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Neue Wege im Kampf gegen den Hausärztemangel : gesundheitliche Versorgung für die Zukunft sichern!
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Nr. 2 . Januar 2012 S pu ta n n kt d Diskussionsimpulse und Konzepte des Landesbüros Hessen der Friedrich-Ebert-Stiftung Neue Wege im Kampf gegen den Hausärztemangel Gesundheitliche Versorgung für die Zukunft sichern! Hans-Joachim Schade* AUF DEN PUNKT GEBRACHT Hausärztinnen und Hausärzte als Einzelkämpfer sind kein Modell für die Zukunft. Insbesondere die neue Genera­tion der Hausärzteschaft schätzt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und scheut das finanzielle Risiko einer tradierten Selbstständigkeit. Die für die nächsten 20 Jah­re angesagte demografische Veränderung des ländlichen Raumes mit Abwanderung ist für tradierte Freiberuflich­keit nicht mehr planbar. Die Bereitstellung gesundheit­licher Versorgung ist ein zentraler Aspekt der Daseinsvor­sorge. Kommunen müssen deshalb für die gesundheitliche Versorgung frühzeitig und vorsorglich Initiativen ergrei­fen. Sie müssen neben den ihnen in Zukunft zugestande­nen Kompetenzen Impulse im Dialog mit Hausärztinnen und Hausärzten und allen anderen Leistungserbringern für mehr Kooperation geben. Die Fragen, auf welche es zeitnah eine Antwort braucht sind die, wie die gesund­heitliche Versorgung zukünftig aussehen kann, welche Anforderungen dies an die Ärzteschaft stellt und welche Rolle die Kommunen oder das Land dabei übernehmen können und müssen und welche Kompetenzen dafür erforderlich sind. * Die Ausführungen und Schlussfolgerungen sind vom Autor in eigener Verantwortung vorgenommen worden. 80 Prozent der frei werdenden Hausarztsitze bis 2020 können nicht nachbesetzt werden Deshalb muss sich auch jede und jeder mit der unange­nehmen Wahrheit auseinandersetzen, die bisher noch nicht im vollem Umfang in das Bewusstsein der Öffent­lichkeit gedrungen ist: Einer zunehmenden Anzahl an älteren und kranken Menschen werden, wenn nichts passiert, innerhalb der nächsten zehn Jahre deutlich we­niger Hausärztinnen und Hausärzte zur Verfügung stehen als benötigt. Das Interesse des hausärztlichen Berufs­nachwuchses an der tradierten Betreuung kranker Men­schen mit fünf Kontakten pro Quartal in einer Einzel­praxis hat einen Tiefstand erreicht. Zusätzlich zu einem Rückgang der Medizinstudentinnen und Medizinstu­denten mit dem BerufswunschHausarzt 1 sind 50 Prozent der Hausärzte über 55 Jahre alt und geben bis 2020 ihre hausärztliche Tätigkeit auf. 2 Geld ist für die Ärzteschaft zudem kein entscheidender Motivationsfaktor mehr. 3/4 Immer mehr Hausärztinnen und Hausärzte können sich aber vorstellen, in Teilzeitfunktion und/oder in angestell­ter Rolle ohne Verantwortung für Verwaltung, Investi­tionen etc. ärztlich tätig zu sein. Dies ist absehbar trotz aller Förderung ärztlichen Nachwuchses und finanzieller Anreize die Realität der nächsten zehn Jahre. Dies bedeutet, die Hälfte der verbleibenden Hausärz­tinnen und Hausärzte müsste mit neuen Versorgungs­strukturen und in Benehmen mit einer informierten Be­völkerung, die dies unterstützt, einen neuartigen, diese