der Behörden. Auch in den legten Jahren wurden wieder Unrichtig ist auch, daß noch 40 000 M. im Fonds geblieben und Das Stellenbermittelungsgefeg vom 2. Juni 1910 sollte eine Reihe Mitglieder des Verbandes von Behörden gemaßregelt. der sozialdemokratischen Parteikasse überwiesen worden seien. Bed. dem Gesinde, den Gastwirtsangestellten usw. einen Schutz Die Jahresberichte des Vorstandes für die beiden mann ist bekannt, daß der Fonds nahezu aufgebraucht worden ist, gegen die übermäßige Ausbeutung durch das private Stellen­lebten Jahre geben ein anschauliches Bild von der Entwidelung denn rund 40 000 M. hatte das Komitee sofort bis zum Jahre 1899 vermittelungsgewerbe bieten und den gemeinnützigen Ar­und inneren Erstarkung des Verbandes. Die Mitglieder verausgabt für Unterstüßung, Prozeß- und Anwaltskosten der ahl ist tros der Krije, die auch an den Gemeindebetrieben nicht Effener Verurteilten. Dann wurde der Fonds dem Parteivorstand beitsnachweisen den Weg bahnen. Daraus ist aber recht wenig Spurlos vorübergeht, von 47 376 am Beginn des Jahres 1912 auf zur Verwaltung überwiesen, damit auch andere Justizopfer unter geworden. Nach wie vor wird besonders das Personal int 53 925 am Jahresschluß 1918 angewachsen. Also eine Zunahme itützt werden sollten. Das fonnte jedoch nicht geschehen, weil durch Gastwirtsgewerbe ausgebeutet. Während das Gesetz vorsicht, bon 6549 in der Berichtszeit. die große Inanspruchnahme der Essener Opfer der Fonds nahezu daß die Gebühren vom Arbeitgeber und Arbeitnehmer zur Die Finanzen des Verbandes haben sich in den letzten aufgebraucht worden ist. Seitdem der Parteivorstand den Fonds Hälfte erhoben werden sollen, wird meist nur das Personal beiden Jahren wesentlich entwickelt. Die Einnahmen haben sich verwaltet, find rund 15 000 M. für die Effener Opfer verausgabt belastet, während vom Arbeitgeber eine Gebühr nicht erhoben erhöht, und zwar die der Filialen von 1207 135 Mt. auf 1445 268 worden. Allein für Materialbesorgung, Einleitung und Durch wird. Mitschuld hieran trägt die Höhe der von der Polizei Mart . Die Gesamteinnahme der Filialen und Sauptkasse ergaben führung des Wiederaufnahmeverfahrens im Effener Meineids- festgelegten Gebühren. Denn sie ermöglichen dem Stellen. für 1912 1 239 930 Mt., für 1913 1 481 964 Mt. Within gegen 1912 prozeß, das endlich zur Freisprechung der unglücklichen Opfer führte, vermittler, die Unternehmer ungeschoren zu lassen. Diese eine Mehreinnahme von 252 033 Mt. Diesen Einnahmen der wurde ein Betrag von 12000 m. verbraucht. Bedmann ist ferner beiden Jahre in der Höhe von 2721 894 M. stehen an Ausgaben bekannt, daß nur noch wenige Tausend Mark im Fonds vorhanden haben deshalb auch kein Interesse an der Errichtung gemein­2253 192 Mt. gegenüber. Das Unterstübungswesen er- find. Für die drei noch lebenden Opfer muß dieser Betrag rejer- nüßiger Arbeitsnachweise. forderte im Laufe des letzten Jahres einen Mehraufwand von viert bleiben, um im Notfalle sie unterstüßen zu fönnen. In Ostpreußen ist der Ostpreußische Arbeitsnachweisverband nahezu 100 000. t. Jedes Mitglied hat im Durchschnitt 10 Mt. Ich habe auch bereits unterm 8. Oktober 1912 Beckmann mit- bemüht gewesen, einen Zentralarbeitsnachweis für das Gastwirts­an Unterstübung zurückerhalten. Der höchste Posten unter den geteilt, falls er sich in außerordentlicher Notlage befände oder er- gewerbe zu schaffen, um das Personal aus den Klauen der privaten Ausgaben ist der für Krankenunterstüßung. Diefer betrug 1912 werbsunfähig sei, er nur einen Antrag auf Unterstützung an Un- Stellenvermittler zu befreien. Doch die Bemühungen haben bis­191 539 Mt. und 1913 243 488. Die Arbeitslosenunterstüßung terzeichneten einzureichen brauche. Wenn feine Notlage durch die her zu einem Ergebnis nicht geführt. Interessant ist, was dara erforderte für die Hauptkasse in beiden Jahren einen Aufivand entscheidende Instanz anerkannt würde, ständen ihm jederzeit über foeben erschienenen Geschäftsbericht des Ost­bon 50 498 M.( 1912 nur 23 730 Mt.). Die Streifunterstüßung Mittel aus dem Fonds zur Verfügung. preußischen Arbeitsnachweisverbandes über das Jahr 1913 gesagt ist, ebenso wie die für Rechtsschuß und Maßregelung, etwas zurüd- Aus meinen Ausführungen geht wohl zur Genüge hervor, daß wird. Es heißt darin: gegangen. Von 40 304 M. im Jahre 1912 ist die Summe im Bedmann bis heute wegen seiner Ansprüche an den Unterſtüßungs­Jahre 1913 auf 33 10. Mt. gefallen. fonds Unrecht nicht geschehen ist. Dies zur Steuer der Wahrheit unter größter Echonung der Persönlichkeit Beckmanns. Dortmund , den 23. Mai 1914. Mag König.

