1| 2012 Impulse gegen Rechtsextremismus Rechtsextremismus und Arbeitswelt: Ausstiege, Einstiege, Interdependenzen * Einleitung „Einmal Neonazi, immer Neonazi?“, fragte Professor Dr. Tore Bjørgo von der Norwegischen Polizeiakademie in seinem Impulsvortrag bei der Fachkonferenz der FriedrichEbert-Stiftung(FES) zum Thema„Rechtsextremismus und Arbeitswelt: Ausstiege, Einstiege, Interdependenzen“. Auf der Tagung wurde klar: Einfache Antworten gibt es auf diese Frage nicht. Die Motive, sich gewaltbereiten Gruppen anzuschließen oder sich von ihnen zu lösen, seien viel zu komplex und unterschiedlich, sagte Bjørgo. Dennoch gäbe es eine Gemeinsamkeit: Die berufliche Perspektive habe einen erheblichen Einfluss auf Form und Wahrscheinlichkeit eines Einstiegs in oder eines Ausstiegs aus militanten Milieus und terroristischen Strukturen. Rechtsextremismusforscher/innen, Präventionsexperten/innen, Ausstiegsbetreuer/innen, Journalisten/innen und Politiker/innen aus Norwegen, Schweden, Italien, Ungarn und Deutschland diskutierten am 30. November 2011 in den Räumen der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin über die Interdependenzen zwischen Arbeitswelt und Rechtsextremismus. Sie analysierten Mitmachmotive, reflektierten Ausstiegshilfen und konkretisierten Möglichkeiten der Prävention. Dieses Projekt wird gefördert von: Die Vortragenden und Workshopleiter/innen waren: • Dr. Ralf Melzer, Leiter des Projekts„Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus“, Friedrich-Ebert-Stiftung, Berlin • Thomas Becker, Koordinator des XENOS-Sonderprogramms, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Bonn • Professor Dr. Tore Bjørgo, Norwegische Polizeiakademie/ Norwegisches Institut für internationale Beziehungen, Oslo • Professor Dr. Pal Tamas, Direktor des Forschungsinstituts für Soziologie, Akademie der Wissenschaft, Budapest • Claudio La Camera, Museo della N’drangheta, Reggio Calabria • Pelle Candal, EXIT-Schweden, Stockholm • Bernd Wagner, EXIT-Deutschland, Berlin • Frank Jansen, Journalist, Der Tagesspiegel, Berlin • Shelly Kupferberg, Journalistin(Moderation), Berlin • Fabian Wichmann, EXIT-Deutschland, Berlin • Rainer Heidenreich, Landesjugendamt Rheinland-Pfalz, Sonderprogramm gegen Rechtsextremismus, Mainz • Reinhard Koch, ARUG/Zentrum Demokratische Bildung, Wolfsburg • Anne Fischer, Drudel 11 e.V./Thüringer Beratungsdienst für Eltern, Kinder und Jugendliche – Ausstieg aus Rechtsextremismus und Gewalt, Jena • Samuel von Frommanshausen, CJD Waren/Projekt„Jump!“, Waren(Müritz) • Michél Murawa, CJD Waren/Projekt„Jump!“, Waren(Müritz) * Zusammenfassung der Konferenz vom 30.11.2011 in der Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin Forum Berlin Impressum| Herausgegeben von Dr. Ralf Melzer, Friedrich-Ebert-Stiftung, FORUM BERLIN| Text: Andreas Speit| Redaktion: Sebastian Serafin, Dr. Ralf Melzer| Lektorat: Barbara Engels| Fotos: Raphael Hünerfauth| Layout: Pellens Kommunikationsdesign GmbH, Bonn|© Friedrich-Ebert-Stiftung 2012| Hiroshimastraße 17| 10785 Berlin| Telefon+49(0) 30 26935-7309| Fax+49(0) 30 26935-9240| ISBN 978- 3- 86498-113- 5| www.fes-gegen-rechtsextremismus.de FES GEGEN RECHTS EXTREMISMUS
Druckschrift
Rechtsextremismus und Arbeitswelt : Ausstiege, Einstiege, Interdependenzen
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten