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Vaterschaftsurlaub und der Anteil von Vätern an der Elternzeit in Island
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IN I T N E T R E N R A N T A I T O IO N N A A L L E E P P O O L L IT IT IK IK A A N N A A L L Y Y SE Vaterschaftsurlaub und der Anteil von Vätern an der Elternzeit in Island INGÓLFUR V. GÍSLASON November 2012 n Ausschlaggebend für eine grundlegende Reform der Elternzeit in Island waren gesell­schaftliche Debatten über die generelle Situation von Familien mit Kindern sowie über den Zusammenhang zwischen der ungleichen Arbeitsteilung innerhalb der Familien und den Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt. n Die Elternzeit Regelung in Island legt derzeit fest, dass Eltern innerhalb von 36 Mo­naten nach der Geburt des Kindes flexibel für maximal neun Monate Elternzeit neh­men können. n Die neun Monate sind dabei in drei Abschnitte von jeweils drei Monaten aufgeteilt: Jeweils einen nicht übertragbaren Abschnitt für den Vater und die Mutter. Der dritte Abschnitt kann zwischen den Eltern nach eigenen Wünschen aufgeteilt werden. n Durch die Einführung nicht übertragbarer Vätermonate im Rahmen der Elternzeit, hat sich der Anteil der Väter in Elternzeit in Island deutlich erhöht. Des Weiteren zeigen Studien, dass Väter im Zuge dessen ihre Arbeitszeit generell reduziert haben und nun mehr im Haushalt mitarbeiten. Auch die Geburtenrate ist generell gestie­gen. n Somit scheint allgemein eine Ausweitung der nicht übertragbaren Vätermonate der einfachste und schnellste Weg, die Gleichstellung von Männern und Frauen auf dem Arbeitsmarkt und in den Familien zu verbessern. In den meisten Ländern bedeutet dies aber eine radikale Veränderung und die Abkehr von Traditionen.