INTERNATIONALE POLITIKANALYSE Changing the Narrative Chinas mediale Offensive in Afrika Sergio Grassi Februar 2014 n Chinas mediale Offensive in Afrika ist Ausdruck des Bedürfnisses, vorteilhafte Bedingungen für die eigenen Handelsbeziehungen sowie für strategische Allianzen – beispielsweise in internationalen Organisationen – zu schaffen. n Gleichzeitig ist Chinas globale»Charme-Offensive« bzw.»Charme-Defensive« auch eine Reaktion auf die aus chinesischer Sicht oft als ungerecht empfundene Berichterstattung über China und China in Afrika in westlichen Medien. n In diesem Sinne investiert die chinesische Führung in die Internationalisierung und Expansion ihrer Staatsmedien, in Kooperationen mit afrikanischen Staatsmedien sowie in groß angelegte Austausch- und Fortbildungsprogramme für afrikanische JournalistInnen. n Begleitet und unterstützt werden die oben genannten Ziele chinesischer Auslandsmedien durch die strategischen Investitionen chinesischer Unternehmen in die Informationstechnik und Telekommunikations-Infrastrukturen in afrikanischen Ländern. Der chinesische Softpower-Ansatz wird somit von Hardpower flankiert. n Die deutsche Außen- und Entwicklungspolitik sollten die zunehmende Konkurrenz genauso wie die Kritik an der westlichen Afrika-Berichterstattung gut analysieren und nicht zuletzt in der Medienentwicklungszusammenarbeit reflektieren.
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten