PERSPEKTIVE| NETZWERK SICHERHEITSPOLITIK SUBSAHARA AFRIKA Entfremdung zwischen Europa und Afrikanischer Union? Zeit für ein politischeres Verständnis der Afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur(APSA) Manfred Öhm, Arne Schildberg, Sebastian Sperling November 2011 n Die jüngsten Härtetests für die Afrikanische Union(AU), insbesondere in der Côte d‘Ivoire und in Libyen, haben die Grenzen der Afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur (APSA) und insbesondere das Fehlen nicht-militärischer Instrumente des Konfliktmanagements aufgezeigt. n Deutlich wurden vor allem die entscheidende Bedeutung der außen- und sicherheitspolitischen Interessen der AU-Mitgliedsstaaten sowie die Friktionen zwischen der AU und den regionalen Wirtschaftsgemeinschaften(RECs). Die Herausforderungen der APSA sind nicht allein technischer, sondern zuallererst politischer Art, und müssen als solche behandelt werden. n Insbesondere in der Libyen-Frage haben sich Europa und die AU voneinander entfernt. Die NATO-geführte Militärintervention hat afrikanische Interessen und Bedenken ignoriert und die APSA weitgehend marginalisiert. Um kontinentale und regionale Mechanismen zur Förderung von Frieden, Sicherheit und Demokratie zu stärken, muss Europa den außen- und sicherheitspolitischen Dialog mit der AU, den RECs und AU-Mitgliedsländern deutlich intensivieren.
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Entfremdung zwischen Europa und Afrikanischer Union? : Zeit für ein politischeres Verständnis der Afrikanischen Friedens- und Sicherheitsarchitektur
(APSA)
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