irre.

Aus den Organisationen.

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Soziales.

an=

Die durch den behördlichen Gebührentarif vom 1. April 1911 für die Stellenvermittelung im Gastwirtsgelverbe festgesetzten Ge­Die Lohnbewegungen find an Zahl etwas zurück­bühren sind recht hohe. Nach§ 5 des Stellenvermittlergesebes vom gegangen. Hier macht sich unzweideutig die Krise bemerkbar. Ob­2. Juni 1910 haben die Stellenvermittler, wenn Arbeitgeber und wohl die Gemeinde und Staatsbetriebe infolge ihrer Monopol­Arbeitnehmer ihre Tätigkeit in Anspruch nehmen, die Gebühren stellung hiervon nur wenig berührt werden, versuchen doch viele von beiden Teilen je zur Hälfte zu erheben. Nun haben im Gast­Stadt- und Staatsbehörden aus diesen ungünstigen Verhältnissen wirtsgewerbe seit seher die Arbeitnehmer die Kosten der Stellen= eine Niederhaltung der Lohn- und Arbeitsbedingungen ihrer Ar­vermittelung zu tragen gehabt, und daran hat auch die erwähnte beiter abzuleiten. Als Beweis hierfür können die vielen Lohn- Der sozialdemokratische Verein Essen hielt am Sonntag Bestimmung des Stellenvermittlergefeßes nichts zu ändern ver­bewegungen, die zur Abwehr von Verschlechterungen geführt seine Kreisfonferenz ab. Anfang April 1913 betrug der Mitglieder mocht. Die Stellenbermittler verzichten einfach auf die Erhebung werden mußten, angeführt werden. In der Berichtsperiode wur- stand 5139, davon 1238 weibliche Mitglieder. Am 31. März 1914 der Gebührenhälfte des Arbeitgebers und begnügen sich mit jener den 630 Bewegungen in 273 Orten mit 1884 Betrieben und 194 705 waren vorhanden 5887 Mitglieder, davon 1449 weibliche. Allein des Arbeitnehmers. In dieser Geschäftspraris, die allein eine Be­beteiligten Personen geführt. Die allermeister Lohnbewegungen, durch die Abreise verlor die Organisation im letzten Jahre 1156 laftung der Gehilfen zur Folge hat, und geradezu als eine Um­97,9 Proz., wurden friedlich erledigt. Nur 2,1 Proz. entfallen Mitglieder. In der roten Woche wurden 1119 Neuaufnahmen( bei gebung im Sinne der genannten Bestimmung des Stellen­auf Streits und Aussperrungen. Die Erfolge sind sehr wesentlich, fofortiger Zahlung von 50 Pf. Eintrittsgeld und 50 f. für einen vermittlergesebes angesehen werden muß, werden die Stellen besonders die im Jahre 1913 erzielten. Dieses Jahr steht mit Monatsbeitrag) gemacht. Der effettive Mitgliederzuwachs beträgt bermittler leider durch die zu hohe Gebührenfestjebung im behörd­ſeinen Erfolgen an zweiter Stelle seit Bestehen des Verbandes. 752 Mitglieder, davon 211 weibliche. Die Beitragsleistung hat sich lichen Gebührentarif unterstützt. Solange die Gajvirte die Ver­Die insgesamt durch die Lohnbewegungen erzielte Arbeitszeit im Berichtsjahr erheblich gebeffert. Auch Preffe, Bildungstätig- mittelung ihres Personals beim gewerbsmäßigen Stellenvermittler berkürzung beläuft sich für beide Jahre auf 2% Millionen Arfeit usw. nehmen eine zufriedenstellende Entwicklung, trop des unentgeltlich erhalten, haben sie fein Interesse an einer Arbeits­beitsstunden pro Jahr für 15 202 Personen. Die erkämpfte Lohn- Zentrums und der Wirtschaftsfriedlichen. vermittelung, wie der von uns in Vorschlag gebrachten......