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Frankreich : Lehren aus den "offenen Vorwahlen" der Parti Socialiste vom 9. und 16. Oktober 2011
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PERSPEKTIVE| FES Frankreich: Lehren aus den»offenen Vorwahlen« der Parti Socialiste vom 9. und 16. Oktober 2011 LAURENT BOUVET Oktober 2011 n François Hollande wurde am 16. Oktober in einer von der Parti Socialiste(PS) organisierten Stichwahl mit rund 57 Prozent der Stimmen gegen Martine Aubry, Parteivorsitzende der PS, die 43 Prozent erreichte, zum Präsidentschaftskandidaten der Sozialistischen Partei für 2012 gewählt. n Für die PS waren die»offenen Vorwahlen« ein Erfolg. Zum ersten Mal in der Ge­schichte der politischen Parteien Frankreichs fanden derartige Vorwahlen statt. Es ist gelungen, die Anhänger der Linken über den engen Kreis der PS-Parteimitglieder hinaus zu mobilisieren. Dem jetzt gewählten Kandidaten für die Präsidentschafts­wahl im Jahr 2012 wurde dadurch eine große Legitimität verliehen. n Bis zu den Präsidentschaftswahlen wird sich die PS jedoch mit mehreren Problemen beschäftigen müssen, insbesondere mit der Zusammenführung der verschiedenen Strömungen des französischen Sozialismus. Darüber hinaus muss ein größerer Teil der potenziellen Linkswähler mobilisiert werden. Auch wird die Partei darüber ent­scheiden müssen, wie künftig Kandidaten ausgewählt werden und welchen Einfluss dies auf die Parteistruktur hat.