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Der lange Marsch zur Modernisierung : Gewerkschaften in der Ukraine
Entstehung
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STUDIE| FES KIEW Der lange Marsch zur Modernisierung Gewerkschaften in der Ukraine URSULA KOCH-LAUGWITZ& GALYNA MESHCHERYAKOVA Dezember 2013 n Seit der Unabhängigkeit gab es seitens der Gewerkschaften Reformbemühungen, sich den in jeder Hinsicht veränderten Rahmenbedingungen zu stellen. Es fehlt dabei aber sowohl an Koordination als auch an Zielgerichtetheit. n Der Mitgliederschwund ist dramatisch. Einst dominante industrielle Branchen der Ukraine sind heute marginalisiert. In den neuen Sektoren und angesichts einer großen Zahl prekärer Beschäftigungsverhältnisse, von Schattenwirtschaft und großem infor­mellen Sektor, ist die Interessenvertretung von Arbeitnehmern objektiv erschwert. n Der größte Dachverband bleibt die FPU, die Rechtsnachfolgerin des ehemaligen sow­jetischen Rats der Gewerkschaften. Der zweitwichtigste Verband ist um ein vielfaches kleiner an Mitgliedern, zeichnet sich aber durch engagierte Konfliktfähigkeit aus. n Das Verhältnis zwischen den Gewerkschaftsbünden ist von Konkurrenz geprägt und konfliktreich. Es bleibt abzuwarten, inwieweit das Ende 2012 gegründete»Gemein ­same Exekutivorgan« von fünf Bünden(SPO) faktische Annäherungen bringen wird. n Grundsätzlich können sich die Gewerkschaften am Gesetzgebungsprozess aktiv be­teiligen. In der Gesetzgebung finden ihre Anstrengungen dann aber letztlich wenig Niederschlag.