PERSPEKTIVE| FES NIGERIA Das Gespenst Boko Haram Nigeria nach dem Anschlag auf die UN-Zentrale Thomas Mättig Oktober 2011 n Der Selbstmordanschlag auf die Zentrale der Vereinten Nationen in Nigerias Hauptstadt Abuja markiert eine neue Dimension des Terrorismus in dem ölreichen Staat. Regierung und Sicherheitskräfte wirken trotz zur Schau gestellter Entschlossenheit hilflos. n Informationen über die islamistische Sekte»Boko Haram«, die sich zu dem Anschlag bekannt haben soll, sind spärlich. Ihre Entwicklung zur international vernetzten Terrororganisation ist nicht hinreichend belegt. Das Bekenntnis ist mit Vorsicht zu behandeln. n Die Regierung muss dringend Perspektiven für die Bevölkerung, insbesondere im verarmten Norden des Landes, schaffen und die korrupten und ineffizienten Sicherheitskräfte reformieren. Die bisherige Strategie der»harten Hand« gegen Gewalt aus Nigerias Peripherie ist gescheitert.
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Das Gespenst Boko Haram : Nigeria nach dem Anschlag auf die UN-Zentrale
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