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China als sicherheitspolitischer Akteur
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INTERNATIONALE POLITIKANALYSE China als sicherheitspolitischer Akteur ARBEITSKREIS INTERNATIONALE SICHERHEITSPOLITIK Oktober 2011 Es gibt bislang keine sicherheitspolitischen Konflikte zwischen Europa und China. Dennoch bleiben sicherheitspolitische Interessen der EU und ihrer Mitgliedsländer von den aktuellen Entwicklungen in der chinesischen Außen- und Sicherheitspolitik nicht unberührt. Dies gilt besonders vor dem Hintergrund der globalen und regiona­len Machtverschiebungen, die mit Chinas wirtschaftlichem und militärischem Auf­stieg einhergehen. Davon ist auch die NATO betroffen, die aktuell eng mit Russland kooperiert und sich in Zukunft auch stärker mit China befassen muss. Bislang ist unklar, welche Motive China in der eigenen Region sowie international verfolgt und ob diese in eine sicherheitspolitische Gesamtstrategie eingebettet sind. Grundsätzlich lässt sich aber feststellen: Es gibt ein Spannungsverhältnis zwischen dem außenpolitischen Konzept der»Har­monischen Welt« und den von wachsendem Selbstbewusstsein getriebenen Ambi­tionen Chinas zum internationalen Aufstieg. Die von China selbst deklarierte defensive Außen- und Sicherheitspolitik wird von den USA sowie von Chinas Nachbarländern deutlich anders wahrgenommen. China muss aufgrund der ständigen Gefahr der Destabilisierung einiger Regionen einen großen Teil seiner militärischen und sicherheitspolitischen Aufmerksamkeit auf interne Probleme konzentrieren. Daher wird die Fähigkeit zur internationalen Machtprojektion sowie zur Übernahme von mehr globaler Verantwortung weiterhin eingeschränkt bleiben.