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Die Krise im Norden Malis : aktuelle Lage, Ursachen, Akteure und politische Optionen
Entstehung
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STUDIE Die Krise im Norden Malis Aktuelle Lage, Ursachen, Akteure und politische Optionen Barbara Rocksloh-Papendieck| Henner Papendieck Dezember 2012 n Die drei nördlichen Verwaltungsregionen(Timbuktu, Gao, Kidal) befinden sich nicht durchgängig in der Gewalt der Islamisten. Die Lage in den drei Regionen stellt sich unterschiedlich dar. n Angesichts der tatsächlichen Lage im Norden Malis gibt es nicht die Alternative zwi­schen militärischem Vorgehen oder Verhandlung. Vielmehr gilt es, Verhandlungen anzustreben/zu führen und sich gleichzeitig auf militärische Operationen einzustel­len. Zu vermeiden ist, dass die militärische Option zu Lasten der politischen Lösung die Überhand gewinnt. Langfristig gibt es nur eine politische und keine militärische Lösung. n Militärisches Vorgehen im eigentlichen Norden des Landes(auf der linken Seite des Niger) kann nur mit den Tuareg gelingen, nicht gegen sie. Schon deshalb ist ein Ver­handlungsprozess zwingend. Erforderlich ist nicht eine große Invasion, sondern die schrittweise Einnahme und Konsolidierung oft kampflos aufgegebener strategischer Positionen. n Die Rebellen, die bis Januar 2012 Teil der malischen Streitkräfte waren, sind so weit wie möglich für die malische Seite zurückzugewinnen und in Sondereinheiten zu­sammenzufassen, die im Verein mit der malischen Armee operieren. Man braucht dafür eine Amnestie für Akte der Rebellion. n Die Strategie muss sein, die internationalen Terroristen, die extremen Islamisten und die Drogenschmuggler, mit anderen Worten: AQMI und MUJAO, als Feinde zu iso­lieren, zu schwächen und schließlich dauerhaft zu schlagen.