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Zukunft sichern : nachhaltiges Wirtschaften als Herausforderung für den Mittelstand
Entstehung
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Dezember 2011 Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik direkt Zukunft sichern: Nachhaltiges Wirtschaften als Herausforderung für den Mittelstand Tobias Engelmann 1 , Christa Liedtke 2 , Holger Rohn 3 Auf einen Blick Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet, die wirt­schaftlichen, gesellschaftlichen und natürlichen Grundlagen des Wirtschaftens und des Lebens an sich langfristig zu erhalten. Kleine und mittlere Unternehmen(KMU) sind wichtige Orte für die Umsetzung von Nachhaltigkeit, da sie auf genera­tionenübergreifenden Werterhalt ausgelegt sind, mit ihren kurzen Entscheidungswegen flexibel reagieren können und vielfältige Möglichkeiten der Beteiligung von Beschäftigten bieten. Ohne diese Beteiligung ist nachhaltiges Wirtschaften kaum denkbar: Zum einen sind Innovationen in Gestalt marktfähiger und umweltschonender Produktionsverfahren und Produkte ohne die Kompetenz der Beschäftigten nicht möglich, zum anderen liegt eine wichtige Aufgabe der Arbeitnehmervertretungen darin, soziale Aspekte in das Management von Nachhaltigkeit einzu­bringen, um eine Engführung auf wirtschaftli­chen Erfolg und Umweltschutz zu verhindern. Wenn sie von politischer Seite durch die richti­gen Rahmenbedingungen unterstützt werden, schaffen es Unternehmen und ihre Beschäftigten, Nachhaltigkeit zu einem umfassenden Produktivi­tätsfaktor zu machen, von dem alle profitieren. Nachhaltigkeit als Kapitalerhaltung Der Gedanke der Nachhaltigkeit ist in der Forstwirt­schaft seit dem 18. Jahrhundert etabliert(Nicht mehr Holz einschlagen als nachwächst). Heute wird meist die Definition der UN-Brundtland-Kom­mission von 1987 herangezogen(Bedürfnisse der Gegenwart befriedigen, ohne zu riskieren, dass künf­tige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.). Immer geht es dabei um den Erhalt und die langfristige Weiterentwicklung von Kapital nicht nur im klassischen Sinne des öko­nomischen Kapitals, sondern auch im integrierten Sinne des ökologischen und sozialen Kapitals: Soziales Kapital bedeutet z. B., dass die Arbeits­kraft, das Wissen und die Fähigkeiten der Men­schen zu den zentralen Grundlagen jeder wirt­schaftlichen Tätigkeit zählen und dass diese Res­source keinesfalls vermindert werden darf, son­dern erhalten und entwickelt werden muss. Zum sozialen Kapital zählen weitere wichtige Grund­lagen des Wirtschaftens wie u. a.(Rechts-)Sicher­heit, Gesundheit, Meinungsfreiheit, Teilhabe, Le­gitimität, Vertrauenswürdigkeit oder das Vor­handensein eines funktionierenden Bildungs­systems Errungenschaften, die sowohl in unter-