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(Un-)Sicherheitsfaktor Atombombe : eine Analyse der Krise um das iranische Nuklearprogramm
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INTERNATIONALE POLITIKANALYSE (Un-)Sicherheitsfaktor Atombombe Eine Analyse der Krise um das iranische Nuklearprogramm ANDREAS BOCK April 2012 Iran ist ein rationaler Akteur der internationalen Politik, der seine sicherheitspoli­tischen Entscheidungen auf Grundlage der wahrgenommenen Bedrohungssituation trifft. Iran befindet sich, dem Staate Israel durchaus vergleichbar, in einer prekären Sicher­heitslage; aus der Perspektive Teherans ist es daher durchaus rational, am Atompro­gramm als Mittel der Abschreckung und damit der Selbstverteidigung festzuhalten. Die Lösung der Iran-Krise hängt wesentlich davon ab, ob und inwieweit es gelingen wird, die Bedrohungswahrnehmung auf Seiten Irans zu verändern; den USA kommt hier eine Schlüsselfunktion zu. Ein Militärschlag gegen die iranischen Nuklearanlagen wäre kontraproduktiv; er würde das Atomprogramm lediglich verlangsamen, aber nicht dauerhaft verhindern. Tatsächlich würde ein Angriff in Teheran die Überzeugung stärken, dass eine ira­nische Atombombe als Mittel der Abschreckung und Selbstverteidigung notwendig ist. Für die Betrachtung der Iran-Krise ist die Wahrnehmung von Sicherheit und Unsicher­heit zentral. In der folgenden Analyse wird die Kuba-Krise als Blaupause verwendet, denn auch hier waren Fehlwahrnehmungen für die Eskalation verantwortlich. Bei näherer Betrachtung lassen sich wesentliche Parallelen zwischen der Krise um das iranische Atomprogramm und der Kuba-Krise feststellen.