PERSPEKTIVE Immigration und Integration im US-Präsidentschaftswahlkampf 2012 Transatlantische Perspektiven Spencer P. Boyer November 2012 n Demokraten und Republikaner streben eine Reform des Einwanderungsrechts an. Die Regierung Obama stellt hierbei sowohl die Durchsetzung bereits geltender Gesetze gegen sich illegal im Land aufhaltende Arbeitnehmer als auch Wege zu deren Legalisierung in den Mittelpunkt. Der Fokus der Republikaner liegt in erster Linie auf der Strafverfolgung und Eindämmung illegaler Einwanderung, einschließlich der Errichtung eines Zaunes entlang der gesamten US-mexikanischen Grenze. n Diese unterschiedlichen Ansätze der Präsidentschaftskandidaten zur Immigrationspolitik spiegeln die in den letzten Jahrzehnten immer größer werdende Kluft zwischen den Wertvorstellungen von Demokraten und Republikanern wider. In der Einwanderungsfrage ist diese Wertekluft heute größer als bei Fragen zu ethnischer Herkunft, Alter, Schichtzugehörigkeit oder Geschlecht. n Obwohl sich die migrationsbedingten Herausforderungen in Europa in vielerlei Hinsicht von denen in den Vereinigten Staaten unterscheiden, gibt es doch zahlreiche Ähnlichkeiten in der Art und Weise, wie die politischen Debatten zu diesem Thema die Wählerschaften in Europa spalten. Daraus könnten sich Chancen für ein größeres transatlantisches Verständnis und eine künftige Zusammenarbeit ergeben.
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Immigration und Integration im US-Präsidentschaftswahlkampf 2012 : transatlantische Perspektiven
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