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Wir müssen draußen bleiben : aktuelle Länderstudien der Friedrich-Ebert-Stiftung analysieren Jugendarbeitslosigkeit in Europa ; ein detaillierter Blick auf die Hintergründe mit Beispielen aus Spanien, Deutschland, Italien, Frankreich und Polen
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STUDIE Wir müssen draußen bleiben Aktuelle Länderstudien der Friedrich-Ebert-Stiftung analysieren Jugendarbeitslosigkeit in Europa Ein detaillierter Blick auf die Hintergründe mit Beispielen aus Spanien, Deutschland, Italien, Frankreich und Polen n Die Schulden- und Wirtschaftskrise verstärkt zwar die Jugendarbeitslosigkeit in vie­len europäischen Ländern, aber sie ist nicht ihre strukturelle Ursache: Aktuelle wis­senschaftliche Länderstudien der Friedrich-Ebert-Stiftung(FES) aus 20 europäischen Staaten zeigen, dass einem wachsenden Teil der jungen Menschen in der EU schon seit Jahren der reibungslose Übergang von der Schule in eine unbefristete, regulär bezahlte Beschäftigung nicht mehr gelingt. n Statt schnell und nachhaltig auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen, verlieren in ganz Europa Jugendliche wertvolle Jahre in einem unbefriedigenden Hin und Her zwi­schen Ausbildung, Arbeitslosigkeit und prekären Jobs, das ihnen keine verlässliche Lebens- und Karriereplanung erlaubt. n Es ist ein Massenphänomen: Statt einer festen Arbeitsstelle finden viele 15- bis 24-Jährige auf den zunehmend deregulierten Arbeitsmärkten der EU nur unsichere Teilzeit- oder Aushilfsjobs oder befristete Stellen. Sie sind damit die Ersten, die bei konjunkturellen Schwankungen ihre Beschäftigung verlieren. n Auch die aktuelle Wirtschaftskrise trifft sie am härtesten: In den EU-Ländern sind durchschnittlich 22 Prozent der Jugendlichen arbeitslos, etwa doppelt so viele wie Erwachsene. Schleichend ist so aus einem Teil von Europas Jugend eine verlorene Generation geworden, der der Eintritt ins berufliche Leben immer schwerer ge ­macht wird.