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Wachstum durch Ausbau sozialer Dienstleistungen
Entstehung
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Februar 2012 Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik direkt Wachstum durch Ausbau sozialer Dienstleistungen Michael Dauderstädt 1 Auf einen Blick Soziale Dienstleistungen werden gern als eine Belastung der Wirtschaft angesehen, deren Kosten von anderen,wirklich produktiven Wirtschaftszweigen zu tragen seien. Tatsächlich führt ein Ausbau sozialer Dienste zu mehr Wachstum durch zusätzliche Beschäftigung und höhere Produktivität und zu höherem Wohlstand, da er gesellschaftliche Bedarfe deckt. Für ein Expansionsszenario in den Bereichen Pflege, Kinderbetreuung und häus­liche Dienste errechnete die Prognos AG im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung einen Wachstumsimpuls von etwa einem Prozent des Bruttoinlandsprodukts mit 667.000 zu­sätzlichen Arbeitsplätzen. Der Anteil der Dienstleistungen an der Wertschöp­fung und Beschäftigung nimmt tendenziell in Deutschland wie in anderen(ehemaligen) Industrie­ländern zu. Dieses Wachstum entspricht einem er­höhten Bedarf, der sich in höheren Ausgaben der privaten Haushalte(und des Staates) ausdrückt. Die Dienstleistungen sind nur zum Teil marktbestimmt, da sich der Bedarf auch und vielleicht sogar zuneh­mend auf öffentliche Dienstleistungen richtet. Die Haushalte befriedigen ihren Bedarf also teils durch unmittelbare Nachfrage auf dem Markt und teils durch Ansprüche an den Staat, die sie mit ihren Steuern und Abgaben finanzieren. Dieser Struktur­wandel wird auch durch ein relativ hohes Produk­tivitätswachstum in der Güterproduktion erleich­tert, das einerseits Arbeitskräfte aus der Industrie für eine Beschäftigung im tertiären Sektor freisetzt, andererseits aber auch die relativen Preise für Fer­tigwaren senkt und so Kaufkraft für Dienstleistun­gen schafft. 2 Ein Expansionsszenario für soziale Dienste Die wachsende Nachfrage nach Dienstleistungen betrifft viele Bereiche wie Bildung, Gesundheit und Pflege. In Zukunft wird insbesondere die profes­sionelle Pflege pflegebedürftiger Menschen den Ar­beitsmarkt stark beanspruchen. Aber auch bei an­deren sozialen Dienstleistungen wie beispielsweise