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Gewerkschaften in Japan
Entstehung
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STUDIE Die Gewerkschaften in Japan MASAHIKO DAIMON November 2012 n Erst 1989 wurde mit RENGO( Nippon Sōrōdō Kumiai Sōrengō Kai, Japanese Trade Union Confederation / JTUC-RENGO) in Japan ein einflussreicher, nationaler Gewerk ­schafts-Dachverband gegründet. RENGO hat heute 6,9 Millionen Mitglieder und den deutlich höchsten Organisationsgrad unter den japanischen Gewerkschaftsor ­ganisationen. n Der Organisationsgrad der japanischen Gewerkschaften sinkt seit den 1960er Jahren kontinuierlich. Vor allem die zunehmende Zahl von Arbeitnehmern in prekären Be ­schäftigungsverhältnissen(inzwischen mehr als 30 Prozent der Arbeitnehmerschaft) ist kaum gewerkschaftlich organisiert. n Die die Gewerkschaften betreffenden Gesetze garantieren das Koalitionsrecht, das Recht auf Abschlüsse von Tarifverträgen sowie das Streikrecht. Streiks werden in ers ­ter Linie auf Betriebsebene von den Betriebsgewerkschaften organisiert, welche auch unabhängig Tarifabschlüsse aushandeln können. Die sektoralen Gewerkschaftsorga ­nisationen und die nationalen Dachverbände spielen eher eine koordinierende Rolle. n Traditionell hatten die japanischen Gewerkschaften lange ein gutes Verhältnis zur Sozialistischen Partei Japans, einige Verbände standen eher der Demokratisch-Sozi ­alistischen Partei nah, andere der Kommunistischen Partei Japans. Nachdem sich die Sozialistische Partei in den 1990er Jahren auflöste, musste sich auch die Gewerk ­schaftsbewegung neu orientieren. Heute unterhält RENGO eine enge Beziehung zur Demokratischen Partei Japans(DPJ), die seit 2009 an der Regierung ist und in der eine Reihe von ehemaligen Sozialisten und Sozialdemokraten vertreten sind.