November 2013 Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik direkt Inklusion: In der dualen Berufsausbildung kann sie gelingen Klaus Heimann 1 Auf einen Blick Die duale Berufsausbildung ist ein herausragendes Basisqualifikationssystem. Ihre Leistungsfähigkeit gilt es deshalb weiter zu steigern. Ohne zusätzliche Anstrengungen und Maßnahmen werden am Ende des Jahrzehnts Fachkräfte 2 fehlen. Für die Wirtschaft bedeutet dieses Szenario nur eins: Sie muss sich noch stärker als bisher geringqualifizierten Jugendlichen zuwenden und ihnen eine Ausbildungschance geben. Sollen alle Jugendlichen, die die Schulen verlassen, eine Berufsausbildung erhalten, dann hat das seinen Preis. In den sechziger Jahren störte es niemanden, dass 20 bis 30 Prozent einer Abgangsklasse als ungelernte Kräfte in den Arbeitsmarkt einstiegen. Das traditionelle, inzwischen abgelöste Modell der Arbeit in Deutschland beruhte auf Anlernung. Inzwischen mutierten die alten Arbeitskonzepte und es gab eine Welle der Verberuflichung vieler Tätigkeiten. Arbeitsplätze für un- und angelernte Kräfte gibt es in Deutschland immer weniger. Das Geheimnis der Revitalisierung der deutschen Wettbewerbsfähigkeit liegt nicht zuletzt im beruflichen Bildungssystem. Der Übergang von hierarchischen Organisationsformen zu dezentraler, prozessorientierter Arbeitsorganisation ist weitgehend mit Fachkräften vollzogen worden. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Für junge Menschen gibt es zur beruflichen Qualifizierung keine Alternative. Scheitern sie, ist das verhängnisvoll: für Lebenschancen, Einkommen, Gesundheit und berufliche Perspektiven. In den letzten Jahrzehnten gelang es dem dualen und hochschulischen System nicht, alle Jugendliche mit einer Berufsausbildung auszustatten. Soziale Inklusion von bildungsschwächeren Schülerinnen und Schülern gelingt nicht in unserem gegliederten Schulsystem und setzt sich in der Berufsausbildung fort. Während sich die Hochschulen mit den Leistungsstärksten eines Jahrgangs versorgen, wird vom dualen
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