PERSPEKTIVE Die schwedische Piratenpartei LINDA LARSSON Oktober 2011 Die Schwedische Piratenpartei ist aus einer Bewegung entstanden, die den etablieren Parteien nicht zutraute, mit der Internetpolitik umzugehen und sie zu begreifen. Dennoch ist die Partei nicht als klassische Protestpartei zu sehen. Es sind vor allem die bisher eingegrenzten Sachfragen, die die Wählerschaft der schwedischen Piratenpartei ansprechen. Wahlerfolge konnte die schwedische Piratenpartei vor allem bei der Europawahl 2009 erzielen, als sie 7,1 % der Stimmen holte. Bei der Reichstagswahl 2010 erreichte sie nur 0,65 % der Stimmen und auf kommunaler bzw. regionaler Ebene ist sie bislang nicht vertreten. Die schwedischen Piraten haben begonnen, sich sachpolitisch weiterzuentwickeln. Doch eine Einigung auf Sachfragen und Sachbereiche bedeutet auch eine Abweichung von der bisherigen Politik, die u.a. beinhaltete, sich weder in klassischen Umverteilungsfragen noch rechts oder links zu positionieren. Es bleibt bislang offen, welche Richtung die Partei einschlagen wird.
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