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Die Gewerkschaften in Spanien : Organisation, Rahmenbedingungen, Herausfoderungen
Entstehung
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STUDIE Die Gewerkschaften in Spanien Organisation, Rahmenbedingungen, Herausforderungen HOLM-DETLEV KÖHLER& JOSÉ PABLO CALLEJA JIMÉNEZ Juni 2013 n Spanien ist ein Schulbeispiel für die Instrumentalisierung der massenhaften Angst vor der Arbeitslosigkeit für einen neoliberalen Umbau der Arbeitsbeziehungen im Sinne von Lohnkürzungen, Arbeitszeitverlängerungen, Aushöhlung des Flächentarif­vertrages, Schwächung der Gewerkschaften und Deregulierung des Arbeitsmarktes. n Die im Verlaufe des Beschäftigungsbooms(1994 –    2  007) erlebte Konsolidierung der spanischen Gewerkschaften wird durch die Krise vor neue Herausforderungen gestellt. n Die Gewerkschaften verfügen in der andauernden Krise seit 2008 über keine wirk­samen Instrumente zur Sicherung der Beschäftigung, Einkommen und Arbeitneh­merrechte und erleiden eine Schwächung infolge der Arbeitsmarktreformen(2010 und 2012) und sozialen Kürzungen. n Strukturwandel und Beschäftigungsabbau werden in Spanien noch längere Zeit an­halten und gewerkschaftliche Schlüsselunternehmen und-sektoren wie die Flugge­sellschaften, Banken und Sparkassen erleiden einen starken Arbeitsplatzabbau. n Die Krise der Demokratie in Spanien und die Heterogenisierung des sozialen Protests haben die Gewerkschaften in eine zwiespältige Lage gebracht: Auf der einen Seite sind sie zentrale Protestbewegung und soziale Opposition gegen die neoliberale Poli­tik; auf der anderen Seite sind sie Teil des politischen Systems und seiner Institutionen und werden von vielen zivilgesellschaftlichen Protestbewegungen dafür kritisiert.