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Die Zukunft der Wirtschaftsförderung : zum Re-Design von Gründungsförderung
Entstehung
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Januar 2014 Analysen und Konzepte zur Wirtschafts- und Sozialpolitik direkt Die Zukunft der Wirtschaftsförderung: Zum Re-Design von Gründungsförderung Fabian Beckmann und Anna-Lena Schönauer 1 Auf einen Blick Die Gründungsdynamik hat in Deutschland in den letzten Jahren deutlich abgenommen. So mangelt es insbesondere an technologiebasier­ten und kreativen Ausgründungen aus dem Wissenschafts- und Hochschulbereich. Gerade diese Start-ups bergen große Potenziale für Beschäftigung, Innovation und Wertschöpfung, die es im Rahmen neuer Förderangebote und Förderinstrumente zukünftig stärker zu nutzen gilt. Zeitgleich hat sich in den letzten Jahren eine Vielzahl an neuen Beratungs- und Finan­zierungsinstrumenten abseits klassischer För­derangebote entwickelt. Diese tragen den besonderen Bedarfen technologiebasierter und kreativer Start-ups nach schneller und unbüro­kratischer Förderung Rechnung. Diese Instru­mente in bestehende Fördermaßnahmen zu integrieren und die Vielzahl an Akteuren und Angeboten zu strukturieren, ist eine zentrale Herausforderung für die künftige Ausgestaltung öffentlicher Wirtschaftsförderung. 2 Unternehmensgründungen sind ein essentieller Be­standteil von modernen Volkswirtschaften. So kann der Gang in die Selbstständigkeit nicht nur einen Zugewinn an persönlicher und unternehmerischer Autonomie bedeuten, sondern auch Impulse für Beschäftigung und Innovationen für die ganze Volkswirtschaft setzen. Insbesondere Deutschland ist als rohstoffarmes Land auf neue, innovative Un­ternehmensgründungen angewiesen, um Wohlstand und Lebensqualität zu sichern und auszubauen. Schwache Gründungsdynamik in Deutschland Empirische Daten weisen jedoch darauf hin, dass die Gründungsdynamik in Deutschland im internatio­nalen Vergleich eher schwach ausgeprägt ist. Wäh­rend die Gründerquote, also der Anteil der Gründer an allen Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren, im Jahr 2001 deutschlandweit noch bei rund 2,9 Pro­zent lag, sank dieser Anteil fast kontinuierlich auf 1,5 Prozent im Jahr 2012. Hierbei zeigen sich mit Ausnahme der Stadtstaaten in allen Bundesländern ähnliche Tendenzen. Branchenspezifisch dominie­ren insbesondere Existenzgründungen im Feld der wirtschaftlichen und persönlichen Dienstleistungen sowie im Handel. Dagegen sind die Gründerquoten im verarbeitenden Gewerbe und bei Finanzdienst­leistungen eher unterdurchschnittlich. 3