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Eurobonds als Baustein einer Fiskalunion : Voraussetzungen und Ausgestaltungsmöglichkeiten unterschiedlicher Varianten
Entstehung
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INTERNATIONALE POLITIKANALYSE Eurobonds als Baustein einer Fiskalunion Voraussetzungen und Ausgestaltungsmöglichkeiten unterschiedlicher Varianten PHILIPP STEINBERG UND CAROLINE SOMNITZ Februar 2013 Ein einheitliches Konzept zur Einführung von Eurobonds existiert nicht. Stattdessen besteht eine konzeptionelle Vielfalt, die Gemeinsamkeiten, aber auch große Unter­schiede aufzeigt. Es können drei Grundkategorien von Gemeinschaftsanleihen, die sich nach Art der Haftung sowie dem Umfang der Substitution der nationalen Anlei­heemission unterscheiden, identifiziert werden. Zu unterscheiden ist zwischen einer Vollvergemeinschaftung von Schulden, einer gemeinschaftlichen Besicherung ausschließlich eines Teils der Schulden sowie»tech­nischen« Konzepten, welche keine gemeinschaftliche Haftung befördern, aber den­noch Vorteile gegenüber nationalstaatlicher Anleiheemission bieten wollen. Die politischen Widerstände gegen ein gemeinschaftliches Schuldenmanagement in Europa sind groß, die Auswirkungen einer großvolumigen, gemeinschaftlichen Haftung unzureichend evaluiert und neue politische Governance-Strukturen noch im Aufbau begriffen. Denkbar wäre jedoch eine schrittweise Einführung von Euro­bonds, beginnend mit nach Art und Umfang begrenzten Varianten. Eine stärkere ge­meinschaftliche Haftung wird im Zuge einer institutionellen Weiterentwicklung der Europäischen(Währungs-)Union hin zu einer Fiskalunion unabdingbar sein. Deshalb ist eine Versachlichung der Debatte um Eurobonds dringend notwendig.