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Das Alter wird bunter : Lebenslagen älterer Menschen mit Migrationshintergrund und Handlungsbedarfe für Politik und Gesellschaft
Entstehung
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August 2013 Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik direkt Das Alter wird bunter Lebenslagen älterer Menschen mit Migrationshintergrund und Handlungsbedarfe für Politik und Gesellschaft Elke Olbermann 1 Auf einen Blick Vor dem Hintergrund der wachsenden Zahl älterer Menschen mit Migrationshintergrund stellen die Berücksichtigung migrationsgepräg­ter Lebenslagen im Alter und die gezielte Ausein­andersetzung mit den spezifischen Bedarfen und Bedürfnissen älterer zugewanderter Menschen eine zunehmend dringlicher werdende Aufgabe für Politik und Gesellschaft dar. Obwohl die Herausforderungen des Alterns in der Migration in Deutschland seit längerem diskutiert werden und diesbezügliche Konzepte vorliegen, besteht weiterhin erheblicher Handlungsbedarf, um sozialen Benachteiligungen älterer Migran­tinnen und Migranten entgegenzuwirken, eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermög­lichen und eine selbstbestimmte Lebens­gestaltung im Alter zu fördern. Im Vergleich zur einheimischen Bevölkerung ist die Altersstruktur der Migrantenbevölkerung zwar ins­gesamt deutlich jünger, aber auch bei der Bevölke­rung mit Migrationshintergrund ist ein Alterungs­prozess erkennbar, der sich in den nächsten Jahren verstärkt fortsetzen wird. Aktuellen Modellrechnun­gen zufolge wird sich der Anteil der 65-Jährigen und Älteren in der Migrantenbevölkerung von 8,4 Pro­zent(im Jahr 2007) bis zum Jahr 2032 auf 15,1 Pro­zent erhöhen, und die absolute Zahl der Älteren mit Migrationshintergrund wird von ca. 1,4 Millionen (im Jahr 2007) auf ca. 3,6 Millionen(im Jahr 2032) ansteigen. 2 Ältere zugewanderte Menschen gehören damit zu den am schnellsten wachsenden Bevölke­rungsgruppen in Deutschland. Die insgesamt zu­nehmende ethnische und kulturelle Vielfalt der Bevölkerung schlägt sich damit vermehrt auch in der Altenbevölkerung nieder. Daraus ergeben sich besondere Herausforderungen an der Schnittstelle von Integrations- und Seniorenpolitik. Grundsätzlich gilt, dass die ältere Migrantenbe­völkerung sehr heterogen ist. Unterschiede in den Herkunftskontexten, den Migrationsmotiven, der Aufenthaltsdauer, den Lebensumständen und Erfah­rungen im Einwanderungsland schlagen sich in einem weiten Spektrum von Lebenslagen und Le­bensstilen nieder. 3 Zwar werden ältere Migrantinnen