PERSPEKTIVE Die Wahrnehmung der Euro- und Finanzkrise aus polnischer Sicht Rafał Wo ś November 2011 n Polen konnte als einziges EU-Land in der Wirtschaftskrise nach 2008 positive Wachstumsraten beibehalten. Der Finanzsektor erwies sich als robust, der relativ geringe Grad der Verflechtung mit den westlichen Finanzmärkten als Vorteil. n Die Tatsache, dass sich Polen dank eigener Reformen und Anstrengungen zu einem ökonomisch und politisch relevanten EU-Akteur entwickelt hat, prägt die Wahrnehmung der Griechenland- und Euro-Krise in der Öffentlichkeit. Diese ist von wenig Empathie für die»Südländer« geprägt. n Die Wahrnehmung des Euro und der EU hat sich in der Krise verändert. Weder die öffentliche Meinung noch die Funktionseliten betrachten im Moment einen EuroBeitritt des Landes als opportun. Gleichzeitig schwindet der Optimismus, dass Polen durch eine zweite Krisenwelle ebenso unbeschadet kommen würde wie durch die erste Krisenwelle 2008/2009.
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