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Die globale Krise in Italien : Entstehung, Eigenart, Gefahren
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INTERNATIONALE POLITIKANALYSE Die globale Krise in Italien Entstehung, Eigenart, Gefahren Paolo Borioni, Ronny Mazzocchi Dezember 2012 n Italiens relativ stark exportorientierte Wirtschaft konnte sich bis zur weltweiten Fi­nanz- und Wirtschaftskrise nur mit Hilfe von Niedriglöhnen behaupten. Fehlende Investitionen in Innovationen, eine unzulängliche Wirtschaftspolitik sowie eine fehlende Gemeinschaftspolitik, die verschiedene Wettbewerbsniveaus in der EU hätte ausba­lancieren können, verhinderten eine tragfähige wirtschaftliche Entwicklung Italiens. n Diese Fragilität der italienischen Wirtschaftsstrukturen wurde erst mit dem Einsetzen der Rezession 2008 / 2009 deutlich. Die negativen wirtschaftlichen Aussichten für Italien in den kommenden Jahren werden für eine anhaltende skeptische Bewertung an den Finanzmärkten sorgen und die Verschlechterung der Konjunkturdaten wird auch 2013 zu einem Rückgang der Investitionen führen. n Der von der technokratischen Regierung unter Mario Monti seit November 2011 ein­geschlagene rigide Sparkurs führt das Land nicht aus der Rezession und trifft in erster Linie die unteren Einkommensschichten. Die massiven sozialen Folgen dieser Spar­politik sowie einseitige Schuldzuweisungen der italienischen Finanzelite in Richtung politischer Entscheidungsträger könnten das demokratische System delegitimieren. n Bei den Parlamentsneuwahlen in 2013 hat das Mitte-Links-Bündnis unter dem Spitzenkandidaten Pierluigi Bersani gute Chancen an die Regierung zu kommen.