PERSPEKTIVE Ecuador – Zwischenbilanz der»Bürgerrevolution« WOLF GRABENDORFF März 2013 n Die Wahlergebnisse vom 17. Februar 2013 haben dem politischen Projekt der Regierung Correa eine Legitimation verliehen, wie sie noch keinem Präsidenten des Landes zuteilwurde. Die von ihm 2007 eingeleitete»Bürgerrevolution« gilt jetzt als zumindest bis 2017 gesichert. n Die Popularität des Präsidenten geht vor allem auf die Modernisierung und Ausweitung des Staatsapparates zurück. Daneben haben umfangreiche Steigerungen der Sozialleistungen, die politische Stabilität, sozialer Wandel und eine direkte Ansprache der Wähler zu den erstaunlichen Zustimmungsraten des Präsidenten beigetragen. n Die zersplitterte Opposition muss aufgrund der Zweidrittelmehrheit der Regierungspartei in der neuen Nationalversammlung mit noch geringeren Einflussmöglichkeiten als bisher rechnen. n Die von Präsident Correa angekündigte weitere Verfassungsreform dient der Stärkung seines politischen Modells bis hin zur Unumkehrbarkeit. Strukturreformen, die vor allem für die wirtschaftliche und technologische Entwicklung Ecuadors vorgesehen sind, nehmen wenig Rücksicht auf die Rechte von Minderheiten und gehen zulasten der Umwelt. Konflikte mit der Zivilgesellschaft und den indigenen Bewegungen sind damit vorprogrammiert.
Download single image
avaibable widths